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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1972-02-01 · 2 (2.1972) · p. Seite 14

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIV (1972)
Issue
2 (2.1972)
Date
1972-02-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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14 BOLETIN INFORMATIVO FEBRERO 1972 VOM HEBRAEISCHLERNEN Von Ben-Zion Fischler. DAS BINDEGLIED ZWISCHEN ISRAEL UND DEM WELTJUDENTUM: Der Autor ist Direktor der Hebraeischen Abteilung im Kultur - und Erziehungsdepartment für die Diaspora der Zionistischen Weltorganisation. Er ist ein erfahrener Paedagoge und auf dem Feld der hebraeischen Erwachsenenbildung besonders bewandert. Dieses Gebiet hat er schriftlich und in verschiedenen Laendern auch in Vortraegen behandelt. Neuerdings beschaeftigt er sich mit der Entwicklung von audiovisuellen Hilfsmitteln für den Unterricht des Hebraeischen. D. Rad. Es steht geschrieben:'“Vier sind der Ursachen, derentwegen die Juden aus dem Sklavenhause Aegyptens befreit wurden: Sie standen zu ihren Namen, sie hielten treu zu ihrer Sprache, weder verrieten sie ihren Glauben noch verwarfen sie die Beschneidung”. “Und, in der Tat: Viele Generationen spaeter überlebte das Judentum auch deswegen, weil es die Kenntnis des Hebraeischen pflegte. Die Sprache der Propheten verband die zerstreuten Gemeinden sowohl miteinander wie mit der gemeinsamen Vergangenheit, sogar wenn die religiöse Tradition schon zu wanken begann. Jahrhunderte hindurch, als Cheder und Jeschiwa die einzigen jüdischen Bildungsstaetten waren, diente Hebraeisch vor allem dazu, um die Heilige Schrift zu lesen und um zu beten. Erst seit vergleichsweise kurzer Zeit lernt man Hebraeisch als lebendige Sprache. In vielen Laendern bemühen sich sowohl die Jewish Agency wie auch die Zionis- ■ tische Weltorganisation um di e Förderung des Hebraeischlernens. Unter anderem wurden auch aus den Reihen der hebraeisehsprechenden Jugend Israels geeignete L e h n e r ausgewaehlt und in das Ausland gesandt. So begann Israel, den Juden in anderen Laendern einiges von dem reichen kulturellen Erbgut wiederzugeben, dem der Zionismus seine Entstehung verdankt. 1949 entstand das “Kulturu n d Erziehungsdepartment für die Diaspora”. Erst stand der Schriftsteller H a i m Greenberg an seiner Spitze und nach ihm Salman Scha- Sar, der spaeter Israels dritter Staatspraesident werden sollte. 1951 wurde eine entsprechende Thoraabteilung gegründet. Seitdem sind aus Israel Scharen von Lehrern an Tausende von hebraeischen Schulen in der ganzen Welt gegangen, Lehrerseminare wurden angeleitet und unterstützt. Für einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren wurden besonders befaehigte Paedagogen aus Israel ins Ausland geschickt, um dort bei der Verbreitung der hebraeischen und israelischen Kultur zu helfen. Nicht weniger wichtig sind die zahlreichen, zeitlich begrenzten Lehrgaenge, an denen Lehrkraefte aus Israel mitbeteiligt sind. Heutzutage wird man in der ganzen Welt schwerlich auch nur eine einzige hebraeische Vollanstalt finden, die in ihren Bestrebungen von Israel nicht irgendwie unterstützt wird. Dabei war auch in Israel der Lehrermangel gross, und es fiel gar nicht leicht, sie auch nur für kurze Zeit gehen zu lassen. Infolgedessen