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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1954-04-01 · 4 (Abril, 1954) · p. Seite 10

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVI (1954)
Issue
4 (Abril, 1954)
Date
1954-04-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 B9i.it 18' INiORMATIVO Aioil, 1954 Auszug aus Aegypten» In Hasorea erzaehlt Nachstehend bringen wir ans einer englischen Zeitung die Uebersetzung aus einem Bericht ueber die Sede .’-Feier im Kibutz Hasorea. Hasorea ist von Mitgliedern der Werk* leute-Bewegung gegruendet worden, gehoert heute zu dem Landesverband Haschomer Hatzair. sESR ...Die Scheune war fuer diese Gelegenheit ln einen grossen Saal verwandelt worden, in dem man ihre sonst offenen Seiten mit Hilfe von silbrig - glitzernden Blechscheiben geschlossen hatte, auf die man wiederum grosse Tuecher, mit kuenstlerischen, dem Fest entsprechenden Zeichnungen gemalt liatte.! aus Aegypten bis zur Massen-; e'nwanderung aus der Golah nach Israel. E3 ist be- : merkenswert, dass seit Jah- - ren zum ersten Mal die goettj liehe Fuegung in unserem I vergangenen Geschick er- , waehnt wurde.... An einem Ende war eine Buehne erbaut worden, Der wunderbar erleuchtete Raum, mit vielen bunten Fruehlingsblumen ausgeschmueckt, begann sich mit etwa sechshundert Personen, Maenner, und Frauen, Jungen und Maedchen zu fuellen; sie setzten sich an die langen, weiss-gedeckten Tafeln, auf denen ueberhus reichlich Essen, Getraenke und Matzot zwischen Gruen und Blumen standen. Die Zeremonie begann mit der Vorfuehrung von ausgewaehlten Teilen aus Haydns „Jahreszeiten” (fuer Rosch Haschana ist sein Oratorium. “Die Schoepfung” geplant) durch den ausgezeichneten Chor de' Kibutz, Solisten und Orchester. Darauf folgte ein allegorisches Kinderballet, zu dem die kleinen Kuenstler die Musik selbst verfasst hatten. Dann Begann aas venesen der Haggada, einer ln ihrem Text nicht immer tradicionelle.n Haggada, die vom Haschomer Hatzair fuer seine Kibutzim verfasst worden ist. Viele Stuecke sind aus dem alten Buch entnommen, doch wird das Pessach-Fest hauptsaechlich in neuen Worten als das Fest der Freiheiterklert. vom Urbeginn des Auszugs I Die Haggada wurde nicht I von einer Person vorgetra- I gen, sondern verschiedene Teile wurden abwechselnd von mehreren Teilnehmern, jung und alt, verlesen von gemeinschaftlichem Gesang haeufig unterbrochen. Unter anderem wurden auch zwei detradtlonellen ' Znege der Weier belbehaiteo: die Pause f -er die' Mahlzeit ¡und die vier Becher! Waehrend des Gesamten Verlauf de' Abends herrschte freudigste Aufmerksamkeit eine natuerhche, angeregte Freudigkeit, die ihren Hoehemmkt beim Ge~ang Aller des Chad Gadia erreichte. Einige begabte So- Mellon zu, welche auf Tagesgeschehen ansntelten. worauf wieder die Teilnehmer im Chor «Mt dem Refrain antworteten. Am folgenden Nachmittag begab steh die Einwohnarrehaft des Kibutz aufs Feld, •»uro “rtmer”, und hei Tanzen und Sinean erntete man die are+ori A#*V>rfVn_ Haben nicht dieienia-en -e-ht, die in dieser gefühlvollen Belebung alte- Eraeu- -he fdnen Kern religloe-en Gefuehls feststellen, aus dem -ich —ohne dass dies der bewusste Wunsch dieser Mens"hen se'n braucht— die -ehaioese Wiedergeburt ergeben mag? HANS MOSBACHER (Haifa) Dank am Meer Am siebenten Tag von Pessach