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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1974-05-01 · 5 (Mayo, 1974) · p. Seite 16

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXVI (1975)
Issue
5 (Mayo, 1974)
Date
1974-05-01
Page
Seite 16 (sequence 16)
Language
German
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Vertrag mit Wenn nicht noch unerwartete Hindernisse auftreten sollten, so wird der lange ersehnte Vertrag zwischen der Europaeischen Gemeinschaft und Israel in Kraft treten und der Industrie Israels grosse Moeglichkeiten auf dem europaeischen Kontinent eroeffnen. Da sich die Verhandlungen der Gemeinschaft mit den Ländern Nordafrikas hinzoegem, bestand die Gefahr, dass Brüssel auch den Abschluss des Vertrages mit Israel verschieben wird, aber von dieser Idee ist die Gemeinschaft abgekommen. Nachdem Israel von der EG in politischer Beziehung genügend Enttäuschungen erlebt hat, will man dem Staate der Juden wenigstens wirtschaftlich entgegen kommen. Nach dem Vertrage wird Israel bereits ab Juli 1975 wichtige Erleichterungen beim Industrie-Export nach Europa bekommen, bei Agrarprodukten werden Zollnachlässe gewährt werden, die bis zu 80% (stufenweise) erreichen koennen. Bei den industriellen Bestimmungen besteht der Vorteil für Israel darin, dass es zunächst nur für 60% der Importe die Zoelle abbauen muss, während bei 40% eine Schonfrist bis 1985 und in einigen Fällen vielleicht für einen noch längeren Zeitraum gewährt wird. Bei den 40% handelt es sich gerade um die Industrien, die noch im Aufbau begriffen sind und die Hilfe brauchen, bis sie voll entwickelt sind und mit der Aussenwelt konkurrieren können. Innerhalb der Regierung Israel sind bereits mehrere Ausschüsse eifrig tätig, um die Wirtschaft auf die neue Zeit vorzubereiten. Im Sinne der kommenden Epoche und auch auf Grund des Drängens des internationalen Währungsfonds fielen die zusammen mit der Abwertung eingefuehrten Verbote für den Import von Luxuswaren (Liste mit 39 Artikeln) weg, nur bei Autos tritt die Importfreiheit erst im Herbst in Kraft. Im übrigen hat sich gezeigt, dass die Importverbote ihr Ziel verfehlt haben. Weder wurden die Einfuhren geringer noch trat in Israel ein Mangel an irgendwelchen eingeführten “Luxusartikeln” auf. Israel muss wegen der hohen Einfuhren an Gütern vor allem für den Sicherheitssektor und für Investitionen mit einem Jahresimport von sieben Milliarden Dollar rechnen, dem im letzten Jahre ein Export von Gütern und Dienstleistungen (Touristik usw.) in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar gegenüberstand. Die israelische Exportieistung ist an sich imponierend, wenn man daran zurückdenkt, dass im Jahre 1949 der gesamte israelische Export sich auf 40 Millionen Dollar belaufen hatte. Aber die Einfuhren sind wegen der Zeitumstände noch mehr in die Höhe geder EGeine neue Epoche Wirtschaft für Israels gangen, und in den ersten drei Monaten dieses Jahres deckte der Warenexport doch nur 52% der Importe. Zahlenmässig ist die Ausfuhr im letzten Jahre und auch in den ersten drei Monaten dieses Jahres in die Hoehe gegangen, aber die israelische Staatsbank warnte vor Verkennung der wirklichen Tatsachen. Man soll sich nicht durch aufgeblähte Dollarziffern blenden lassen, und im Grunde genommen hat sich die Ausfuhr kaum erhoeht. In den ersten drei Monaten dieses Jahres gab es weitere Enttäuschungen: Die Industrieausfuhr sollte nach den Berechnungen des Staates um 27% steigen, wuchs jedoch nur um 18% an. Die Diamantenindustrie hatte auf Grund der Ziffern von Dezember und Januar schon eine kräftige Erholung