Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVIII (1956)
- Issue
- 4 (Abril, 1956)
- Date
- 1956-04-01
- Page
- Seite 18 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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18 Abril, 1956 BOLETIN INFORMATIVO EINLADUNG ZUR GENERALVERSAMMLNUG DER A.T.I. Hiermit lade ich die Mitglieder der Asociación Israelita de Técnicos Industriales (A. T. I.) zu einer ordentlichen. Generalversammlung fuer DONNERSTAG, DEN 10 MAI 1856 (FEIERTAG!) VORM. 9 UHR im dem Versammlungslokal Av. Portugal 810, auf Grund der Statuten ein TAGESORDNUNG: 1) Bericht des Direktoriums: ä) Verwaltungsbericht b) Kassenbericht c) Bericht ueber Darlehnskasse Leo Winter d) Bericht ueber Sterbekasse 2) Neuwahlen a) des Direktoriums b) der Kommissionsmitglieder c) der Kassenpruefer 3) Verschiedenes, Antraege. Falls zur festgesetzten Zeit nicht mindestens 20% der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sein sollten, wird die Generalversammlung eine Stunde spaeter um 10 Uhr mit der dann vorhandenen Anzahl der Mitglieder stattfinden. Santiago, 14. Maerz 1956 Der Praesident Martin Michel fuer Kinder und Erwachsene FABRIKANT: ENRIQUE SCHOCKEN Ahumada 131 — Oficinas 404 y 315 En oross und detail. CASACAS Die juedische Gemeinde Hamburg sucht Zeugen fuer ein Strafverfahren gegen PAUL ERICH DITTRICH, den frueheren Inhaber der Holzwerke Dittrich & Fischer, Petrikau- Burgay, Polen, der des Mordes und der Beihilfe zum Morde an dreizehn Juden angeklagt ist, die er der Polizei zu der am 2. September 1942 erfolgten "Liquidierung" uebergeben hat. Personen, die ueber diese Vorgaenge Auskunft geben koennen, werden gebeten, sich bei dem LEGAL DEPARTMENT, WORLD JEWISH CONGRESS. 55 NEW CAVENDISH STREET, LONDON W. 1. zu melden. MAQUINAS DE ESCRIBIR SUMAR Y CALCULAR Mací TENDERINI 28Í -F úifahmok (tía. NO 67435 Stgo. Englands Ruecizug (Fortsetzung von Seite 10) strich damit die Erklaerung Ben Gurions, der sagte, dass es im Falle eines Kriegsausbruchs nur zwei grosse Schuldige geben wird: die Vereinigten Staaten und die Sowjet-Union. Abgesehen von den ethschen Aspekten der Frage und dem unguenstigen Eindruck auf den uns wohlgesinnten. Teil der Weltmeinung, ist in der Praxis ein Praevent.v-Krieg auch heate so sinnlos wie er es immei war und sein wird. Das Grundproblem besteht darin, dass Israel zu einem “modus vivendi” mit seinen Nachbarn gelangen mu's und da kann kein Krieg loesen, auch kein gewonnener. Die iuce, dass Israelische Truppen den weiten arabischen Raum besetzen und besetzt halten koennten, ist so absurd, dass wahrscheinlich noch nicht einmal ein Beg'.n konkrete Vorstellungen darueber hat. Wozu die Hagana faehig ist und es auch immer sein wird, ist die Verteidigung des e eenen Landes, schlimmstenfalls auch gegen eine gewaltige Uebermacht. Nicht umsonst ist sie nach dem Muster der schweizer Volk-miliz aufgebaut. Niemand wuerde es einfallen, dass die Schweiz faehig waere, halb Europa zu besetzen, aber jedermann weiss auch, dass das eidgenoessische Gebiet uneinnehmbar ist. Wir wellen keinen Krieg gewinnen. Wir muessen vielmehr den Frieden gewinnen. Ben Gurion hat dies klar zum Ausdruck gebracht und diese Entschlossenheit symbolisch unterstrichen, indem er selbst am Ziehen neuer Stacheldraehte. an der raegyptischen Grenze teilgeiioninren hat. In VON BABEL mentarschulen zahlt man kein Schulgeld — wird bereits in der naechsten Generation seine Wirkung erzielt haben. Obwohl viele der Orientalen ihre Kinder der Schule zu entziehen suchen, setzt sich doch der Einfluss und, wenn noetig, die Gewalt der Behoer den mehr und mehr durch. Fuer die Erwachsenen haben Staat, Staedte sowie die Gewerkschaften und politischen Parteien verschiedene Typen von hebraeischem Unterricht eingefuehrt, Kurse zu allen Tages- und Abendstunden, die gar nichts oder kaum etwas kosten, und an denen jeden Monat ca. 30.000 Erwachsene teilnehmen. Ausserdem gibt es Intensivkurse, in denen die Lernenden mit Vollpension in einer Schule unterge bracht sind und fuenf Monate lang, tagaus, tagein nichts anderes als hebraeisch sprechen. ZUR BIBEL (Fortsetzung von Seite 11) Das dritte und beste Mittel zur Loesung der Sprachenfrage ist die Armee. Da jeder j Israeli mit 18 Jahren fuer eine 2 1[2 jaehrige Dienstzeit verpflichtet wird, gibt es hier die beste Moeglichkeit, das