Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1972-04-01 · 4 (4.1972) · p. Seite 18

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIV (1972)
Issue
4 (4.1972)
Date
1972-04-01
Page
Seite 18 (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/8553624-8555182-9195516--6179-8555250
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

18 ABRIL 1972 Panorama AMERIKANISCHE LE¬ BENSMITTEL — SPENDEN FÜR BETAGTE Laut Bericht von Joint- Exekutive-Vizepräsident Samuel S. Haber wurden im Rahmen der Aktion “Food for Peace” in der ersten Hälfte des Jahres 1971 vom Joint Distribution Commitee mehr als 3.500.000 Pfund meist aus Amerika gespendete Lebensmittel im Gesamtwert von $ 200.000 an Altersheime und ähnliche vom Joint unterstützte Institutionen ln Israel, Tunesien und Marokko verteilt. Auf diese Weise wurde in den genannten drei Ländern monatlich durchschnittlich etwa 32.000 bedürftigen jüdischen Betagten geholfen. 50 JAHRE MOEZET HAPOALOT In Jerusalem versammelten sich 1000 Delegierte aus Israel und aus dem Ausland zum 50. Jubiläum der Organisation der arbeitenden Frauen, Moezet Hapoalot. Redner waren der Staatspräsident, Rachel Janait Ben Zwi, eine Veteranin der Bewegung, Ester Zackler, Chicago, und die Generalsekretärin Beba Idelson, die von den noch zu bewältigenden Problemen der materiellen und geistigen Armut sprach. In der Woche der Feier fanden verschiedene Veranstaltungen statt; für ein “ßeba- Idelson-Weltzentrum” wurde in Tel Aviv der Grundstein gelegt. Das Zentrum soll das künftige Heim der Moezet Hapoalot und der amerikanischen Schwester-Organisation, der Pioneer Women, bilden. BEZIEHUNG BRD- ALGERIEN Die Bundesrepublik und Algerien wollen nach rund sechsjähriger Unterbrechung wieder diplomatische Beziehungen aufnehmen. Eine Unterredung, die SPD-Bundesgeschäftsführer Hans-Jürgen Wischnewski mit dem algerischen Aussenminister Bouteflika hatte, führte zu der gemeinsamen Ansicht, dass die Wiederherstellung normaler Beziehungen zwischen Bonn und Algier auf Botschafterebene bis Ende dieses Jahres möglich ist. Damit wird Algerien sein Verhältnis zu Bonn als dritter derjenigen arabischen Staaten wieder normalisieren, die 1965 wegen der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel mit Bonn gebrochen hatten. Als nächstes Land dürfte der Sudan diesem Weg folgen. DIE NPD OHNE ZUKUNFT Der ehemalige NPD-Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der NPD Ansbach, Dr. Gundolf Dehner, hat seinen Austritt aus der NPD erklärt. Dehner legte damit auch seine Funktionen als bayerisches Landesvorstands- und mittelfränkisches Bezirksvorstandsmitglied der NPD nieder. In einem Schreiben an den Parteivorstand erklärte Dehner zur Begründung, die NPD habe keine Zukunft mehr, sondern könne dem nationalen Gedanken in Deutschland nur noch schaden. * GEWALTVERHERR¬ LICHUNG WIRD STRAF¬ BAR Die Verherrlichung von Gewalttätigkeiten gegen Menschen und die Aufstachelung zum Rassenhass sollen künftig mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe geahndet werden können. Das ist das Ziel einer Ergänzung des Strafgesetzbuches (Paragraph 131), mit der sich der Sonderausschuss für die Strafrechtsreform in Bonn befasste. Strafbar macht sich danach, wer Schriften, Ton. oder Bildträger, Abbildungen oder Darstellungen mit Gewalttätig*- keiten oder Aufstachelung zum