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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1956-03-01 · 3 (Marzo, 1956) · p. Seite 9

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVIII (1956)
Issue
3 (Marzo, 1956)
Date
1956-03-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Mareo, 1958 9 BOLETIN INFORMATIVO Brennus Zeiten, das Schwert und andere konkrete Tatsachen. Um ihren beunruhigenden Pendelschlag zu verstehen, muessen wir uns vor Augen halten: 1) Die Araber sind ca. 25 mal so zahlreich wie wir. 2) Sie beherrschen ein riesiges kompaktes Landgebiet. 3) In ihren Wussten liegen mehrere der bedeutendsten Rohoelvorkommen. 4) Mit der Aufnahme neuer Mitglieder in die V. N. sind sie, stimmenmaessig, der maechtigste Block in der Plenarversammlung. An all dem koennen wir nichts aendern und keinem unserer Staatsmaenner ist ein Vorwurf daraus zu schmieden, dass er diese Faktoren nicht anullieren kann. Wenn Israel sie bisher trotzdem neutralisiert hat, so war dies U A. auf folgende Tatsachen zurueckzufuehren: 1) Die qualitative Uenerlegenheit von ' Israels Menschen und Organisation auf allen Gebieten von Produktion, Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit, Moral us. w. 2) Die entsprechende haushohe individuelle Ueberlegenheit seiner Soldaten- 3) Die Solidaritaet der Juden in der Welt, vor allem in Nordamerika. 4) Die deutschen Wiedergutmachungslieierun - gen. Leider, laesst es sich nicht leugnen, dass die arabische Fuehrung, besonders seit dem Sturz des “anci'n régime” in Aegypten, es verstanden-hat, ihr politisches Kapital geschickt und gewinnbringend anzulegon. Die in weiten Kreisen der jucdisehen Presse verbreitete Meinung, dass Nasser mit der Annahme der russischen “Hilfe” sein politisches Todesurteil unterzeichnet habe, koennen wir nicht teilen. Gewiss, es ist eine verlegene und unmoralische Politik —soweit man an Politik ueberhaupt moralische Masstaebe legen kann— wenn die Feudalherren dir Wueste ploetzlich die kommunistische Braut in ihren Harem fu hren, nachdem sie jahrelang ihren west liehen Waschweibern einzuredm versuchten, der Zionismus habe die Gefahr dès Kommunismus in ihre ach so fromme, musulmanische Welt gebracht, sofern Zio-1 nismus Kommunismus nicht I ueberhaupt Sinonyme seien. Aber was liegt schon an Verlogenheit und Unmoral? In der Politik zaehlt nur eins: der Erfolg. Und den hat Nasser vorerst einmal auf drei Fronten zu buchen: erstens, die Hilfen die ihm der Ostblock angedeihen laesst. Zweitens, die Anstrengungen der Westmaeehte, ihm klarzumachen, dass sie ihm noch viel uneigennütziger helfen koennten. Die dritte Front ist vielleicht heute noch von geringster Bedeutung, aber als Symptom der politischen Ruehrigkeit besonders aufschlussreich. Ihre Exponenten sind Tito und Nehru. Und auch hier ist es Nasser gelungen, sich “Liebkind” zu machen. Klingt es nach Uebertreibung, wenn man feststellt, dass die Verbrüderung Nehru-Nasser in Bandung und Titos Staatsbesuch in Kairo dem israelischen Aussenministerium ein schlechteres Zeugnis ausstellen als alle Rueckschlaege im Osten, Westen oder den V. N.? Um die Position der beiden. grossen Blocks zu beeinflus-1 sen, sind unsere Machtmittel; zu gering und die V. N. spie-1 geln diese Positionen im1 grossen Ganzen nur wieder.; Dass es uns aber nicht ge-! lungen ist, in Jugoslawien und Indien Versoa-iiums1 fuer unsere Lage zu finden, | wird nur schwer zu entschuli digen sein. Es wuerde im j Rahmen dieses Kommentars | zu weit f uehren, die Interes-! s.ngemeinschaft, sowie die Parallelen zwischen der Problematik. Auffassung und Methoden zwischen den beiden genannten Staaten und Israel zu behandeln. Nur eins sei gesagt: Jugoslawien ist in der heutigen Welt das einzigartige Beispiel eines Staates, der 1) eine gewaltige Bedrohung seiner SThstaendigkeit und seines Rechts auf das Leben ueberhaupt erfolgreich widerstanden hat, 2) von allen umworben wird, aber —oder weil er— von niemandem abhaengt, 3) einen weit ueber sein tatsaechliches Potential hinausgehenden Einfluss ausuebt. Tito hat den Grundstein zu dem gelegt, was Kruschew mit freundlichen Worten — aber auch mit Respekt— auf .dem Kongress der Kommunistischen Partei als “neutrale Zone” anerkannt hat. Dass ein Nasser in dieser Zone im Trueben fischen kann, spottet jeder Logik: zwischen seiner Kriegs— und Raubpolitik und dem politischen Credo eines Nehru oder Tito besteht keme echte Verwandschaft und es bedurfte der ganzen Kunst levantinischer Verlogenheit, eine solche vorzutaeuschen. Wie lange diese Farce noch gespielt werden kann, ist schwer vorauszusagen; ihr Erfolg und Dauer haengen aber auch von der Faehigkeit Israels ab, die tatsaechlichen gemeinsamen Interes- I sen zw'schen New Delhi, Belgrad und Jerusalem in Fakten internationaler Gravitation zu verwandeln. Auf dieser Ebene liegt die grosse Möglichkeit, fuer die kommenden Entscheidungen das zu find-n, was uns bisher so -bitter fehlt: wirkliche Feinde unserer Feinde. ATSCHEKA Export von Xitrusproduhten in Fuenf Jahren 16 MUL Dollar In den Jahren 1951-1955 erzielte der Staat 16 Millionen Dollar an Deviseneinnahmen aus dem Export von Zitrusnebenprodukten und Zitruskon- «erven. 