Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXXIV (1972)
- Issue
- 7 (7.1972)
- Date
- 1972-07-01
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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12 JULIO 1972 DIE BISHERIGEN UND KUENFTI6EN LEISTUNGEN IN DER WIEDERGUTMACHUNG duit Willi FRIEDENSPREIS DES DEUTSCHEN Die folgende Zahlenübersicht zeigt, was die Bundesrepublik Deutschland — nach dem Stand vom 1. Januar 1972 — im Rahmen der Wiedergutmachung bisher geleistet hat und welche Aufwendungen sie voraussichtlich noch erbringen muss. Der Endbetrag beläuft sich nach dieser Übersicht auf rund 80 Millarden D-Mark. Von den bisherigen Wiedergutmachungsleistungen dürften bisher rund 14 Milliarden D-Mark als Devisenbeträge nach Israel geflossen sein. Darüber gibt es jedoch keine genaue Aufstellung. I. Bereits geleistet Bundsentschädigungsgesetz (BEG) —■ davon im Rechnungsjahr 1971 2,076 Mrd. DM Bundesrückerstattungsgesetz (BRüG) — davon im Rechnungsjahr 1971 0,097 Mrd. DM Israelvertrag Globalverträge mit 12 Staaten sonstige Leistungen (öffentl. Dienst u.a.) insgesamt davon über den Bundeshaushalt ca. 31,772 Mrd. DM 3,565 Mrd. DM 3,450 Mrd. DM 1,000 Mrd. DM 3,400 Mrd. DM 43,187 Mrd. DM 26,878 Mrd. DM tt. Voraussichtlich noch zu leisten (bis 1975) Bundesentschädigungsgesetz (BEG) 7,228 Mrd. DM Bundesrückerstattungsgesetz (BRüG) 0,685 Mrd. DM sonstige Leistungen (öffentl. Dienst u.a.) 1,300 Mrd. DM insgesamt davon über den Bundeshaushalt ca. 9,213 Mrd. DM 5,122 Mrd. DM III. Gesamtzahlungen (abgerundet) Bundesentschädigungsgesetz (BEG) Bundesrückerstattungsgesetz (BRüG) Israelvertrag Globalverträge mit 12 Staaten sonstige Leistungen (öffentl. Dienst u.a.) 39,000 Mrd. DM 4,250 Mrd. DM 3,450 Mrd. DM 1,000 Mrd. DM 4,700 Mrd. DM insgesamt davon über den Bundeshaushalt ca. 52,400 Mrd. DM 32,000 Mrd. DM Die Rentenleistungen nach dem BEG ab 1976 werden voraussichtlich noch weitere 25 bis 30 Mrd. D-Mark betragen. Infolgedessen werden Gesamtkosten für die Wiedergutmachung wahrscheinlich einen Betrag von rund 80 Milliarden D-Mark erreichen. R. V. (Deutschland-Berichte) ZUM 75. GEBURTSTAG BUCHHANDELS FÜR Der in Buenos Aires lebende Schriftsteller Curt Wilk, seit vielen Jahren ehrenamtlicher Mitarbeiter unseres Boletins, hat am 5. Juli seinen 75.Geburtstag gefeiert. Seine geistreichen und interessanten Artikel, (von denen wieder zwei in der vorliegenden Ausgabe erscheinen) sind in der jüdischen Presse vieler Länder zu finden und haben dem Autor weit über den deutschen Sprachkreis hinaus zu einem international bekannten Namen verholfen. Mit unermüdlichem Fleiss und bewundernswerter Ausdauer hat Curt Wilk in jahrzehntelanger Arbeit Daten und Namen, Einzelheiten und Unterlagen über alle' Persönlichkeiten, Ereignisse, Fest- und Gedenktage des jüdischen Lebens zusammengetragen, so dass er in der Lage ist, über jedes Problem des Judentums, über jede Epoche seiner Geschichte, über jeden seiner Dichter und Wissenschaftler präzis und ausführlich zu berichten. Sein enzyklopädisches Wissen, besonders auf dem Gebiete der Geschichte und Tradition, tritt in vielfachen Formen lebendig und anschaulich in Erscheinung. Ob es sich um brennende Fragen der jüdischen Gegenwart und Zukunft handelt oder um Lehren aus der