Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXXIV (1972)
- Issue
- 11 (11.1972)
- Date
- 1972-11-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/8553624-8555182-9195523--6275-8555339- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
15 NOVIEMBRE 1972 Fortsetzung von Seite 14 Bekanntmachung der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland ABLAUF EINER WICHTIGEN ANTRAGSFRIST FÜR VERFOLGUNGS- UND KRIEGSSCHÄDEN I. Nach dem Beweissicherungs- und Feststellungsgesetz können Schäden in Mitteldeutschland, die dort als Verfolgungcschäden ab 1933, als Kriegssachschäden ab Kriegsbeginn, als Reparations-, Restitutions-, Zsrstörungs- oder Rückerstattungsschäden sowie vor allem als Wegnahmeschäden in der Nachkriegszeit entstanden sind, durch Feststellung oder Bsweissicherung erfasst werden. Dies betrifft also Schäden in der damaligen sowjetischen Besatzungszono Deutschlands und im Sowjetsektor von Berlin und in der heutigen Deutschen Demokratischen Republik und Ostberlin. Anträge auf Feststellung der Vermögensschäden in diesem Gebiet können nur noch bis zum 31. Dezember 1973 gestellt werden. Es gibt keine Nachfrist für Personen, die den Endstichtag versäumt haben, auch dann nicht, wenn sie daran kein Verschulden trifft. Sonderregelungen gelten nur für Spätberechtigte. Ohne rechtzeitige Beantragung der Schadensfeststellung gibt es keine Entschädigung. Die Botschaft fordert deshalb dazu auf, Anträge nach dem Beweissicherungs- und Feststellungsgesetz, soweit noch nicht geschehen, so schnell wie möglich einzureichen. Antragsteller, die nicht alle Fragen beantworten können oder denen noch Beweismittel fehlen, wird geraten, den Antrag trotzdem so gut wie möglich auszufüllen. Fehlende Angaben können nachträglich ergänzt und fehlende Beweisunterlagen nachträglich beigebracht werden. Angaben darüber, welche Schäden geltend gemacht werden, können allerdings nur bis zum Jahresende nachgeholt werden. II Die Frist für Anträge auf Ehtschädigung nach dem Reparationschädengesetz läuft zwar erst 1974 ab, doch wird auch diesen Geschädigten geraten, soweit noch nicht geschehen, Anträge alsbald zu stellen. III. Für die Antragsannahme sind in Chile ausschliesslich die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Santiago und die Generalkonsulate Valparaiso und Conoepciön zuständig, die die Antragsteller bei der Ausfüllung ihrer Anträge sachdienlich beraten. PEDICURO "LUSTIG' CASA SANTIAGO San Antonio 510, Of. 203, 2* piso Fono 33902 CENTRAL SUC. VIÑA DEL MAR Plaza de Viña del Mar 172 Of. 10, Entrepiso Edificio El Escorial Fono 883958 KINESIOLOGIA — ORTOPEDIA MANICURE: DAMAS CABALLEROS DEPILACION A LA CERA- EHRUNG FÜR HANS HABE von mehreren Wochen wieder nach Deutschland zurück und warten auf Zuweisung einer Aufgabe. Auch Anhänger deutscher linker Gruppen reisen zu solchen Schulungen in den Nahen Osten. Wiederholt ist eine Zusammenarbeit zwischen radikalen arabischen Organisationen und Gruppen der deutschen “Neuen Linken’’ festzustellen, insbesondere studentischen Kreisen. QUERVERBINDUNGEN ZUR BAADER MEINHOF¬ GRUPPE Diese Kontakte spielten sich nicht nur auf der ideologischen Ebene ab. Im Jahre 1969 waren Andreas Baader und Ulrika Meinhof über den Libanon nach Jordanien gereist, als die Terroristen dort noch ihr Hauptquartier hatten. Nach den Berichten des Beiruter Blattes “El Nahar” soi sich Baader zu Beginn dieses Jahres wieder im Libanon aufgehalten haben. Er schlug den Guerillas Angriffe gegen israelische