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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1971-12-01 · 12 (Diciembre, 1971) · p. Seite 17

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIII (1971)
Issue
12 (Diciembre, 1971)
Date
1971-12-01
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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DICIEMBRE BOLETIN INFORMATIVO 17 WIZO Diejenigen unserer Chaveroth, welche eine gemeinsame Reise nach Israel gemacht haben, sind inzwischen zurückgekehrt und haben uns viel Interessantes von ihren Eindrücken und Erlebnissen zu erzaehlen. Einen anregenden Nachmittag verbrachten sie in Israel bei Dorith Langsam, welche 22 Chaveroth aus Chile eingeladen hatte: einige davon seit Jahren in Israel ansaessig, andere in letzter Zeit eingewandert, und ausserdem die Besucher, die sich nur vorübergehend in Israel aufhielten. Bei diesem Zusammensein schrieben sie uns einen sehr herzlichen Brief, von allen unterzeichnet. Als Abschluss für dieses Jahr haben wir für den 14. Dezember eine Chanukkah-Feier vorgesehen, mit Lichterzünden und singen von hebraeischen Liedern mit Begleitung von Guitarre und Akkordeon. Diese Feier, zu der wir auch die Gattin des Israelischen Botschafters eingeladen haben, wird im Garten von Frau Henny Heumann stattfinden und gewiss einen frohen und schönen Ausklang unserer diesjaehrigen Arbeit bilden. Auch die Federación Wizo bereitet ihre Schlussfeier vor in Form eines “almuerzo campestre” mit anschliessendem Tee, am Sonntag, den 19. Dezember, 12 Uhr, in El Arrayán, auf der Parzelle von Herrn Rafael Budnik. Nach diesen Schlussfeiern wünschen wir allen Chaveroth einen schönen Sommer und hoffen, dass sie auch waehrend der Ferienzeit sich an unsere Taetigkeit erinnern und mit frischen Kraeften danach wieder für unsere gemeinsame Arbeit bereit sein werden. ISRAEL: BRIEFE WURDEN BESCHLAGNAHMT Israel hat die Sowjetunion beschuldigt, eine grosse Zahl von “Einladungsbriefen” aus Israel an die sowjetischen Juden beschlagnahmt zu haben. Der israelische Post-und Verkehrsminister Schimon Peres berichtete, es haetten sich viele sowjetische Juden über das Nichteintreffen dieser bestellten Briefe, ohne die ein Jude in der Sowjetunion keine Ausreiserlaubnis erhalten kann, beklagt. Eine israelische Untersuchung habe ergeben, dass die eingeschrieben verschickten Briefe die Empfaenger nie erreicht haben. Der israelische Minister bezeichnete die sowjetische Massnahme als “diktatorisch” und als Verletzung des internationalen Postgesetzes. Schriften. Ein komplettes arabisches Manuskript befindet sich in der Gothaer Bibliothek in Ostdeutschland. Die 1.500 Aphorismen sind eine Kompilierung aus mehr als 500 Schriften bedeutender Mediziner, logisch und systematisch arrangiert und mit Kommentaren und Bemerkungen über gelegentlich abweichende Auffassungen von Maimonides versehen. Manchenorts wird auch der berühmte Galen wegen Irrtümern angegriffen. MEDIZINISCHE APHORIS¬ MEN VON MAIMONIDES Die Yeshiva University in New York publizierte die erste Uebersetzung der medizinischen Aphorismen des Moses Maimonides in eine westliche Sprache. Das Werk erschien erstmals im 12. Jahrhundert. Die englische Uebersetzung wurde von Dr. Fred Rosner, Leiter der Abteilung für Ilaematologie des Queens Hospital, Jamaica, und Dr. Sussmann Munter, Professor der Geschichte der Medizin an der Hebraeischen Universitaet, der schon andere Werke des Ramban veröffentlicht hat, besorgt. In diesen Aphorismen sollen sich u. a. bemerkenswert klare Beschreibungen der Blutzirkulation, der Koronarthrombose und des Infarkts befinden. Das Werk ist das letzte und umfangreichste von Maimonides’ medizini sehen ELISA stets