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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1972-10-01 · 10 (10.1972) · p. Seite 12

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIV (1972)
Issue
10 (10.1972)
Date
1972-10-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 OCTUBBE 1972 DER KAMPF UM HEINE IN BRÜSSEL GEHT WEITER Der Verfasser des folgenden Beitrages ist Autor zahlreicher historischer Werke, von denen in Kürze das Buch “Die anonyme Macht” in dem Verlag Massada Press in Ramat Gan erscheinen wird. Gert Buchheit gehörte dem Pariser Widerstandskreis vom 20. Juli 1944 an und zählt zu den besten Kennern Heinrich Heines, über den er Novellen und Betrachtungen veröffentlicht hat. Erst vor kurzem hat er ein Schauspiel um Heinrich Heine abgeschlossen: “Die grosse Parole” (Die Freiheit!). - * .-- “Seit Monaten bietet sich aufmerksamen Beobachtern in der Bundesrepublik Deutschland, aber ebenso auch im Ausland, ein beschämendes Schauspiel, das keine Parallele seit der Hitler - Diktatur hat. Was in Düsseldorf, der Geburtsstadt Heines vorgeht, erinnert an die Bücherverbrennungen im “Dritten Reich”. Einer der grössten Söhne dieser Stadt, ein Klassiker und Meister der deutschen Sprache, wird wie zu seinen Lebzeiten und in noch schändlicherer Form als 1933 erneut verfemt und diffamiert. Was geht eigentlich vor an dieser sogenannten freien Universität Düsseldorf? Geht es hier um getarnte Ausbrueche des nach wie vor bestehenden unterschwelligen Antisemitismus? Breite Schichten des Volkes — an ihrer Spitze eine “Bürger-Initiative” — haben unter dem Beifall vieler Tausender von jungen Deutschen vorgeschlagen, zum 175. Geburtstag Heines der Universität Düsseldorf den Namen “Heinrich Heine-Universität” zu geben. Dieses wiederholt vorgebrachte Ersuchen wurde mit ebenso albernen wie feigen Ausreden abgelehnt. Wenn auch nur ein Viertel der deutschen Professoren diesem Wunsch Nachdruck gegeben hätte, wäre dem deutschen Volk diese erneute Schande erspart geblieben. Aber es ist tatsächlich so, wie der Präsident des PEN-Klubs, Hermann Kesten, es formuliert hat: “Die Linie der professoralen Erbfeinde Heines reicht bis Golo Mann”. Aehnlich klar und scharf hat der Präsident des Schutzverbandes deutschsprachiger Schriftsteller in der Schweiz, Dr. Kühner-Wolfskehl, sich ausgedrückt, als er den hirnverbrannten Opponenten anlässlich eines Heine-Hearings z u r i e f : “Heine braucht wahrhaftig seine Thesen über deutsche Professoren nicht zu revidieren." Man fragt sich bestürzt: Was soll dieser törichte Antisemitismus in einem Lande, das gerade Heine weit mehr zu verdanken hat als den vielen, heute hochgelobten und künstlich hochgezuechteten Dichterlingen? Einem Manne, der mit Lessing in einem Atemzug genannt werden muss und an der Seite Börnes für die echten, von keinem Totalitarismus verfälschten Ideen der Demokratie gekämpft hat? So bleibt mir nichts anderes übrig als meine Stimme dort zu erheben, wo sie verstanden wird. Man denke in der BRD ja nicht, dass der Kampf für Heinrich Heine beendet wäre. Dieser Kampf beginnt erst.” Dr. Gert Buchheit “Jedioth Chadashoth” 5. November: General-Versammlung GOLDEN AGE Die naechste Veranstaltung findet am j 27. November 15,30 Uhr statt. Wir erwarten viele Gaeste und ganz besonj ders Sie. j PEDICURO "LUSTIG" CASA CENTRAL SANTIAGO San Antonio 510, Of. 203, 2’ piso Fono 33902 e SUC. VINA DEL MAB Plaza de Viña del Mar 172 Of. 10, Entrepiso Edificio Ell Escorial Fono 8839,58 HNESIOLOGIA — ORTOPEDIA MANICURE: DAMAS CABALLEROS DEPILACION A LA CERA NEUE VERHANDLUNGEN FUR ISRAEL Das bisherige Handelsabkommen zwischen Israel und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, das jetzt eineinhalb Jahre in Kraft ist, ist bisher zufriedenstellend gelaufen. Die Fachleute sagen es und stellen fest, dass die Ausweitung des Handels zwischen Israel und der EWG bei zehn bis zwanzig Prozent liegt. Nimmt man die Bundesrepublik aus, so ist zu hören, hat die EWG Israel mehr Waren abgenommen, als Israel selbst aus dem Raum der Wirtschaftsgemeinschaft importieren konnte. Dennoch ist es bereits schon wieder Zeit, sich über eine Veränderung des Verhältnisses Israels zum Gemeinsamen Markt Gedanken zu machen. Die israelische Politik war durch zwei Ereignisse nervös geworden. Im «Sommer vorigen Jahres war es das sogenannte “Papier”, das sich mit dem Nahen Osten befasste und sich später nicht als EWG-Papier, sondern eher als Konsultations-Dokument der Aussenminister herausstellte. Das zweite war die Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft. 50 Prozent der israelischen Zitrusernte gehen nach Grossbritannien, wo sie bisher zollfrei eingeführt werden. Die