Institutionen in verschiedenen Ländern vor. Da sein Programm “einige schwache Punkte” aufwies, wurde es nicht angenommen. Um die Freilassung der Mitglieder der Baader-Meinhof-Bande zu erzwingen, kündigte die PFLP vor kurzem die Entführung einer von einem deutschen Flughafen startenden Chartermaschine an. Zwei der Verantwortlichen für diese Drohung, die in den Worten gipfelte “Unsere Hilfe für die Partisanen in der Bundesrepublik hat sich noch nie auf Communiqués beschränkt”, waren die berüchtigte Flugzeugentführerin Leila Khaled und die Japanerin Fusaku, die Witwe Ukudairas, der “Führers” des Mördertrios der Blutnacht von Lod. Auch von diesem Blutbad vom 30. Mai führen die Fäden in die Bundesrepublik. Sowohl polizeiliche Ermittlungen wie das Geständnis Okamotos bestätigten, dass die drei Japaner ihre gefälschten Pässe in Frankfurt erhielten. Die Finanzierung dieses furchtbaren Unternehmens coli aus dem Lösegeld der 5 Millionen DM stammen, die von der Lufthansa im Einvernehmen mit der Bundesregierung für ihren gekaperten Jumbo-Jet an die PFLP bezahlt worden war. Auf das Konto dieser “Volksfront” gehen noch eine ganze Reihe von Terrorakten in der Bundesrepublik. Der PFLP gehörten die beiden Luftpiraten an, die im Juni 1970 bei einer Zwischenlandung in Frankfurt die TWA Boing nach Jordanien entführten, nachdem Leila Khaled die Tat in Deutschland vorbereitet hatte. Das Generalkommando der PFLP in der Bundesrepublik war auch für den Anschlag auf die österreichische Maschine im Februar 1970 verantwortlich sowie für das jüngste Bombenattentat auf das US- Hauptquartier in Heildelberg, das vier Todesopfer forderte. Hier und da splitterten sich von den grossen Organisationen kleine Gruppen ab, die ebenso schnell verschwinden, wie sie entstanden sind, die sich aber durch besonderen Extremismus hervortun. So gab cs eine “Aktionsgemeinschaft zur Befreiung Palästinas”, die im Februar 1970 den Anschlag auf die El-AI- Maschine im Flugplatz München-Riem ausgeführt hat, die aber seitdem ihre Tätigkeit auf deutschem Boden eingestellt hat. Neuerdings ist in der Bundesrepublik eine andere Splittergruppe aktiv geworden, “Schwarzer September” genannt, die im Mai die Sabena- Maschine gekapert und nach Lod gebracht hat. Im Dezember 1971 hatte dieselbe Gruppe den jordanischen Ministerpräsidenten Wasfi Tal ermordet. Auf ihr Konto geht auch die “Exekution” von fünf offenbar “widerspenstigen” Jordaniern am 6. Februar dieses Jahres in Brühl-Köln sowie eine Reihe von Sprengstoffanschlägen — auf die Hamburger Firma Strüver, auf einen Esso-Tank im Hamburger Hafen und auf die Anlagen der “Nederlandse Gasunie”. Der Algerier Nourdine Bachali, der vor kurzem eine Boeing mit 53 Passagieren auf dem Flug von Köln nach München in die Luft sprengen wollte, scheint ein Einzelgänger zu sein. Das Gemetzel von München war der abscheulichste Terrorakt dieser Gruppe, der weltweite Empörung hervorgerufen hat. Ungerührt von Bomben und Granaten verliert “AI Thaura” nicht den Humor: GLÜCKLICHE SCHWEIZ Zwei Damen aus New York City wollten am ersten Abend ihres Ferienurlaubes in einem kleinen Schweizer Kurort noch etwas frische Luft geniessen. Die an den Hotelportier gerichtete Frage, ob man nach Einbruch der Dunkelheit spazieren gehen koenne, beantwortete dieser nach gründlichem Muntern der Fussbekleidung beider Damen: “Ja mei, warum nischt, Sie tragen ja auschgezeichnetes Schuhwerk!” (“Aufbau”) GEWALT UND LÜGE “Die Gewalt findet ihre einzige Zuflucht