grösste Auswahl in Uniformen San Antonio 65 Fono 381900 Dr. CLAUDIO LEHMANN Innere Medizin Rheumatologie eprachctund« von Montag bis Fr »i tag von IS bis SO Uhr, Providencia 591, Of. 22 - Fono 237748 nach vorheriger Anmeldung. Bonen Rivera S354 Telephon: 43118 Zwecks Anfertigung von Gardinen und Installationen von Leisten aller Art tve/tde^fte -urn cut KlAlSGRlBEyOHlM Miguel Claro 858 — Telefon 4014b Gerne zeigen wir Ihnen auch Stoffe aus unserem reichhaltigen Lager. “Wegen Uberfüllung Geschlossen” Von Herbert Freeden, Jerusalem Uber 30.000 Touristen mussten ihre geplante Reise nach Israel absagen, weil im ganzen Lande keine Unterkunft — weder in Hotels noch in Privatwohunugen —r zu finden war. Ein Flugbillet nach Tel Aviv zu bekommen, ist schwerer als eine Karte zum Endspiel um den Europapokal — die Linien sind auf Wochen hinaus ausgebucht. Die Zahl der auslaendischen Besucher ist innerhalb zweier Jahre um das Fünffache gestiegen, und überschreitet dieses Jahr eine halbe Million. Die Zahl der deutschen Besucher, die im Jahresdurchschnitt zwischen 11.000 und 12.000 gelegen hatte, stieg 1970 auf 18.000 an und dürfte dieses Jahr über 30.000 betragen. Soweit es der Streik der Zementfabriken zulaesst, wird unentwegt an neuen Hotels gebaut, und bis 1973, dem 25. Jubilaeum der Proklamation des Staates Israel, wo man einen neuen Höhepunkt des Reiseverkehrs erwartet, sollen weitere 3.000 Hotelzimmer fertig sein. Der Staat subventioniert jedes neue Hotelzimmer mit'1.000 Dollar: Ein gutes Investment, denn die Touristik bringt dieses Jahr 150 Millionen Dollar ein. Im vorigen Jahre machte ein Choleraausbruch einige Striche durch die Rechnung des Ministeriums für Touristik, vor zwei Jahren waren es die Kaempfe an der aegyptischen Front, die die Besucher wegscheuchten — dieses Jahr ergiesst sich zum ersten Mal ein Strom von auslaendischen Gaesten in das Land, ungehemmt durch Kriegsdrohungen, terroristische Zwischenfaelle und gesundheitliches Risiko. Ganz neue Gebiete, wie etwa die Gegend am Toten Meer, mit ihren Heilquellen, sind zu einem gesuchten Ziel geworden. Die schon eröffneten Hotels sind auf Monate hinaus besetzt, jetzt wird dort ein neues Luxushotel Panam gebaut, und kürzlich hat die Regierung neue Kredite für ein weiteres Hotel in der Naebe der Siedlung von Ein Gedi bewilligt. Die eben fertiggestellte Chaussee entlang des Toten Meeres, auf der die Kurzone von Jerusalem in ganz kurzer Zeit erreicht werden kann, hat dazu beigetragen, den Besucherstrom noch zu verstaerken. Allerdings, Ankunft und Abflug gehören nicht geradezu zu den erfreulichsten Stunden eines Aufenthaltes in Israel, und im jahrelangen Disput zwischen dem Verkehrsministerium, dem der internationale Flughafen von Lod untersteht, und dem Ministerium für Touristik, bleibt der Reisende als Leidtragender auf der Strecke. Vor langer Zeit schon wurden Plaene für ein neues Flughafengebaeude entworfen, das dem staendig wachsenden Verkehr bis in die achtziger Jahre entsprechen würde, doch bisher hat man sich immer wieder mit provisorischen Erweiterungen der bestehenden Einrichtungen begnügt. “Nachdem jetzt schon Tausende potentieller Besucher ihre Reise nach Israel absagen mussten, weil sie keine Unterkunft fanden, könnte sich bald die Notwendigkeit ergeben, auch hach dem Bau neuer Hotels Besuche zu anullieren, weil der Flugplatz in Lod die Reisenden nicht aufnehmen kann”, warnt das Tel Aviver Blatt “Yedioth Chadashoth”. Tatsaechlich hat der Flugplatz eine Kapazitaet für die Abfertigung von 3.000 Passagieren taeglich, aber in diesen Wochen gab es öfter einen Tagesrekord von 10.000 Passagieren. Das Ergegnis — die Flugzeuge konnten nicht schnell genug ausgeladen werden und die