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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1972-11-01 · 11 (11.1972) · p. Seite 19

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIV (1972)
Issue
11 (11.1972)
Date
1972-11-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
Language
German
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NOVIEMBRE 1972 19 Gegenwartsfragen in neuen KZ*-.--... Israelfilmen WAS GEHT IN HEBRON VOR? von Herbert Freeden (Jerusalem) Am Anfang waren Israels einheimische Filmproduzenten in ihren Sujets nicht sehr wählerisch; jedes charakteristische israelische Thema, in dem eine saftige Liebesgeschichte vorkam, war verfilmungswürdig und interessant. Heute hat man sich in dieser Frage in Israel schon deutlich differenziert; jeder lokale Filmschaffende will etwas Neues, bisher Unerhörtes bringen — und damit auch die Konkurrenz aus dem Ausland schlagen. Mcnachem Golan, wohl Israels erfolgreichster und aktivster Filmproduzent, hat in seinem neuen Streifen “Die Flucht zur Sonne” (lies: Freiheit) den Kampf der sowjetischen Juden um ihr Recht nach Israel auozuwandern, behandelt. Die Handlung des Films basiert auf einigen Ereignissen aus dem Juni 1070, in Leningrad. Damals versuchte angeblich eine Gruppe von Juden, ein sowjetisches Flugzeug zu besteigen; kurz vor der Erreichung des Ziels sollte der Pilot gezwungen werden, das Flugzeug nach Norwegen zu steuern ... Diese “Verschwörung” war jedoch faktisch eine Arbeit des sowjetischen Geheimdienstes; sie sollte nachher als “Beweis” dienen für einen Schauprozess gegen die Juden und diesen ein für alle Mal die Lust zur Auswanderung nehmen... So spielten sich die Ereignisse jedenfalls auch in der Wirklichkeit ab; im nachfolgenden Prozess wurden einige der “zionistischen Verbrecher” zum Tode verurteilt, schliesslich jedoch, angesichts der Proteste aus der ganzen Welt, zu langen Gefängnisstrafen begnadigt. Die “Flucht zur Sonne” ist ein sehenswerter Versuch, aktuelle Zeitgeschichte filmisch zu verwenden. Die Gruppe der "Verschwörer” ist charakteristisch: ein junges Liebespaar, ein Student und seine Braut, stehen im Mittelpunkt, neben ihnen ein ehemaliger Pilot der Armee, ein Schriftsteller, der seine Werke heimlich in das Ausland zur Veröffentlichung schmuggelt u.a.m. Ihnen gegenüber steht ein sowjetischer Geheimkomissar — Kirsanow —, der im Film sozusagen die oberste Gewalt des herrschenden Regimes verkörpert. Menachem Golan stellte seinen Film als Koproduktion mit französischen und deutschen Produzenten her und filmte ihn in Norwegen und deutschen Studios in englischer Sprache. Es ist ein Film von Flüchtlingen und Verfolgern und erinnert visual oft an “Dr. Shiwago”. Er hat Spannung und Tempo und hält sich von zuviel Gefühl fern. Leider wird das Ziel der jüdischen Flüchtlinge (Israel) und das Land des Geschehens durchweg vernebelt angedeutet — und diese Unklarheit nimmt dem Streifen bisweilen seine eigentliche Effektivität Unter den Mitwirkenden ■— Ausländer und Israelis •— seien das Liebespaar von Jehuda Barkan und Josefine Chaplin lobend erwähnt; unter den “Verschwörern” gaben Jack Hawkins, Leila Kordowa, John Ireland überzeugende Typen. Den Geheimkomissar verkörperte Lawrence Harvey. * Ein anderer Film mit dem erwähnten israelischen “Filmstar” Jehuda Barkan, ist der Streifen “Zwei Herzschläge”. Dies ist die Erstlingsarbeit eines jungen lokalen Regisseurs, Schmucl Imbcrmann, der sich bisher durch