Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVII (1955)
- Issue
- 5 (Mayo, 1955)
- Date
- 1955-05-01
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN informativo Mayo, 1955 'r^TdeTThora tmi^r Erstlinge b est aer i WILK, BUENOS mees _ Das juedisehe Volk feiert Geschichte za J^ten.g Sie 5rÄei|a\efW, ssatÄfif fi entscheidender Sieg ™ Ahiaufe der Geschichte NaiSeKrtaB-se^some.son dem nur derjenige Tag, an Pin Volk seine Grunu Rechte ^halten hat In Nord amerika folgte man dem ] Hischen Beispiel, als man, kaum dass die Unabhaengigkettnotduerftig gesichert wai den 4. Juli, den Tag, da Jef ferson zu Philadelfia die Menschendechte verkuendet hatte fuer alle Zeiten zum Natio nalf eiertag erhob. Und schließ lieh sind es die Franzosen wesen, die den 14. CURT ,ne terf?ni,w“Sse ris, SSS-S^-tjgB Baumeisters der Geschicntei w M-'srs wenn unsere Weisen ÄVTen'^SS.d^lcenB.ote, wenn _ Schowuausfes1 cll-> “Schlussfest v°nP der hingestellt haben, n w0n Meinung Auspuck geben ten> if SFre?heit verwirklicht ÄS“lS«n das Volk nicht mehr vorwie eend ein Bauernvolk sein wuerde in einem hoeheren religioesen Sinne gesichert. St dem Beginn der Diaspora mussste der Erntecharakter dieses Tages logischerwei se hinter dem theoiogischen stóSSÉS sW Schowuaus m ¡lucbc** send Jahren der Golah fast ausschliesslich durch seme^ religioesen Charakter als Ta.o der Sinaioffenbarung”, des “Zehnwortes” eine entscheidende Bedeutung. fuer das juedisehe Lehen geh.^t. Doch das Primaere war stets in a ter, in biblischer Zeit , Das Fest, der Erstlinge , der Ta», zu dem auf allen Strassen die Landleute »aoh ¿eruag^ iim stroemten, die Erstlinge schwingend und d® da_s Hallei singend, ™11 der fr^ hen Erwartung, dort im Tem nel die Fruechte des Ackers dem Ewigen darbringen zu koennen. ... aeHe&r gfssis derbar'e w^ren. Im Festzug werden Uerg'TiSWa x.-Wein-! gend in unseren siedltfngeirmit Gesang und Tanz aneinandergereiht, und auch die staedtische Jugend begeht Erntefest in ersucht hatte, kulturelle und wissenschaftliche Probleme behandeln, sondern auf eigedem Volk und Land Israel, nen Wunsch ueber die drinan die biblischen ueoerueie- Ber weitberuehmte Gelehrte genderen Fragen der Sicherrungen. Und waehrend die arjjeitete kurz vor seinem Toneit des jungen Staates spre- Aöifovor, In ripn Kvnae-neen - - -- chen die Welt, Juden wie Upp-pht Wie erst jetzt verlautet, geda^ Erntefesten Ser hoerten die letzten Gedanken und Ueberlegungen Einsteins j Froehlichkeit, m Anlehnu g dem Volk und Land Israel. ' “51t ■>» weither«.!, ■ -* uer weiiDeruennue ueienrie arbeitete kurz vor seinem Tode an einer Festrede zu Is. chen die weit, juaen wie raels Staatsfeiertag. Und zwar Nichtjuden, zu dessen Schutz x»»ovex*v«, -- wnllte P. nicht ~ - .t nox “Sufe r\ßi'Wl&reSt"ge- ’ maess, wobei auch dort im. ' :-— .—--_ ' Aelteren in den Synagogen! der Verlesung des “Zehn-; Wortes”’ lauschen, begehen die; T r» n er o r>. . - auch dort immer wieder zum Ausdruck kommt, wie sich in diesem Tage Natur und Geist miteinander verbinden. Es bleibt die schoene Hoffnung fuer sie alle, die Jungen und die Aelteren, dass eines Tages eine Form gefunden werden moege, die dem zweifachen Sinn dieses Festes gerecht werde, Geburtsfest des juedischen Geistes und Fest der Professor Einstein schrieb einen Brief an Ministerpraesident Nehru von Indien anlaesslich der Tagung in Bandung. Ueber den Inhalt des Schreibens sind keine Einzelheiten bekannt, doch duerf. ten diese treuen Bemuehungen