Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1972-01-01 · 1 (1.1972) · p. Seite 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIV (1972)
Issue
1 (1.1972)
Date
1972-01-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/8553624-8555182-9195274--6118-8555196
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

10 BOLETIN INFORMATIVO ENERO 1972 USA - PANORAMA Da der 92. USA Kongress die Halbzeit seiner parlamentarischen Lebensexistenz erreicht hat — und in seiner zweiten Haelfte der Entscheidungskampf um den Grand Prix, das Weisse Haus, entbrennen wird, ist es notwendig, die Beziehungen der Legislative versus Exekutive zu analysieren. Zunaechst sei jedoch ein kursorischer Blick auf die pro- und anti-Nixon Stimmung des Landes gestattet. Nach der letzten Gallup Meinungsumfrage liegt zwar Richard Nixon gegenueber allen seinen moeglichen demokratisc h e n Konkurrenten „vorne“ (bei Muskie um 3%, bei Kennedy ebenfalls 3%, bei Humphrey 10%, bei McGovern, der ueberraschend gewonnen hat, 16%, im Gegensatz zu 44% vor 6 Monaten), aber George Wallace als dritter unabhaengiger Kandidat wuerde nach wie vor 10 bis 12% der Stimmen erhalten. Nixon wuerde gegen Muskie oder Kennedy also nur 44% der Wähler stimmen erhalten und wie vor drei Jahren erneut von einer Minderheit der Waehler gewaehlt werden. Die erprobten Kolumnisten Novack und Evans erklaerten: „Auch die Wahlen 1972 werden ein Kopf an Kopf-Rennen sein“. Die Konservative Partei New Yorks, wie andere konservative Kraefte im Lande, weigern sich, Nixon wegen seiner China- und Russlandpolitik weiterhin zu unterstuetzen. Entweder zersplittern sich diese Stimmen oder sie gehen zu George Wallace und eine unter Edmund S. Muskie (er wird seine Praesidentschaftskandidatur am 4. Januar 1972 verkuenden) geeinte Demokratische Partei haette trotz aller ihrer finanziellen Schwierigkeiten eine echte Chance, das Weisse Haus zu erobern. Entscheidend fuer den Wahlausgang ist das aussenpolitische Engagement der Vereinigten Staaten, insbesondere ob der Vietnamkrieg zumindest fuer die USA sein Ende erreicht haben wird, die Gesetzgebung des Kongresses und Nixons Veto gegen wichtige Sozialmassnahmen und drittens die Hoehe der Teilnahme der 25 Millionen Neuwaehler von 18-21 Jahren. RAUSCHGIFT IN VIETNAM Was den Krieg in Vietnam anbelangt, so werden die Amerikaner gerade in diesen Tagen daran erinnert, dass es sich um einen „viel groesseren“ Krieg handelt als unter Lyndon B. Johnson. Die Einbeziehung Kambodschas war Nixons Verantwortung, und hier ist ein ganz neuer Kriegsschauplatz, auf dem zwar nicht unsere Infanterietruppen kaempfen, aber der, genau wie in Laos, ohne Unterstuetzung unserer Flugzeuge nicht gefuehrt werden koennte. Psychologisch ist das amerikanische Waehlervolk beeindruckt, dass die Verluste sich auf 4 oder 5 Tote in der Woche reduziert haben. Ein Bericht von 50 amerikanische Aerzten aus Suedvietnam enthuellte, dass mehr amerikanische Soldaten durch Rauschgift oder im blutigen Streit miteinander sterben als auf dem Schlachtfeld. Die Moral der amerikanischen Truppen in Suedvietnam ist auf das Tiefste gesunken und ausserordentlich labil. Aufmerksame Beobac h t e r in Washington behaupten, dass die endgueltige triumphierende Heimkehr der Truppen aus Suedvietnam kurz vor den Wahlen im naechsten November stattfinden wird; es sei denn, ein neuer kommunistischer Angriff mache dieses Wahlmanoever unmoeglich. RICHARD NIXON Was die Beziehungen des Praesidenten zum Parlament anbelangt, so war der Kongress