gemeldet. Nun kam ein schwacher März, und die Staatsbank, die immer sehr vorsichtig ist, vartrat die Meinung, dass der Optimismus verfrüht war und dass Israels Diamantenindustrie noch unter den Auswirkungen der internationalen Krise weiter leiden wird. Eine Aenderung zum Guten hatte es in den ersten drei Monaten überraschenderweise nur im Agrarsektor gegeben. Die Zitruspflanzer hatten eine schlechte Saison erwartet, aber seit Januar ging die Nachfrage nach Orangen und die Preise kraeftig in die Hoehe, und der israelische Zitrusrat beschleunigte nach Kraeften die Ausfuhren, um die günstige Konjunktur auszunutzen. An sich hatte der Rat mit einem Devisenerloes von etwa 120 Millionen Dollar gerechnet, aber jetzt ist sicher, dass wenigstens 150 Millionen Dollar eingehen werden. Auch die Ausfuhren an anderen Früchten, Gemüsen und Blumen konnten eine günstige Entwicklung verzeichnen. Schwerpunkt Industrie Die Steigerung der Eingänge um 40 bis 50 Millionen Dollar aus dem Agrarexport wird die Handelsbilanz trotz allem nicht retten, und in Israel sind Regierung und Wirtschaftskreise davon ueberzeugt, dass vor allem die Industrieausfuhr gesteigert werden muss. Diese trifft zum Teil auf scharfe Auslandskonkurrenz, teils sind ihre Kapazitaeten wegen des grossen Inlandsbedarfes ausgelastet, sodass sie gar keine neuen Aufgaben mehr uebemehmen kann. Zweige wie Textil und Nahrungsmittel wurden durch die internationale Krise besonders betroffen, und die Industriellen versuchten, die Regierung zur Gewährung weiterer Förderungsmittel zu bewegen, um die Exporte rentabler zu gestalten. Die Aufhebung der Zoel- 1a in TTJnrnn» wirrt sir.h navon J.E. Palmon, Tel Aviv tuerlich günstig auswirken, aber die israelischen Produkte koennen nur mittels harter Arbeit “durchgesetzt” werden. Unter Berücksichtigung dieser Tatsachen wird auch die Werbung für israelische Waren zum Teil umgestellt. Die israelische Messegesellschaft beteiligt sich kaum noch an allgemeinen Ausstellungen, sondern interessiert Aussteller in erster Linie für Fachmessen. Dabei steht Beteiligung an Messen in Deutschland im Vordergründe. Auch die Form der Werbung hat sich geändert. Während Israel sich z.B. einige Male an der allgemeinen Textilwoche in München beteiligt hatte, ging es letztens zur Organisierung einer israelischen Solo-Ausstellung von Modewaren in Düsseldorf über, und diese neue Art des Angebots hat sich sehr bewährt. Auch in einigen anderen Ländern finden israelische Solo-Ausstellungen statt, die Erfolg versprechend sind. Israel versucht auch neue Länder für seine Waren zu “erobern”. Nachdem eine Ausstellung in Caracas grossen Beifall gefunden hatte, wird im Herbst dieses Jahres eine israelische Warenschau in Guayaquil in Ecuador veranstaltet. Die israelischen Ausfuhren nach diesem Lande sind in den letzten beiden Jahren überraschend gewachsen, und man sieht in diesem weit entfernten Lande eine günstigen Markt. Venezuela, Ecuador, Japan und einige andere Staaten wurden in diesem Jahre zu “Zielländem” des Exportes erklärt, und die Regierung bewiligt bei Aktionen zur Steigerung der Ausfuhren in diesen Staaten besondere Vergünstigungen. Zu den traditionellen Industrien wie Textilien, Nahrungsmittel und Diamanten kommen die neuen Gruppen Metall, Chemie und Elektronik hinzu, auf die grosse Zukunftshoffnungen gesetzt werden. Die Qualitaeten sind ausgezeichnet, und wenn die Weltkonjunktur sind ändern wird, so werden sich für Israel grosse Moeglichkeiten ergeben. Bei diesen Zweigen kommt es sehr auf wissenschaftliche Forschung an, und die Regierung unterstützt diese in diesem Jahre mit etwa 50 