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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1974-05-01 · 5 (Mayo, 1974) · p. Seite 22

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXVI (1975)
Issue
5 (Mayo, 1974)
Date
1974-05-01
Page
Seite 22 (sequence 22)
Language
German
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22 MAYO 1975 Ein Nachwort 6. Vollversammlung des Jüdischen Weltkongresses Die jüdische und internationale Presse haben ausführlich über die in Jerusalem in der ersten Februarhälfte stattgefundene 6. Vollversammlung des Jüdischen Welt-Kongresses (World Jewish Congress) berichtet. 612 ■ Delegierte aus 65 Ländern und allen Kontinenten bedeuteten eine Rekordbeteiligung anlässlich einer Tagung des Welt-Kongresses. Die grösste Delegation, 119 Mitglieder, kam aus den Vereinigten Staaten. Israel war mit 59 Delegierten vertreten, darunter mehrere ehemalige Minister, Parlamentsmitglieder und Parteiführer. Aus Grossbritannien kamen 47 Delegierte, darunter 4 Mitglieder des Unterhauses und 2 Mitglieder des Oberhauses (Lords). 42 Delegierte zählte die französische Abordnung. Südamerika, Zentralamerika und Westeuropa waren ebenfalls mit repräsentativen Delegation vertreten. Aus den osteuropäische Ländern sah man zwei beachtliche Delegationen der Gemeinden in Rumänien und Jugoslawien. Als Delegierte und Beobachter nahmen auch Repräsentanten internationaler jüdischer Organisation teil: Joint, Alliance, ORT, WIZO, B’nai-B’rith, Internationaler Verband jüdischer Anwälte und Juristen, Weltföderationen sefardischer Juden, polnischer Juden und ungarischer Juden, Weltverband jüdischer Kämpfer und ehemaliger Partisanen, Weltverband jüdischer Studenten, Weltverband des progressiven Judentums und nicht zuletzt die Weltverbände aller zionistischen Parteien. Man darf ohne Übertreibung behaupten: Es war das Judentum aus aller Welt vertreten, mit Ausnahme der Länder, wo es den jüdischen Gemeinden untersagt ist, mit anderen jüdischen Gemeinden Kontakte zu pflegen. In Anwesenheit des Staatspräsidenten, Parlamentspräsidenten, Ministerpräsidenten und des gesamten diplomatischen Corps erinnerte Dr. Goldmann in seiner Eröffnungsansprache an seine Begrüssungsrede im Jahre 1932 anlässlich der Vorbereitungskonferenz zur offiziellen Gründung des Jüdischen Welt-Kongresses. Goldmanns Ausführungen galten dem geschichtlichen Abschnitt der 43 Jahre zwischen beiden Tagungen. Es ist eine tragische, heldenhafte und schauderliche Epoche der jüdischen Geschichte, reich an Tragödien und Errungenschaften. Der Welt-Kongress und das Judentum in der ganzen Welt werden nach Auffassung Goldmanns zwei Komplexe nicht ausser acht lassen können: die Vernichtung von 6 Millionen Juden, wobei es nicht nur um die numerische Schwächung ging, sondern auch um den Verlust der unerschöpflichen geistigen Reserven des ost- und mitteleuropäischen Judentums, das stets für die Aufrechterhaltung und Belebung des jüdischen Lebens allgemein und insbesondere des kulturpolitischen Aspekts Garant war. Der zweite Fragenkomplex gilt der Tatsache, dass mit der Entstehung des lang ersehnten Judenstaates noch keine vollständige Antwort auf die Judenfrage in aller Welt gegeben werden konnte. Dies hängt nicht zuletzt mit der Tatsache zusammen, dass in Israel allenfalls ein Viertel bzw. ein Fünftel aller Juden ansässig sind, während in vielen Ländern die dort bestehen- ■ den jüdischen Gemeinden nach wie vor mit alten und teilweise neuen Herausforderungen ringen. Die Frage an den Kongress lautet: Wie bewährt sich das Judentum in einer veränderten Welt? Die von Dr. Goldmann gesetzten Akzente waren auch massgebend für die Arbeit der verschiedenen Kommissionen und Arbeitskreise. Es wird nicht nur für den Historiker oder Politiker interessant sein, in den in Kürze erscheinenden Kongress-Protokollen zu blättern. Es ist ein