findet seit einigen wenigen Jahren ein Zeremonie am St-and von Tel-Aviv statt, die sozusagen als Abschluss des Seders zu bezeichnen waere. Da der Erzaehlung der Bibel zu Folge, die Juden sieben Tage nach dem Auszuge aus Aegypten die wundersame Ueberquemng des Roten Meeres erlebten, versammen sich am letzten Pessachtag Taufende von relisloesen Menschen und stimmen “Shirat Hayam”, das im Exodus enthaltene Danklied der Kinder Israels ueber ihre Errettung an. ♦ PStrp^tTHSr: ttwto e: AUFS FELD, ZUM „OMER“ Wa3 nicht In der Hmgada steht Von Adolf Seidemann (Santiago de Chile) ♦ /> ä m IS’4! ISRAEL-KUN STHAGG ADA Bibel und Hagadah erzaeblen uns von einer Anzahl von Wundern, die vor und waehrend des Auszuges aus Aegypten geschehen sind. Da heut kaum noch Wunder geschehen, sind sehr viele Menschen geneigt, diese Erzaehlungen als Legende anzusehen, und damit die Glaubwürdigkeit der Bibel im Allgemeinen anzuzweifeln. Es seien deshalb einige durch Ausgrabungen erwiesene Tatsachen erwaehnt, die bekraeftigen, dass die Schilderungen der Bibel historisch begruendete und einwandfrei feststehende Tatsachen sind Sc wurden Im Jahre 1887 in Teil el Amarna, wo man die beruehmte Nofretete gefunden hat, auch Tafeln ausgegraben, ln denen die “Chabiri” d. h. Hebräer erwaehnt sind, die von Aegypten gekommen waren, und Kanaan erobert haben. Im Jahre 1896 fand man die sogenannte Israel Stele des Pharao Menephtah, in der der Name Israel vorkommt, und aie Israeliten als bereits 1300 v. d uebl. Zeitrechnung in Kanaan lebend erwaehnt werden. Auch Paoyrusfunde aus der Zeit des Pharao Ramse5’ e-waehnen die Hebräer als Bauarbeiter bei den aegyptisehen Festungen. Aber noch interessanter is4 das Folgende: Wie wir aus der Thorah wissen, hat Jocef seinem Vater und seiner Bruedern die Provinz Gosen zum Aufenthalt angewiesen. G-sen ist der nordoestlichst? Streifen Aegyptens, der sich an die Erdenge von Suez anschliesst. Dies war die Geee«d. die Stnedte Pithoir und Ramses mit ihren ausgedehnten Lagerhaeusern auf Anordnung von Josef gebaut wurden, damit Missernten, die in Aegypten häufig waren, wie uns die Bibel mit der Erwaehnung der 7 magerer Jahre zeigt, dem Lande das Durchhalten .ennoeglichen. Diese Massnahme zeigt uns ien genialen Weitblick Josefs. \ber er konnte nicht ahnen, iass seine und seiner Brueier Enkel und Urenkel zu iiesen Arbeiten wuerden heangezogen werden, und nicht ils bezahlte freiwillige Arbei- "er, sondern als Sklaven zu Frondiensten. Als vor 180 Jahren der Suezkanal gebaut wurde, hat man die beiden Staedte ausregraben. Ein aus dem Samte herausragendes Denkmal iess durch seine Inschrift erkennen, dass unter dem Schutte dieser weiten Ruinenfelder die Stadt Ramses vergraben liegt. Weitere Ausgrabungen haben die beiden n der Bibel erwaehnten Voratsstaedte zu Tage gefoerlert. Man fand vollstaendig n’haltene maechtige Haeuser hne Tueren und Fenster. Man fand ferner in den grosen Gemaelden an den Waen-!en der Tempel in Theben .Mldliche Darstellungen aus iem Betriebe dieser Proviantmagazine. und man siebt wie iie Fronarbeiter mit voll beadenen Scheffeln die Magazine von aussen auf Leitern erklettern, und durch Dach- ’uken das Getreide einschuetten. Zu damaliger Zelt pflegten ile Erbauer wichtiger Geeaeude sich dadurch zu verewigen, dass sie ihre Namen n die Ziesel eimpraegen