Vergangenheit und Überlieferung, um das Leben Israels oder um das Judentum der Golä, immer bietet er seinen Lesern geistige Bereicherung und Genuss, immer überträgt er wertvolles Gedankengut klar und verständlich auf Jung und Alt. Er versteht es, auch halbvergessene Gestalten der Geschichte, Gelehrte, Politiker, Staatsmänner aller Zeiten und Länder vor unserem geistigen Auge wieder in Glanz und Grösse auferstehen zu las sen und erklärt uns ihre Bedeutung, ihr Wirken und Werden. Ausserdem arbeitet Curt Wilk im Leo Baeck-Institut, im Orden Bene Berith und in vielen anderen jüdischen Organisationen, wirkt auch als Prediger an den Hohen Feiertagen und nimmt an der Ausgestaltung des jüdischen Lebens in seiner argentinischen Heimat regen Anteil. Wenn seine persönliche Bescheidenheit ihm nicht versagt hätte, über seinen eigenen 75. Geburtstag einen Artikel zu schreiben, dann hätte er über die Würdigung seines Lebenswerkes unweigerlich die Schlagzeile setzen müssen: “Ein Grosser aus dem Jüdischen Volk.” Wir gratulieren Curt Wilk aus vollem Herzen zu seinem Jubel tag und gratulieren uns, dass es uns vergönnt ist, seine journalistischen Arbeiten, die er immer bereitwillig und uneigennützig an unsere Redaktion gelangen lässt, in unserem Kreise verwerten und verbreiten zu können. E.R. JANUSZ KORCZÄK Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat den Friedenspreis 1972 dem im Vernichtungslager Treblinka ermordeten Schriftsteller, Arzt und Pädagogen Dr. Janusz Korczak zuerkannt. Unter diesem Pseudonym schrieb Dr. Henryk Goldszmit, der als Leiter des jüdischen Waisenhauses im Warschauer Ghetto mit den von ihm betreuten Kindern in den Tod gegangen und damit zu einem Märtyrer des Judentums geworden ist. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte dem deutschen Schriftsteller Erwin Sylvanus, der in seinem Schauspiel “Korczak und die Kinder” die heroische Tat von Korczak würdigt, den Leo-Baeck-Preis 1958 zuerkannt. Eine Loge des jüdischen Ordens B’nai B’rith in Berlin trägt den Namen von Janusz Korczak. Für Vina del Mar Ehepaar oder einzelne Dame gesucht zur kostenfreien Bewohnung eines Chalets Mitte September bis Mitte November in Abwesenheit der Besitzer. Dienstmaedchen vorhanden. VISA DEL MAR, Casilla 81, Fono: 82676. MM mm lütt JHeUi/Sathi-flaui ELTERNHEIM DER JÜDISCHEN GEMEINDE DÜSSELDORF, PAPPELWEG 5 hat vor einiger Zeit seine Pforten geöffnet. Das Nelly-Sachs-Haus liegt in einer einmalig schönen Lage, direkt am Nordpark, vom Stadtzentrum in wenigen Minuten erreichbar. Es besteht aus einem sechsgeschossigen Hauptgebäude und einem dreigeschossigen Flachbau mit 48 Einzel- und 16 Zweibettzimmern, ferner einigen Zwei-Personen- Appartements. Alle Zimmer haben Balkon mit Pflanzenkästen und sind mit Teppichboden ausgelegt. Telefonanschluss, Radio und Fernsehen. Zu jeder Wohneinheit gehören Diele und separater Waschraum mit WC. Speise- und Aufenthaltsräum haben direkten Zugang zum Garten. Die offene Terrasse bietet erholsamen Ausblick auf die Blumenrabatten des Nordparks. Wintergarten. Koscher geführte Küche; auf Wunsch Diätkost. Im Nelly-Sachs-Haus fühlt man sich wie in einem modernen Grosstadt-Hotel — nicht wie in einem Altersheim. Anfragen sind an die Heimleitung zu richten. Eingang zum Nelly-Sachs-Haus