Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVII (1955)
- Issue
- 4 (Abril, 1955)
- Date
- 1955-04-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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10 BOLETIN INFORMATIVO Abril, 1 ISRAEL 7 JAHR Von Dr. BENJAMIN ELIAV Presse - Attaché bei der Gesandtschaft Israels ln Buenos Aires Vor etwa zwei Jahren hat Mosche Sharett in einem kleinen Kreis folgende kurze Geschichte erzaehlt; Kurz nach Fertigstellung des “K WISCH HAG’WURA”, der neuen Landstrasse, die den langen Notweg von Tel Aviv nach Jerusalem wieder verkuerzt hat, ist er, Mosche Sharett, an einem gewissen Tage auf dieser neuen Landstrasse gefahren. Nahe Ramie nahm er in seinem Wagen einen Soldaten mit, der auf der Chaussee stand und durch Zeichen seinen Wunsch mitgenommen z u werden, Ausdruck gab. Als sie sich nun Jerusalem naeherten, blickte Sharett auf die Uhr und sprach zu seinem Chauffeur; “Es hat genau ein und einviertel Stunden gedauert, nicht viel laenger als in der guten alten Zeit, da man noch direkt ueber Latrun fahren konnte”. Nun liess sich zum ersten Male der Soldat vernehmen; “Entschuld! gen Sie, Adoni, die guten Zeiten sind jetzt und nicht damals ...” Hierzu kommentierte Sharett; “Der Soldat hatte tatsaechlich recht. Wie schwer auch heute unsere Probleme sein moegen, wie schwarz auch die Wolken sind, die unseren politischen Horizont verdunkeln; wie gross auch die Steine auf un. serem Weg bergauf sein moegen — so darf man doch niemals die tiefgehende Revolution vergessen, welche die Entstehung des Staates Israel mit sich gebracht hat, sowohl fuer das Leben des Ji- (schuws wie auch fuer das Leben des juedischen Volkes in der Welt”. Es genuegt, sich die Lage zu vergegenwaertigen, so wie sie nicht vor sieben sondern vor nacht Jahren war, um den Schwung der durchgefuehrten Revolution zu begreifen Zehntausende K r i e g s o pfer schmachteten in den Lagern Europas. Fluechtlings-Schiffe wurden durch die britische Flotte gejagt, ihre Passagiere gefangen genommen und nach Zypern gebracht, wo die Ungluecklichen neuerdings in Konzentrationslager gesperrt wurden. Der Jischuw in Eretz Israel war von arabischen Banden umgeben, die von dem britischen Militaer und der Polizei offen gefeerdert wurden, und von diesen Tag fuer Tag Waffen geliefert bekamen. Der Feuersbrand eines blutigen Kampfes erfasste das ganze Land, und ueber dem Kopf des Jischjiws schwebte die Gefahr vollstaendiger Vernichtung. Und dann, als die UN beschlossen, Eretz Israel zu teilen und den Juden sehr viel weniger Territorium zu “geben”, als sich heute im Besitz des Staates Israel befindet (ohne Jerusalem, ohne Berscheba, ohne Ramie, Lydda und das westliche Galilaea), erfasste dennoch eine gewaltige Freude alle Juden der Welt, die, trunken vor Begeisterung, auf den Strassen tanzten — trotzdem der von der UN beschlossene juedische Staat nicht einmal hundertprozentig scuveraen sein konnte, da er mit dem arabischen Staat, der im oestlichen Teil des Landes entstehen sollte, auf Leben und Tod wirtschaftlich Bei den Grossmahoevern und militaerisch verbunden war... Ja, man vergisst das Vergangene ebenso leicht, wie man sich an die neue Wirklichkeit gewoehnt. Neue Sorgen und neue Schwierigkeiten verdecken die alten, und daher kommt auch die