Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVI (1954)
- Issue
- 4 (Abril, 1954)
- Date
- 1954-04-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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9 1 ï í r F 1954 B 0 . L S T l ».I » F 0 R fit A T I V 0 Neue HandelsvertraeÄe Ende dés Monats beginnen erneut Handeisvertrago-Verhandlungen mit Ungarn. Mit diesem Lande hatten wir bereits im Jahre 1951 einen Vertrag, der aber nur zu etwa 50—40% ausgenutzt werden konnte. Damals hatte sich Ungarn verpflichtet etwa 60% seiner Warensendungen durch Warenbezuege aus Israel zu decken, d. restlichen 6ü% hatte Israel teils in Dollars zu bezahlen, teils konnten Olim Gelder (20%) zur Bezahlung mit verwendet werden und diesen Olim so eine Transfefmoerglichkeit ihres Vermoegens geboten werden. Auch Bulgarien sendet jetzt eine Handelsdelegation nach Israel um zu pruefen welche Mceglichkelten gegenseitig gegeben sind. Mit Holland beginnen die Handelsvertragsverhandlungen zur Erneuerung des Ende Maerz ablaufenden Vertrages am 15. Februar im Haag. Hier war ebenfalls bisher vorgesehen, dass wir einen Teil unserer Warenbezuege von dort mit Transfergeldern von Olim und Fonds decken durften, soweit wir neben solchen Geldern auch mit Dollars zahlten (Verhaeltmis eins zu eins). Der gegenseitige Handel belief sich auf rund 3% Millionen Dollar und die Quote wurde beiderseitig voll ausgenutzt. Unser. Expert bestand fast ausschliesslich in Zitrusfruechten und Praeparaten. Mit Belgien haben wir keinen besonderen Handelsvertrag, da dort . der Handel ziemlich frei ist. Jetzt bemueht sich eine belgische Firma besonders um unseren Export und versucht fuer un- Wasohmaachinen (Y. H.).— Die Fabrik Ohm in Haifa hat mit der Herstellung der ersten israelischen Waschmachinen begonnen und die ersten 100 Apparate „Kal-Li“ werden jetzt an die Kunden geliefert. Die Produkticnskapazitaet ist jetzt 100 und wird sich spaeter auf 150 Maschinen monatlich erhoehen. 45 Arbeiter sind beschaeftigt, ihre Zahl soll demnaechst verdoppelt werden. Es handelt sich um ein modifiziertes englisches Patent, mit einem Heizkoerper, der gleichzeitig die Waesche kocht. Eine Vorrichtung zum Ausdruecken der Waesche ist vorhanden, die Maschine hat eine Fassungskraft von 2,5 Kg. und kostet 225.— IL plus 50,— IL Luxussteuer. Die Erzeuger verhandeln jetzt mit den Behoerden ueber eine Herabsetzung dieser Steuer. 99 Prozent der Bestandteile, bis auf die Emailfarbe und die Gummiteile werden bei “Obm” hergestellt, die 25.000,— IL in die Vorbereitungen investierte. Die Neuerungen sind in Israel patentiert. Es besteht grosses Interesse auf dem Inlandsmarkt, wie auch in Zypern, Tuerkei, Suedafrika und sogar Madagaskar, fuer diese Kleinapparate, die nur 42 Kg. wiegen. sere Waren dort einen Markt zu schaffen. Es handelt sich um die Importund Exportfirma Galere, die Israel eine Anleihe gewaehrt hat und dagegen Waren von hier beziehen will. Mit Polen besteht noch ein alter Handelsvertrag, der aber nur in gewissem Masse ausgenutzt wurde. Jetzt besteht auf beiden Seiten die Absicht ihn zu erneuern und zu beleben. Auch mit Jugoslawien sollen moeglicherweise Ende Februar, oder anfangs Maerz die Verhandlungen erneuert