Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXXIV (1972)
- Issue
- 1 (1.1972)
- Date
- 1972-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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14 BOLETIN INFORMATIVO ENERO 1972 Kurz Berichtet PARTNERSCHAFT DIMONA—ANDERNACH Der Erste Buergermeister von Andernach, Werner Klein, gab in Mainz die erste deutsch-israelische Staedtepartnerschaft zwischen seiner Heimatgemeinde und der in der Negew-Wueste neugebauten israelischen Stadt Dimona bekannt. Der Stadtrat von Dimona hat sich bereits durch formellen Beschluss zu der Verbindung bekannt. Buergermeister W. Klein brachte dieses Ergebnis von einem Besuch in Israel mit nach Hause. Die Partnerschaft soll im Maerz 1972 in Dimona in Anwesenheit israelischer Regierungsvertreter feierlich besiegelt werden. JUEDISCHE BEVOELKERUNG IN HOLLAND Nach einer soziologischen Studie leben in Holland ca. 30.000 Juden, von denen etwa 20.000 Mitglieder der juedischen Gemeinden sind. Die meisten der 30.000 Juden haben sich nach Kriegsende in Holland niedergelassen. Die Zahl der Frauen ist groesser als die der Maenner. EIN KINDER-KONZENTRATIONSLAGER Ueber ein Kinder-Konzentrationslager, das damals die Machthaber des NS-Reiches in Polen errichtet hatten, berichtete erstmalig im Jahre 1968 ein Bildband unter dem Titel „Krieg und Kind“ ueber das Martyrium der Kinder in Polen von 1939 bis 1945. Bevor dieses Buch erschien, war selbst m Polen wenig bekannt, dass in Lodz auf dem Gebiet des Judengettos damals ein Kinder-KZ-Lager, als Polen-Jugend verwahrlager Litzmannstadt getarnt, existierte. Es wurde besonders streng bewacht und geheimgehalten. Die meisten Dokumente wurden von den abziehenden Lagerkommandanten vernichtet, sowie auch das Getto dem Erdboden gleichgemacht wurde. Kuerzlich wurde zur Erinnerung an das Martyrium der Kinder waehrend der Hitlerzeit in Lodz ein Denkmal errichtet. Es steht auf dem Platz, auf dem sich das KZ-Lager befand. LEO-BAECK-PREIS 1971 FUER ROLF VOGEL Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat dem 50 jaehrigen Journalisten Rolf Vogel (Bonn) den Leo-Baeck- Preis 1971 zuerkannt. Der Preis, der mit 3000,— DM dotiert ist, ist dem Andenken des Berliner Rabbiners Dr. Leo Baeck, des letzten Direktors der Hochschule fuer Wissenschaft des Judentums, gewidmet. Rolf Vogel, Herausgeber der “Deutschland-Berichte”, Autor und Produzent zahlreicher Filme ueber Israel, Verfasser beachtlicher Dokumentationen, hat durch sein journalistisches, filmisches und schriftstellerisches Gesamtwerk seit mehr als zwei Jahrzehnten in hervorragender Weise der Verstaendigung zwischen der Bundesrepublik und Israel und damit der Humanitaet gedient. Sein Beitrag fuer die deutsche Information ueber Israel und fuer die israelische Information ueber die Bundesrepublik ist wesentlich. DAS ISRAELISCHE PHILHARMONISCHE ORCHESTER IN DEUTSCHLAND Zum ersten Mal nach der furchtbaren Katastrophe unter Hitler war es moeglich geworden, dass das Israelische Philharmonische Orchester, das im Dezember 1936 von Brunislav Hubermann gegruendet worden war, nunmehr im Rahmen einer europaeischen Konzertreise in Deutschland spielte. In Berlin, von wo Hubermann seinerzeit hatte emigrieren muessen, in der Stadt, aus der so viele fruehere und heutige Mitglieder des Orchesters ihren Weg nach Israel genommen hatten, waren die israelischen Philharmoniker zur Eroeffnung der Berliner Festwochen gekommen. Mit einem Werk des jungen israelischen Komponisten Ami Maayani, „Qumran — Symphonische Metapher“, begann es. Daniel Barenboim, der nicht zum ersten Mal in der Berliner Philharmonie zu Gast war, eroberte sich die Herzen der 3.000 Zuhoerer bei dem Vortrag des Klavierkonzertes Nr. 3 in c-Moll von Ludwig van Beethoven. Die Berliner Konzertbesucher