buntes, farbenreiches Spektrum jüdischer Probleme und Sorgen und der Bemühungen, die aktuellen Fragen zu beantworten. Die Bundesrepublik war mit einer fünfköpfigen Delegation vertreten: Werner Nachmann, Alexander Ginsburg, Kurt Neuwald, Max Willner und als jugendlicher Delegierter Rechtsreferendar Schlomo Augapfel. Aus Deutschland nähme ferner teil: Alfred Weichselbaum (Hessen), Roma Weinstein (Bundesverband Jüdischer Studenten in Deutschland) und Mario Markus (Israelische Arbeiterpartei). War es nun ein grosser Kongress? Eine schwierige Frage, die jeder Teilnehmer selbst beantworten muss. Sicherlich sind nicht alle Probleme, insbesondere die der kleinen Gemeinden und Gemeinschaften ausdiskutiert worden. Ganz gewiss hat nicht jeder Delegierte die Patentlösung für seine brennenden Probleme erhalten. Aber die Begegnung mit den grossen Persönlichkeiten des Judentums, die Teilnahme an Diskussionen, der Erfahrungsaustausch und nicht zuletzt die Festigung von alten und neuen Kontakten machten diese Kongress zu einem unvergesslichen Erlebnis. Alexander Ginsburg Ilse Philipp Manuel Antonio Prieto 0116 (por Bustamante entre Marin y Jofre) Fono 461506 Daunendecken, F ederkopf kissen, Bettwaesche Der Generalkommissar des arabischen Boykott-Komitees in Damaskus hat anlässlich der 37. Konferenz des Israel- Boykott-Büros eine Liste mit 13 Namen veröffentlicht, die von arabischen Investoren boykottiert werden sollen. Es handelt sich um jüdische bzw. teiljüdische Bankinstitute in den westlichen Ländern. Das Boykott-Komitee hat nicht versäumt hinzuzufügen, dass es sich nicht um ein Boykott aus Gründen der Rasse oder der Religion handelt, vielmehr würden die aufgeführten Finanzinstitute Israel wirtschaftlich und militärisch unterstützen. Weiter wurde bekanntgegeben, dass die schwarzen Listen weitere 2000 Firmennamen enthalten. In Damaskus wird behauptet, dass diese Listen sich in den diplomatischen Vertretungen in Paris befinden, wo man sie einsehen könne. Die Rechtfertigung der Araber, dass sie keinen finanziellen Antisemitismus betreiben, denn in den Listen sind auch einige "christliche Banken”, die Israel unterstützen, wird von niemandem ernst genommen. Es ist nämlich sehr einfach zu interpretieren, dass die eine oder andere Handelsoperation direkt oder indirekt einen Beitrag für Israels militärische Anstrengungen darstellt. Wie sieht es in den einzelnen Wirtschaftszentren aus?: Die deutsche Wirtschaft macht sich wegen der arabischen Boykottmassnahmen Sorgen, weil sie auf die Exportsteigerungen im arabischen Raum grossen Wert legt. Die ölproduzierenden Länder haben im Jahre 1974 für mehr als 10 Milliarden DM deutsche Waren gekauft. Auch aus den Kreisen der Deutschen Bundesbank hört man, dass im arabischen Raum ein Ausgleich für evtl. Exportrückgänge in andere Länder gesucht werden kann. Auch in Frankfurt spricht man von der schwarzen Liste der 2000 Unternehmen, die angebliche oder tatsächliche Beziehungen zu jüdischen oder israelischen Unternehmen unterhalten. Es " wird ferner behauptet, dass im letzten Vierteljahr 200 Fir-' men ersucht hätten, von den schwarzen Listen gestrichen zu werden. Auch New York meldet Boykottmassnahmen gegen jüdische Banken. Der eklatanteste Fall einer mexikanischen Staatsanleihe in Höhe von 50 Millionen Dollar, bei dem die US-Tochter der französischjüdischen Bank Lazard ausgeschaltet wurde, führte zu einer Weigerung der Amerikaner, die Diskriminierung mitzumachen. Dass die Auswirkungen in den USA zunächst noch in beschränktem Umfang feststellbar sind, ist nicht zuletzt auf das mangelhafte arabische Interesse für diesen Markt wegen der (noch) niedrigen Zinssätze zurückzuführen. In London wird von den arabischen Boykottaktionen nicht viel gesprochen. Wie in der Bankbranche üblich, werden solche Probleme nicht an die grosse Glocke gehängt. Die Öffentlichkeit