Rassenhass herstellt oder verbreitet. DIE SEFARDISCHE GEMEINSCHAFT IN LATEINAMERIKA Ein dreitägiges Seminar in Colonia Suiza, Uruguay, an dem 75 der zweiten Generation angehörende und bereits auf dem Kontinent geborene Leiter sefardischer Organisationen teilnahmen, hat sich mit der Erhaltung und der Wiederbelebung der sefardischen Gemeinschaft befasst. Die Delegierten zum zionistischen Weltkongress in Jerusalem und diejenigen zum Sefardi-Meeting in Natania wurden beauftragt, um die Berufung von israelischen Erziehern zu ersuchen, die sich um die Stärkung der sefaradischen Gemeinschaft in Lateinamerika bemühen sollten, im August wird in Buenos Aires ein Kongress derlateinamerikanischen Sefarden stattfinden. MIT “ÜBERRASCHUNGS¬ ELEMENTEN” Ägyptens stellvertretender Ministerpräsident und Informationsminister Hatem hat eine neue Informationspolitik seiner Regierung angekündigt, deren Grundlage “wissenschaftliche Prinzipien” und “Überraschungselemente” sein sollen. Vor dem Komitee für Kultur und Information der Staatspartei Arabische Sozialistische Union kritisierte Hatem scharf die ägyptische Informationspolitik vor dem Junikrieg 1967 mit Israel. Damals sei die Nation auf eine derratig falsche Art mobilisiert worden, dass der Eindruck entstanden sei, “eine Militärparade und kein Schicksalsschlag” stünde bevor. Auch für die ausländischen Pressevertreter in Kairo kündigten! Hatem neue Bestimmungen an. Die Korrespondenten würden zwar darauf aufmerksam gemacht, wenn sie falsche Informationen verbreiten. Sie könnten aber senden, was sie wollten, anstatt nach Beirut zu fliegen, um dort ihr ganzes Material abzusetzen, erklärte Hatem. “LET MY PEOPLE KNOW” “Let my people know” (Lass mein Volk wissen) ist ein neuer Wahlspruch — angelehnt an den augenblicklich sehr aktuellen Wahlspruch “Let my people go” (Lass mein Volk gehen) —, den Oberrabbiner Dr. Jakobovits der britischen Judenheit zur Befolgung anempfohlen hat. Er hat ihn als Überschrift für seinen jetzt veröffentlichten Erziehungs¬ und Schulbauplan gewählt, der einen eigenen Fonds von 6,5 Millionen Pfund vorsieht und die Neugründung von insgesamt zwanzig weiteren jüdischen Schulen (Volksschulen und höheren Schulen) für die nächsten 10 bis 15 Jahre im ganzen Lande ins Auge fasst. Ausserdem sollen die Lehrerausbildung gefördert, Stipendien geschaffen und eine ständige Direktorenkonferenz eingerichtet werden. Rund eine Million Pfund sind dazu aus Privathänden bereits gestiftet worden. Die erste Phase des Planes für die nächsten fünf Jahre beschränkt sich auf London, wo unter anderem zwei neue höhere Schulen, eine im Nordwesten und eine in einem anwachsenden Ansiedlungsgebiet i m äusseren Osten, vorgesehen sind. BLUSAS tr>., P; C “ P ’iV** *V" £* BOUTIQUE “ Cosmos “ Todo para la Playa Av. Providencia 2682 Fono 40393 Zum “Totenbuch Theresienstadt” Dieses Buch ist ein würdiges Denkmal für 15.859 Menschen aus Österreich, die — brutal aus ihrem vertrauten Lebenskreis gerissen —■ in Theresienstadt oder nach Theresienstadt im Osten starben. Mann geht die langen stillen Zeilen durch, grüsst manchen vertrauten Namen und bleibt bei Kindern länger stehen. Oft liegen Vater, Mutter und die Kinder hier Seite an Seite, wie im Familiengrab zu Hause, auch wenn das Schicksal ihnen nicht einmal vergönnte, im Ghetto Theresienstadt ein Scheinfamilienleben