Einsteins Nehrus vermittelnde Handlung in der Frage Israel-Arabien verursacht haben! Jila sill iÄ UTiía-fl ‘(Pi SHA VU OT-ZEREMONIE IN ISRAEL Kampfes fuer die Grundrechte der Voelker, zum hoechsten Fesstag machten. Nicht mehr militaerischer Ruhm ausschliesslich drueckt den Nationalfeiertagen ihren Charakter auf, sondern die ewige Mahnung, die vom Sinai ihren Ausgang genommen, “Du sollst” und “Du sollst nicht” griff in das Leben der Staaten ein, um niemals mehr ueberhoert werden zu koennen. In seinem soeben erschienenen Werk “Dieses Volk” knuepft Leo Baeck an die Juedisehe Ueber lief erung an, nach welcher die Thora einst allen Voelkern der Erde angeboten worden war und fuegt hinzu: “Die Voelker sind vor Gott hingestellt; ein jedes hat sei. ne Sphaere und seine Tage, seinen Willen und seinen Geist. Jedes hat seine Moeg. Ifchkeit, sie koennen den Weg des Bundes gehen, diesen Weg von Gesetz undirfuellung, aber oft gehen sie von ihm fort. Sie trachten dann nur nach irgendeinem Nutzen und Gewinn, nach irgendeiner Wichtigkeit und Macht und meinen, damit rim”, Fest der Erstlinge”, nennt sie es, wobei sie den “Geburtstag der Thora” verschweigt. Der 6. Siwan, an welchem wir das Fest begehen, ist gebunden an die Zaehlung des Omer, und woertlich heisst es dort: “Ihr sollt zaehlen von dem Tage nach dem Schabat, da Ihr die Garbe der Schwingung gebracht habt; sieben volle, Schabate sollen es sein. Bis zu dem Tage nach dem siebenten Schabat sollt Ihr fuenfzig Tage zaehlen”. Die Tradition hat erlaeutert, dass hier mit “dem Tage nach dem Schabat” “mit dem Tage nach dem ersten Pessachtage” gemeint ist, da auch der Feiertag ein Ruhetag, ein Schabat genannt wird. Doch mit dieser Auslegung, die vom Christentum nicht akzeptiert worden ist, (daher faellt dort das Pfingstfest auf den 49. Tag nach dem Osterfest) haben unsere Weisen etwas viel Groesseres erreicht: Sie haben Schowuaus als “Fest der Gesetzgebung’ auf das feste Datum des 6. Siwan gelegt und damit seine Bedeutung fuer eine kommende Zeit, da Diplomaienfaesuch AUS EINEM BRIEF UNSE¬ RES EHEMALIGEN MITAR. BEITERS, HERRN CURT 1 SCHULVATER, AUS DEM KIBBUZ RAMOT MENASCHE Neuigkeiten gibt es von hier sehr wenig, ausser gelegentlichen Besuchen aus Chile und den anderen suedamerikanischeh Laendern. Kuerzlich hatten wir die Ehre der Anwesenheit des chilenischen Gesandten fuer die Tuerkei und Israel, Sr. Christi. Er kam ueberraschend an einem Sonnabend Mittag mit seiner ganzen Familie hier an, Frau, zwei Toechter, ein erwachsener Sohn nebst Schwiegertochter und Gouvernante der Toechter. Man improvisierte schnell eine Kaffeetafel mit bandera chilena usw. und empfing die Gaeste nach einem instruktiven Rundgang durch den Kibbuz in unserem neu eroeff neten huebschen Kulturhaus. Hierwurde von uns alten “Chi-!|§|pf! lenen” eine Velada veranstaltet d. h. lectura de descripciones, canciones chilenas e israelis, danzas folklóricas, etc. Es fehlte nicht an copuchas bromas y chistes, und den Hoehepunkt der Stimmung bildete es, als die Toechter des Gesandten von hiesigen Máedehen Horra, den israel. Nationaltanz lernten und schliesslich die señora Gesandtin mit einem unserer Jungens eine schmissige Cueca tanzte, wozu der. Herr Ministro sein pañuelo lieferte. Es war wirklich sehr nett und ungezwungen. Man hattp den Eindruck, dass so eine Art Empfang fuer gegenseitiges Verstaendnis weit wertvoller ist als Gespraeche im Diplomatenfrack oder Coctail - Parties im Smoking.