Ausweitung der Gemeinschaft bringt für Israel in dieser Richtung neue Sorgen. Aber auch für die industriellen Güter, für die die Israelis ihren Hauptmarkt in der Europäischen Gemeinschaft sehen, werden durch die Erweiterung der EWG auf zehn Mitgliedsstaaten neue Fragen auftauchen. Die alte Bitte um Einbeziehung in die General-Präferenz für Entwicklungsländer steht hier im Vordergrund der Diskussion. Diese Ausdehnung soll Israel die Möglichkeit geben, für alle Industriegüter freie Bahn nach Europa zu erhalten. Der bisherige Druck Israels auf die Bundesregierung war im Prinzip unnötig. Gerade von Bonn aus wurde für Israel immer eine klare Linie vertreten. Die Bundesregierung und die holländische Regierung wären wohl die treuesten Sachwalter Israels in Brüssel. Von Frankreich und Italien kam schon beim Abschluss des ersten Handelsvertrages vor eineinhalb Jahren die stärkste Bremse. Frankreich war nur bereit, seine Unterschrift zu geben, wenn gleichzeitig mit den arabischen Staaten ein entsprechender Vertrag abgeschlossen werde. Der Libanon und Ägypten haben sich um einen derartigen Handelsvertrag, bemüht, jedoch steht bisher noch die Frage des Boykottproblems zwischen der EWG und diesen beiden Handelspartnern aus. Die Europäische Gemeinschaft wird unter keinen Umständen die arabischen Boykottdrohungen legitimieren. Das wäre gegen das Prinzip der Nichtdiskriminierung, das zum Kern der Philosophie der Einigung Europas gehört. Ende April sollen die technischen Probleme eines Handelsvertrages mit den genannten Staaten ausgeräumt sein. Dann dürfte einer baldigen Unterzeichnung nicht mehr viel im Wege stehen. Man rechnet damit, dass die arabischen Staaten eine lautstarke Erklärung zum Boykott abgeben werden, die für den “inneren politischen Bedarf” gemünzt sein dürfte. Die Gemeinschaft wird eine derartige Erklärung zur Kenntnis nehmen, aber letzten Endes darauf bestehen, dass es keinen Boykott geben darf. Dann wäre diese französische Sorge vom Tisch. Aber wie kann man Israel helfen? Die bisherige Generalpräferenz für die rund 90 Entwicklungsländer stösst in Brüssel auf Fragezeichen. Die meisten der Staaten haben wenig Industriegüter zu exportieren und die landwirtschaftlichen Produkte sind in dieser Generalpräferenz nicht eingeschlossen. Das scheiterte bisher regelmässig an dem Aufstand der Bauernverbände und Landwirtschaftsminister der EWG-Staaten. Aber gerade hier liegen wichtige Exportzweige für die aufstrebenden Staaten. Für Israel wäre die alte Formel der Generalpräferenz von entscheidender Bedeutung, denn es ist im letzten Jahrzehnt zu einer echten Industrienation herangereift. So wurde am 20. März 1972 im Bundesrat in Brüssel festgelegt, dass man eine wirtschaftliche Anpassung anstrebt und das Prinzip anerkennt, dass hier eine Veränderung vorgenommen werden müsste. Israel ist in diesem Zusammenhang ein besonders wichtiges Problem für die EWG. Die Erweiterung der Gemeinschaft auf zehn Mitgliedsstaaten wird sich für die israelische Wirtschaft nicht so rasch auswirken. Die erste Aussenzollsenkung der vier beitrittswilligen Staaten soll erst am 1. April 1973 erfolgen. Die ganze Entwicklung geht also in Etappen vor sich, so dass sich auch die Auswirkungen ' dieser grösseren Gemeinschaft für den israelischen Handel ebenfalls in Etappen bewegen werden. 1974 müssen die Neuverhandlungen mit dem israelischen Handelsvertrag beginnen, da dieses Abkommen dann 1975 zu Ende steht Es ist also genügend Zeit, um die Probleme so zu lösen, dass keine negativen Auswirkungen eintreten. Die wichtigste Voraussetzung für alle Abkommen mit der EWG aber ist Einstimmigkeit. Man kann also nur durchsetzen, was alle Mitgliedsländer beschliessen. Ein einziges Veto könnte hier bereits das Gänze verhindern. Man muss also versuchen, Italien und Frankreich als Hauptakteure gegen erweiterte Regelungen für Israel bei guter Stimmung zu halten. Das deutsche Mitglied der Kommission in Brüssel, Dr. Dahrendorf, das für die aussenpolitischen Fraget) zuständig ist, weicht in seiner Meinung nicht von der der Bundesregierung ab, die sich auch hier bei den neuen Beratungen zum Fürsprecher Israels machen wird. B.V. (Deutschland-Berich te) Max Wetzstein & Sohn Av. M. Montt 2656 Fono 43379 Neubeziehen und Umarbeitungen Modernste importierte Bezugsstoffe u. Inletts Parkas Acolchadas de Nylon Schlafsaecke Komme einmal im Monat nach Viña u. nehme Auftraege entgegen. Tomás Frendenberg .N Contador Agustinas 715 - OL 407 Fonos 33230-33581 VIÑA DEL MAR HELENE MISCH 1 PONIENTE 239 TEL. 882146 - CASILLA 829 Abierto todo el año. Cada pieza con baño exclusivo. Almuerzo - Comida - Once

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