Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIV (1952)
- Issue
- 2 (Febrero, 1952)
- Date
- 1952-02-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/8553624-8556124-9192740--0838-8556148- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
2 BOLETIN INFORMATIVO Febrero, 1952 "-U BOLETIN INFORMATIVO MITTEILUNGSBLATT EE CULTURAL ISRAELITA I ' N E J.l $ R Q> L," Año XIV — N.o 2 — Santiago de Chile — Febrero, 1952 Dirección: Hans Kaufmann Administración de Avisos: Walter Lechner, Clasificador 567 Teléfono 86603 Aenderungen im Mitgliederbestand Aparece o a a vez al mes La Sociedad B’ne Jisroel no asume responsabilidad por el contenido de los avisos. /M//a . V*V ■ Febr. Schewat Sonnabend 2. 6. Bo Sonnabend 9. 13. B’Schalach Montag 11. 15. Chamischa Assar B’Sphewat Sonnabend 16. 20. Jitro Sonnabend 23. 27. Mischpatim; Neumondweihe Dienstag 26. 30. 1. Tag Rosch Chodesch \ Adax AUSGESCHIEDEN: a) durch Alijah nach Israel: Betty Ehrlich Curt Schulvater Martin Tichauer b) durch andere Auswanderung: Salo Lewin Hilde Liebertz Mathilde Pincus Erwin Tichauer c) durch Verlegung des Wohn. Sitzes: Arthur Poznanski (Temuco) Julius Spinner (Quillota) d) durch Austrittserklaerung: Louis Pommer e) durch Streichung von der Mitgliederliste: Federico Kauffmann Zaynwel Kornfeld Sigrid Rimald Alfred Schmulewitz Guillermo Stern Arpad Strauss Mittwoch 27. 1 Maerz Sonnabend 1. 4. 2. Tag Rösch Chodesch Teruma Adressen der Herren Rabbiner und des Herrn Kantors: GOTTESDIENST Abend Morgen Rabbiner M. Lubliner: Calle Nueva 0181, Dep. 22. Fo. no 44624. Sonn. u. staatl. Feiertage. 7.15 7.30 Werktags. 7.15 8.00 Schabbat. 7.15 9.00 Schabbat Minchah. 7.15 9.00 MATRIMONIOS 10 de Enero, 1952, señor Oscar Ruschin con la señora Adele Loewenstein, en la Sinagoga, Av. Portugal 810. 24 de Febrero 1952, señor Werner Luft B. con la señorita Ursula Arendt K., a las 18 horas en la Sinagoga, Av. Portugal 810. NACIMIENTOS 19 de Diciembre, 1951, Gabriela Rut Blanca, hija del señor Kurt Ermann y de su esposa, Lore Sternberg de Ermann. Enrique Foster 405. ^_FALLECIMIENTOS j-- ■ - - 23 de Diciembre, 1951, señora Helene Wallisch. 27 de Diciembre, 1951, señor León Winter. Rabbiner E. Loewenstein: Alarife Gamboa 040, Dep. C (altura Vic. Mackenne 530). Fono: 391116. Kantor Oscar Ruschin: Constitución 248, Dep. 6; Tel. 38415. Anmeldung von Anspruechen Der ZentraLRat der Juden in Deutschland teilt mit. dass Personen, die als Insassen des Konzentrationslager Auschwitz Zwangsarbeit im Zwangsarbeitlager Buna-Mo. nowitz der I. G. Farben-Industrie A.-G. verrichten mussten, ihre Ansprueche aus missbraeuchlicher Verwendung ihrer Arbeitskraft unter Hinzufuegung von Daten per Einschreiben bei der Registration Office for Creditor’s Claims, I. G. Farben Control Group, 28 Mainzer Landstrasse, Frankfurt a ¡Main. anmelden koennen. Naeheres lm Gemeinde-Sekretariat. Re: Deutschland gestern und morgen Die Ausgabe November v. J. des “Boletín Informativo’’ enthielt unter obigem Titel einen Leitartikel, zu dem ich mir einige Bemerkungen erlauben moechte. Ueber politische Vorgaenge eines Landes zu berichten, Ist nicht leicht, da es wenige Journalisten glebt, die dies mit absoluter Objektivltaet tun koennen. Wovor sich aber der gewissenhafte Berichterstatter hueten muss, das ist unter dem Einfluss von Ressentiments zu schreiben, — so verstaendlich diese Gefuehle auch sein moegen. Und! mir sche.nt, dass die Feststellungen, zu denen Ihr Herr Hauptschriftleiter, in Bezug auf die Erklaerung Adenauers ln Bonn kommt, stark von persoenlichen Gefuehlen bee.nflusst waren. Schliesslich schreibt Herr Kaufmann ja selbst: “Realistisch sein, heisst Objektiven Faktoren, soweit wir dazu intel.ektuell faehlg sind, die Bedeutung beizumessen, die sie wirklich haben, und nicht die, die wir wuenechen”. Aus diesem Grunde bin Ich der Meinung, dass seine Auffassung, dass die Bonner Erklaerung ke.n grosser Fortschritt sei, nicht unwidersprochen bleiben darf, damit im Publikum keine falschen Vorstellungen entstehen. Er schreibt: 1) Kam sie (die Erklaerung) mehr als 6 Jahre zu spaet. 