Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXXV (1973)
- Issue
- 4 (Abril, 1973)
- Date
- 1973-04-01
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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14 ABRIL 1973 Botschafter Rabin Architekt des Erfolges in Washington Von unseres Korrespondenten in Israel J. E. Palmon mm Im August 1970 läutete im Hotel des israelischen Botschafters Rabin in New York nachts das Telefon. Der Botschafter hatte Ministerpraesident Golda Meir nach New York begleitet, von wo aus sie nach Israel zurückfliegen wollte. Es waren die Tage der Krise in Jordanien, als Koenig Hussein mit den Untergrundverbaenden in hartem Kampfe lag und ploetzlich syrische Tanks zur Unterstützung der Untergrundgruppen im Jordanien einfielen. Das amerikanische Aussenministerium und das Weisse Haus wollten unbedingt am gleichen Abend Botschafter Rabin in Washington sehen. Da es nachts keine Fluege mehr gab, konnte Rabin — nach seiner eigenen Darstellung — der USA Regierung nur anheimstellen, ihn zu holen. Und wirklichinnerhalb einer Stunde war ein Sonderflugzeug da, das Rabin zu wichtigen nächtlichen Besprechungen mit nach der Hauptstadt nahm. über ihren Inhalt hat Rabin selbst nichts gesagt, aber die Art und Weise, in der er alarmiert wurde, deutet darauf hin, für wie wichtig man diesen Mann in Kreisen der amerikanischen Regierung hielt und wie sein Rat dort geschaetzt wurde. Heute weiss man aus Zeitschriftenveröffentlichungen in den USA, dass in gemeinsamen Beratungen mit Israel und insbesondere mit Rabin das Problem der Existenz der jordanischen Regierung unter Koenig Hussein geloest und den Untergrundgruppen ein entscheidender Schlag zugefuegt wurde. Nicht nur das Weisse Haus und das Aussenministerium schätzten diesen Botschafter so sehr. Vor einigen Monaten hatte die “Newsweek” einen Beitrag über die erfolgreichsten ausländischen Diplomaten in Washington veroeffentlicht, 'und unter diesen hatte Rabin eine hervorragende Stellung eingenommen. Als Golda Meir letztens die USA besuchte, waren Praesident Nixon und seine Mitarbeiter des Lobes über Rabin voll — weit mehr als Golda Meir, die manche Straeusse mit ihm ausgefochten hatte. Als Rabin nach den USA kam, genoss er ein grosses Prestige als der Gewinner des Sechs-Tage Krieges. Mit Neugier beobachtete die amerikanische Oeffentlichkeit, ob dieser Mann, der vorher noch kein diplomatisches Amt bekleidet hatte, es auch verstehen werde, in der schwierigen diplomatischen Atmosphaere von Washington zu wirken. Natuerlich war dies für Rabin am Anfang nicht leicht, aber im Laufe der Zeit bildete Rabin seinen eigenen Arbeitsstil heraus, der sich als absolut erfolgreich erwiess, der jedoch zuweilen auf scharfe Kritik in Israels selbst und auch bei jüdischen Kreisen in den USA stiess. DIE VIERMAECHTE- BESPRECHUNGEN Rabin, der kein Volkstribun ist, hielt nicht sehr viel von den Verbindungen mit jüdischen Organisationen und auch nicht uebermaessig viel von oeffentlichen Reden. Dagegen wendete er seine strategischen Prinzipien bei der Beobachtung der Arbeit des Weissen Hauses und des amerikanischen Aussenministeriums an. Ihm kam es ausserordentlich darauf an, die Arbeitsweise und das Denken der amerikanischen Politiker zu verstehen, sich auf ihr Vorgehen einzustellen und dadurch auf die Einfluss zu gewinnen. Die Umstände waren für Rabin zunächst alles andere als günstig: Praesident Johnson hatte seinem Nachfolger Nixon die Entscheidung ueber die Frage überlassen, ob die USA sich an den Viermächte-Besprechungen ueber den Nahen Osten beteiligen sollten. Nixon war unter so starkem allgemeinen Druck, dass er nicht Nein sagen konnte. Es war die Zeit, in der die Franzosen den Ton bei den