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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1973-03-01 · 3 (Marzo, 1973) · p. Seite 24

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXV (1973)
Issue
3 (Marzo, 1973)
Date
1973-03-01
Page
Seite 24 (sequence 24)
Language
German
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24 MARZO 1973 Neues vom Film aus Israel Während selbst der israelische Minister für Erziehung und Kultur sich für die Abschaffung der Zensur von Bühnenstücken einsetzt, wird di6 Filmzensur fraglos als weiterhin notwendig aner* kannt. über die Tätigkeit des Ausschusses, dem diese Zensur untersteht, liegt jetzt ein Bericht für das vergangene Jahr vor. Danach hat dieses Komitee, das aus achtzehn Personen besteht, insgesamt 425 Filme zensuriert und hat fünf wegen allzu erotischer Darstellungen verboten. Vier Filme erlitten das gleiche Schicksal wegen der Darstellung übermässiger Gewalttätigkeiten, während elf sich aus den beiden gleichen Gründen beträchtliche Schnitte gefallen lassen mussten. Die Herkunftsländer der zugelassenen Filme sind weit gestreut. Mehr als ein Drittel aller Filme, die die Israelis im Laufe des letzten Jahres zu sehen bekamen, rührte natürlich'aus den Vereinigten Staaten her, während etwas über 20 Prozent in Italien gedreht worden waren. Die arabischen Länder waren mit 59 Filmen vertreten — Ägypten allein mit 18. Die Türkei brachte den israelischen Kinobesuchern 16 Filme, Indien 13 und Griechenland 10. Die Bundesrepublik konnte nur sechs Filme in Israel vorführen. Spanien, Jugoslawien und Japan waren mit je einem. Und Israel selbst? Zehn Filme nur waren hier gedreht worden. Doch genauer betrachtet, ist die Filmproduktion in Israel gar nicht so unbedeutend. Innerhalb der letzten drei Jahre wurden insgesamt 70 Filme in Israel gemacht. Heute gibt es 15 Fir- Fluechtlinge aus Propaganda “Die Insassen des Flüchtlingslagers von Shati sind unsere Brüder und wir wissen, dass sie unsere Hilfe brauchen, denn ihr Lebensstandart ist niedriger als der unsere. Aber in dem Moment, in dem ihr Lager eingemeindet wird, würden sie aufhören, Flüchtlinge zu sein und würden sich in Einwohner von Gaza verwandeln. “Sie müssen aber Flüchtlinge blieben, um die Welt nicht vergessen zu lassen, dass das Palästinaproblem noch nicht gelöst ist.“ So sprach der arabische Ex- Bürgermeister von Gaza, Herr Rashid a-Shava. men im Lande, die sich mit der Filmproduktion beschäftigen; weiterhin gibt es modernste Laboratorien und andere Betriebe, die Hilfsarten bei der Filmproduktion leisten. Abgesehen aber von der israelischen Eigenherstellung von Filmen, werden zahlreiche Filme als gemeinsame Unternehmen israelischer und ausländischer Firmen gedreht, z. B. mit der Bundesrepublik Deutschland, mit Frankreich, Italien, Schweden und anderen Ländern. Ausserdem haben schliesslich Filmproduzenten Israels als höchst geeignetes Land für Aussenaufnahmen entdeckt, insbesondere die zahlreichen Wüstengegenden. So werden in diesem Jahr insgesamt 29 Filme israelischer oder ausländischer Provenienz im Lande fertiggestellt. Die zwei bedeutendsten ausländischen Filme, die gegenwärtig hier gedreht werden, sind nach Ansicht der zuständigen amtlichen Stellen Norman Jewisons Film “Jesus Christ Superstar” und ein Wildwest- Film “Billy Two Hats” mit Gregory Peck in der Hauptrolle. .. Ramel (Jüdische