gründete man in Jerusalem zwecks Ausbildung von Hebraeischlehrem, die ausserhalb Israels wirken sollten, das Greenberg-Institut und das Gold - Seminar. Junge Menschen aus dem Ausland, die unterrichten wollen, kommen für ein bis zwei Jahre nach Israel, um an einer von diesen Anstalten zu studieren. Die Mannigfaltigkeit der jüdischen Erziehungs-Institute in der Welt — von jüdischen Sonntagschulen, die einer Synagoge angeschloseen sind und sehr geringe Ansprüche stellen, bis zu hebraeischen Hochschulen, die eine strenge Auslese bei der Zulassung der Hörer treffen — ermöglicht es heute den meisten Eltern, ihren Kindern eine hebraeische Erziehung irgendeiner Art zu bieten. Etwa einem Drittel aller jüdischen Kinder in der Diaspora wird hierdurch die Möglichkeit gegeben, sich wenigstens die Grundlagen hebraeischer Kultur anzueignen. Man kann dagegen kaum sagen, dass für die Eltern selber aehnliche Möglichkeiten bestehen. Es ist offensichtlich, dass ein vielbeschaeftigter Erwachsener ganz besonders zwingende Beweggründe haben muss, um sich mit den sieben verschiedenen Formen des hebraeischen Taetigkeitswortes zu befassen, besonders wenn er dann noch merkt, wie schwer sie in der Unterhaltung anz u w e n d e n sind. Infolgedessen wurde für Erwachsene ein auf fünfzig Lektionen aufgebauter hebraeischer Sprachkurs vorbereitet. Der Wortschatz von etwa 500 Vokabeln ermöglicht es denen, die diesen Kursus abgeschlossen haben, gelaeufig, wenn nicht sogar beredt zu sprechen. Dazu kommt noch, dass an vielen Universitaeten in den Vereinigten Staaten, in Kanada, in Europa und sogar in Südamerika neuerdings so etwas wie eine Wiedergeburt der hebraeischen Studien stattgefunden hat. Gastprofessoren aus Israel unterrichten an verschiedenen Hochschulen im Ausland. In den Vereinigten Staaten bieten etwa 200 Universitaeten ihren Studenten Kurse in modernem Hebraeisch, und ausserdem gibt es noch die Bildungsstaetten, die Hebraeisch als klassische Sprache lehren. Zugleich stellte sich heraus, dass die Erwachsenen mit ihren fünfzig Lektionen nicht zufrieden waren. Schnellkurse für Hebraeisch wurden eingerichtet, die mit den in Israel üblichen, in einem Ulpan abgehaltenen hebraeischen Intensivseminaren Aehnlichkeit haben. Die grossen Anstrengungen hatten Erfolg: Die Schnellkurse Sind zu einer festen Einrichtung geworden. Das in New York, Park Avenue 515, gegründete Zentrum für hebraeische Schnellkurse ist beispielgebend für viele andere in den Vereinigten Staaten und anderswo. Zehntausende von Juden, zu denen auch Nichtjuden kommen, lernen dort regelmaessig. Die für den Unterricht Verantwortlichen wissen sehr wohl, wie wichtig der innere Beweggrund ist, der den einzelnen zum Hebraeischlernen treibt. Und aus einer Mehrzahl von Gründen kann der Jude, der eine echte Beziehung zum Judentum und zu Israel hat, auf Hebraeisch kaum verzichten. Ein Fragebogen des Lehrzentrums in New York wurde vor einigen Jahren folgendermassen beantwortet: 63 Prozent der Befragten begründeten ihr Hebraeischlernen mit ihrem Drang nach einem besseren Verstaendnis ihres jüdischen Erbes und dem Wunsch, Israel zu besuchen. Fast 27 Prozent gaben als Grund ein nüchternes Interesse an Israel an. Der Rest brachte eine Unzahl recht verschiedener praktischer und persönlicher Begründungen vor: 42 Prozent hofften dadurch ihren Kindern bei den Schularbeiten besser helfen zu können. 