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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1974-05-01 · 5 (Mayo, 1974) · p. Seite 21

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXVI (1975)
Issue
5 (Mayo, 1974)
Date
1974-05-01
Page
Seite 21 (sequence 21)
Language
German
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MAYO 1975 21 Miro Chronik Die in unserer letzten Chronik angekündigte Generalversammlung des Centro Henrietta Szold hat nunmehr am 8. April stattgefunden, unter zahlreicher Beteiligung der Chaweroth aller angehörigen Gruppen. Der Rechenschaftsbericht unserer Präsidentin, Dully Roesler, über die während der letzten Jahre geleistete Arbeit, wurde mit grossem Beifall aufgenommen, desgleichen der Kassenbericht um} die Mitteilungen der Vorsitzenden der einzelnen Gruppen. Es konnte auch erfreulicherweise von der Neugründung einer Jugendgruppe “Atid” berichtet werden, die von Judith Szekely de Katanella ins Leben gerufen wurde und geleitet wird.— Zur ganz besonderen Freude aller anwesenden Wizo-Schwestern erklärte Dully Roesler sich bereit, auch weiterhin die Führung des Centro Henrietta Szold beizubehalten, und wir möchten auch an dieser Stelle unserer Chawera Dully unseren aufrichtigen Dank für ihre unermüdliche und von Erfolg gekrönte Arbeitsbereitschaft aussprechen. — Durch vorübergehende Abwesenheit von Vorstandsmitgliedern und durch die Rückkehr nach Chile von einer Anzahl früher aktiver Chaweroth, haben einige Veränderungen von Funktionen stattgefunden. Das Direktorium des Centro setzt sich daher jetzt wie folgt zusammen: Vorsitzende:- DullyRoesler Sekretärin: Margot Kreisberg Kasse: Inge Aronsohn, Car Iota Laser Kultur Arbeit: Ilse Dahlberg, Rosi Rubens Presse: Elsa Freudenthal Wizo Shop: Eva Haber, Ester Goldschmidt, Grete Landau, Waschti Schidlow, Kitty Schloss. KJL.L.: Gretel Ackermann, Lilo Nathansohn Organisation und Finanzen: Cilly Feige, Lotte Heimann, Mia Szekely Mitglieder: Cilly Kaffe, Vally Neumann Beiträge: Aneliese Heymann, Trude Nossen, Ilse Rosenthal. SteUvertr. Vors.: Henny Heumann, Rosi Rubens Korrespondentin :Eva Rosenblatt Als Auftakt der Aktivitäten anlässlich des 50 jährigen Bestehens der “Federaciön WIZO de Chile” hatte sich die Präsidentin der Federation, Frau Renee de Cogan, dem “Centro Henrietta Szold” am 8. Mai zu einer Charla zur Verfügung gestellt. Renee de Cogan war als Delegierte Chile’s Teilnehmerin an der vor wenigen Monaten in Tel Aviv stattgefundenen Versammlung sämtlicher Wizo-Gruppen aus aller Welt. In ihrer so überaus menschlichen und zu Herzen gehenden Art gab sie uns eine Darstellung über die Schwierigkeiten des täglichen Lebens im heutigen Israel und die Aufgaben, die jedem einzelnen dort lebenden Mnschen gestellt werden, und die diese mit absoluter Selbstverständlichkeit voll und ganz erfüllen. Die Rednerin gab alsdann einen sehr interessanten Überblick über die vielseitigen Funktionen, die die WIZO in Israel und in den 50 Ländern der Gola, in denen sie vertreten ist, erfüllt, und die ausserordentliche Opferbereitschaft ihrer Mitglieder, vor allem in Israel. Die Chawera Renee de Cogan appellierte an alle Wizo Schwestern in Chile, im Hinblick auf die immer umfangreicher werdenden Aufgabengebiete unserer Organisation, auch ihrerseits ihre Kooperation noch intensiver zu gestalten. Ein sehr wichtiger Punkt innerhalb der Wizo Arbeit ist auch die lokale Beteiligung an den sozialen Verbesserungen in den verschiedenen Ländern. Als eine vorbildliche Handlungsweise verwies Renee Cogan auf die Initiative von Frau Ruth Tov, Gattin des Israeli-Botschafters in Chile, die uns ebenfalls durch ihre Anwesenheit