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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1973-04-01 · 4 (Abril, 1973) · p. Seite 15

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXV (1973)
Issue
4 (Abril, 1973)
Date
1973-04-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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ABRIL 1973 15 Architekt des Erfolges in Washington Fortsetzungvon Seite 14 zeugen an Israel. Rogers, in die Enge getrieben, verwies den Aussenminister an den Praesidenten Nixon, der entschied, dass die Flugzeuge geliefert werden sollten, aber in aller Stille, um Kontakte nicht zu gefährden. Später kam jedoch der Nationale Verteidigungsrat in einer äusserst wichtigen Sitzung zur Überzeugung, dass angesichts der Unterbrechung der russischen Waffenlieferungen an Aegypten die Staerkung Israels das beste Mittel sei, um den Waffenstillstand im Nahen Osten zu sichern, da Aegypten dann nicht versuchen wuerde, den Krieg wieder zu beginnen. Auf diese Entscheidung hat Botschafter Rabin nicht wenig Einfluss gehabt. Die von ihm verstretene “Abschrekkungstheorie” wurde von den Amerikanern akzeptiert, und sie begannen ganz offen ueber Waffenlieferungen und finanzielle Hilfe fuer Israel zu sprechen. Israel hat bis Ende 1972 insgesamt drei Milliarden Dollar an Krediten und Beihilfen von den USA erhalten, davon allein 1,8 Milliarden Dollar in der Amtszeit des Praesidenten Nixon, und die letzte Visite der Ministerpraesidentin Golda Meir hat gezeigt, dass diese Hilfe fortgesetzt werden wird. PERSOENLICHE BEZIEHUNGEN Rabin konnte ein besonderes Vertrauensverhältnis zu Nixon selbst hersteilen und gab seiner Wertschaetzung fuer diesen Praesidenten deutlich Ausdruck. Seine Worte wurden 1972 in den USA als “einseitige Stellungnahme “im amerikanischem Wahlkampf gewertet. Er geriet deswegen auch mit dem Jerusalemer Aussenministerium in Konflikt (das er bei anderen Gelegenheiten hart kritisiert hatte). Er milderte seine Worte und versoehnte sich mit den demokratischen Gegnern Nixons, aber ohne Zweifel blieb er weiter ein Anhänger Nixons und verstand es, engste persoenliche Beziehungen mit dem Weissen Hause, dem Verteidigungsrat und schliesslich auch mit dem Aussenministerium herzustellen. Er konnte sich auch auf den Ton eines Mannes, wie des machtvollen Unterstaatssekretaers Sisco einstellen, mit dem er ständigen gesellschaftlichen Verkehr unterhielt. Der Rat Rabins wurde allgemein in weltpolitischen Fragen in Washington gehört, und nicht zuletzt dieser Umstand fuehrte die Newsweek dazu, Rabin als einen der erfolgreichsten Botschafter zu charakterisieren. Natürlich hängt die grosse Wandlung in den Beziehungen USA-Israel nicht allein von Rabin und seinen Faehigkeiten ab. Politische Zeitgegebenheiten halfen ihm viel, aber er verstand es, sie auszunutzen und sich vor allem auf den Stil der Nixon-Aera einzustellen und dementsprechend alle politischen Aktionen Israels und auch die Besuche der Ministerpraesidentin bis ins Letzte genau vorzubereiten. Als Rabin am letzten Tage vor seiner Rueckkehr nach Israel nach dem Stand der Beziehungen USA-Israel gefragt wurde antwortete er: “Sie sind besser als je zuvor” — und dieses Resultat ist gerade nach amerikanischer Darstellung zu einem grossen Teile Werk des Mannes, der nach seinen Erfolgen als Heerfuehrer und Stratege sich auch auf dem schwierigen Parkett der Diplomatie hervorragend bewährte. ADAMS PAMELA GRANT PAMELITA Lo mejor en Cosméticos Rabbiner K a h a n e Éܧ ÉHɧ mm Ziehen Sie ein Los! Wetten und Glücksspiele sind in Israel verboten — und gleichweise legal und beliebt Beides ist wahr. Der Buchstabe des Gesetzes verbietet zwar Wetten und Glücksspiel im allgemeinen, gestattet sie aber bei angemessener Kontrolle. Etliche grössere Unternehmungen betreiben diese Spiele mit staatlicher Erlaubnis. Die grösste und “meistbenützte” von ihnen ist die Mifal Hapajis, wöchentliche Zahlenlotterie. Nahezu 800 000 Lose werden jede Woche verkauft. Wohl 75 Prozent aller israelischen Haushalte kaufen regelmässig oder zumindest zeitweise Lotteriescheine. Jedes Ticket kostet IL 4.