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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1953-12-01 · 12 (Diciembre, 1953) · p. Seite 8

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XV (1953)
Issue
12 (Diciembre, 1953)
Date
1953-12-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 BOLETIN INFORMATIVO Diciembre, 1953 General Sir Brian Haurock “Israel's Armee hat nichts xu fuerchten” “Ich glaube dass man in Is. rael die Bedeutung des arabischen Feindes ueberschaetzt. Ihr seid im Besitze einer modernen Armee, guter Qualitaet und hoher Moral und es bestehen keine Gruende fuer Befuerchtungen”. erklaerte der britische General Sir Brian Haurock der nach einem zweiwoechigen Besuch als Gast der Armee Israel verlassen hat. Der General fuegte hinzu, mit “einer Moral, wie die israelische Armee sie besitzt, kann man alles machen”. Besonders beeindruckt war er von der Qualitaet der Armeereserve und der Schnelligkeit, mit der die Reserve mobilisiert werden kann, wie auch von den Manoevern der Fallschirmtruppen. , ' V * •, mm •f&í'iv iiSä; NEUE STRASSE Jerusalem wird bald durch eine weitere Landstrasse mit der Ebene (Schfelah) verbunden sein. Diese Strasse wird die suedlich des Wadi Sarar gelegenen neuen Siedlungen mit der Hauptstadt verbinden und ihnen den Weg in die Stadt, um 30—35 km. abkuerzen, Jerusalem selbst bekommt damit ein weiteres landwirtschaftliches Hinter, land erschlossen, das besonders obstreich ist und das seine Ertraegnisse dort auf den Markt bringen wird. Gleichzeitig gewinnt es eine weitere, dritte Ausfallsstrasse in die Ebene. Jerusalems Wirtschaft wird dadurch weiter gefestigt. Ueber 1)4 Million Felsgestein muss gesprengt werden, drei grosse, 12 kleinere Bruecken und 60 Wasseruebergaenge muessen gebaut werden, um die Anlage dieser Landstrasse zu ermoeglichen. Devisenbestimmungen Jerusalem.— Die neuen Devisenbestimmungen und die Sonderverguetung von 800 Prutot pro Dollar fuer den Exporthandel sind jetzt in Kraft getreten und die Banken haben ein diesbezuegliches Rundschreiben erhalten. 19 Warengruppen werden anerkannt, die von diesen Verguenstlgungen profitieren koennen. Leder, Textil, Glas und Keramik, Metall, Maschinenindustrie (soweit e s sich um hier fabrizierte, nicht nur zusammengesetzte Maschinen handelt), Weine und alkoholische Getraenke. Schokolade, Suessigkeiten, Pharmazeutiea u. medizinische Apparate, Chemikalien, Maschinenteile, B u e c h e r, Schreibwaren, Rasierklingen und Tabakwaren. Die exportierenden Firmen koennen sich die Deviseneingaenge entweder auf einem besondern Devisenkonto bei ihren hiesigen Banken gutschreiben lassen und diese Devisen dann zu weiteren Warenbezügen im Rahmen ihrer normalen Lizenzen benutzen, oder sie koennen sie ganz, oder teilweise an einen Devisenfond abgeben und erhalten dann die besondere Foerderungsrate von 800 Prutot pro Dollar neben dem regulaeren Devisenerloes. EXPORT GESTIEGEN T. A.— Nach einer Aufstellung d. Zentralen Statistischen Amtes verbesserte sich in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres die israelische Handelsbilanz betraechtlich. Der Export stieg in dieser Zeit um etwa 25 Prozent. Der Importwert fiel um 4.5 Millionen IL. Der Import in den Monaten Januar—Maerz betrug 227 Mill. IL, gegenueber 31.660.000 IL in den gleichen Monaten des Vorjahres. In den Monaten Januar— Maerz 1953 exportierte die israelische Industrie Waren im Werte von 8,5 Mill. III. gegenueber 6.647.000 IL im Vorjahre. 60 Prozent des gesamten Export nahmen Zitrusfruechte ein. Entschaedigung an Funhticnare Der Weltkongress sammelt Unterlagen, die die juedischen Forderungen an Deutschland, Oesterreich und die von den Nazis besetzten Gebieten belegen sollen. Es handelt sich diesmal um die Ansprueche solcher Personen, die eine fuehrende Rolle im juedischen Gemeinde —oder politischen Leben gespielt haben und deren Lage jetzt beduerftig ist. Der Weltkongress braucht dazu folgende Information: 1. Namen, Adressen und gegenwaertiges Alter der Glaubensgenossen von nationaler oder internationler Bedeutung, d 1 e frueher in Deutschland, Oesterreich oder einem von den Nazis besetzten Laendern