bis zu ihrem Ende zu führen. Ein stiller Platz ist dieses Totenbuch, kein einziges Wort durchbricht den Frieden nach der Qual von zuviel Worten, lauten Reden, Drohungen, Befehlen: nur Namen, Zahlen, Zeichen, diese aber mehr aussagend über das Leben, Leiden und Ende unserer Brüder und Schwestern von Theresienstadt. Die “einleitenden Erwägungen eines Theresienstädters” sind, sicherem Vernehmen nach, von einer prominenten Persönlichkeit geschrieben worden. Es tut gut, zu wissen, dass von den Überlebenden mancher heute ein hohes Amt bekleidet und sein Wort daher öfter und von einem grösseren Auditorium gehört wird, sozusagen ein lebendiges Denkmal für Theresienstadt neben dem gedruckten Memorial für dessen einstige Bewohner. Liest man die Erläuterungen durch, die das Jüdische Komitee für Theresienstadt dem Totenbuch in vier Druckseiten beigegeben hat, gewinnt man einen Eindruck von dem Willen und Zeitaufwand, der minuziösen Arbeit und wiederholten Überprüfung, die nötig waren, um dieses Buch, allen technischen, politischen und finanziellen Hindernissen zum Trotz, herauszubringen. Die über alle Erdteile verstreut lebenden Verfolgten haben durch Subskriptionen dazu ¡beigetragen, den Druck dieses Totenbuches zu ermöglichen. Seine weltweite Verbreitung ist damit gegeben. (“M. B.” Tel-Aviv) Fast 90 Prozent der “Berliner,, sind Indios Berlin auf allen Kontinenten Berlin (ADN) — Mehr als 35 Städte und Ortschaften tragen auf allen Kontinenten der Erde den Namen Berlin. Die meisten “Berlins” findet man, bedingt durch die Auswanderung im vorigen Jahrrundert, in der sogenannten “neuen Welt”. Wie die in der DDR-Hauptstadt erscheinende “Berliner Zeitung” berichtet, gibt er allein in den USA 15 Städte mit diesem Namen. Unter ihnen ist das Berlin im US-Bundesstaat New Hamshire mit 18 000 Einwohnern das grösste. Ein weiteres befindet sich im mittelamerikanischen Staat San Salvador mit etwa 23 000 Einwohnern. Es liegt 150 km von der Hauptstadt entfernt am Rande des noch tätigen Vulkans San Miguel. Mit rund 1 000 Metern über dem Meeresspiegel ist es das höchstgelegene Berlin. Fast 90 Prozent der Berliner sind Indios, deren Hauptbeschäftigung darin besteht, für einen geringen Lohn auf den Plajitagen europäischer und nordamerikanischer Besitzer schwere Arbeit als Kaffee- und Baumwollpflücker zu leisten. Zahlreich ist Berlin auch in Südamerika vertreten. 170 km von der uruguayischen Hauptstadt Montevideo liegt das 2 000 Einwohner zählende Nuevo-Berlin. Es wurde an der Stelle des Rio de la Plata gegründet, an der 1875 ein Schiff mit deutschen Einwanderern strandete. In Südamerika liegt ebenfalls das wahrscheinlich kleinste Berlin. Es ist eine in den Urwald hineingeschlagende Pfahlbausiedlung mit 24 Einwohnern, zwei Stunden Bootsfahrt von Georgetown, der Hauptstadt Guayanas, entfernt. Dieser Ort gehört einem einzigen Manu, der das gesamte Gebiet von seinem Vater geerbt hat. Der Name Berlin ist als Ortsname auch in Asien, Afrika und Australien vertreten. Dr. CLAUDIO LEHMANN Innere Medizin Rheumatologie Sprechstunde von Montag bis Freitag von 18 bis 20 Ufer. Providencia 591, Of. 22 - Fono 237748 nach vorheriger Anmeldung, Bonen Rivera 2354 Telephon: 43118 DR. JOSE FR0IM0VICH Especialista Vejez Avenida Bulnes 377 - Dep. 605 Teléfono 67176

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.