ankommenden Reisenden mussten bis zu drei Stunden auf ihre Koffer warten. Eine organisierte Touristengruppe wurde so ungeduldig, dass sie die Polizeisperren durchbrach und selber mit Rollkarren zum Flugzeug ging, um das eigene Gepaeck abzuschleppen. Wer . allerdings glaubt, damit das grüne Licht zu haben, wird enttaeuscht: Die Ausgaenge der Flughafenhalle sind von Tausenden von Menschen blockiert, die gekommen sind, um Freunde und Verwandte zu begrüssen, und die sich mangels eines grossen Foyers oder einer geraeumigen Cafétéria vor den Türen draengen müssen. Wahrend die Flughafenverwaltung fieberhaft nach Aushilfskraeften sucht, um die Zahl der 180 Gepaecktraeger um 30 bis 40 zu erhöhen und damit die langen Schlangen der wartenden Passagiere zu verkürzen, wurde ein Bericht des Finanzministeriums veröffentlicht, in dem empfohlen wird, aus budgetaeren Gründen die Zahl der Gepaecktraeger um 30 bis 40... zu vermindern. FIAMBRERIÀ 0S0RN0 WOLFGANG SCHIROKÀUER Annidi YiiríiitiI HOB T«Ufon: 487472 RESIDENCIAL MICI MOLNAR empfiehlt ihren vollkommen renovierten Betrieb Av. Libertad 325, Fono 882634 Viña del Mar Rabbiner Protestierte Gegen Antisemitisches Stueck Mit den Worten „Ich wundere mich, dass man sich in Zeiten wie heute ein Stueck a n s e h e n kann wie ,Der Schweine-Judas’ (II Porco Giuda), dessen Natur zutiefst rassistisch ist und dessen Inhalt ohne weiteres eine Aufforderung zum schlimmsten Antisemitismus ist“ hat der Oberrabbiner von Rom, Dr. Elio Toaff, in der vergangenen Woche gegen die Auffuehrung der Komoedie von Guido Ammirata in Rom protestiert. Das Stueck des weitgehend unbekannten Autors wurde vor kurzem zum ersten Mal in Rom aufgefuehrt und fuehrte schon zum mehreren Zwischenfaellen. Zuschauer hatten gleich bei der Premiere lautstark protestiert und spaeter auch die Schauspieler mit Wurfgeschossen bombardiert. Der Autor bezieht sich auf einige Stellen des Alten Testamentes, in denen von freien Sitten der Juden die Rede ist, und interpretiert sie ironisch und satirisch in einer Sprache, die den Zorn des Publikums hervorrief. In seinem Protest erklaerte Toaff, dass die Bibel und die Figur des Judas — Sohn des Jakob — grob verfaelscht seien und die Hebraeer dem Publikum in der gleichen Weise beschrieben wuerden wie in der faschistischen Diktatur. Inzwischen wird das Stueck nicht mehr aufgefuehrt. Atomkaftwerk In Israel Plaene und endgültige Vorschlaege zur Errichtung eines mit Atomenergie gespeisten Kraftwerkes wurden dem Entwicklungsminister Chaim Gwati überwiesen, der sie in der naechsten Zukunft an eine Ministerialkom m i s s i o n weiterleiten wird. Aufgabe dieser Kommission wird es sein, die Plaese zu genehmigen und alle mit der Errichtung des Kraftwerks in Verbindung stehenden Fragen zu behandeln. Das erste israelische Atomkraftwerk soll im Süden des Landes mit einer Investition von 100 Millionen Dollar erstellt werden. Mit den Bauarbeiten soll in den naechsten Wochen begonnen werden. Die Kraftstation soll 1979 betriebsfertig dastehen und eine Kapazitaet von 400 Megawatt haben. Nach der Inbetriebnahme des Werkes wird Israel für seine Elektrizitaetserzeugung unabhaengig von Auslandslieferungen an konventionellen Treibstoffen sein. Dadurch dürften jaehrlich viele Millionen Dollar erspart werden. Die mit Atomenergie angetriebenen Kraftwerke verursachen keine Luftverschmutzung, was heute als ein sehr wichtiger Faktor bewertet wird. Ein Sprecher des Entwicklungsministeriums teilte mit, dass das geplante Atomkraftwerk die erste Einheit einer Reihe von aehnlichen Stationen ist, die > in den Achtzigerjahren den ganzen Elektrizitaetskonsum des Landes decken werden.

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