2,5 Prozent waren junge nichtjüdische Ehepartner, die etwas über die jüdische Tradition lernen wollten. 3 Prozent gaben noch weitere Gründe an. Ist erst einmal der Wille zum Hebraeischlernen vorhanden, dann findet der, der ernstlich will, leicht eine Gelegenheit dazu. Ausser Volkshochschulkursen an fast allen jüdischen Schulen oder Institutionen gibt es die “Hebraeische Stunde” sowohl im Radio wie im Fernsehprogramm. Viele jüdische Zeitungen und Zeitschriften führen eine besondere “Lerne Hebraeisch” Spalte. Es gibt ferner Tonbaender und Schallplatten zum Hebraeischlernen, dazu noch Fernlehrinstitute und hebraeische Ferienlager. Ausserdem werden laufend Lehrbücher und sonstiges Lesematerial in betraechtlichen Auflagen veröffentlicht und audiovisuelle Hilfsmittel aller Art für den Unterricht bereitgestellt. Eine autonome Körperschaft — The Council for the Teaching of Hebrew — der die Förderung der hebraeischen Erwachsenenbildung ein besonderes Anliegen ist, gibt ein regelmaessig erscheinendes Mitteilungsblatt heraus, in dem Neuerscheinungen auf dem Gebiete des hebraeischen Lehrstoffes veröffentlich werden. Zusammenfassend kann festgestellt werden: Die Anzahl derjenigen, die überall in der Welt hebraeische Unterrichtsinstitute besuchen, wie auch die grosse Menge derjenigen, die sich brieflich an die Zentrale in Jerusalem wenden, um Förderung ihrer durch Selbstunterricht erlangten hebraeischen Kenntnisse zu erhalten, übersteigt die Optimist is c hs t e n Erwartungen. Der Antrieb, die alte Sprache der Bibel zu erlernen, hat den Umfang einer Massenbewegung angenommen. Heutzutage ist es keineswegs mehr notwendig, irgend jemand vom Werte der hebraeischen Sprache überzeugen zu wollen. Nötig ist nur, denjenigen, die sich das Hebraeische zu eigen machen möchten, wirklich tatkraeftig zu helfen. Chaim Nachmann Bialik, der erste grosse Dichter des modernen Hebraeisch, hat das so ausgedrückt: “Hebraeisch kann mit einem Juwel verglichen werden, das jemand erwarb, indem er sein ganzes Vermögen zu Geld machte; dann bangte ihm, es könnte ihm entwendet werden — und er verschlang den Edelstein”. Mit der Entstehung des Staates Israel wurde Hebraeisch das fehlende und jetzt wiedergefundene Verbindungsglied zwischen Israel und der Judenheit in der Welt. ANTIJUEDISCHE AKTIVITAETEN IN ARGENTINIEN Eine Flugblattkampagne richtet sich gegen den Kommandanten des argentinischen Dritten Armeekorps in Cordoba, General Alcides Lopez Aufranc, und wirft ihm vor, “jüdischen Interessen” zu dienen. Die Frau von General Aufranc ist jüdischer Herkunft, und einer der Söhne arbeitet gegenwaertig in Israel. Man vermutet als Urheber der antise-' mitischen Aktion ultranationale Offiziere. Cordoba ist da.' Hauptzentrum des Terrorismus und des zivüen Ungehorsams in Argentinien. Die jüdische Gemeinschaft ist seit laengerem die Zielscheibe sowohl rechtswie linksextremer Elemente. Kinder der jüdischen Schulen wurden belaestigt und Dutzende von jüdischen Haeusern mit antisemitischen Slogans beschriftet. In beiden Universitaeten, der staatlichen und der katholischen, fanden Versammlungen statt, waehrend denen Israel und der Zionismus mit Beschuldigungen überhaeuft wurden. In zahlreichen anderen Teilen des Landes erfolgten