Viermächte-Besprechungen anzugeben und auch die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft fuer ein Nahostprogramm gemäss ihren — von Israel abgelehntem — Vorstellungen zu gewinnen versuchten. Rabins Bemühungen mussten sich darauf konzentrieren, die Amerikaner von der Zustimmung zu derartigen Plänen abzubringen. Es ist nicht klar, wie weit tatsächlich sein Einfluss massgebend war, aber wer die Chronik der Jahre seit 1969 verfolgt, der wird feststellen, dass die Sitzungen der Vier Mächte kein Resultat ergaben, weil die Amerikaner die Resolutionsvorschlaegé der anderen Partner abwiesen. Der israelische Botschafter in Rabin setzte sich weitere Ziele: er wollte die. USA dazu bringen, einen Trennungsstrich zwischen einer militaerischen Unterstützung Israels und poltischen Loesungsplänen* zu ziehen. Im Jahre 1969-70 trat das amerikanische Aussenministerium für den Rogers-Plan ein, der nur geringfügige Grenzkorrekturen zugunsten Israels vorsah und der von der Jerusalemer Regierung abgelehnt wurde. Während der Verhandlungen über diesen Plan und während der Bemühungen um einen erneuten Waffenstillstand am Botschafter Rabin (links) mit Suezkanal hielten die Amerikaner auf aegyptisches Drängen von die Lieferung weiterer Phantom-Flugzeuge an Israel zurück, während Ägypten unaufhürlich Waffen aus Moskau bekam. IM NATIONALEN VERTEIDIGUNSRAT Botschafter' Rabin kam zur Überzeugung, dass eine Loesung in Kontakten mit dem “Nationalen Verteidigungsrat” der USA gefunden werden müsse, in dem Dr. Kissinger, sein Mitarbeiter General Haig und das Verteidigungsministerium die entscheidende Rolle spielen. Die Einzelheiten sind natuerlich nicht bekannt, aber der Nationale Verteidigungsrat kam im Laufe seiner Besprechungen zu zwei Erkenntnissen: 1. Israel hatte mit seinen Beschwerden über Bruch des Waffenstillstandsabkommens von 1970 durch Verlegung der. Raketenpositionen am Suezkanal recht. Dadurch war die Glaubwuerdigkeit sowohl der Aegypter als auch der Russen erschüttert. 2. Washington kam zur Überzeugung, dass die Russen bei aller Hilfe fuer die Aegypter sich nicht nuf eine militaerische Konfrontation mit den USA einlassen würden. Die Bemuehungen der Russen um eine Entspannung im gegenseitigen Verhaeltnis bestaetigten dies. Die Ausweisung der Russen-Berater aus Kairo zeigte dem Amerikanern, dass die US-Unterstaats-Sekretär Sisco Aegypter nicht die “gehorsamen Kinder der Russen” waren, ebenso wie Israel keineswegs den amerikanischen Anregungen nachkam und z.B. den Rogers-Plan ablehnte. Die Amerikaner sahen ein, dass der lokale Konflikt zwischen Arabern und Israel weder durch ein Diktat von vier Mächten noch von zwei Mächten geloest werden könne und dass die beteiligten Länder selbst verhandeln und sich an den Beratungstisch setzen müssten. In diesem Zusammenhänge gewannen die Israelis die Amerikaner fuer den Plan einer Teilloesung am Suezkanal und waren verhandlungsbereit, während die Aegypter alles auf die unerfüllbare Vorbedingung der kompletten Raeunung der besetzten Gebiete abstellten. Eine der wichtigsten Aufgaben war die Darstellung der strategischen Wichtigkeit eines starken Israel auch im Sinne amerikanischer Konzeptionen. Bei einem der Besuche des israelischen Aussenministers Eban in den USA gab es eine dramatische Verhandlung mit Aussenminister Rogers über die Lieferung von Phantom-Flug- Fortseizung Seite 15 25° Aniversario del Estado do Israel TOUR VEALE con el auspicio de la FEDERA¬ CION SIONISTA invita a Ud. a participar del fabuloso programa que ofrece a las colectividades residentes. Colaboramos con la OFICINA NACIONAL de TURISMO de ISRAEL a través de la VENTA DE PASAJES Santiago Valparaíso Agustinas 1049 Prat 725 Oí. 205 Tel. 82662/3 TeL 57149