in der Lüge; die Lüge ihre einzige Stütze in der Gewalt.” Alexander Solschenizyn “Wenn bei Türken oder Italienern noch zwischen Ausländem und ‘Ausländern, die Terrorakte begehen’ unterschieden wird, so ist das bei Palästinensern schon nicht mehr der Fall. Da cs zurzeit in der BRD lediglich 3.000 Palästinenser gibt, weiss man..., dass Palästinenser nach Deutschland kommen, nicht etwa um zu arbeiten oder zu studieren, nein, sie hecken alle zusammen teuflische Pläne aus, wie der Bestand an Flugzeugen der Lufthansa am besten dezimiert werden kann... Wie die Arbeit des Verfassungsschutzes gegenüber der GUPS aussieht, sei an einem Beispiel demonstriert: Seit mehr als einem Jahr korrespondiert der Verfassungsschutz mit dem Bonner GUPS-Komitee und verlangt die Namen und Adressen der GUPS-Mitglieder in Bonn und im Bundesgebiet. Als das Bonner G'UPS-Komitee nur die Namen des Vorstandes angab, waren die Behörden nicht zufrieden und drohten dem GUPS-Vorsitzenden mit 2000 DM Strafe... Schliesslich nach einjährigen dauernden Drohungen beschlossen die GUPS-Mitglieder, ihr Bonner Komitee aufzulösen, um den Repressalien der Polizei zu entgehen.” Langmütige Behörden! Nach Einlangen dieses Artikels wird aus Bonn berichtet, dass die deutsche Regierung die Generalunion palästinensischer Studenten (GUPS) und die Generalunion palästinensischer Arbeiter (GUPA) verboten hat. Die Bueros beider Organisationen, deren Zentrale ihren Sitz in Kairo hat, sind geschlossen worden. (Anm. der Redaktion) VIÑA DEL MAR HELENE MISCH 1 PONIENTE 239 TEL. 88214G - CASILLA 829 Abierto todo el año. Cada pieza con baño exclusivo. Almuerzo - Comida - Once RUDI JELEN Feine Goldschmiede Arbeiten Moderne Aenderungen Uhren-Reparaturen Staendige Auswahl von Schmucksachen Barmizwahgeschenke Edil. Pza. de Armas Local 13(¡. (entrepiso) Eingang MONJITAS 878 Telefon 384865 ELISA stets grösste Auswahl in Uniformen San Antonio 65 Fono 381900 FRAUENKNECHT AUS DER HAFT ENTLASSEN Der 46jährige Schweizer Ingenieur Alfred Frauenknecht, der bekanntlich im April vergangenen Jahres wegen Industriespionage fuer Israel von einem Schweizer Gericht zu 4 y2 Jahren Zuchthaus verurteilt worden war, ist vor wen'gen Tagen bereits aus der Haft entlassen worden. Die Reststrafe wurde ihm erlassen. Frauenknecht war in einem Schwe'zer Unternehmen tätig das Mirage - Triebwerke herstellte. Er hatte in den Jahren 1968 und 1969 geheime Pläne für das französische Flugzeug an Israel ausgcliefert, die wegen des französischen Waffenembargos von grösster Bedeutung für dieses Land waren. Frauenknecht erhielt in der Haft viele Beweise der Solidarität und Dankbarkeit jüdischer Kreise aus der ganzen Welt. Der diesjährige Theodor- Herzl-Preis für Literatur wurde dem Schriftsteller Hans Habe für sein Buch “Wie einst David” verliehen. Der Preis wurde Habe durch den Rektor der Universität Tel Aviv überreicht. Gleichzeitig erhielt Habe für seine besonderen Verdienste um die Stadt Jerusalem von dem Bürgermeister der Stadt, Teddy Kollek, die Jerusalem- Medaille. Wirklich zum Lachen Der Präsident von Uganda, Idi Amin, hat auf der Konferenz der Organisation für Afrikanische Einheit in Rabat versichert, dass seine Armee allein Israel besiegen könne. Mit dieser grössenwahnsinni- Aeuscrung loeste er bei allen Konferenzteilnehmern, sogar den arabischen Delegierten, schallendes Gelaechter aus. Idi Amin soll auch gesagt haben, er sei selbst in Israel gewesen und kenne alle militärischen Geheimnisse dieses Landes!