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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1952-05-01 · 5 (Mayo, 1952) · p. Seite 12

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIV (1952)
Issue
5 (Mayo, 1952)
Date
1952-05-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 BOLETIN INFORMATIVO Mayo, 1952 5. IJAR 5708: “...UND PROKLAMIEREN HIERMIT DIE I DER RUF NACH DEM SU,EDEN SIEGEL DER UNABHAENGIGK Lasst uns in den warmen sonnigen Sueden faehren! lautet der Ruf, den man in Israel allenthalben vernimmt. Zuerst machen wir auf der Strasse von Tel-Aviv nach Bersheba halt, um die Landwirtschaftliche Schule in Mikve Israel, die Kellereien in Rishon le Zion und die Weizmann- und Sieff-Institu. te in Rehoboth zu besichtigen. Ohne die Pionierarbeiten, die in Mikve Israel und Rishon geleistet wurden, und ohne die wissenschaftlichen Experimente in Rehoboth waere der Sueden bis auf den heutigen Tag eine wueste geblieben. Schau um dich, dann wirst du verstehen, wie es Israel gelang, den unfruchtbaren Sueden zu kultivieren! Noerdlich und suedlich von Rehoboth erstreckt sich der beruehmte “Citrusguertel”, gesprenkelt von zahlreichen Siedlungen: Gedera mit seinen Kurorten; Givat Brener, einer der groessten Kibbuzim, mit seinen Fruchtkonserven, fabriken; Beer Yaakow, ein Auffangszentrum der Einwanderung; Yavne, ein Mittelpunkt der Judenheit in roemischen Zeiten, dessen theologische Universitaet vor zweitausend Jahren Weltruf genoss. Weiter suedlich liegt Al Majdal, einst das “Manchester des Heiligen Landes” genannt, denn dort war das Zentrum der arabischen Spinnerei- und Weberei-Industrie. Noch heute sieht man handbetriebene Webstuehle. und der Marktplatz mit seiner herrlichen Moschee bietet das typische Bild arabischen Lebens; verschleierte Frauen tragen geschickt Tongefaesse auf ihren Haeupte-n, Kamele trotten vorueber, Haendler bieten ihre Waren auf dem StrassenDflaster zur Schau... Nimm die Richtung dem Meere zu und du kommst nach Ashkalon, dem unvergleichlichen Schatzgrab der Geschichte. In einem Umkreis von ein oder zwei Kilometern begegnest du Spuren von Voelkem und Zivilisationen, die seit biblischen Zeiten in diesem Gebiet lebten. Ashkalom, das bald als Seehafen und Nationalpark dienen wird, war einst einer der wichtigsten Haefen des Heiligen Landes. Hier blaehten die Staatsgaleeren der Philister ihre Segel, hier errichteten hellenische Gouverneure Marmortempel. Kreuzritter paradierten mit ihren stolzen Hengsten laengs der Kueste. Mamelucken.Krieger zogen pluendernd und brennend durch die Landstriche. Wie riesige Geschuetze einer untergegangenen Zeit ragen aus dem Meer granitene Saeulen, die vor achthundert Jahren den Kreuzrittern als Landungsbruecken dienten. Nicht weit davon sieht man mehr als zweihundert alte Brunnen, und Saeulen bezeichnen den Ort, wo der Bau des Herodian gestanden hat, de** ein Wunderwerk seiner Zeit gewesen sein soll. In einer Art von Freilicht-Museum entdeckt man herrliche hellenische und frueharabi. sche Skulpturen. Wir wenden Ashkalon den Ruecken und gelangen zu dem heldenhaften Kibbuz von Negba. Hier, nicht weit voneinander entfernt, sind die drei Erinnerungsmale, die die Geschichte von der Verteidigung des Kibbuz gegenüber den aegyptischen Eindringlingen erzaehlen: die befestigte Polizeistation in Einer der beiden Wassertuer. me von Negba: Symbol des Widerstands. Irak Suweidan und die beiden Wassertuerme von Negba. Wir sind nun auf dem Weg nach Bersheba. Siedlung nach Siedlung flitzt vorbei. Hier arbeiten Maenner an einem neuen Strassenbelag, dort werden Telephonkabel gespannt, in einiger Entfernung Rohre in den Boden gelassen, um das lebenspendende Wasser nach dem Negew zu leiten. Ueberall herrscht fieberhafte Taetigkeit, denn im Sueden liegt Israels dynamische Zukunft. Endlich, nach einer langen Fahrt durch ein verhaeltnismaessig unbewohntes Geiaen. de, wo nur hie und da Beduinenlager auftauchen, erscheint in der Ferne etwas gleich einem Smaragd in einer See von Sand. Es ist das g r u e n e, palmengesaeumte Bersheba, von dem seit Urzeiten in den Annalen des Judentums zu hoeren ist, heute die Hauptstadt im Sueden Israels. Schwere Militaerautos rattern durch die Strassen, am Himmel gleitet ein Flugzeug vorueber. Dort steht die arabische Moschee und daneben ein modernes Restaurant; ein Beduine und sein Kamel weichen einer rotbäeckiPen Kibbutz-Chavera aus, die im Jeep vorbeifaehrt. Das ist Bersheba heute: eine Pionierstadt, das