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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1952-05-01 · 5 (Mayo, 1952) · p. Seite 13

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIV (1952)
Issue
5 (Mayo, 1952)
Date
1952-05-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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13 Mayo, 1952 BOLETIN I N P. 0 BMATIV 0 MIT DIE ERRICHTUNG DES JUEDISCHEN STAATES” HAENGIGKEIT | DAS TOTE MEER-E1NE QUELLE DES LEBENS w&n wvpti) n 'tpm 1 yiiyy ïivbnh w nr-i^vfna» N'ftj. Wô4N»3 14 V*M 'tl 'WWM t)^ .“Und so sind wir, die Mitglieder des N'ationalrats, der das juedische Volk in Pa. laestina und die Zionistische Weltbewegung repraesentiext in feierlicher Sitzung zusammenge t r e t en, traft des natuerlichen und historisolren Rechtes des juedisohen Volkes und kraft der Resolution ier Generalversammlung der Vereinten Nationen, und proklamieren hiermit dl« Errichtung des Juedischen Staates in Palaestina, der den Namen Israel tragen soll". Das Land Israel ist 17.000 qkm gross, aber nur 7.0001 qkm sind bereits wieder fruchtbar — eine Folge der Wasserversorgung oder vielmehr -nicht. versorgung-. Insbesondere der Sueden des Landes, der Negew, ist noch Wueste, und alle Anstrengungen werden gemacht, ihm durch Bewaesserung ertragsfaehigen Boden abzuringen. Aber das Land, in welchem wieder “Milch und Honig fliessen” soll, birgt noch andere Schaetze: man braucht nur an die alten Kupferbergwerke Koenig Sa. lomons zu denken, die wieder in Betrieb genommen werden. Einer der groessten Schaetze birgt jedoch der Teil des Landes, der zu ewiger Unfruchtbarkeit verdammt ist, seitdem Gottes Strafgericht die Staedte Sodom und Gomorrha und das fruchtbare Tal Siddim traf . Es ist das Tote Meer ode" Salzmeer, der tiefste Punkt auf der Erdoberflaeche. Fast vierhundert Meter unter dem Spiegel des Mittelmeeres und 1.200 Meter unter Jerusalem liegt der Wasserspiegel des Jam-ha-Melach (Salzwasser). wie man diesen seltsamen See auf hebraeisch nennt Der Jordan muendet in ihm als Hauptfluss, und obwohl er nicht mehr geloeste Mineralsalze enthaeit als andere Fluesse, belaeuft sich durch staendiges Verdunsten der Salzgehalt des Toten Meeres auf 25 Prozent, fuenf- bis sechsmal so viel wie der der Weltmeere. Seit mehr als 100 Jahren wird das Gebiet Wissenschaft lieh erforscht, zuletzt (bis 1930) war der Marburger Pro. fessor Blanekenhorn der haeufigste wissenschaftliche Gast an wahrhaft ungastlichen Gestade, wo kein Halm macht England die Lizenz, die Salzmenge des Toten Meeres zu verwerten. Ungeheure Mengen sehr wertvoller Magnesium-, Kalium- und Bromverbindungen sind in Wasser geloest. Magnesium dabei in solcher Menge (22 Am Ufer des Toten Meers: Wache fuer Volk und Land waechst und keines Vogeis Ruf ertoent. Aber seither ist es lebhafter dort geworden. Im Jahre 1930 erhielt die Pa. lestine Potash Company von der damaligen Mandats. FORSCHUNG IN ISRAEL Von Dr. FRITZ BERGER, NATHANYA Milliarden Tonnen), dass man aus dem geloesten Salz, das Metall zurueckgewinnen will. Zwei Salzplantagen wur. den gegruendet. Die am Nordteich lag .verkehrstechnisch weitaus guenstiger und wurde daher zuerst ausgebaut. Aber im Kriege nach der Staatsgruendung 1946 zerstoerten Araber sinnlos die Anlagen und — schadeten nur sich selbst. Die Anlage liegt auf heute jordanischen Boden! Die Suedplantage liegt im Israeli sehen Gebiet Sodoms. Aber es fehlte eine Strasse von Beer-Sheba' nach Sodom, und diese im wilden Berg- und Felsengewirr zu bauen, ist derart teuer, dass ihre Anlegung die Kraefte der PalestL ne Potash Company weit ueberstieg. D i e Gesellschaft kraenkelte dahin und die Plantage lag praktisch bald still. Aber der Staat Israel braucht die Ausfuhr seiner Gueter; und die Produkte der Potash Company trugen schon im Anfangsstadium sieben Millionen harte Dollar, d. h. 4 Dollar pro Kopf der Bevoelkerung ins Land. Darum griff die Regierung ein. Aber sie war klueger als der Iran und als Aegypten. Sie nationalisierte den Besitz der Potash Company nicht, deren Lizenz bis gegen 2.005 laeuft, sondern stellte sie wieder auf die Beine und beteiligte sich an ihr zu 50 oder 51 Prozent. Das war fair und korrekt