zusammengewürfelte Menschenmaterial auf einen gemeinsamen kulturellen Nenner zu bringen. Ein Rekrut erhaelt sofort nach Eintritt ins Heer 60 Stunden hebraeischen Unterricht innerhalb der ersten zwei Wochen,; dann eine Stunde pro Tag, bis er imstande ist, eine Pruefung abzulegen. Im allgemeinen benoetigen neue Soldaten dafuer 200 Stunden, also vier Monate. I Auf diese Weise wird es langsam gelingen, die Bevoelkerung aus der Sprachenverwirrung von Babel in die Sprache der Bibel ueberzu- I fuehren. Zynismus schreibt sich... Man bemusht sich ganz offensichtlich vieles “wieder- Cutzumachen”. Wie ist es also moeglich, dass von dieser hoechsten deutschen Stelle aus rmch nichts geschehen ist, auf das Biatt der Komme Einfluss zu nehmen? Gewiss, “Condor” ist das “Organ des Deutsch^ Chilenischen Bundes” und dieser mag ein privater Club oder jener ein Geschaeftsunternehmen sein. Doch entbinden solche oder aehnliche rein formelle Umstaende die politische Vertre tung der Bundesrepublik k e i neswsgs ihrer Verpflichtungen gegenüber der oeffentlichen Meinung. “Conaor” ist ais einziges Blatt der deutschen Kolonie deren repraesentatives Organ, ob man will oder nicht Entweder muss 'i’in als solches den bonner Richtlinien irgendwie Rechnung tragen oder es muss ein Organ geschaffen werden, das nazu willens ist. Je laenger die deutsche Botchaft dieser .mausweichlichen Alternative (Fortsetzung von Seite 6) aus dem Wege geht, desto augenfaelliger wird diese Unterlassungssuende. An und fuer sich ist es kein neues Faktum, im Auslandsdeutschtum die radikalsten Nationalisten zu finden. “Voelkische” und Nazis feierten ausserhalb Deutschlands bereitz politische Orgien, als der Irre sich noch in irgendeinem Vorstadtzirkus oder muenchner Bierstube heiser schrie. Die Passivitaet der Weimarer Republik diesem billigen Hurra - Patriotismus gegenueber gehoerte gewiss zu ihren nicht geringsten Fehlern. Sollte Bonn daraus nichts gelernt haben 1 Sicher duerfte es . keine leichte Aufgabe sein, der hundertjaehrigen sch warzweiss-roten Verirrung, die in der Raserei der Hakenkreuz- Anbetung gipfelte, ein Ende zu setzen. Aber es scheint uns —als Aussenstehenden—, dass der Botschaft der Deutschen Bundesrepublik hierin eine ebenso edle wie dringliche Aufgabe harrt. enem Moment, in dem fast die ganze Welt uns die Waf- Jen verweigert, die wir zur Erhaltung des Friedens benoetigen, muss unser poltischer Kampf an den anderen Fronten vervielfacht werden. Der fuer den 24 April nach Jerusalem einberufene Zonisten Kongress wird in diesem Sinne vor einer gewaltigen Aufgabe stehen. Er muss einen Weg finden, die juedischen Reserven in der Welt zu mobilisieren, um den Krieg zu vermeiden. Und dies nicht nur, um die Existenz unseres nach Jahrtausenden wiedereroberten Staates zu gewaehrleisten, sondern auch um der physischen Integrltaet unserer Menschen willen und ihrer Staedte, Doerfer und Siedlungen. Auch die moralischen Reserven der Umwelt gilt es zu gewinnen, deren Bedeutung wir bisher systematisch unter'chaetzt haben. Gewiss snd solche Imponderabilien nicht immer ausschlaggebend. In unserer Lage aber, da eine verbrecherische Verschwoerung der widersprechendsten Interessengruppen- Kommunisten, imperiale und koloniale Maechte, Feudalzirkel, religioese Sekten sich gegen uns verschworen haben, muessen wir die Solidaritaet eines Sektors beanspruchen, der zwar heute noch keinen entscheidenden Einfluss auf die Geschicke unseres Planeten hat, ihn aber morgen — hoffentlich — ausueben kann: den der anstaendigen Menschen. In diesem Sinne ist es ueberaus erfreulich, die Solidaritaets Erklaerung der zuericher Tagung der Sozialistischen Internationale zur Kenntnis zu nehmen. Summiert man dazu die wachsende Unterstuetzung aus dem Lager der Labour-Party und der AFL-CIO, so kann man bereits heute sagen, dass die freie Arbeiterschaft zu Israel steht. Ebenso sind gewisse Fortschritte im Lager der Intellektuellen zu verzeichnen, d e, wie dies z. B. die “Deklaration von Montevideo” zeigt, sich anschicken, ihren politischen Einfluss —in diesem Falle in Lateinamerika— geltend zu machen. Viele Schlachten sind noch zu liefern, um diesen Kampf zu gewinnen und in dem wir trotz aller Provokationen aus Kairo oder London, aus Washington oder Moskau beharren muessen bis zum letzten Moment: dem Kampf um den Frieden. ATSCHEKA,