an diesem Nachmittag ehrte. In Zusammenarbeit und unter den Auspizien des Consejo de Mujeres Judias de Chile, wurde der Gemeinde Barrancas vor kurzem eine Siedlung von einer Anzahl Wohnhäusern übergeben, die den Namen “Poblaciön Golda Meir” trägt. Die Übergabe und der Akt der Einweihung fand durch Frau Ruth Tov statt. Über die weiteren Aktivitäten und Zusammenkünfte der einzelnen Gruppen während der Monate Mai und Juni werden alle Chaweroth in der üblichen Form telefonisch avisiert werden, und eine Berichterstattung erfolgt alsdann in unserer nächsten Chronik. Schalom. Öllager bei Ramalla Israelische Geologen haben im besetzten Westteil Jordaniens umfangreiche Ölvorkommen entdeckt. Experten der israelische Ölindustrie erklärten, Probebohrungen in der Nähe der Stadt Ramalla rund 15 Kilometer nördlich von Jerusalem Hessen auf Lagerstätten schliessen, die etwa sieben Milliarden Barrel Öl enthielten. Das entspricht etwa der hundertfachen Menge des gegenwärtigen israelischen Jahresbedarfs, der zur Zeit etwa zur Hälfte aus den Ölfeldern von Abu Rodeis auf der von israelischen Truppen besetzten Sinai-Halbinsel gedeckt wird. Das restliche öl bezieht Israel aus Iran. AUS ALLER WELT KUBA 1700 Juden in Kuba In Kuba leben jüngsten Berichten zufolge noch 1700 Juden. Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Kuba und Israel hat bisher noch keinen Einfluss auf ihre Lage gehabt. Das zionistische Zentrum, eine jüdische Bibliothek und ein koscheres Restaurant üben weiterhin ihre Funktionen aus. 45 jüdische Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren werden an der Albert-Einstein-Schule in der hebräischen Sprache unterwiesen. Die Behörden stellen die Schulmahlzeiten und Busse für den Transport der Schüler zur Verfügung, wie bei allen anderen Schulen auch. Präsident der jüdischen Gemeinde ist Moises Baldas. USA Verhinderte Gemeindekonferenz Eine Konferenz amerikanischer jüdischer Gemeinden der verschiedenen Richtungen, die in Florida stattfinden sollte, wurde auf Veranlassung der orthodoxen Gemeinde auf unbestimmte Zeit vertagt. Nach einer stürmischen Aussprache auf der Konvention der Orthodoxen Gemeinden wurde beschlossen, eine Kommission zu ernennen, die bis zum 1. März d.J. einen Vorschlag unterbreiten soll, ob die orthodoxen Gemeinden weiterhin der Spitzenorganisation aller jüdischen Gemeinden der USA angehören oder ihren Austritt erklären sollen. Die konservativen, liberalen und Reformgemeinden sind schärfstens gegen den Anspruch der Orthodoxie in den USA und Israel, dass nur orthodoxe Rabbinner die jüdischen Gesetze auslegen und Aufsicht darüber führen dürfen, wer Jude ist und wei nicht. EXISTENZRECHT ISRAELS BETONT In einem Rundbrief an die Westberliner Gemeinden hat der evangelische Bischof Scharf zur Mitverantwortung für die Existenz des Staates Israel aufgerufen. In dem Schreiben weist Scharf auf die diesjährige Woche der Brüderlichkeit hin, die unter dem Thema “Brennpunkt Jerusalem - Symbol und Wirklichkeit” stehe und dazu beitragen wolle, dass anstelle von Zerstörung ein Miteinander der Menschen und Völker trete. Weiter heisst es, dass Israel in der Vergangenheit vielfach Anlass zur Kritik gegeben und es versäumt habe, sich mit seinen Nachbarn auszusöhnen. In der jetzigen politischen und militärischen Lage sei der Staat Israel jedoch so in seiner Existenz bedroht und isoliert, dass die Juden zu Recht gerade aus Deutschland Zeichen der Anteilnahme an ihrem Geschick und Akte des Eintretens für ihren Zufluchtsort im biblischen Ursprungsland erwarten könnten. Die Forderung nach Sicherung der staatlichen Existenz Israels schliesse die Rücksicht auf das Lebensrecht