im letzten Januar in der Offensive, aber die Exekutive hat die Parlamentarier in die Verteidigungsstellun gen gedraengt: Nixon hat nunmehr sein konservatives Oberstes Bundesgericht erhalten, nachdem in der letzten Woche der umstrittene Kandidat Rehbnquist aus Arizona mit 68 gegen 26 Stimmen bestaetigt wurde. Die Steuerreduktion, die die Wirtschaft beleben soll (nahezu 16 Mrd. Dollar fuer die naechsten 3 Jahre) waren ein Kompromiss, und Nixon brauchte von seinem Vetorecht keinen Gebrauch zu machen, da die Demokraten ihren Vorschlag, Praesidentenwahlen aus Steuergeldern zu bezahlen, auf 1973 vertagten. (Dagegen nahm der Kongress ein Gesetz an, welches die Ausgaben fuer Fernsehen- und Radiopropaganda fuer jede der beiden grossen Parteien auf etwas mehr als $ 8 Millionen limierte. Weder gelang es Mike Mansfield seinen immer wieder gestellten Antrag auf Reduzierng unserer Truppenim Nato-Gebiet durchzubringen, noch wurde ueber die Auslandshilfe entschieden, von der man sicher ist, dass sie in diesem Jahr sehr stark reduziert werden wird. Als der Kongress ein Kinderhilfsprogramm, welches die Finanzierung von Kinderkrippen einschliesst, wo berufstaetige Muetter ihre Kinder lassen koennen, beschloss, machte Nixon von seinem Vetorecht nicht nur aus finanziellen Gruenden Gebrauch. Diese „Day-Care-Center (Tageskinderkrippen) haben fuer iho zuviel Aehnlichkeit mit Einrichtungen in „Wohlfahrtsstaaten“ oder gar kommunistischen Laendern. Hiergegen wehrte er sich und gewann mit 7 Stimmen. Dieses Veto hat bei tausenden und abertausenden Muettern grosse Empoerung ausgeloest, denn, so argumentieren sie, einmal ist es unsere Angelegenheit, wie wir unsere Kinder erziehen, aber wichtiger ist „das soziale Unverstaendnis des Praesidenten“, der uns aut diese Weise um die Moeglichkeit bringt, zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. BROT — UND BUTTERFRAGEN Die Gegenüberstellung der Gesetzgebung, fuer die Nixon IM WAHLJAHR 1972 sich einsetzte und der er widersprach, .wird im Wahljahr 1972 eine erhebliche Rolle spielen. Nixon war zwar der Praesident, der allen Amerikanern ein Mindestexistenzeinkommen garantieren wollte, aber dieser Plan ist im Hinblick auf die Wirtschaftskrise zunaechst fuer ein Jahr ad acta gelegt worden. Der zweite unumstoessliche Programmpunkt, dass Nixon das Steuereinkommen mit den Laendern teilen wuerde, ist ebenfalls nicht erfuellt worden; einmal weil der allmaechtige Vorsitzende des Haushaltskomitees, der Demokrat Wilbur Mills, sich dagegen stemmt, aber zweitens weil das Weisse Haus keinen Druck auf die Gefolgschaft im Kongress ausuebt. Es ist daher kein Zweifel, dass die „Brot-und Butterfragen“ bei den Praesidentenwahlen einen wesentlichen, vielleicht den wesentlichsten Ausschlag geben werden. Hier ist die Anti - Nixon - Front staerker. Obwohl die Gewerkschaften aussenpolitisch mehr oder minder Nixons Linie folgen, so tun sie es nicht in wirtschaftlicher Beziehung — und das ist fuer sie entscheidend. Natuerlich werden die Frage „Gesetz und Ordnung“, Kampf den Verbrechen und bedauerlicherweise der Rassismus auch in den kommenden Wahlen eine Rolle spielen. Ein beschaemendes Beispiel erleben wir zur Zeit in Forest Hills, ein Stadtteil von Queens (New York City), wo nach fuenfjaehriger Vorbereitung endlich eine Siedlung mit 840 Wohnungen fuer Min- Dagegen wendet sich ein Teil derbemittelte entstehen soll, der 400.000 Einwohner von Forest Hills, meist Juden, die keine Farbigen in ihrer Nachbarschaft haben wollen. Waehrend Senator Jacob