Hessen. Es befinden sich im Berliner Museum mehrere Exemplare dieser “Ramses Mariamon gepraegter Ziegel. Sie ind, wie chemische Untersu- -hungen ergaben, tatsaechich, wie die Bibel sie beschreibt, aus Lehm und Stöpseln von Stroh hergestellt. Phrao Ramses, wie auch sein Vater Seti I sahen sich iurch die dauernden kriege- ■ischen Einfaelle der Syrier md Hethiter gezwungen, ih- ■e Residenz nach dem asiati-' 3chen Grenzggeblet. in die Gegend X’on Gosen zu verlegen. Wenn sie ihre Lage auch »ULAMETH Mein Herz ist wach, sagt die braune Sulamith, da iie nachts die Augen schliesst zum Schlummer. Es Ist der ergreifendste Ausdruck der Liebe, den je eines Dichters Mund gefunden hat. Schade, dass wir arm eligen Prediger immer gleich reden muessen, wo etwas so schoen ist. Und dass wir dann immer doch eurueckbleiben hinter der schlichten Schoenheit, die uns erschuettert. Aber so sind wir u.eberhaupt: Wir koennen den blauen Falter nicht gaukeln sehen, ohne nach ihm zu haschen: und greifen wir ihn. so ist vchon sein Schimmer zerstaeubt an unserer unzarten Hand. Mein Herz ist wach, sagt die braune Sulamith. Und sehlaeft ein. Draussen gewittert es, sie wacht nicht auf. Draussen heult der Wind am Fenster und ruettelt an der Tuer, sie hoert es nicht. Sie schlummert fest, und ruhig geht ihr Atem. Ich schlafe, aber mein Herz ist wach. Nicht ueber Sturm, Regen, Haarei, Donner wacht das Herz zwischen den jungen Brue'ten des Maedchen.s. Sondern ueber der Liebe, die leiser ist als der Sammet.schritt eines Kaetzleins, und doch staerker auftritt als ein Held in Eisen. Der Sturm ist schon voruebar, der Donner verhallt. Nicht mehr prasselt der Regen auf das Dach des armen Hucttleins, unter dem sie sehlaeft. Draussen ergiesst der Mond aus silberner Schale Fluten des Lichts ueher die Landschaft, ueber die Olivenhair schi: des tern pres metl gen, ten Sch\ H: Gelii hat se h: sitzt ger Und liebt scho karr Hc „Tu ster, ne! 1 Tau’ naec Da Ist’s! sie sinn sage, nach ihm, sie 2 das naci schli habe wie hen? gewa wied ers? Er a Ist DA EINE JUEDISCH1 (Schluss „agf der Umseite). In alten Zeiten lebte ein Mose, dem grossen Fuehrer Israels, und er sprach bei si dieser Mann sein, und wie sei Es ueberkam ihn der grosse sicht kennenzulernen, und er Lager der Israeliten, dass er se male. Als der Maler das Bild bra seine Weisen zu sich und sp mir aus dem Gesicht dieses 1 Da berieten die Weisen : ten und snrachen zum Koei Bild eines Frevlers, denn wir sieht die Zeichen von Habsuc Jaehzom”. Der Koenig ergrimmte, a te. “Das kann nicht Mose se det”, sagte er, „den ich hoe wunderbare Taten, und Gott ung gewuerdigt. Der Maier n mir ein falsches Bild gemach Der Maler aber schwor, Bild Moses sei, das er selbst e Fleiss nach Ihm gefertigt ha1 Allein der Koenig hoerte Er glaubte ihm nicht und s Weisen de^ Luege ankiagen?’ ler ins Gefaengnis. Der Koenig entschloss sic ger der Israeliten zu reisen Augen anzusehen. Als er da sah er Mose dort sitzen und richten, nnd sein Ansehen \ er das BRd heraus und vergib he: es glich ihm getreulich. D und gruesste ihn mit vielen ] ihm: „Wie ist das, mein Herr ben meine Weisen gesagt: es lers, und wir sehen aus sei Ungerechtigkeit und Jaehzor es dein Bild. So hat der M: gesprochen, und meine Weis habe, waren falsch gegen mii

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