der Palästinenser ein. DAS JÜDISCHE DOKUMEN¬ TATIONSZENTRUM DURCH BANKENKRACH GESCHĬ DIGT Das von Dr. Simon Wiesenthal geleitete Jüdische Dokumentationszentrum in Wien, das sich mit der Aufspürung von Naziverbrechern befasst, hat bei einem Bankenzusammenbruch einen Verlust von über 6.000 Dollar erlitten. Durch die Schliessung der Allgemeinen Wirtschaftsbank ist die Weiterführung der Arbeit Wiesenthals gefährdet, und dieser erliess einen Aufruf an Sympathisanten in aller Welt, durch Spenden das Funktionieren des Zentrums sicherzustellen. DER SCHEICH AM GENFER SEE Mohammed Hassanein Heikal, viele Jahre hindurch die in der Welt bekannteste ägyptische “Presse-Stimme”, als Herausgeber der Zeitung “Al Ahram”, scheint aus vorübergehender politischer Kaltstellung wieder aufzutauchen. Vor einer Woche gab er dem Mittelost-Spezialisten der amerikanischen “Newsweek” ein Interview über seine Eindrücke von der Krise zwischen den Oel-Staaten und der Westwelt. Heikal sprach auch von der Position Israels und seinem Pessimismus, zu ‘Frieden ‘zwischen Arabern und Israel zu gelangen. Doch war am bemerkenswertesten, was er antwortete, als er nach den Spannungen zwischen den Ölproduzenten und dem Westen sagte: “Die Ölproduzenten sind wie der Mann, der gänzlich unerwartet ein grosses Vermögen' macht. Sein Gefühl ist, dass jedermann es ihm wieder fortnehmen will. Das rechte Verhalten ist das der Franzosen: die Araber zu beruhigen, statt sie mit Redensarten über “ernstliche Konsequenzen” anzufallen. — Ich sass kürzlich in der eben erworbenen Villa eines wohlhabenden Arabers in Genf. Er berührte fortwährend alle Einrichtungsgegenstände um sich herum, wie einer, der es nicht für möglich hält, dass ihm das alles nun wirklich gehört. Dann sagte er zu mir: ‘Wissen Sie, ich komme mir vor, als sässe ich auf einer Kino-Bühne, von der die Arbeiter alles wieder wegräumen werden, sobald das Filmen vorüber ist’. Das illustriert wirklich die heutige Geistesverfassung der Araber: Es ist zu schön, um wahr zu sein. Amerika sollte mehr auf psychologische Faktoren achten”. ENDE EINER BERÜHM TEN JUDENHEFT “Die Juden Polens warten auf den Tod”. So fasste Charles Kessler seine Eindrücke über eine dreitägige Reise durch Polen zusammen, die er im Auftrag des United Jewish Appeal durchgeführt hat, um die Situation der Juden kennenzulemen. Auf seiner ganzen Reise hat er nur ein einziges Mädchen im Alter von 20 Jahren angetroffen. Der Rest der jüdischen Bevölkerung ist über 60. Total leben heute noch zwischen drei- und sechstausend Juden in Polen, wovon sich der grösste Teil völlig assimiliert hat. An Simchat Tora besuchte Charles Kessler die Synagoge von Warschau. Das Bild war erschreckend: Nur alte Leute, die um Geld bettelten: die es nicht wagten, junge Polen, die willentlich den Gottesdienst gestört haben hinauszujagen; die aus Angst vor Verfolgung nicht einmal miteinander Jiddisch sprechen. Die Synagoge selbst bietet ein Bild des Zerfalls. Das jüngste. Mitglied der jüdischen Gemeinde Warschaus ist zugleich Präsident der Gemeinde. Auch er ist über 60 und plant, demnächst auszuwandern. Wenn er die Gemeinde verlässt, wird sich niemand mehr um sie kümmern. Auch andere könnten Polen verlassen, doch haben sie bereits den Willen zum Handeln verloren. Sie sind einfach zu alt und warten nur noch auf ihren Tod. Dies ist das Ende einer ruhmvollen jüdischen Gemeinschaft in Europa. (Isr. Wochenblatt, Zürich) Gerardo Guthmann Contador Düble Almeyda 3835 Tel 4 6 1 7 8 3 Contabilidades para Comerciantes, Industrielles y Profesionales CASA ELISA San Antonio 65 Fono 381900 (MB Tel-Aviv)

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