sparten nicht mit Beifall, der seinen Hoehepunkt begann, als das Orchester unter seinem derzeitigen Dirigenten, Zubin Mehta, Gustav Mahlers erste Symphonie spielte. Bravo-Rufe und nicht enden wollender Beifall! Die Mitglieder des Orchesters — man konnte es ihnen ansehen —, waren ergriffen von diesem Empfang. Als Zubin Metha das Podium verliess, wurde er vom Hausherrn, vom Chefdirigenten des Philharmonischen Orchesters, dem Sohn des frueheren Aussenministers Stresemann, Dr. Wolf gang Stresemann, umarmt. Wieder und wieder kehrte er auf das Podium zurueck, um sich mit seinem Orchester fuer den Beifall zu verneigen. Ein letztes Mal kam er wieder, hob die Arme, die Mitglieder des Orchesters erhoben sich und spielten stehend die Hatikwa. Stehend hoerten die Konzertgaeste diese ergreifende Hymne. Aussoehnung? Erinnerung? Auf jeden Fall war es ein Durchbruch zu neuen Kulturbeziehungen. (Deutschland-Berichte, Bonn) FOTO TIMAR NUEVA YORK 54 — Fono 64943 Retratos Artísticos — Reproducciones y Ampliaciones d« todas clases para Diarios, Imprentas — Fotografías de Propaganda para Industrias — Trabajos para Aficionados - Albumes para Matrimonios Fotocopias al instante con XEROX ALTERTUMSFORSCHUNG UNTER WASSER Seit einigen Jahren existiert in Israel eine Gesellschaft fuer archaeologische Tiefseeforschung. Sie ist ein wichtiger Zweig der Alterstumskunde und kann bereits auf bedeutende Erfolge zurueckblikken. Die Gesellschaft arbeitet teilweise mit aehnlichen Institutionen des.Auslands zusammen. Die Kueste der oestlichen Levante wurde seit dem Altertum stark befahren. Im Meer, aber auch in Seen, Fluessen und Brunnen gingen viele Schaetze unter; viele versunkene Hafenanlagen und Schiffsladungen konnten bereits gehoben werden. Wie auch anderswo, besonders in Italien, wichtige Entdeckungen dieser Art gemacht wurden, so liegen auch fuer Israel grossartige Forschungsplaene vor. Man erinnere sich an die bereits vor einigen Jahren begonnenen Untersuchungen im antiken Hafen von Caesarea, wodurch die genaue Kenntnis des Gebiets, wie sie der juedisch-roemische Historiker Flavius Josephus aufzeichnet, ermoeglicht wurde. Ein Projekt von internationalem Interesse ist die bereits seit langem geplante Erforschung des Grundes des Toten Meeres, um eventuell wichtige geologische und vorgeschichtliche Daten ueber die grosse Naturkatastrophe, die das Versinken der Staedte Sodom und Gomorrha herbeifuehrte, zu erfahren, Ein anderer Plan umfasst die kuenftige Erforschung des Grundes des Kinerethsees, wo man ebenfalls Spuren historischer Ereignisse vermutet. Hier kamen bereits zufaellig praehistorische Werkzeuge zum Vorschein. Auch an den Ufern von Askalon und Caesarea wurden Gegenstaende aus der Antike von Fischern und Tauchern ans Licht gehoben. Eine Forschergruppe von 300 Mitgliedern der Gesellschaft stellte Untersuchungen in der Salom o b u c h t (Scharm-el- Scheich) der Sinaihalbinsel an. An dieser entlegenen Staette waren die Arbeiten ziemlich schwierig, doch konnte bereits eine genaue Karte des ganzen Unterwassergebietes angelegt und der Ort unter Denkmalschutz gestellt werden. Man entdeckte hier bereits die Reste eines Schiffes, das eine Ladung von Tonwaren aus der Zeit des Beginns der islamischen Epoche gefuehrt hatte. Es handelt sich um ein hoelzernes Fahrzeug, das teilweise durch die Wirkung des Seewassers zerstoert worden ist. Es bestand aus Kiefernholz der noerdlichen Species. Diese Tatsache wie auch die Bauart weisen auf tuerkische Herkunft hin. Die genaue Herkunft des Holzes wird jetzt auf radioaktiver Basis durch die Tel Aviver Universitaet festgestellt. Die grosse Menge der gefundenen Tonwaren soll nach Aussage der Experten von suedarabischer Machart sein. An der Staette befinden sich auch Tongefaesse verschie