gelebt haben und die dort eine der juedischen Gemeinschaft ge. widmeten Taetigkeit ausuebten, (Parlamentsabgeordneter Vorsteher von juedischen Parteien, Institutionen oder Gemeinden, Rabbiner usw.) und die jetzt im Ausland leben; 2. Art der Taetigkeit, wie sie diese Personen in ihren Herkunftslaendern ausuebten und Aemter, die sie dort besetzten; 3. Die jaehrlichen Einkuenfte, die sie aus solchen Aemtern und anderen Quellen hatten; 4. Art der gearenwaertivnn Taetigkeit in dem jetzigen Wohnland; 5. die ungefaehpe Summe ihres augenblicklichen Jah' resverdienstes aus ihren gesamten Taetigkeiten. Diese Information muss schnellstens an die zustaendigen Stellen weitergeleitet werden. Interessenten moegen sich ueber das Gemeindebuero. Portugal 810, an den Weltkongress (15 East |B4th Street, New York 28 N. Y., U. S. A.) wenden. Lsind des Buches UNIVERSITAET IM NEUEN JAHR Sechs Fakultaeten zaehlt heute bereits die Hebraeische Universitaet, und zwar Geisteswissenschaften, Mathema tik- und Naturwissenschaften, Medizin, Rechts Wissenschaften, Landwirtschaft und Sozialwissenschaften. Die Fakultaet fuer Sozial Wissenschaften wurde als letzte auf den Namen des verstorbenen Finanzministers Elieser Kaplan gegruendet. Die Fakultaet fuer Geisteswissenschaften, die die aelteste der Universitaet ist, wird im kommenden Jahre auch allgemeine Sprachwissenschaften lehren, insbesondere semitische, indische und europaeische Sprachstudien betreiben. FAMILIENRECHT Das Familienrecht ist in Israel nun so geregelt, wie es das religioese Gesetz vorschreibt. Die Rechtsungleichheit von Mann und Frau in Eüheangelegenheiten, wie sie Thora und Talmud vorschrei, ben, ist abermals bestaetigt. Um ein Beispiel zu nennen; Gegen den Willen des Mannes kann praktisch keine Ehe geschieden werden. Das Rabbinatsgericht kann in schweren Faellen den Mann dazu verurteilen, seiner Gattin den “Get”, den Scheidebrief zu geben. Aber bisher konnte der Mann trotz einem Urteil nicht zur Uebergabe des l'Get” gezwungen werden. Nun will man sich damit helfen. dass bei einer solchen Weigerung das staatliche Ge. rieht, das dem Rabbinat Rechtshilfe zu gewaehren hat, den Mann wegen Missachtung des Gerichts bestraft. Laesst sich der Mann aber ins Ge. faegnis. setzen,, ohne, den “Get” zu uebergeben, so kann er weiterhin die Scheidung seiner Ehe verhindern, nur weil ohne freiwillige Uebergabe des Scheidebriefes eine Ehe nach Religionsgesetz nicht geschieden werden kann. Fuerwahr, eine eines Neuzeitlichen Staates unwuerdige Regelung. Die Beispiele Hessen sich vermehren. Die der Regierung angehoeirenden “Fortschrittlichen” unternahmen erhebliche Anstrengungen, um wenigstens die uebelsten Bestimmungen aus dem Gesetz herauszunehmen; es gelang ihnen nicht, In der Schlussabstimmung wurden sie sogar koalitionsuntreu. Justizminister Dr. Rosen enthielt sich der Stirn, me. Die Abteilung fuer Archaeo. logie wurde wieder organisiert Und neue Lehrkraefte wurden hinzugezogen. Fuer juedische Wissenschaften wurden zwei nebeneinander laufende Lehrplaene aus. gearbeitet. Ein solcher fuer fortgeschrittene S c h u e 1 e r, und ein allgemeiner fuer die uebrigen. In der Fakultaet fuer Mathematik und Naturwissenschaften machte man die groesste Anstrengungen, die Zahl der Studenten fuer Biologie und Obstanbau zu vergroessern, und Anfaenger fuer Zahnheilkunde und Phar macie zu bekommen. Die Medizinische Fakultaet der Universitaet und Hadassa, die im letzten Jahre ca. 80 israelische Studenten, die schon im Auslande ihre Studien begannen und im Hinblick auf Devisenerspamis zurueckberufen wurden, umfasste, wird im neuen Jahre 50 neue Studenten aufnehmen. Aus all diesen Planungen auf lange Sicht ist erkenntlich, dass man sich weitgehendst und im Rahmen unserer Moeglichkeiten bemueht, die Hebraeische Universitaet zu einem Zentrum des Wissens und der ernsten Forschung zu machen. Nach einer kuerzlich veroeffentlichten internationalen Statistik zeichnet sich Israel durch Anzahl der veroeffentlichten Buecher —pro Kopf der Bevoelkerung— aus. Besonders erwaehnenswert sind die hervorragenden Kinderbuecher.

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