und vor allem war beiden Teilen geholfen. Britisches, amerikanisches, und israelisches Kapital werden Sodom in Form einer chemischen Grossfabrik wiederer. stehen lassen. Nach wie vor , wird der goettliche Fluch be- 1 stehen bleiben, nach wie vor i wird der Boden unfruchtbar, das Wasser ohne Fische und die Luft ohne Voegel sein; aber das im Jam.Melach lebensfeindliche Salz wird an. derswo als geschaetzter Duenger Halm und Kraut spriessen lassen, und manche Dosis Bromkali, die einem Kranken den Alb von der Brust nehmen wird, stammt aus dem Gebiet, von dessen Untergang zu lesen uns heute noch beklemmende Scheu verursacht. . tographien, vor allem lg antiker iliches Bild ben. Dabei :ht nur um vei beson 3se Tonge- > km. ent. er Kueste Meer, mit en besetzt, noch andejglichkeiten is Caesarea, ith, Ramat lass man in iten Orten ns Werk ge isser als bisilkerung die stellen, hat laatikot in sten Orten rtrauensleu 'Teemanim") t. die ihre Entdeckung der Zentrale mit. teilen und an mehreren Stellen des Landes bereits lokale Altertums-Museen einzurich ten beginnen. Ein solches Museum ist zum Beispiel fuer Nathanya geplant. Die Ausgrabungen, die den Grundstock dieses Museums bilden sollen, sind ge genwaertig in Tel.Aviv zu be. sichtigen. Es handelt sich um besonders gut erhaltene Fun de aus einem roemisch-helle nistischen Familiengrab, das vor etlichen Monaten in Schechunat Efraim, einem Vorort Nathanyas, von uns ausgegraben wurde. Die Fun. de geben einen guten Ueber. bliek üeber Form, Material und Stil von Geraeten, wie sie um die Mitte des ersten Jahrhunderts der jetzigen Zeitrechnung, das heisst in der herodianischen Epoche, im Lande im Gebrauch waren. wir sehen schoen gejrusalem: man nimmt an, dass es sich um zungssaal des Sanhedrins handelt; ' formte Vasen, Schalen, Schminkflaeschchen und Damenhäarnadeln aus Glas, kuenstierisch verzierte Oellaempchen aus Ton, ein steinernes Mahlgeraet und Ton. kruege. In einer anschaulichen Rekonstruktion wird gezeigt, wie die aufgefundenen Teile einer Handspindel von Frauen fuer Handarbeiten benutzt wurden. Zwei bronzene Schabmesser, sogenannte “striguli”, die aus zerbrochenen Teilen rekonstruiert sind, und ein glaesernes Oelflaeschchen illustrieren den damaligen Brauch, sich mit Oel zu waschen und hinterher die Staub- und Oelschicht mit dem Schaber wieder vom Koerper zu entfernen. Bronzehandspiegel, Ringe, Naeh. nadeln und andere Geraete vervolistaendigen die Sammlung von Gebrauehsgeraeten dieser Periode. Alle diese Gegenstaende des taeglichen Gebrauchs gab man damals den Toten mit ins Grab. Man hatte die Vorstellung, dass der Verstorbene auf der langen Reise ins Jenseits alles brauchen wuerde. Auch von den Bestattungsformen koennen wir uns nach den Funden eine Vorstellung machen. Nach den erhaltenen Sargnaegein kann man schliessen, dass die Beerdigung in hoelzernen Saergen stattfand. Schoene bronzene Loewenkoepfe bildeten die Verzierungen und dienten gleichzeitig als Befestigung der Tragringe. Bronzene Ver sch’uesse und Schluessel zeigen die kuenstlerische Quali taet wie die Soliditaet dei Schlosserarbeit, die in eine. genauen technischen Rekonstruktion gezeigt wird. Zeichnungen und Photogra. phien geben ein Bild von der Grabhoehle und dem grossen massigen Rollstein, der den Eingang zur zentralen Felsen hoehle verschloss, und von den einzelnen seitlichen Grabsehaechten (“Kuchim”). in denen wir die Geraete bei der Ausgrabung fanden. Die Hoehle liegt 8 m. tief unter der Erde im Sandstein, wie so oft war es ein Zufall, de" zur Entdeckung fuehrte. Ein Handwerker, aus Natänya, der neben seinem Haus Schachtungen im Sandstein vornahm, stiess in der Tiefe auf Scherben, die er mir brachte. Die weitere Nachforschung fuehrte zur Entdek. kung der Grabhoehle. Durch Monate der Unruhen hueteten-.wir sorgfaeltig den Platz, bis wir mit Hilfe der neuge. guendeten Machleket Haati. kot systematisch die Ausgra bungen durchfuehren und sodann die frueheren Fachleute des Rockefeiler Museums die.noetigen Restaurierungs. und Konservierungsarbeiten vornehmen konnten. Nicht weit von Sodom, in der heute noch unwirtlichen Wildnis von Jüdea SÄ® mm

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