werden, doch liegen die Details hierfuer noch nicht fest. Die kuerzlichen Erklaerungen des italienischen Gesandten ueber den Ausbau der Handelsbeziehungen wurden im Aussenministerium begruesst. Es muss aber darauf aufmerksam gemacht werden, dass Israel mit Italien keinen Handelsvertrag hat. Da unsere freien Devisen (die amerikanische Beihilfe, wie die deutschen Zahlungen sind ort.'gebunden) sehr beschraenkt sind, muessen wir bei unserer Importpolitik denjenigen Laendern den Vorzug geben, die auch von uns Waren beziehen. Laender, die das nicht tun, werden zwangslaeufig sich in den Hintergrund gedrueckt sehen muessen. Wir haben aus Italien besonders Textilprodukte importiert. Der Warenaustausch mit Russland eroeffnet gute Moeglichkeiten, und Israel ist sehr daran interessiert, auf diesem grossen Markt vertreten zu sein. Die Kaeufe von Heizoel einschliesslich der uns eingeraeumten Option dek ken etwas ueber die Haelfte der bisehr dorthin gesandten Fruechte. Pottasch - Ertrag (YH).— Um den Gang der Arbeiten der Potasch-Werke aufrecht zu erhalten, mussten aus zwei Gruenden Kanal- und Dammanlagen errichtet werden — sagte anlaesslich einer Pressefahrt nach Sdom, der aus Amerika stammende Ing. Most. Erstens um die noetigen Wassermengen dem Verkehr zu sichern, dann um die Anleitung der chemischen Konzentrate auf die transjordänische Seite zu verhindern. Diese Anlagen wurden durch die amerikanische Investitionsgesellschaft „The National Engineering Comp. Ltd.“ mit einem Stab von 80 Arbeitern in drei Arbeitsschichten durchgefuehrt. Darunter ein Kanal ueber 5 Kilometer lang und ein Damm, in der Laenge von 3 km. der sich bis 300 Meter von der transjordanischen Grenze entfernt hinzieht. Zu Mandatszeiten wurden jaehrlich gegen 70,000 Tonnen Potasch erzeugt. Durch die Anlagen der Kanaele und Daemme hofft man die Potasch-Tonnage schon binnen den naechsten zwei Jahren auf 150,000 Tonnen jaehrlich zu erhoehen. 1 Wa££en - Export Die ersten Vertraege ueber den Verkauf von Waffen und Munition israelischer Produktion fuer auslaendische Maechte werden dieser Tage unterzeichnet. Es verlautet, dass zwei Vertraege mit einem europaeischen Staat im Werte von einer Million Dollar unterzeichnet wurden. Dem Vertrage zufolge soll bis zum Jahresende die Lieferung der Waffen und Munition im genannten Werte an eines der europaeischen Laender beendet werden. Die erste Sendung die dem Kaeuferstaate geschickt wurde, soll dort mit voller Zufriedenheit aufgenommen worden sein. Es wurde betont, dass die israelische Waffenproduktion-voellig dem eurcpaeischen und amerikanischen Niveau entspricht. Das Verteidigungsministerium wird auch weiterhin die Moeglichkeiten von Waffenexport pruefen. WaSSenpatent verkauft Die israelische Regierung hat ein Waffenpatent eines ihrer Buerger an ein nicht naeher bezeichntes europaeisthes Land verkauft, verlautet aus gutunterrichteten Quellen. Evew ressacn am Schabbat In diesem Jahr iaellt Erew Peseach auf Schabbat, wofuer besondere Vor&curiitea gelten! Beil!kat Chaînez findet am Domnerstag, den 15. April, abends statt und zwar in derselben Weise wie sonst am Vorabend aes 14. Nissan. Das Lernen der Eistgebo- | renen ist am Donnerstag mo.gan. Auch das Kascnern