antijüdische Vorfaelle, so die Explosion einer Bombe im Eingang zur Sociedad Hebraica in Rosorio, doch gab es glücklicherweise keine Menschenopfer. Die Mauern des Gebaeudes wurden mit den Initialen der Revolutionaeren Volksarmee, einer im Untergrund agierenden Terroristenorganisation, versehen. Gleichfalls mit antisemitischen Aufschriften verschmiert wurden die Eingaenge zum aschkenasischen Friedhof in Buenos Aires und das Gebaeude der dortigen sefardischen Gemeinde. Mit dem Argument, dass zwischen den argentinischen Arbeitern und den arabischen “Befreiungsbewegungen” viele gemeinsame Interessen bestünden, . versucht die Arabische Liga die Gewerkschaften zu unterwandern. In einem als Inserat erschienenen offenen Brief in der argentinischen demokratischen Tageszeitung “Clarin” hat die maronitische Kirche in Syrien die Wiedervereinigung der beiden Teile Jerusalems durch Israel scharf angegriffen. RUMAENIEN: KONTAKTE MIT AUSLAENDISCHEN BESUCHERN Eine aus 24 Personen bestehende Delegation des amerikanischen United Jewish Appeal hielt sich für mehrere Tage im Lande auf und benützte die Gelegenheit, sich an Ort und Stelle mit der Situation der jüdischen Gemeinschaft vertraut zu machen. An Simchat Tora waren die Gaeste in der Choral-Synagoge in Bukarest zu den Hakafot anwesend und wurden von Oberrabbiner Dr. Moses Rosen herzlich begrüsst. Mehr als 2000 Juden, unter ihnen viele Jugendliche, sangen und tanzten mit der Tora in freudiger Stimmung. Die Besucher besichtigten die jüdischen Institutionen in der Hauptstadt, Synagogen, Iwrit- und Talmud-Tora-Klassen, drei Altersheime und andere Sozialwerke. Sehr anerkennend sprachen sie sich für die Unterstützung aus, die di§ Föderation der jüdischen Gemeinden, zusammen mit dem Joint, mehr als 10 000 Menschen — Alten und Kranken sowie Überlebenden von Konzentrationslagern — gewaehrt. Einige der Delegierten reisten auch in mehrere Provinzstaedte, wie Jassy, Botosani, Dorohoi und Suceava, um die Arbeit der dortigen jüdischen Gemeinden kennenzulernen. Die israelische Botschaft und die Leiter der Föderation gaben einen Empfang für die Gäeste. — Die Zahl der jüdischen Einwohner Rumaeniens betraegt annaehernd 100 000, gegennüber 800 000 vor dem Zweiten Weltkrieg. Im Jahre 1941 verminderte sich mit der Abtretung von rumaenischen Gebieten in Transsylvanien, der Bukowina und Bessarabien an Ungarn und die Sowjetunion die jüdische Bevölkerung um die Haelfte, von denen die meisten das Glück hatten, zu überleben. Die anderen, unter deutsche Besetzung geratenen Juden mussten leider den Gang zu ihrer Vernichtung antreten. Nach 1946 waehlten rund 300 000 Juden Israel zur neuen Heimat. FOTO TIMAR NUEVA YORK 54 — Fono 64943 Retratos Artísticos — Reproducciones y Ampliaciones de todas clases para Diarios, Imprentas *— Fotografías de Propaganda para Industrias — Trabajos para Aficionados - Albumes para Matrimonios Fotocopias al instante con XEROX WERNER SCHNITZLER S. CONTADOR COLEGIADO N<? 4000 Contabilidad - Leyes Sociales - Leyes Tributarias RIO JACHAL 1454 — TEL. 371755 Dr. CLAUDIO LEHMANN Innere Medizin Rheumatolofie Sprechstunde von Montag bis Freitag von 19 bis 20 Uhr, Providencia 591, Of. 22 - Fono 237748 nach vorheriger Anmeldung. Bonen Rivera 2354 Telephon: 43118

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