Nervenzentrum von Israels rapider Entwicklung am Roten Meer, Aussenposten einer neuen Zivilisation, deren Ziel es ist. die alte Produktivitaet des Negew wieder herzustellen. (“Das Neue Israel”, Zuerich) SCHIFF 1>AS Colonel David Marcus, der Offizier von West Point, der zur Schaffung der Armee Israels so viel beigetragen hat, fiel in der Schlacht um Jerusalem am 11. Juni 1948, als er dort Truppeneinheiten der Haganah befehligte. Dass er eine Todesahnung hatte, wird durch das folgende Zitat (unbekannter Herkunft) bewiesen, 4as man in einer Tasche seiner Uniform fand und das dann spaeter seiner Witwe ue. bergeben wurde: Ich stehe an der Meereskueste. Ein Schiff hisst gerade seine weissen Segeln in der Morgenbrise und beginnt seint Fahrt ueber das blaue Meer. Es ist «*in Gegenstand von Schoenheit und Staerke, und ich stehe und blicke ihm nach, bis er nurmehr ein Band einer weissen Wolke am Horizont ist, dort, wo sich Meer und Himmel miteinander vermischen. Gerade dann sagt jemand an meiner Seite: “Dort! Es ist verschwunden!” - Verschwunden — wohin? Verschwunden aus meinen Augen — das ist alles. Denn' es bleibt genau so gross, wie es der Fall war, als es vor mir lag, und genau so faehig, seine Fracht an deren Bestimmungsort zu tragen. Die Verkleinerung dieses Schiffes ist in mir, nicht in ihm, und gerade in dem Augenblick, wenn jemand an meiner Seite.sagt: “Dort! Es ist verschwunden!” gibt es andere Stimmen, die freudig aus rufen: “Dort kommt es!” (“Read,er’s Digest”) pnii'b WXJ Di>n 3Ph>iP "DP 11k DblDbi 1: nriiii pupp pro tuta irioyn 31311331ru **o b'nobbbi 3i*3Dwn 11311.5t tjpvtn Smw’-V; trinan 11k jmruNbti mump jhüd yivbn "Show1 3111*09 n*p ■ **R3 31**00101**09 impn bi?■» . 1» 1 oj BMI \ wö. L- ' ’"ÍJI Mínima) jiiíDpyyn yhw. « bi!9i(8 *n»3 14 n*t»h v*u *ti *e "Und! die Mitgl: tionalrati jUffdische laestina ' nistlsche gung r ln ielerU zusamme kraft des und Rechtes 60hen V kraft de: ier Gen( lung de Nationen, mleren Errlchtur sehen St laestina, men Is■ soU". ALTERTUM SFOR SC] ''Wer nicht von dreitausend Jahren Sich weiss Rechenschaft zu geben, Bleibt im Dunkeln unerfahren. Mag von Tag zu Tage leben.” i Goethe) Die Mandatsregierung hatte ihr “Department of Antiquities”, dessen Grabungsergebnisse dem Publikum in dem beruehmten Rockefeiler Museum in Jerusalem zugaenglich gemacht wurden. Seit . dem Abzug der Mandatsregierung liegt das Rockefeller Museum, das von den Zerstoerungen des Krieges verschoent blieb, im arabischen Gebiet. Das Hauptanschauungs, und Studienmaterial war damit den Juden entzogen. Trotzdem formierte die juedische Regierung mitten in Unruhen und Krieg eine eigene neue Altertumsabteilung (“Machleket Haatikot ’i mit dem. Hauptsitz irr Tel- Aviv und Jerusalem. Bedeutende Archieologen, zum Teil fruehere Mitarbeiter des Rok. kefeller Museum und des Departments of Antiquities. arbeiten jetzt in diesen Regie-' rungsaemtern. -Ihre Aufgabe ist es, die vorhandenen Denkmaeler der Vorzeit im Lande zu konservieren, neue aufzufinden und die Wissenschaft von der Geschichte und kulturellen Vergangenheit unseres Landes weiter zu pflegen. Die Ausstellung versucht, in Diagrammen, Photographien, Landkarten und vor allem durch Vorfuehrung antiker Funde ein anschauliches Bild diser Arbeit zu geben. Dabei handelt es sich nicht nur um Ausgrabungen. Zwei beson ders schoene grosse Tongefaesse, die man 5 km. ent fernt von unserer Kueste beim Fischen im Meer, mit versteinerten Algen besetzt, fand, weisen auf noch andere Forschungsmoeglichkeiten hin. Kleinere Funde aus Caesarea. Tivon, Jaffa, Sarith, Ramat Gan etc. zeigen, dass man in den verschiedensten Orten des Landes neu ans Werk ge gangen ist. Um besser als bisher mit der Bevoelkerung die Verbindung herzustellen, hat die Machleketh Haatikot in den verschiedensten Orten ehrenamtliche Vertrauensleu te (sogenannte “Neemanim”) amtlich eingesetzt, die ihre Von Dr. FRIT2 NATHA! Entdeckung der 2 teilen und an m« len des Landes b Altertums-Museei ten beginnen. Ein solches Mu Beispiel fuer N plant. Die Ausgr den Grundstock seums bilden sol genwaertig in Te sichtigen. Es har besonders gut er de aus einem ro nistischen Farnl vor etlichen : Schechunat Efi Vorort Nathany: ausgegraben wui de geben einen blick ueber For: und Stil von G sie um die Mit1 Jahrhunderts 1 Zeitrechnung, d der herodianisc im Lande im 0 ren. wir sehen Ausgrabung in Jerusalem: man nimmt an, da: einen Sitzungssaal des Sanhedrins ha:

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