Neigung, den grundlegenden Unterschied zwischen den beiden Arten Sorgen zu verkennen. Bildlich gesehen ist es etwa der Unterschied zwischen der Lage eines zu lebenslaenglicher Haft Verurteilten, der Mittel und Wege sucht sich wieder zu befreien und derjenigen eines jungen Familienvaters, der mit knaopem Verdienst sein gerade erst errichtetes Heim aufrecht erhalten muss... scher Vorwand —beherrschte immer mehr und mehr ihren ganzen Lebenstil, den ihrer Nachbarn und schliesslich sogar den der ganzen Welt Im Falle der kleinen Medinath Israel jedoch ist die Einkreisung durch agressive Feinde weder eine Fantasie noch ein Vorwand, sondern nackte, konkrete und grausame Wirklichkeit. Dieses Epos ist noch nicht zu Ende. Niemand kann derzeit ermessen, ob wir an ihrem Beginn, ihrem Hoehepunkt oder ihrem Ende stehen, und gewiss kann niemand sagen, ob dieses Ende friedlichen oder gewaltsamen Charakter tragen wird. n Das Hauptproblem der siebenjaehrigen Existenz der Medinath Jisrael — und es scheint, dass dies auch noch fuer eine lange Zeit ihr Haupt Problem bleiben wird — ist die Gleichzeitigkeit von vier oder fuenf gewaltigen historischen Umwaelzungen, von denen jede Einzelne mit ihrem Umfang und ihrer dynamischen Kraft genuegt haette, um einige Kapitel Geschichte jeder grossen Nation der Welt anzufuellen. Vor allem auf dem Gebiet der elementaren Sicherheit. Angefangen von der illegalen Waffenbeschaffung und der Aufstellung partisanenaehn. licher Untergrundeinheiten, mit denen der organisierte Angriff etlicher Armeen souveraener Staaten abgeschlagen wurde, ueber das Aushalten ihres staendigen Druckes, ihrer permanenten Taktik der Provokation und des Blutvergiessens, der Sabotage und Blockade; bis zu der Umzinglung durch bewaffnete Feinde, die nur auf eine Gelegenheit warten, um den neuen Staat zu ueberfallen und ihn von der Landkarte auszuradierendies allein ist schon ein Epos, das nicht viele Beispiele in der Geschichte hat. Es gibt Grossmaechte (frue. her in erster Linie das “Deutsche Reich” und heute Sowjet -Russland), die unaufhoerlich Klage darueber fuehren, dass man sie von allen Seiten mit agre'siven Absichten “einkreist”. Diese Klage —In den meisten Faellen war sie nicht Nun wollen wir unsvergleichsweisevorstellen, dass irgend ein anderes Land in aehnlicher Lage es sich angelegen sein liesse, gerade in einem solchen Moment, seine Bevoelkerung zu verdoppeln! Nehmen wir an, dass dieses Land das England der Jahre 1940-1941 ist, als es allein im Kampf s t a nd, angewiesen nur auf seine eigenen Kraefte, an die Wand gedrueckt von dem siegreichen deutschen Angreifer. Stellen wir uns einen Moment lang vor, dass England, ausgerechnet zu. jener Zeit, in seinen Grenzen zusaetzlich 40 Millionen Menschen auf genommen haette! Dies veranschaulicht, ohne Uebertreibung, die gewaltige Leistung der Medinath Israel. IH Dies aber ist nur eiiie Seite der Medaille. Es ist noch eine zweite Seite vorhanden, die vielleicht weniger sensationell und nicht so offensichtlich dramatisch ist, die aber deshalb, historisch gesehen, nicht weniger wichtig erscheint: Das ist die “Wiederauferstehung”, wie die eines Toten aus dem Grabe, sowohl des juedischen Volkes als auch des juedischen Landes, Wer den “Kibutz Galujoth” (die “Sammlung der Zerstreuten”). nicht