Fernsehfilme einen Namen machte. “Zwei Herzschläge” behandelt ein delikates und heikles Thema — das Problem der künstlichen Befruchtung. Ein junger Student und Flieger, verlobt und hoffnungsvoll, stürzt eines Tages mit seinem Flugzeug ab und verliert durch den Unfall seine Zeugungsfähigkeit. Dies Ereignis verhindert natürlich seine bevorstehende Eheschliessung. Nun zeigt sich aber, dass der unglückliche junge Mann in einer materiellen Notlage einmal einem Gynäkologen — seinen Samen verkaufte . .. Durch Zufall kommt er einer Frau auf die Spur, die augenscheinlich durch ihn fruchtbar wurde. Er lernt sie kennen und verliebt sich in sie — die seltsame Liebesbeziehung eines Studenten zu einer Schwangeren. Es gehört schon einiger Mut und Zuversicht dazu, eine solche komplizierte “Liebesgeschichte” einem Publikum vorzusetzen — doch die Israelis zeigten für diese Situation mehr Verständnis, als erwartet wurde und verhalten dem Film zu einem Erfolg. Grossen Anteil daran haben wohl auch die beiden Hauptdarstellerinnen — Mona Silberstein und Edith Astrok — die ihre Rollen mit viel Gefühl und Verständnis verkörperten. * General Mordechai Gur, der im Scchstagckrieg die Jerusalemer Altstadt eroberte, verfasst in seinen Mussestunden Jugendbücher und seine Geschichte von “Asith, eine Hündin als Fallschirmspringerin” war seit ihrem Erscheinen ein Bestseller. Nun hat Boas Davidson, ein anderer israelischer Filmpionier, die Wundertaten dieser ausscrgcwöhnlichcn “Fallschirmspringerin” verfilmt. Die Armee und insbesondere die Fallschirmspringer nahmen Anteil an dieser Verfilmung — und so haben die hiesigen Zuschauer Gelegenheit, ein wenig hinter die Kulissen der Zewa Hagana le Jisrael zu schauen. Asith erhält, zusammen mit ihren menschlichen Schützlingen, einen vollständigen Kurs im Fallschirmspringen und dann geht es an die richtige Arbeit; sie hat Gelegenheit, entführte Soldaten in der Wüste aufzuspüren und zu befreien, Terroristennester aufzufinden und nötigenfalls gefangene Israelis in arabischen Lägern heimlich zu besuchen und ihre Botschaften in die Heimat zu bringen... Nach Lassy und Rin-tin-tin hat nun eine israelische deutsche Schäferhündin deren Rolle übernommen. Vielleicht wird diese Geschichte nicht nur junge oder jugendliche Israelis unterhalten, sondern einmal auch in das Ausland kommen. S. Ben-Jaakow Zu heftigen Auseinandersetzungen kam es in der Höhle Machpela in Hebron, der Begräbnisstätte der Erzväter, als jüdische Beter, darunter mehrere Rabbiner, die israelischen Militärbehörden ersuchten, ihnen zu gestatten, sieben Minuten länger zu beten als die Vorschriften es erlauben. Der Antrag wurde abgelehnt und Soldaten drängten die Beter mit Gewalt hinaus. Jüd'sche Gottesdienste sind in der Höhle Machpela nur von 7 Uhr 30 Morgens bis 5 Uhr nachmittags zugelasscn und auf die Grabkammern von Abraham und Sara beschränkt. Denn über der Höhle erhebt sich seit Saladins Tagen im 12. Jahrhundert die Ibrahimo- Moschcc, und der Platz ist beiden Religionen heilig. Unter arabischer Herrschaft waren die Juden vom Heiligtum ausgeschossen und durften die Treppe der Moschee nur bis zur siebenten Stufe besteigen, und auch das nur bis zum Jahre 1929, denn damals wurde die alte jüdische Gemeinde Hebrons von einem Pogrom aufgerieben — 67 Juden wurden ermordet, zahlreiche. verletzt, nur 300 konnten sich retten. I Nach der israelischen Besetzung der Stadt im Jahre 1967 stellte die Militärverwaltung einen neuen Status