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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1972-10-01 · 10 (10.1972) · p. Seite 15

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIV (1972)
Issue
10 (10.1972)
Date
1972-10-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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OCTUBRE 1972 15 '3Cu,ïk íttic&Ut “Archivo secreto” - ein Film der uns alle eingeht “Archivo secreto” ist nicht wie der Titel vermuten lässt, ein Krimi, sondern ein gut gemachter Film, der Nichtjuden interessiert und uns Juden besonders tieü berührt. Die Premiere war für den 7. September angezeigt, als noch niemand etwas von dem Attentat in München ahnen konnte. Durch das grausige Verbrechen arabischer Terroristen hat der Film leider erschütternde Aktualität erhalten. Die Handlung spielt meist, ausser wenigen Bildern in der Wüste Juda, in der wundervoll unaufdringlich und nicht auf Sehenswürdigkeiten hin photographierten Altstadt von Jerusalem. Ein Major der Sicherheitspolizei Israels will arabische Terroristen entdecken und unschädlich machen. Ein Professor der Archäologie und seine Schüler meinen, man könne dem Kampf und Biutvergiessen eher als durch Diplomatie und staatliche Mittel durch direkte Verständigung zwischen militanten jungen Juden und Arabern ein Ende bereiten. Zwischen ihnen steht ein charakterlich nicht klar gezeichneter christlicher Nordamerikaner, der in Jerusalem studiert und noch von der amerikanischen Universität her mit einem emsig gesuchten jungen Führer der arabischen Fedayin befreundet ist. Er stellt den Kontakt zwischen diesem Araber und jungen Israelis her, obwohl die gut orientierten israelischen Sicherheitsbehörden ihn warnen und es ihm verbieten. Hinzu kommt eine Liebesgeschichte zwischen ihm und einer schönen Israeli. Der Buchautor Martin und der gute Regisseur Joe Flynn ELISA stets grösste Auswahl in Uniformen. San Antonio 65 Fono 381900 wollen objektiv sein gegenüber der Israeli-Jugend und den ein ganz wenig idealistisch gesinnten arabischen Kämpfern. Sie klagen aber sehr scharf — durch Bilder und Taten, nicht durch Worte — die verbrecherischen arabischen Hintermänner an, die rücksichtslos auch ihre eigenen Leute morden, sobald sie mit einem Israeli oder Nordamerikaner auch nur sprechen. Im Film sind die einzig wahren Schuldigen diese dunklen Gestalten im Hintergrund, die weder Frieden wollen noch einen friedlichen “Status vivendi”, die nur im blinden Hass Israel vernichten und die Juden morden wollen. München hat der ganzen Welt klar gezeigt, wohin so ein ungehemmter fanatisch wilder Hass führt. Gespielt wird gut. Nicht nur von einem Darsteller vom Range Nicol Williamsons oder von Donald Pleasance und Bruce Davison, auch von den vielen jungen Israelis. Die Israeli Daria Halprin ist keine grosse Darstellerin, besitzt aber viel Grazie und eine vom üblichen Typ Hollywooder Stars völlig abweichende herbe natürliche Schönheit, die bezaubert. Der Film vermeidet laute Effekte, hat aber dramatisches Leben, ist tief menschlich und von Anfang bis zum Schluss interessant. Ich hätte ihn auch sonst Juden warm empfohlen. Nach dem verbrecherischen durch hassende Hintermänner ausgedachten und befohlenen feigen Attentat in München sollte jeder bewusste Jude ihn gesehen haben. Er. Karl Kost (“Seminario Israelita” Buenos Aires) RUDI JELEN Feine Goldschmiede Arbeiten * Moderne Aenderungen Uhren-Repara turen Staendige Auswahl von Schmucksachen Barmizwahgeschenke Edif. Pza. de Annas Local 136, (entrepiso), Eingang MONJITAS 878 Telefon 384865 In einem der grössten Pariser Theater erzielt das israelische Ballett Batshewa allabendlich ein volles Haus. Die Vorstellungen sind auf Wochen im voraus ausverkauft. Dies ist nicht nur eine Anerkennung der ausserordentlichen künstlerischen Werte der Truppe, sondern auch ein Ausdruck der Sympathie der Bevölkerung für Israel. In der Tat mehren sich die Stimmen nicht nur aus den Kreisen der Linken, sondern auch aus der politischen Mitte, die gegen die einseitigen proarabische Politik der französischen Regierung immer eifriger Einspruch erheben. * Nach einem Urteil eines New Yorker Bundesrichters, kann jüdischen Bürgern gegenüber andersgläubigen nicht das Recht eingeräumt werden, in der Nähe einer Synagoge jüdische Wohnungsanwärter zu bevorzugen. Der Richter erklärte, dass dadurch das Recht der farbigen und anderer Bürger auf freie Wohnungswahl geschmälert würde, dies sei ungesetzlich und habe somit zu unterbleiben. * Kürzlich war der Zentralbahnhof von Antwerpen der Mittelpunkt einer Manifestation besonderer Art. Einige hunderte Chassidim warteten den Schnellzug aus Amsterdam ab. Ein starkes Polizeiaufgebot überwachte alle Eingänge des Bahnhofs und endlich löste sich die Spannung, als aus dem Zug der 23-jährige Beizer Rebbe, im