d e n e r Herkunft, die wahrscheinlich den Schiffsleuten dienten. An der sogenannten Muschelinsel im Roten Meer wurden mit Hilfe englischer Wissenschaftler allgem eine Untersuchu n g e n angestellt, die sich um den Hafen konzentrierten und bis zu einer Tiefe von zehn Metern gingen. Es wurden bereits Tonkruege byzantinischen Ursprungs gesichtet. Es sollen zu einem spaeteren Zeitpunkt noch weitere Forschungen hier angestellt werden. Intensive Untersucnun gen wurden an der Kueste laengs des Karmel unternommen, um die unter dem Meeressand im Lehmboden festgestellten Objekte zu heben. Man fand dort verschiedene Metallgefaesse, meistens aus Kupfer, aber auch aus Bronze und Silber, Bronzefiguren, eine Menge von Kupfernaegeln und Reste alter Kanonen und Gewehre aus Bronze und Eisen, wie sie in Westeuropa Ende des 15. Jahrhunderts ueblich waren. Unter den gefundenen Muenzen sind solche aus Kupfer und Silber aus Kairo, von ottomanischer Praegung aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts, spanische des 17. Jahrhunderts aus der Regierungszeit Philipps III. sowie Bronzemuenzen aus Zur, aus der Zeit des aegyptischen Pharaos Talemi (2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung). Auch entdeckte man eine Anzahl antiker Steinanker mit eingeritzten Inschriften, Geraete zum Tragen von Lasten und andere zur Seefahrt benutzte Gegenstaende, die aus dem 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung stammen. Ein gut erhaltener Krug stammt aus der spaeten Bronzezeit. Von der ganzen Region unter Wasser laengs des Karmel wurde ebenfalls eine Seekarte entworfen. VON HANNAH PETOR Kinder fanden durch Zufall beim Baden am Strand von Kfar Samir bei Haifa Muenaen und Tonscherben. Daraufhin stellte die Gesellschaft fuer Unterwasserforsc h u n g hier Untersuchungen an. Angeblich stammen diese Gegenstaende von einem an dieser Kueste unterg egangenen Schiff. Die ganze Region soll einst infolge der Veraenderung der Meeresstroemung uebergeschwemmt gewesen sein. Die Forscher entdecken einen antiken Krug mit Metalldekkel, Bleianker und Schiffsnaegel, ausserdem eine grosse Anzahl von alten Muenzen. Die Reste lagen im Sand vergraben und sind daher gut erhalten. Zusammen mit den Ausgrabungen an der Staette des antiken Aschdod wurden an der Kueste Unterwasserforschungen unternommen. Es wurde zuerst eine Seekarte der ganzen Region, die vermutlich Reste aus der Vergangenheit birgt, gezeichnet. Diese Untersuchungen werden in Zusammenarbeit mit dem Museum Carnegie, Pittsburg, angestellt; es werden hier die neuesten auf diesem Gebiet bekannten Suchapparate verwendet, so dass die Arbeiten sehr gruendlich gemacht werden koennen. Ss kamen bereits steinerne Anker vom phoenizischen Typ zum Vorschein, ebenfalls persische, hellenische und byzantinische Tonwaren. Die bei diesen Forschungen gemachten Funde gehen zur genauen Pruefung und Identiiizierund an die verschiedenen Laboratorien der israelischen Universitaeten und sollen dann dem Marinemuseum in Haifa einverleibt werden. DIE BIBEL AUF BRIEFMARKEN HÜÜÜB f - , Im Rahmen der Neuausgaben israelischer Briefmarken zu den Feiertagen erschienen mehrfarbige graphisch künstlerische Sukkot - Marken in den Werten von 15 bis 65 Agorot, gestaltet von A. Kalderon in Ramat Gan. Die Sujets der neuen, hochformatigen Marken geben in illuminierter Darstellung Verse aus der Bibel wieder. CLISA stets grösste Auswahl in Uniformen San Antonio 65 Fono 381900 VIÑA DEL MAR HELENE MISCH 1 PONIENTE 2*9 TEL. 882146 - CASILLA 829 Abierto todo el año. Cada pieza con baño exclusivo. Piezas 2 ó 3 camas E° 77.— de 1 cama E° 90.— incl. desayuno e imp. Almuerzo - Comida - Once HAUSDAME tüchtigo Kraft, für kleinen Haushalt, barrio alto, gegen gute Bezahlung per sofort gesucht. Tel. 717783.