auf, der rigoros eingehalten wird. “Die israelischen Militärs diskriminieren gegen die Juden! Während die Mohamedaner kommen und gehen, wie es ihnen beliebt, treibt man uns hinaus und erniedrigt uns” — der junge ‘militante Mann, der das behauptet, ist Rabbiner Mosche Lewinger aus München, der 1968 mit einer Gruppe nach Hebron “auf Besuch” kam und seitdem nicht weggegangen ist. Da der Militärgouverneur die Israelis nicht gewaltsam aus Hebron entfernen wollte, brachte man sie zuerst in einem Hotel unter und später in einer Kaserne. Die Regierung war sich nicht schlüssig, was mit dieser Gruppe geschehen solle, die darauf bestand, sich in Hebron niederzulassen. Washington bedeutete Israel, nicht eine neue vollendete Tatsache zu schaffen, die einer politischen Lösung im Wege stehen könnte und die Notablen von Hebron protestierten gegen die Absicht von Israelis, sich in ihrer seit 1929 “judenreinen” Stadt anzusiedeln. Schliesslich einigte man sich mit salomonischer Weisheit, die Gruppe nicht in, sondern bei Hebron wohnhaft zu machen, und 250 Einheiten in einem jüdischen Viertel ausserhalb des arabischen Stadtgebietes zu bauen, die dieser Tage bezogen wurden. Das geschah, ohne dass jemals ein offizieller Regierungsbeschluss erfolgt wäre. Das Wohnbauministerium arbeitete zwar die Pläne aus und das Finanzministerium schos3 das Geld vor, aber das Aussenministerium gab vor, von der ganzen Sache nichts zu wissen und sie als lokale Angelegenheit abzutun. Tatsächlich hatte man sich inzwischen mit dem Bürgermeister Jabari und den anderen Honoratioren der Stadt geeinigt, und die Hcbroner halfen flcissig beim Bau des jüdischen Viertels mit, das den biblischen Namen Kiriat Arba trägt. “Ich glaube, dass die Araber damit recht zufrieden sind”, sagte Moshe Dayan, “nicht politisch, aber praktisch, denn das jüdische Viertel vorschafft ihnen Arbeit, und je mehr Leute in Kirist Arba leben, desto grösser wird der Markt für ihre Produkte, und sie wpllen, dass wir weiterbauen — mit arabischen Bauarbeitern”. Eine spätere endgültige Grenzziehung soll damit nicht vorweggenommen worden. Genau so wie es arabische Städte in Israel gibt, z.B. Nazareth, könnte es jüdische Ansiedlung in Teilen Palästinas geben, die einmal nicht zu Israel gehören werden. Juden wie Arabern, meint Dayan, müsse erlaubt sein, überall in Palästina zu leben, und für ihn gäbe es keinen Unterschied zwischen Tel Aviv, Hebron oder Jericho. Inzwischen geht der Kampf um die Höhle Machpela weiter. Lewinger und seine orthodoxen Aktivisten wollen sämtliche Grabkammem der Höhle — auch die von Isaak, Jakob und ihren Frauen Rebecka und Leah — für jüdische Gottesdienste öffnen, am Unabhängigkeitstage die israelische Flagge über der Höhle hissen und den Mohamedanern untersagen, ihre Andacht durch Besucher und Leichenzüge zu stören. Andrerseits verlangt der Oberste Moslemische Rat, dass die Ibrahims- Moschee wieder ausschliesslich den Mohamedanem zugesprochen wird und dass die jüdischen Beter verschwinden. Die israelische Militärverwaltung hat alle Hände voll zu tun, um den delikaten Status quo zu wahren und die beiden streitenden Parteien auseinander zu halten. LAMPARAS El surtido más grande en todos los estilos F errelu z Merced 555. TeL 393905 ALFOMBRAS SERVICIO DE LIMPIEZA SISTEMA NORTEAMERICANO TeL 377319 IRARRAZAVAL 3020 w ALFOMBRAS WIENER S.A. JOYAS FINAS Cl CASA LUFT” Pasaje Matte Local 911 Fono 380149

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