bürgerlichen Stand als Bernard Reichert eingeschrieben, ausstieg. Singend und tanzend umringten die Chassidim ihren Rebben; die Begeisterung steigerte sich zur Hysterie und die Polizei, die versuchte diskret einzugreifen, hatte einen schweren Stand, die Situation in der Hand zu halten. Die vielen nicht jüdischen Bahnbenutzer wurden von diesem Empfang völlig überrumpelt; jedoch war es bestimmt auch für sie ein ungewöhnliches und unvergessliches Erlebnis. Auch das flämische Fernsehen blieb diesem Ereignis nicht fern. Bereits die abendliche Nachrichtensendung brachte einen ersten Bericht. Um aber auch dem weiteren Kreis der belgischen Bevölkerung dieses Ereignis vor Augen zu führen, wurde in der wöchentlichen Sonnabendabendsendung “ECHO” noch ein weiterer Bildbericht eingeflochten. Während des Aufenthaltes des Beizer Rebben in Antwerpen fanden verschiedene Festlichkeiten statt. Von Antwerpen hat er sich mit einigen seiner Chassidim nach London begeben. * Der ehemalige Generalsekretär der UNO, U Thant, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen in der ganzen Welt zu einer “Weltbürgerschaft” zusammenzuschliessen. Das Ziel der Organisation ist es, sich gegen das Töten und getötetwerden einzusetzen. Zu den ersten “Weltbürgern” gehören u.a. Königin Juliane der Niederlande, der Präsident von Costa Rica, der Dalai Lama, bekannte Schauspieler und Schauspielerinnen sowie Jehudi Menuhin und Artur Miller. * Im Jahre 1972, in dem sich zum 175. Male der Geburtstag Heinrich Heines jährt, soll der erste Band der vom Düsseldorfer Heine-Archiv unter Leitung von Professor Manfred Windfuhr vorbereiteten historisch-kritischen Ausgabe der Werke Heines erscheinen, enthaltend die frühen Reisebilder. Im nächsten Jahre soll der zweite Band herauskommen, bis 1980 die Gesamtausgabe von sechzehn Bänden nebst einem Registerband vorliegen. Die Kosten des Unternehmens betragen DM 2,8 Millionen. Dem Editionskomitee gehören auch Franzosen an, was deshalb von besonderer Bedeutung ist, weil sich in Paris, nach Düsseldorf, der grösste Handschriftenkomplex befindet, darunter die 1968 erworbene Schokken-Sammlung. Obwohl neue Texte bisher nicht gefunden wurden, tauchten ca. 3.000 Arbeiten über Heine auf, darunter eine erhebliche Zahl unbekannter Rezensionem. — Vom 15. -19. Oktober findet in Düsseldorf ein Internationaler Heine-Kongress statt, für den bereits 25 Zusagen von Referenten vorliegen, darunter auch aus Israel. Ein Heine-Film, der bereits in Israel gezeigt wurde, wird aufgeführt und im Anschluss in Frankreich und anderen Ländern gespielt werden. WER WAR IM KZ NEUENGAMME? Der Internationale Suchdienst in Arolsen bei Kassel ist im Besitz von etwa 4000 Postumschlägen mit Schmuck, Uhren und Ringen von ehemaligen Häftlingen des Konzentrationslagers Neuengamme. Die Gegenstände wurden den Gefangenen bei ihrer Einlieferung abgenommen und in sogenannte Effekten-Umschläge gesteckt, auf denen in der Regel nur der Name, Geburtsdatum und Häftlingsnummer vermerkt wurden. Da Dokumente aus dem KZ Neuengamme nur sehr unvollständig erhalten geblieben sind, ist es ausserordentlich schwierig, den Besitzer oder dessen Angehörige zu ermitteln, zumal die früheren Gefangenen heute in aller Welt verstreut leben. Der Suchdienst ist bemüht, die Gegenstände ihren rechtmässigen Eigentümern zurückzugeben. Dazu bedarf er der Hilfe aller ehemaligen Gefangenen. In etwa 400 Fällen konnten Eigentümer oder deren Nachkommen bereits ermittelt und die Gegenstände ausgeliefert werden. Der Suchdienst ist für jeden Hinweis dankbar, weist jedoch darauf hin, dass es sich nur in Ausnahmefällen um Gegenstände von materiell erheblichem Wert handelt. Das KZ Neuengamme bei- Hamburg war am 13. Dezember 1938 als Aussenlager des KZ Sachsenhausen eröffnet worden. Im Juni 1940 wurde es selbständiges Hauptlager. Es hatte fast 70 Aussenkommandos, vorwiegend in Nord- und Nordwestdeutschland. ERKLAERUNGEN BEN NATANS Israels Botschafter in Frankreich, Asher Ben Natan, sagte bei seiner Ankunft in Lod zu den Journalisten, dass die Franzosen alles ignorieren, was ihnen nicht passt. Er erklärte, die Franzosen meinen, sie könnten weiter Waffen an Libyen liefern, da die Vereinigung mit Aegypten noch nicht durchgeführt ist. Und die Franzosen zitieren gerne die israelische Presse, aus der sie angeblich entnehmen, dass auch die Israelis diese Fusion nicht ernst zu nehmen scheinen. “Wir haben Frankreich gesagt”, so fügte der Botschafter hinzu, “dass die Lieferung von Flugzeugen an Lybien, die dann später von ägyptischen Piloten geflogen würden, einen Bruch des Waffen-Embargos bedeutet, aber die Franzosen antworteten mit Ausreden”. 5. November: GENERAL¬ VERSAMMLUNG mit NEUWAHLEN! Bitte vormerken; JOYAS FINAS fil CASA LUFT” Pasaje Matte Local 911 Fono 380149

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