Millionen IL, wenn die Fabriken den gleichen Betrag dazu geben. Bisher war die Industrie mit moderner Forschung und Entwicklung im Betriebe und im Laboratorium noch weit zurück, aber inzwischen hat man die Notwendigkeit dieser Zweige 'erkannt, und immer mehr Unternehmungen lagen sich eigene Forschungsabteilungen zu. Diese sind auch als Besehaeftigungsquellen wichtig: die vielen Studenten und akademisch gebildeten Neueinwanderer erhalten in ihnen geeignete Wirkungsstätten. In jedem Jahre findet in Israel eine “Exportwoche” statt, bei der besonders wichtige Exporteure ausgezeichnet werden, Den Platz Nr. 1 errang in diesem Jahre das Elektronik-Unternehmen “Elscint” in Haifa, das im Industriepark für Wissenschaftsbetriebe seinen Sitz hat. Hier werden bei der Erzeugung elektronischer Anlagen die modernsten Methoden angewendet, und die Zeichen der neuen Zeit wurden in diesem Unternehmen, das auch entsprechend exportiert, voll und ganz verstanden. Dieser Weg muss weiter gegangen werden, dann wird Israels Industrie die Vergünstigungen voll ausnutzen können, die ihr der Vertrag mit der EG bieten wird. Die Ausfuhr kann erheblich steigen und einen Beitrag zur Loesung der Probleme der Handels- und Zahlungbilanz leisten. Wetzstein & Cia. Fabrica Marcelo Av. M. Montt 2656 Fono 43379 Neabedehm and Umarbeitungen Modernste importierte Bezugsstoffe u. Inletts Parkas Acolchadas de Nylon Sacos de Dormir Daunen decken ab E'-' 600.000.— Parkas ” 80.000.— Steppdecken ab 190.000.— Stefan Laskowitz Joyero Ahumada 254 - Local 10 Fono 69464 Zweischneidige Frage Soll ein Kabbiner aus Rumänien aus wandern? Einer der drei noch in Rumänien amtierenden Rabbiner, Pinchas Wassermann, beabsichtigt, nach Israel auszuwandern. Da die 70 jüdischen Gemeinden im Lande unter einem notorischen Mangel an Rabbinern leiden, würde es Oberrabbiner Dr. Moses Rosen ungern sehen, einen der stark beanspruchten Geistlichen, die jeder für mehrere Ortschaften zugleich zuständig sind, wegziehen zu lassen. Die fünf Kinder von Rabbiner Wassermann befinden sich, bereits in Israel. Zwei Söhne haben vor dem Hechal Schlomo, dem Sitz des israelischen Oberrabbinats in Jerusalem, einen Hungerstreik durchgeführt, mit dem sie gegen Dr. Rosen protestierten und ihm vorwarfen, sich bei den rumänischen Behörden gegen eine Ausreisebewilligung für Wassermann ausgesprochen zu haben. Rabbiner Wassermann und seine Frau haben sich schon zum sechstenmal um ein Visum bemüht. Während seiner Anwesenheit am 3. Weltkongress der Synagogen und Gemeinden in Jerusalem hat Oberrabbiner Rosen zu den Vorwürfen Stellung genommen und an die Teilnehmer appelliert, den 80.000 jüdischen Gemeindemitgliedem behilflich zu sein, indem Rabbiner nach Rumänien gesandt werden. Seitens der Regierung besteht die Erlaubnis, Rabbiner aus dem Ausland zu engagieren. Dr. Rosen machte den Vorschlag, die israelischen Oberrabbiner sollten in dieser Frage entscheiden. Der sefardisehe Oberrabbiner Ovadia Josef äusserte die Ansicht, dass Wassermann unter den gegebenen Umständen in Rumänien bleiben sollte, doch müsste Dr. Rosen sein Möglichstes tun, einen Ersatz zu finden. (Isr. Wochenblatt, Zürich) PERFUMERIA ROSE LTDA- Monjitas 873 - Local 561 Fono 3814 4 8 FOTO TIMAR NUEVA YORK 54 — Fono 64943 Retratos Artísticos — Reproducciones y Ampliaciones de todas clases para Diarios, Imprentas — Fotografías de Propaganda para Industrias — Trabajos para aficionados — Albumes para Ma- _trimonios — Fotocopias al instante con XEROX DR. JOSE FR0IM0VICH Especialista Vejez Avenida Bulnes 377 - Dep. 605 Teléfono 67176

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