der Ge.aete soll am Donnerstag geschehen. Am Freitag morgen bis lü Uhr soll das Onamez verbrannt werden. Es darf nur so viel Chamez behalten werden, wie man Freitag Abend und Schabbat frueh zum Essen braucht. D.e Ohallot (ßarches) fuer Schabbat sollen so klein se.n, dass sie ohne Schwierigkft am Freitag Abend und am öenabbat morgen verzehrt werden keennen. Bevor man am Freitag Abend mit dem Kochen fuer Schabbat beginnt, bringe man die Kueche vollstaendig fuer Pessach in Stand. Alles Chômez - Geschirr muss ausser Reichweite sein. Man bereitet das Essen fuer Schabbat vor als sei es fuer Pessach. Fuer den Seler muessen Charösses. Ei, Knochen und auch das Salzwasser schon am Freitag fert ggeste.lt werden. Das Reiben des Mcrrebtich kann Jedoch erst am Schabbat nach Nacht (fuer den ersten Abend) voi genommen werden. Man esse schon am Freitag mittag, wenn irgend moeglich, vom- Peerachgeschirr ln Pecsachtoepfen zubereitete Speisen, wie sonst am Erew Pessach ohne Brot oder Mazza. Auch am Freitag Abend esse man vom Pessachgeschirr. Die beiden Schabbatbrote aus Chamez mit CG all ahm esser befinden sich auf einem kleinen Se.tentiSCh (am besten auf einer Plastikunterlage) im selben Zimmer wie der mit Pessachgeschirr gedeckte Haupttisch. Man mache zunaeehst an' dem Haupttisch Kiddusch, und dann an dem Seitentisch Mauzi und esse dort wenigstens ein Stueck Brot. Man., sorge dabei daiuer, daé\ keine Brotkrumen im Zimmer verstreut werden. Die verbleibende ' Ohalloh wird mit der fuer Sabbat-' morgen bstimmten,' Ohallah und dem Ch&ilfthmesser zusammen ln Reformjüden tüm Tn ~2Zah len ' .Pie CJehraeuche und Anschauungen des amerikanischen Reformjudentums sind— der amerikanischen Mode entsprechend— in einem Bericht zusammengefasst worden, der sie in statistischen Ziffern zu erfassen versucht und der der 15. Zwei-Jahres-Konferenz der Reformgemeinden, welche kuerzlich in St. Louis stattfand, vorgelegt worden ist. Der Bericht enthaelt u. a. folgende Angaben: EHEN: 53% der Befragten sind gegen Mischehen, aber 84% sind mit Ehen einverstanden, bei denen die nichtjuedischen Partner zum Judentum uebertreien. Nur 24% wuenschen eine Chupa, nur 16% erwarten, dass der Rabbi bei der Trauung seinen Kopf bedeckt, jedoch 40%, dass das traditionelle Zerbrechen eines Glases erfolgt. 56% wuensenen, dass die Trauung in einer Synagoge stattfindet. Bei einer Scheidung halten nur 4% einen „Gehtt“ (religioesen Scheidebrief ausser der zivilen Scheidung fuer erforderlich. BESCHNEIDUNG: Nur 17% wuenschen, dass die Beschneidung durch einen „Mohel” durchgefuehrt wird, 43% aber wuerden es gern sehen, dass ein Rabbi anwesend ist, wenn die Beschneidung durch einen Arzt erfolgt. ERZIEHUNG: Fast alle Mitglieder der Reformgemeinden wuenschen, dass ihre Kinder irgendwelchen juedischen Unterricht erhalten — 66% einmal woechentlich, 22% zweimal, 8% dreimal und 4% viermal ln der Woche. Weniger als 10% halten reguiaere juedische Schulen fuer erforderlich. 