—, also fast einen Dollar, und die Gewinne gehen in die Hunderttausende von IL. Die Pajis-Gesellschaft betont unentwegt in ihrer Werbung, dass die “Reinerträge” von der Lotterie zum Bau von Spitälcm, Schulen usw. verwendet werden. Es gibt aber wohl keinen in Israel, der das Ticket deshalb gekauft hätte. Zweitgrösste Glücksspiel-Gesellschaft ist das Sport-Toto, in dem der Toto-Spieler zu erraten hat, welche Fussballmannschaften die Gewinner in den dreizehn Spielen der Woche sein werden. Im vergangenen Jahr sank die Popularität des Toto- Spiels beträchtlich, nachdem Gerüchte in Umlauf gekommen sind, wonach bei gewissen Top-Fussballspielern Bestechungsversuche unternommen worden sein sollen, um den Ausgang der Spiele zu beeinflussen und so das Tippen zu erleichtern. Doch versuchen weiterhin noch etwa 300 000 Israelis ihr Glück allwöchentlich im Toto. Ein drittes Ratespiel, eine Art Lotto, wird von der Pajis- Gesellschaft so nebenbei betrieben. Alle drei genannten Glücksspiele stehen unter staatlicher Kontrolle, die den rechtmässigen Verlauf zu gewährleisten hat, genauso auch die alljährlich abgehaltenen zwei grossen Lotterien zugunsten des Magen David Adom bzw. des Komitees zur Betreuung der Soldaten. Für beide wird gross geworben, und es gelangen jedes Jahr beträchtliche Bargeldgewinne, zahlreiche Automobile, TV-Empfangsgeräte und noch eine ganze Menge anderer verlockender Preise zur Verteilung . Zuweilen entrüstet sich jemand in den Zeitungen über Glücksspiele, zu denen der Staat seinen Segen gibt, und sucht zu bewiesen, dass der Wettende oder Spielende ein Dummkopf ist, sich von der geringen Chance eines Gewinnes verleiten zu lassen. Es zeigt sich immer wieder, dass die meisten Lose und Tickets von Leute mit kleinen Einkommen gekauft werden, die sich dies wohl am wenigsten leisten können und es dennoch tun. Laut Aussage eines Lotterie-Angestellten soll Israel im Pro-Kopf-Kauf von Lotterielosen in der Welt an erster Stelle stehen. Hie und da passiert es, dass die Polizei irgendwo ein verbotenes Würfelspiel aufdeckt oder Razzia in einem Kartenspiel-Klub macht, dessen Mitglieder sich dann bitter beklagen, wie ungerecht es sei, sie wegen ihres “harmlosen” Pokerspieles zu belangen, wo doch Wetten im Grossen im Lande ganz legal vor sich geht. Genauso erstaunt war ein amerikanischer Förderer von Pferderennen, der eine Million Dollar in die Errichtung einer Pferderennbahn und eines Stadions investieren wollte, als die Behörden sein Angebot ablehnten. Carl Alpert, Haifa DR. JOSE FR0IM0VICH Especialista Vejez Avenida Bulnes 377 - Dep. 605 Teléfono 67176 KAHANE FORDERT GROSS-ISRAEL Der Weg des rechtsradikalen amerikanischen Rabbiners Meir Kahane, des Führers der Jüdischen Verteidigrungsliga, in die israelische Politik ist frei. Wie ein Sprecher des Jerusalemer Innenministeriums bestätigte, ist Kahane der Status eines Einwanderers und damit automatisch die Staatsbürgerschaft zugesprochen worden. Kahane hatte bereits vor Monaten einen diesbezüglichen Antrag gestellt. Dieser war jedoch, wie der Sprecher erklärte, “wegen des persönlichen Hintergrundes des Antragstellers” besonders sorgfältig geprüft worden. Das “Gesetzt der Rückkehr” genannte israelische Einwanderungsgesetz sichert jedem Juden das Recht auf Einwanderung und Einbürgerung zu, sofern dieser “kein Sicherheitsrisiko” darstellt. Mit dieser Begründung war kürzlich dem Amerikaner Meyer Lansky, dem angeblichen “Finanzminister der amerikanischen Mafia”, die Einbürgerung in Israel versagt worden. Rabbiner Kahane steht in Israel unter Haftbefehl, befindet sich jedoch gegen Kaution auf freiem Fusse. Gegen ihn läuft eine Untersuchung wegen Verdachts der Beteiligung am Waffenschmuggel ins Ausland zum Zwecke “antiarabischen Gegenterrors”. Die Jüdische Verteidigungsliga hat bereits vor einigen Monaten angekündigt, dass sie sich bei den Parlamentswahlen im kommenden Jahr beteiligen wolle. Ihr Wahlprogramm fordert ein “Gross-Israel” im biblischen Sinne — vom Nil zum Euphrat. ELISA stets grösste Ausvrahl in Uniformen San Antonio 65 Fono 381900 RUDI JELEN Feine Goldschmiede Arbeiten Moderne Aenderungen Uhren - Reparaturen Staendige Auswahl von Schmucksachen Barmizwahgeschenke Edif. Pza. de Annas Local 136, (entrepiso) Eingang MONJITAS 878 Telefon 384865

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