Javits das Projekt unterstuetzt, haben sich diese sonst liberal Von Kurt R. Gross mann gesinnten Forest Hillser mit dem konservativen Senator James Buckley verbunden. Rassismus oder, wie es im Kerner Bericht hiess, die Problematik des geteilten Amerikas, kann bei den Wahlen im naechsten November eine Rolle spielen. FUER SOZIALE VERPFLICHTUNG Was nun die 25 Millionen Neuwaehler anbetrifft, die, wenn sie sich auch nur zu 80 Prozent registrieren lassen wuerden, ein entscheidendes Wort, wer in das Weisse Haus einziehen wird, mitsprechen wuerden, so laesst sich heute folgende Projektion machen. Die extremen jungen Waehler werden an die Urne gehen. Das ist das Ergebnis eines Kongresses, den 3.000 ihrer Führerschaft in Chicago abgehalten hat. Sie entschieden sich, fuer eine „soziale Verpflichtung“ zu arbeiten, und lehnten es ab, Amerika „auszuxaeuchern“ oder nach der Laenge ihres Haares zu bestimmen. Nixon selbst versucht, die gemaessigte und konservative Jugend fuer die Republikanische Partei zu gewinnen. Wenn die formalen Registrierungsschwierig k e i t e n (Frage des Wohnsitzes) ueberwunden sind, so duerften nach allen bisherigen Umfragen etwa 60 Prozent der Neuwaehler den Demokraten ihre Stimmen geben. Junge Menschen in den Vereinigten Staaten sehen immer noch Alternativen. Sie sind davon ueberzeugt, dass man „auswaehlen“ kann, und sie sind ausscher Heuchelei. Vor allem gesprochene Gegner politiaber sind sie nicht fuer die Irrtuemer der aelteren Generation verantwortlich und daher wuerden ihre Stimmen fuer die gewinnenden Partei bedeuten: wer die Jugend hat, hat die Zukunft. Israelischer Beitrag zur Rettung von Venedig In Zusammenarbeit mit der Dante - Alighieri - Gesellschaft und der Freundschaftsliga Italien-Israel fand im Churchill- Auditorium in Haifa vor einem zahlreichen Publikum ein Konzert italienischer Musik statt. Der Ertrag der Veranstaltung fliesst dem Unesco- Fonds fuer die Rettung Venedigs zu. — Das einstige Getto von Venedig gehoert nach, neuesten Berichten zu den vom Wasser am meisten gefaehrdeten Teilen der Stadt. In ganz Italien wurde bereits in den juedischen Gemeinden darauf hingewiesen, dass viele Mittel Zusammenkommen muessten, um die hier liegenden Schaetze zu retten. FIAMBRERIÀ 0S0RNQ WOLFGANG SCHIROKÄUER Avenida Yrarráxaval 1800 Telefon: 497472 BOUTIQUE “Cosmos95 TODO PARA LA PLAYA Av. Providencia 2682 Fono 40393 Daunendecken Neubeziehen und Ausbessem sewie alle Federarbeiten ln bester Ausfuehrung nebernimmt Frau Ilse Philipp LINCOYAN 862, altos Ecke Av. Italia & Yrarräzaval Yrarräzaval Hoehe 700 Importierte Stoffe und Inlett fuer Daunendecken am Lager TELEFON 498322 Bettwaesche-Auss teuer Max Wetzstein & Sohn Ar. M. Montt 2419 Fono 43279 Neub«liehen und Umarbeitung« Modemett Importiert* Bezugaatoifa n. InlaHi Parkas Acolckadas da Nylon Schlaisaacka Komme einmal im Monat nach Vlfia u. nahm* Aufträge entgegen. H0M0E0PATHISCHE APOTHEKE Central de Homeopatía Hahnemann Santiago, Sto. Domingo 1022 - Tel. 88290 Vollstaendiges Lager an Homoeopathischen Medikamenten. Bueeher ueber Homoeopathic. Importierte und chilenische Hcilkraeuter FABRICA DE IMPERMEABLES, PARKAS, ROPA DE CUERO Víctor Krauskopf y Cía. Llda. San Diego 1817 PEDICURO "LUSTIG" SANTIAGO San Antonie 51S, Of. 203, V piso Pene 33992 CASA CENTRAL SUC. VINA DEL MAR Plaza de Viña del Mar 172 Of. 19, Entrepiso Edificio El Escorial Fono 88395S KINESIOLOGIA _ ORTOPEDIA Manicure: Damas Caballeros Depilación a la Cera

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.