75% der Befragten wuenschen, dass ihre Kinder hebraeischen Unterricht erhalten, 51% von diesen, dass dies in einer, 31% in zwei Stunden in der W'oche, 15% in mehr als zwei Stunden pro Woche geschieht. BAR-MIZWA-FEIERN irgendwelcher Art finden in 92% der Reform-Synagogen statt; 77% der Befragten sind fuer Beibehaltung dieser Tradition. Einsegnungsfeiern fuer Maedchen werden in 35 der Reform- Gemeinden veranstaltet; 41% der Befragten befuerworten diesen Brauch. SCHABBATH UND FEIERTAGE: 88% der Mitglieder der Reform-Gemeinden halten ihre Betriebe am Schabbath offen, 90% arbeiten, 99% fahren, 82% rauchen, 59% zuenden Schabbath-Kerzen, 26% machen „Kiddusch”. 93% der Befragten essen zu Pessach Mazzoth, 59% aber Brot. 81% zuenden Chanukka-Lichte, 75% machen Chanukka-Geschenke, 21% der Befragten haben g^Si%^m^fi^ffli:c4,r%'5aer',M!tifiider der Reformgemeinden haben Mesusoth an ihren Tueren; nur 2% legen T’fillin, 18% sprechen einen Segen vor dem Essen, 4% nach dem Essen, 7% beten beim Aufstehen, aber 33% beim Schlafengehen. Nur 8% halten die Speisegesetze, aber 24% essen kein Schweinefleisch. In 21% der Reformsynagogen werden Frauen zur Thora aufgerufen, aber nur 37% der Gemeindemitglieder sind dafuer, waehrend die Mehrheit diese Neuerung ablehnt. (INA) Sie fragen - wir antworten CUR... Wieso heisst der _ zeichnet er sich aus? Fuer diesen Namen des Sabbats vor Pessach gibt es verschiedene Gruende, einer ist der, dass man an ihm aus dem Propheten Malachi den Satz verliest: “Und sehet, ich sende zu euch Elijahu, meinen Knecht, bevor der grosse (gadol) und furchtbare Tag des Herrn Kommt”. Da- Schabbes godel” so? Wodurch her wohl auch die Form Schabbat Hagadol (der Sabbat des grossen -Tages naemiich) und nicht Ha’Schabbat Ha’gdola (der grosse Sabbat). Heim Morgengottesdienst werden religioese Poesien (Piutim) eingeflochten, am Nachmittag liest man die erste Haelfte der Haggada. F. M-l. Kommt nirgends mehr das Philo-Lexikon heraus? So ein handliches, dabei ziemlich ausführliches, juedisches Lexikon?! Das Philo - Lexikon, der “juedische Knaur”, kam in Deutschland zwischen 1934 und 1938 heraus. Er war ein wegen seiner Zuverlaessigkeit sehr beliebtes Nachschlagewerk— und ist es noch heute. Das Comité, welches die Gestaltung dieses Handbuches uebernommen hatte, bestand aus Emänuel bin Gorion, Dr. A. Loewenberg, Dr. D. Neuburger und dem Vor sitzenden Hans Oppenheimer, einem sehr begabten und regen, juedisch besonders intere'sierten Journalisten. Wenn Sie an eine sehnliche Verceffentlichung in deutscher Sprache denken, so sind die Zeiten dafuer wohl vorbei; doch gibt es in spanischer Sprache schon, gute Klein Léxicas wie etwa das von Pablo Link in Argentinien herausgegebene. die Plastikdecke eingehuellt. belselttegelegt und fuer' Schabbatir-iirgen auibewahrt. '(Nachdem man die Beende gewaschen und den Mund gespuelt. hat kann inan dann die Mahlzeit ähi dem Haupttisch ohne weiteren Genuss, von Brot ‘oder Mazza fortsetzen. Am •Scfiaibbatmorgen wird Kiddusch (.vor. 9. 15>, am Hauptf ach gs- "machtund sodannkm Selten tisch ueber die beiden verbliebenen Barche* Mauzi. gemacht. Beide Barches. sollen Jetzt voellig verzehrt werden. Um 10 Uhr muss alles Chamez und alle Krumen beseitigt sowie Wie alles Chamczgeschlrr gereinigt und weggesohlossen sein. Alsdann wird vor 10 Uhr Col Chamlro gesprochen. Was fuer den Seder vorbereitet werden muss,, kann erst nach Schaibbat-Ausgang geschehen, insbesondere da? Reiben de* Mer?*#- £ s