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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1973-06-01 · 6 (Junio, 1973) · p. Seite 20

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXV (1973)
Issue
6 (Junio, 1973)
Date
1973-06-01
Page
Seite 20 (sequence 20)
Language
German
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20 JUNIO 1973 Verbesserungen in der Oesterreichischen Sozialversicherung Neuer Botschafter der Bundesrepublik in Santiago Die United Restitution Organisation (URO) teilt mit: Die 29. Novelle zum österreichischen Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz enthält wichtige Bestimmungen, durch die viele ehemalige Österreicher in den Kreis der Pensionsberechtigten einbezogen werden können. 1) Anrechenbare Versicherungszeiten: Als solche gelten jetzt auch die Zeiten, die im elterlichen Betrieb als Arbeiter oder Angestellte verbracht wurden. Wenn diese Zeiten nach dem l.Juli 1927 liegen, werden sie in Zukunft als sogenannte Anknüpfungszeiten angesehen, d.h. dass alle anderen Begünstigungen des Gesetzes an solche Zeiten angeschlossen werden können. Dabei handelt es sich in erster Linie um die beitragsfreie Anrechnung der Auswanderungszeit bis zum 31.5.1959 für aus rassischen oder politischen Gründen Verfolgte und weiters um das Recht der Nachzahlung von Beiträgen zur Komplettierung der erforderlichen Beitragszeiten. Personen, die im Betrieb des Ehegatten mit oder ohne Bezahlung mitgearbeitet haben, werden von dieser Begünstigung nicht erfasst. Die neue Beguenstigung gilt allerdings nur fuer diejenigen, die erst nach dem 31. Dezember 1972 das Alter der Pensionsberechtigung (65 Jahre bei Maennern, 60 Jahre bei Frauen) erreichen. Eine weitere Verbesserung besteht in der begünstigten Anrechnung von Studien- und Ausbildungszeiten. Die Anrechnung solcher Zeiten war früher an die Bedingung geknüpft, dass sie nicht länger als drei Jahre vor einer versicherungspfliehtigen Anstellung oder der Auswanderung liegen durften. Diese Beschränkung ist jetzt weggefallen, so dass nun jede Zeit des Studiums und der Ausbildung als Versicherungszeit gilt, ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt in der Studienbeendigung. 2) Erhöhung der Beitragsgrundlage: Die Grundlage für Berechnung der Alterspension ist die sogenannte Beitragsgrundlage, aus der im Versicherungsfalle die Bemessungsgrundlage berechnet wird. Die Pension ist ein Prozentsatz dieser Bemessungsgrundlage nach Massgabe der Zahl der anrechenbaren Versicherungszeiten. Da die Beitragsgrundlagen meistens niedrig sind, besonders für Zeiten, bei denen ein bestimmter Arbeitslohn nicht festgestellt werden kann, gab es schon früher gewisse Möglichkeiten einer rückwirkenden Erhöhung der Beitragsgrundlagen. Die 29. Novelle bestimmt nun, dass für diejenigen Personen, die schon in den Jahren 1969 bis 1972 weiterversichert waren, die Beitragsgrundlage sehr wesentlich erhöht werden kann, vorausgesetzt, dass der Antragsteller ein entsprechendes Einkommen für diese Jahre nachweisen kann. Solche Anträge müssen bis spätestens 31.Dezember 1973 gestellt werden. 3) Selbständige Erwerbstätigkeit: Nach der Novelle werden auch hauptberuflich tätig gewesene Lehrer, Erzieher, Musiker und Artisten, die alle derzeit in Österreich voll sozialversichert sind,- so behandelt werden, als ob für sie schon früher (also vor ihrer Auswanderung) eine Pflichtversicherung bestanden hätte, d.h. die Zeiten ihrer früheren selbständigen Erwerbstätigkeit gelten jetzt als Beitragszeiten. Kürzlich hat der neuernannte Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Chile, Herr Dr. Luedde-Neurath, sein Beglaubigungschreiben in der Moneda überreicht und sein Amt angetreten. Der Herr Botschafter Dr. Luedde-Neurat ist 62 Jahre alt, verheiratet, hat drei Kinder und kommt aus Montevideo, wo er seit dem Jahre 1970 als diplomatischer Vertreter der Bundesrepublik gewirkt hat. Er steht als Berufs diplomat mit einer kurzen Unterbrechung seit vielen Jahren im Dienst des Auswärtigen Amtes in Bonn, war einige Jahre in Tokio tätig und