2) WuTde sie im Zuge der Einreihung eines souveraenen Deutschland in die Westliche Welt abgegeben, und der Zeitpunkt ihrer Verbreitung ist allzu'guenstig fuer die deutsche Politik, um e-3 auch gleichzeitig fuer den juedlschen Beschauer zu sein. 3) Ist sie etwas unbestimmt etc. etc. Zu 1) Ein altes franzoesisches Spruechwort sagt schon ‘‘Mieux vaut tard que Jamals” (Besser spaet als garnicht). Herr Kaufmann ist der Meinung, dass diese Erklaerung bereits vor sechs Jahren —also im Sommer 1945— haette erfolgen muessen. Von wem bitte? —Etwa von den Nazis, die gerade im Begriffe waren, isich in die Mauseloecher zu verkriechen? — Oder von den deutschen Anti-Nazis, die in Konzentrationslaegern, Geiaengnissen, oder noch im Ausland waren, soweit sie nicht in Deutschland Behr zurueckgezogen zu leben gezwungen waren, und: keine durchorganisierten Verbindungen unter einander hatten? Zu 2) Dass die Adenauersche Erklaerung im Zuge der Einreihung eines souveraenen Deutschland in die "Westliche Welt” abgegeben wurde, glebt ihr Ja gerade ein besonderes Relief. Gleichgültig ob gerade diese Erklaerung den Eintritt Deutschlands erleichtert hat. Denn die Erkiaerung eines souveraenen Staates, der sich schon eines gewissen Prestiges wieder erfreut, hat doch moralische Kraft und Resonanz, sowohl im Ausland wie im Inland. Ganz abgesehen von der sich aus dieser Erklaerung ergebenden bewussten Verantwortung der Bonner Regierung. Warum sollen gerade diese Tatsachen nicht auch fuer den Juedlschen Beschauer guenvtig sein? Zu 3) Die Erklaerung selbst genau zu analysieren hat keinen grossen Zweck. Jetzt kommt es, wie Herr Kaufmann richtig 'betont, auf die Taten an. Zum Schlüsse moechte ich noch sagen, dass man die Erklärungen des Bundespraeddenten Professor Heuss nicht als “etwas naive Entschuldigung” bezeichnen darf. Professor Heuss. der grosses Ansehen bei Juden und Christen geniesst, hat eine undankbare, schwere Arbeit erfolgreich uebemommen, sodasa man ihm mit Ehrerbietung zu begegnen hat, selbst wenn man seine Auffassung nicht teilt. Das entspricht uetortgens auch bester juedischer Tradition! »ehr geehrter K. G.: Zu 1) Von weder noch. Aber von den Epigonen, die sich seit dem Zusammenbruch des tausendjaehrigen Kelchs herumtummeln; zuerst als Parteifuthrer, dann als Bundesregierung. Letztere besteht noch keine 0 Jahre. Nur 3? Wir koennen uns einigen: mehr als 3 Jahre zu spaet. Zu 2) Politische Konvenlenz und Moral decken sich selten, aber das mag Ansichtssache sein. Zu 3) Darin sind wir uns also einig. Zu Professor Heuss: Ich bezog I mich nicht auf die Person des westdeutschen Praesidenten, sondern auf eine uns betreffende Erklaerung, die man nur als entweder boeswlllig oder als naiv ansehen kann. Da Berichte ueber das grosse Ansehen des Presidenten auch bis zu mir gedrungen sind, wollte ich an letzteres glauben. Und nun zur Hauptsache. Sie stellen fest: ‘‘Ueber politische Vorgaenge eines Landes zu berichten, ist nicht leicht, da es wenige Journalisten glebt, die dies mit absoluter Objektlvitaet tun koennen. W ovor sich der ... Berichterstatter hueten muss, etc.” Lieber K. G.: Ich bin kein Berichterstatter und ich mache keinen Anspruch auf Objektlvitaet. Ueber die Bonner Erklaerung habe Ich nicht berichtet —das tat d:e Tagespresse—, sondern Ich habe sie besprochen, beleuchtet, Stellung zu Ihr genommen. Koennen Sie, als ans Deutschland verjagter Jude, dies von einer objektiven Warte ans tun? Ich nicht. Ich habe eine bestimmte Einstellung Deutschland gegenueber, d. h. Ich bin subjektiv. Vielleicht Hessen Sie sich durch meinen Anspruch auf politischen Realismus taeuschen und verwechselten Realismus mit Objektlvitaet. Realistisch kann man aber zu sein versuchen— fuer die eigene Sache und ohne zu glauben, "ueber der Sache zu stehen”. Objektiv koennte ein Neutraler sein, wenn es so etwas gibt. Wollen sie ln der Frage der Bonner Erklaerung neutral bleiben? Ich nehme es nicht an von Ihnen. Sonst wuerden wir verstehen, warum wir uns nicht verstehen. H. K. HOERT DIE SENDUNG HORA HEBREA SONNTAGS VON 12.30 — 13,45 UND FREITAGS VON 21,30 — 22 h. AUF WELLE CB 130, RADIO AMERICANA Musik — Nachrichten — Kommentare Anfragen für propaganda: Huérfanos 757, Oí. 214, T«L 31920 — Santiago ’