80 Prozent der Gesamtproduktion von 392.529 To. in diesem Zeitabschnitt waren fuer den Export bestimmt, 20 Prozent fuer den Inlandsverbrauch. 86 Proz. der exportierten Waren gingen in Laender mit harter Waehrung, vor allem nach England. Die Exportwaren, die den Namen „Jaffa-Gold” tragen, haben sich Verdientermassen «inen guten Namen im Auslande erworben.* Saemtliche Exportprodukte werden in den Laboratorien von Rechowot themisch geprueft. Der Verband weist auch darauf hin, dass er keinen Kartell darstellt, sondern eine lose Verbindung von 11 Fabriken des privaten und kollektiven Sektors und ist an einer gesunden Konkurrenz interessiert. Im Jahre 19 5 6 werden fO.OOO To. Zitrusprodukte u. Konserven hergestellt, in 1957 sollen es 100.000 To. sein «nd infolge der ansteigenden Pardessim-Flaeche soll die Produktion im Jahre 1960 150.000 To. erreichen. Insgesamt sind bisher in diesem Jahre Fruchtsaefte fuer 2,5 Mill. Dollar bestellt. Angesichts der Preiserhoehung der Zitrusfruechte fuer die Industrie und der Verteuerung des als Packmaterial benutzten Blechs sowie des See-Transports fordert der Verband von der Regierung diese Export-Industrie zu unterstuetzen. Dies ist besonders auch wegen der scharfen Konkurrenz der Zi trusprodukte aus den USA und Spanien, wo die Fabrikanten Regierungs-Subsidien erhalten, erforderlich. Salh - Serum Erzeugung noch fuer naechste Saison Das Gesundheitsministerium unternimmt alle Bemuehungen, um das Salk-Serum gegen spinale Kinderlaehmung noch fuer die diesjaehrige Sommersaison zuerzeugen, erklaerte bei einer Pressekonferenz am Rundfunk Gesundheitsminister Barsilai. Trotz allen Hoffnungen bestehen keine Aussichten mehr, dass dieses Jahr Salk- Serum auslaendischer Produktion importiert werden kann. Die Aufnahme der Erzeugung des Serums im Lande haehgt jetzt ausschliesslich von der Lieferung von 50 Affen aus Indien ab. Diese Affen sollten noch im Laufe des Monats Januar geliefert werden und wenn die Lieferung zeitgemaess durchgefuehrt wird, koennen vor dem Sommer 50.000 Einheiten des Serums erzeugt werden. Dies ist aber nur ein Drittel der Quantitaet, die notwendig ist, um alle Kinder zwischen sechs Monaten u. dreieinhalb Jahren zu impfen. Der Spezialist fuer die Erzeugung d. Serums, Prof. Melnik aus den USA, versicherte, dass die hiesigen Fachkraefte die Erzeugung des Serums sehr gut durchfuehren koennen und unsere Laboratorien sind bereit, sofort nach Eintreffen der Affen die Erzeugung aufzunehmen. Zugleich beabsichtigt das Gesundheitsministerium in diesem Jahr seine Bemuebungen fuer die Wieder-Erziehung von ehemaligen Polio- Kranken zu intensivieren. Hunderte Touristen blieben aus Ungefaehr 400 Touristen aus verschiedenen europaeischen Laendern hatten fuer eine Weihnachtspilgerfahrt Plaetze auf israelischen Schiffen bestellt, doch nur 80 von ihnen sind hier eingetroffen. Die uebrigen verzichteten auf die Reise angesichts der gespannten Lage. Die Situation wirkte sich auch auf die Touristik aus d. USA aus. Auf der ‘Israel’ kamen nur 200 Reisende an, von denen die meisten heimkehrende Israelbuerger waren. Mehr als 100 Bestellungen, davon 60 von Touristen, wurden rueckgaengig gemacht. Verstaerhte Waffenindustrie Bel einem Treffen der Arbeiter der Militaer-Industrie erklaerte der Generaldirektor [ Peres die Arbeiter der Milides Sicherheitsministeriums, I taerindustrie auf, ihr Koen- Schimon Peres, dass die - Minen und ihre Arbeitsmoeglitaerindustrie angesichts der lichkeiten unter Beweis zu jetzigen Sicherheitslage im .stellen, wie sie dies imm kommenden Jahre ihre Akwenn noetig taten, tivitaet bedeutend intensivie- Die Tagung wurde durch ren muesse. jeine Ansprache des General« Nach einer Übersicht ueber sekretaers der H i s t a drufc, die gegenwaertige Lage, rief Mordechai Namir, eroeffnet. Äl BMP vvîsvks- ÜÄ 'If Ül ■ ÍÉ mm ISRAELS FLAGGE ZUR SEE Ein. grosser Teil des Zitrus-ExPorts wird auf israelischen Schiffen befoerdert.! Foto: “Israel Picture Calendar”.

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