später mehr als fünf Jahre Generalkonsul in Barcelona. Anschliessend hat Herr Dr. Luebbe-Neurath als Gesandter der Bundesrepublik in Port of Prince und dann als Botschafter in Jakarta gearbeitet, von wo er dann nach Uruguay versetzt wurde. Der Präsident der SCI B’ne Jisroel, don Adolfo Schnitzer, hat den neuen Botschafter im Namen der Gemeinde herzlich begrüsst. VENEZUELA Tagesschule als Schmelztiegel Schmelztiegel der jüdischen Einwohner Venezuelas und der grössten Gemeinschaft in der Hauptstadt Caracas, wo 80 Prozent der 15.000 Juden des Landes wohnen, ist die Herzl-Bialik-Tagesschule, die 1946 mit 36 Schülern begann und nach 25 Jahren 1800 Schüler zählte. Aus dieser Schule entstammt schon eine Reihe junger Akademiker, Ingenieure, Ärzte, Wissenschaftler, die beachtliche Posten innehaben. Viele von ihnen haben ihr Interesse an der jüdischen Schule nicht aufgegeben und sind auch für die jüdische Gemeinschaft tätig. Einige sind ausgewandert, vornehmlich nach Israel, aber auch in die Vereinigten Staaten. In die Schule sehikken sowohl die Sefarden ihre Kinder, die die ersten jüdischen Bewohner Venezuelas waren, aus dem Balkan, Nordafrika und moslemischen Ländern des Mittleren Ostens stammen, als auch die Asehkenasen, die erst kurz vor dem Zweiten Weltkierg und später nach Caracas einwanderten; sie sind vornehmlich Industrielle, Textil- und Lederfabrikanten, die im Gefolge der vom Staat betriebenen Politik und Ermutigung in Berufe gingen, die das Land von unnötigen Importen frei machen sollte; so wurden manche wandernde Händler und Arbeiter umgeschichtet Heiraten zwischen jungen Sefarden und Aschkenasen sind an der Tagesordnung, insbesondere seit die letzteren wirtschaftlich eingeordnet sind und nicht mehr als die "armen Verwandten” gelten. Die aschkenasische Gemeinde hat 1500 Mitglieder, die 1878 gegründete sefardische über 1000. Einige hundert Familien kommen nur zu den Hohen Feiertagen. Juden türkischer Herkunft gehen in eine spezielle orthodoxe Synagoge, und neuerdings besteht eine Synagoge für ägyptische Neüeinwanderer. w. RUDI JELEN Feine Goldschmiede Arbeiten Moderne Aenderungen Uhren - Reparaturen Staendige Auswahl von Schmucksachen Barmizwahgeschenke Edif. Pza. de Annas Local 136, (entrepiso). Eingang MONJTTAS 878 Telefon 384865 Wertvolle Spende Unser langjaehriges Gemeindemitglied, Herr Jacobo Fried, hat der juedischen Kollektivitaet von Chile zehn orthopaedische Krankenbetten gespendet Die Betten befinden sich im Gewahrsam des Hogar Israelita de Ancianos und stehen natuerlich auch den Mitgliedern der SCI B'ne Jisroel leihweise zur Verfuegung. Der Vorstand der Gemeinde spricht Herrn Fried fuer diese wertvolle und grosszuegige Spende seinen herzlichen Dank aus. Die Betten koennen im Bedarfsfälle von folgenden Stellen angefordert werden: Herrn Jacobo Fried, Telefon 257962, Hogar Israelita de Ancianos, calle Villagra 325, Telefon 274437 Hogar de Ancianos Cisroco, calle Maipü 525, Telefon 97284 und 91369. Botschafter Dr. Luedde-Neurath GOLDEN AGE 14. Geburtstag Wir laden Sie zur Geburtstagsfeier de Golden Age am Montag den 2. Juli 1973, 15.30 Uhr herzlichst ein. Um allen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen, beabsichtigen wir einen Autodienst zu organisieren, und bitten um Anmeldung an Telefon: 259092 oder 211054 zwischen 19 und 20 Uhr. Gleichzeitig bitten wir um Anmeldung von freiwilligen Helfern, die uns im Autodienst unterstützen wollen. (Bei sehr schlechtem Wetter fällt die Veranstaltung aus) Alleinstehende gebildete Dame in den 60ern von älterem Herrn als Haushälterin gesucht zwecks Reise und Niederlassung in Tenerife (Kanar. Insel). Möblierte 2-Ziminerwohnung bereits vorhanden. Alle Dauerkosten zu seinen Lasten. Fono 370292 Federico. FOTO TIMAR NUEVA YORK 54 — Fono 64943 Retratos Artísticos — Reproducciones y Ampliaciones de todas clases para Diarios, Imprentas — Fotografías de Propaganda para Industrias — Trabajos para Aficionados — Albumes para Matrimonios — Fotocopias al instante con XEROX

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