Wochenzeitung, Düsseldorf) Protestjuden Wie die in jiddischer Sprache erscheinende Zeitschrift “Sowjetisch Heimland” meldet, fand in Moskau eine Kundgebung der jüdischen intellektuellen Elite unter Teilnahme des Künstlers B. Yefimiv’ Prof. L. Itin und des Generals Dragunski statt. Zweck der Veranstaltung war, gegen die Kampagne zu protestieren, die das Ausland gegen die durch Russland erhobene Kopfsteuer für auswandedemde jüdische Akademiker führt. In einer Resolution wurde zum Ausdruck gebracht, dass die jährlich vielen Millionen von Rubeln, die die Sowjetunion für die Ausbildung von Spezialisten aufbringe, keinesfalls im Dienste des Kapitalismus verwendet werden dürfen. KINDERKRANKHEIT MASERN BESIEGT Berlin (ADN) — Die DDR ist praktisch das einzige Land, in dem die Masern (Morbilli) besiegt sind. Wie der Direktor des Berliner Instituts für Immunbiologie, Prof. Dr. Günther Starke, mitteilte, hatten im Juli dieses Jahres zum Beispiel nur noch zehn Kinder wegen dieser Infektionskrankheit behandelt werden müssen. Im gleichen Vorjahrsmonat registrierte man noch 600 Fälle. Der durchgreifende Erfolg war durch einen Impfstoff möglich, der zusammen mit sowjetischen Wissenschaftlern geschaffen wurde. DDR-Spezialisten erhalten von ihren sowjetischen Kollegen auch Informationen über vorbeugende Methoden sowie über die Entwicklung von Medikamenten gegen die verschiedensten Varianten der Grippe. Wertvollstes Forschungsergebnis war in der letzten Zeit die Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Hongkong-Grippe. Mit Moskauer Instituten ist eine für mehrere Jahre gültige Übereinkunft getroffen worden, Informationen über epidemiologische Vergleiche und über die Entstehung neuer Grippevarianten auszustauschen. Gewaltdarstellungen im Fernsehen sind nach Ansicht des Hildesheimer Medienpädagogen Prof. Heribert Heinrichs für Kinder “Konfliktlösungsmodelle” im Alltag und machen “auch untauglich für die Demokratie”. Heinrichs vertrat auf einer Tagung in München erneut seine Theorie, dass Aggressionen und Brutalität auf dem Bildschirm junge Zuschauer zur Nachahmung anregten. An seinem Institut habe man 17 Monate lang 34 acht- bis elfjährige Schüler und Schülerinnen im Unterricht, in der Schulpause, auf dem Schulweg, beim Spielen und zu Hause beobachtet. Dabei sei festgestellt worden, dass bei einem wöchentlichen Konsum von 23 Femsehgewaltakten die “Aggressionsquote” vom “Normalzustand” Hundert auf 111 Prozent gestiegen sei. Kinder zeigen nach den Worten von Prof. Heinrichs durch den Konsum von Brutalität eine grössere Bereitschaft zu Aggressionsspielen, Fernseherfahrungen würden unmittelbar in die eigene Welt ‘‘umgesetzt”, die Abstumpfung gegen Aggressivität sinke “signifikant”. Die beobachteten Kinder wurden grosszügiger und oberflächlicher gegen ihre eigene Gewalttätigkeit, betonte Heinrichs. Als “geeignete Werkzeuge” zu Gewaltausübung hätten sich für die Kinder Stefan Laskowitz Joyero Ahumada 254 - Local 10 Fono 69464 "JUD SÜSS"-FILME BESCHLAGNAHMT Auf Grund einer Verkaufsanzeige, in der der antijüdische Film ‘‘Jud Süss” angeboten wurde, ist bei der Stuttgarter Staatsanwaltschaft Strafanzeige erstattet worden. Die Verbreitung des Films ist nach einem Beschluss des Bundesgerichtshofes und der alliierten Behörden verboten. Die Staatsanwaltschaft führte umfangreiche Ermittlungen durch, zumal bekannt wurde, dass mehrere