mit eigenen Augen gesehen hat, der wird ihn auch in seiner ganzen Bedeutung nicht zu wuerdigen wissen. Wer es nicht selber gesehen hat, wie ganze juedische Bevoelkerungsteile aus Europa und Nord-Afrika, aus dem Jemen und aus dem Irak, mit. Schiffen oder Flugwurden; wie veraengstigte Seelen sowie rueckstaendige und verelendete Kulturformen ploetzlich wieder zu neuem Leben erwachten, angefuellt mit neuen Hoffnungen und mit frischem Glauben, wer das alles nicht mit eigenen. Augen beobachten konnte, der wird diese “Zeit des Messias” nicht in ihrer veilen Bedeutung erfassen koennen. All dies war nichts weniger als die volle Verwirklichung der Vision des Propheten Jecheskel (Kapitel 37) ueber die “trockenen Gebeine”. Es ist direkt wuenschenswert, dass sich jeder Jude wenigstens einmal im Jahre — vielleicht am Jom Haazmaut — dieses Kapitel durchliest, damit er das ganze gewaltige Ausmass dessen versteht, was sich in Israel heute vor unseren Augen vollzieht. Aber auch dieses Kapitel, das der Wiederauferstehung des “toten Volkes”, befindet sich erst im Anfangsstadium seiner Verwirklichung. Die Verschmelzung eines Volkes, das Wurzelschlagen in der neuen Erde, ist ein langsamer organischer Prozess, erfuellt von viel Schmerzen aber auch von viel Freude, genau wie die Heilung einer schweren Krankheit. Das Ka M. SCHARET — Ministerpraesidi S. ARAN — Minister. LEVY ESCHKOL — Finanzmtnisl Dr. JOSEF BURG — Postministi PEREZ BERNSTEIN—Handelsu Prof. DINUR — Erziehungnnd Dr. DOV JOSEPH — Entwickln D. BEN GURION — Verteidieunf GOLDA MEIERSON — Arbeitsm PEREZ NAFTALI — LandwirtscI J. SAPIR — Verkehrsminister S. SERLIN — Gesundheitsministe J. ROKACH — Innenminister B. SHITRITT —Polizeiminister M. SCHAPIRA— ReligPonsnnd M. SCHARET — Verwaltungsweg Parallel hierzu laeuft der erstaunliche Prozes der “Wiederauferstehung” des “toten” Landes. Dies ist im Grunde genommen nichts anderes als der Zusammenschluss von Volk und Land zu einer neuen Einheit — der Gipfelpunkt der ganzen juedischen Geschichte. (Schluss auf der Umseite) Die dnonymz Von EVA KIRSTEIN Der chaluzische Geist in Israel lebt. Aber die Formen, die er annimmt, haben sich veraendert. Diese Typen der neuen Chaluzim sind ueberall in Israel zu finden, wo es gilt neue Einwanderer zu betreuen, zu erziehen, zu ermutigen und ihnen bei dem schmerzhaften, harten Pro. zess der Anpassung an eine ihnen voellig unvertraute Lebensweise zu helfen, in den Ma’abarot und neuen Wohnvierteln, in den Schulen, Kin. der- und Jugendinstitutionen, in Krankenhaeusern und Ambulatorien trifft man diese anonyme Legion von Pionieren. Manchmal ist es nicht leicht, sie als solche zu erken. nen, denn sie haben gleich dem Pionier-Farmer auf seiner entlegenen Wirtschaft eine Scheu davor, ueber die schwere und oft bedrueckende Arbeit zu sprechen, die alle ihre seelischen und koerperlichen Kraefte in Anspruch nimmt. So nicht hat, die 1 Freud chen (das Name jenen neuer gendl Einwr ses J; WIZO in Na Jahre Leiter dreiur —ach Maed! ko nr mand fuer i der g ten P mung ter produ hinter Vorst Metai blosse den I "Wi mehr als ein taktisch-politizeugen, nach Israel gebracht “Leichtathletik ist nicht nur ein Knabenspiel” (Maimonides) iiilii v mens gern keit zeder seits weil im F Tage physi der\ Rom, des r wider derst ' ** '