erfuhr von dieser auf Rassendiskriminierung ausgehenden Entwicklung, nachdem die Bankhäuser Warburg und Rothschild von einer durch japanische Firmen aufgelegten Anleihe ausgeschlossen wurden. Nunmehr wurde bekannt, dass dies auf eine erpresserische Intervention der kuweitischen Aussenhandels- Investitions-Gesellschaft und der libysch-arabischen Auslandsbank zurückzuführen ist. Auch Paris blieb von der arabischen Boykottpolitik nicht verschont. In einer Pariser Wochenzeitschrift (“Le Point”) erschien ein Artikel mit der Überschrift “Wer boykottiert jüdische Banken? — Die Araber oder die europäischen Banken, die Petro-Dollar suchen?”. In diesem Artik^J wird behauptet, dass die Araber die Existenz ihrer schwarzen Listen nicht leugnen. Wenn es sich ^ber um ein Bank-Konsortium handelt, an dessen Spitze keine arabische Bank steht, fühlen sich die Araber nicht berechtigt, die Boykottierung irgendeines Partners zu fordern. Die Situation spitzte sich zu anlässlich einer Anleihe der “Air France” in der Höhe von Boykott auch für Jüdische Patienten? Die Vorsteherin des französischen Gesundheitsministeriums, Simone Veil, hat gegen ein arabisches Darlehen zur Errichtung eines öffentlichen Spitals in Romans bei Grenoble ihr Veto eingelegt. Einige arabische Financiers aus Genf hatten dem Stadtrat von Romans die Gewährung des Darlehens offeriert, wie der Präsident der Internationalen Liga gegen Antisemitismus und Rassismus, Jean-Pierre Bloch, bekanntgab. Während der Verhandlungen hätten die Geldgeber darauf bestanden, dass das neue Spital dannzumal keine jüdischen Patienten aufnehmen dürfe, solange das Darlehen nicht zurückbezahlt sein würde. Als die Ministerin von diesem unmenschlichen Ansinnen erfuhr, intervenierte sie beim Bürgermeister der Stadt, und die Verhandlungen zerschlugen sich. RUDI JELEN Feine Goldschmiede Arbeiten Moderne Aenderungen Uhren-Reparaturen Staendige Aaswahl von Schmucksaehen Barmizwahgeschenke Edif. Pza. de Armas Local 136, (entrepiso) Eingang MONJITAS 878 Telefon 384865 25 Millionen Dollar und einer gleich hohen Emission der Rhöne-Gesellschaft. Auch hier wurden die englische Warburg- Bank neben den französischen Rothschild- und Lazard-Bankhäusern eliminiert, obwohl diese Institute für Anleihen spezialisiert sind. Die genannten Bankhäuser sind jedoch in jüdischem Besitz, wodurch ein Veto der Kuweit-Investment- Gesellschaft ausgelöst wurde. Mit der Angelegenheit beschäftigt sich bereits die französische’' Nationalversammlung. Der Finanzminister wird den gesamten Fragenkomplex prüfen. Und dann?!?! Mit Recht hat der israelische Aussenminister Allon die Entwicklung im Wirtschafts¬ und Bankenbereich als offensichtliche Rassendiskriminierung bezeichnet, und die arabischen Pressionen scharf verurteilt. Es scheint, dass sich in vielen Ländern die Regierungen mit dieser neuen Form der anti-jüdischen Boykottmassnahmen noch intensiv beschäftigen müssen. M.L.I. (Jüdischer Presse-Dienst) SAN ANTONIO 367 FONO 31238 SANTIAGO . SPENDE FÜR ISRAEL Eine Spende von 25 000 DM hat der Bundestagsabgeordnete Heinz Westphal, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Vertretern der Frauenorganisation der israelischen Gewerkschaft in Tel Aviv übergeben. Westphal gehörte zu der SPD-Delegation, die, sich unter Leitung des Bremer Bürgermeisters Hans Koschnick in Israel aufhielt. Die Spende ist für die Renovierung und Ausstattung eines Kindergartens in Beth Shean bestimmt. Die südlich des Sees Genezareth gelegene Stadt ist überwiegend von orientalischen Juden bewohnt. Die Arbeitsgemeinschaft Bonn der Deutsch-Israelischen Gesellschaft hat angekündigt, weitere Möglichkeiten der Hilfe für den Kindergarten in Beth Shean zu prüfen. Tornas Frendenberg N- Contador Fonos 33230-33581 Agustinas 715 - Of. 407 Impresor: Dublé Almeyda 1368

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