Exemplare des Filmes existierten. Es wurde nicht nur die Person festgestellt, die den Film für 12.500 Mark zum Verkauf angeboten hatte, sondern es wurden bei einem weiteren Verdächtigen noch zwei Kopien sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen Vergehens nach § 86 StGB. Messer, Steine, Fäuste und Schusswaffen gezeigt. Kinder, die lange vor dem Bildschirm sitzen, kommen nach Ansicht Heinrichs verstärkt zu der Auffassung, dass Aggressionen “eine Situation schnell in die gewünschte Richtung verändern können”. Warschau verlangt vollständigere Bestrafung für NS—Verbrechen Der Leiter der polnischen Hauptkommission zur Verfolgung von NS-Verbrechen, Czeslaw Pilichowski, hat gefordert, die Bundesrepublik solle der UNO-Konvention über die Nichtanwendung von Verjährungsvorschriften auf Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit aus dem Jahre 1968 beitreten. Ohne eine endgültige Regelung des Problems der nationalsozialistischen Verbrechen könne es keine „volle Normalisierung der Beziehungen“ zwischen der Bundesrepublik und Polen geben, schrieb er im Parteiorgan „Trybuna Ludu“. Erneut beschwerte Pilichowski sich darüber, dass die pol- . nische Rechtshilfe für die Gerichte der Bundesrepublik nicht voll wirksam sei. Ausserdem bestehe keine Gegenseitigkeit. So habe die Hauptkommission bisher keinen Zutritt zu den deutschen Archiven mit Dokumenten über die deutsche Besetzung Polens und keine Kopien der Anklageschriften in Verfahren gegen NS-Verbrecher erhalten. Ausserdem erhalte sie nicht regelmässig vollständige Abschriften der Urteile und wenn, so fehlten darin oft die Namen der Richter und Zeugen. Die Kommis¬ PERFUMERIA ROSE LTDA. Monjitas 873 - Local 561 Fono 38144 8 mmmmi WISSENSCHAFTLER: GEWALT IM FERN¬ SEHEN MACHT UNTAUGLICH FÜR DEMOKRATIE sion könne auch nicht die gerichtlichen Voruntersuchungsakten einsehen, selbst in Fällen, in denen sie Rechtshilfe leiste. Die Praxis der deutschen Justiz, wonach jetzt nur noch wegen Mordes angeklagt werden kann, lasse die Schreibtischmörder frei ausgehen. ARABER FORDERN "SONDERSTEUERN" Ausländische Firmen in den arabischen Staaten — darunter vorwiegend Ölfirmen — sollen nach einem Plan der arabischen Israel- Boykottorganisation Sondersteuern in gleicher Höhe zahlen, wie ihre Heimatstaaten Israel militärische und wirtschaftliche Hilfe leisten. Den Plan für eine derartige “Verteidigungssteuer”, die dem Aufbau einer modernen Rüstungsindustrie in den arabischen Staaten zugute kommen soll,-legte der Chef der Boykottorganisation, Mohammed Achmed Mahgub, nach ägyptischen Presseberichten einer Konferenz der Landesbüros der Organisation vor. Auch ihre Starrolle als Kleopatra, Königin Ägyptens, hat Elisabeth Taylor nicht auf die Kinoleinwände der arabischen Welt ■ zurückbringen können. Sie bleibt nach einem Beschluss der Israel- Boykottorganisation auf der “Schwarzen Liste” jener Schauspieler, deren Filme in den arabischen Staaten nicht gezeigt werden dürfen, weil sie in der einen oder anderen Form Israel unterstützen. Die Organisation verlangt jetzt von Liz, die angeblich jährlich 100.000 Dollar für Israel zahlt, einen gleichen Betrag rückwirkend ab 1960 für die Araber, also 1,2 Millionen Dollar. Liz hat bisher nicht gezahlt. G Montag E M 16. E I April N D mit E 1 Herrn S E Rabbiner D E Dr. R Krèiman

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