Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXXIII (1971)
- Issue
- 11 (Noviembre, 1971)
- Date
- 1971-11-01
- Page
- Seite 16 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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16 BOLETIN INFORMATIVO NOVIEMBRE 1971 Sadat kaempft mit ungebaerdigen Partnern: AEGYPTEN ZWISCHEN panarabismus und Moskau von unserem Korrespondenten J. E. Palmon Der aegyptische Praesident Sadat muss sich nach seiner Rueckkehr von den fuer ihn so wichtigen politischen Gespraechen in Moskau mit seinen ungebaerdigen Partnern im arabischen Raum herumschlagen. Fuenf Staaten, naemlich Aegypten, Libyen, Sudan, Algerien und Syrien werden im allgemeinen als “progressive” arabische Laender bezeichnet, die eine gemeinsame ideologische E,:|sis haben und Zusammenarbeiten koennen. In wichtigen Einzelfragen bestehen jedoch zwischen ihnen ganz erhebliche Meinungsverschiedenh eiten, um deren Beilegung sich Praesident Sadat bemuehen muss, wenn er seine aussen- und innenpolitische Position wahren will. Im einzelnen sind folgende Fragen umstritten: 1) Soll die Auseinandersetzung um den Nahen Osten mit Hilfe diplomatischer Mittel geloest werden, oder sollen die arabischen Laender sofort den Weg des Krieges gehen und versuchen, Israel „auszuloeschen“? 2) Sollen die arabische^ Staaten in ihrer Aussenpolitik mit Moskau und der kommunistischen Welt Zusammenarbeiten? 3) Ist die Zeit fuer eine umfassende Foederation der progressiven arabischen Staaion bereits gekommen? So viele Fragen, so viele verschiedene Antworten. Aegypten ist Mitglied der kleinen arabischen Foederation, der bis heute ausserdem Libyen und Syrien angehoeren. Die Regierung von Kairo hat den Beschluss des Sicherheitsrates vom November 1967 akzeptiert (so wie sie ihn deutet) und will mit seiner Hilfe den kompletten Rueckzug der israelischen Truppen erwirken. Aegypten legt auf militaerische Zusammenarbeit mit Moskau groessten Wert und steht dem Problem der einheimischen Kommunisten neutral gegenueber. Syrien gehoert ebenfalls der arabischen Foederation an. Es legt auch grossen Wert auf Kooperation m i t Moskau, macht seinen einheimischen Kommunisten keine besonderen Schwierigkeiten und liess sie zeitweise aktiv an der Gestaltung der Politik teilnehmen. Die Regierung von Damaskus lehnt dagegen bis heute den Beschluss des Sicherheitsrates von 1967 ab und ist davon ueberzeugt, dass nur eine militaerische Entscheidung und „Ausloeschung“ Israels die arabischen Forderungen befriedigen kann. Libyen, das von dem ungestuemen jungen Colonel Gadafi gefuehrt wird, gehoert auch der arabischen Foederation an. Im Gegensatz zu Aegypten steht der religioese und panislamisch eingestellte Gadafi Moskau kritisch gegenueber. Er steht auch den Versuchen Aegyptens skeptisch gegenueber, mit Hilfe diplomatischer Bemuehungen eine Loesung auf der Basis des Beschlusses des Sicherheitsrates zu finden, er schliesst jedoch Versuche in dieser Richtung nicht aus. Es ist ihm aber am wichtigsten, die arabische Foederation moeglichst auszudehnen und durch neue Mitglieder zu erweitern. Betaetigung von kommunistischen Parteien im arabischen Raum wird von ihm entschieden abgelehnt. Algerien ist ebenso wie Syrien der Meinung, dass nur eine militaerische Loesung im Nahostraum denkbar ist. Algerien lehnt den Beschluss des Sicherheitsrates von 1967 ab. Es hat sich wegen der Politik Aegyptens der arabischen Foederation nicht angeschlossen, sucht andererseits enge Verbindung mit Moskau. Der sowjetische Minister - Praesident Kossygin stattete kuerzlich Algerien und Marokko eine politisch sehr genau berechnete Visite ab. Ueber diese war Libyens Staatschef Gadafi so erregt, dass er sich mit dem algerischen Praesidenten Boumedienne eiligst in einer Oase Suedalgeriens traf und ihn bestuermte, sich der arabischen Foederation anzuschliessen und „das arabische Vaterland nicht an den Kommunismus zu verraten“. Boumedienne, der mit Moskau und ausserdem auch mit kommunistischen Kreisen in Euro- '■pa (besonders in Italien) enge J Verbindungen unterhaelt, ging auf diese Wuensche nicht ein. Er stimmte jedoch regelmaes-. sigen Konsultationen zwischen beiden Laendern zu, um eine gemeinsame politische Linie festlegen zu koennen. Der Sudan nimmt zu den Bemuehungen Aegyptens eine Politischdiplomat i s c h e Loesung zu erzielen eine neutrale Haltung ein. Bis jetzt ist der Sudan noch nicht Mitglied der arabischen Foederation. Im Staate am Oberen Nil war die kommunistische Partei und die linke Gewerkschaftsbewegung besonders stark, und Kreise dieser Organisationen arbeiteten bei dem Putsch gegen den sudanesischen Diktator General Numeiri zusammen. Nachdem dieser Revolutionsversuch zusammengebrochen war, rottete Praesident Numeiri in blutiger Weise alle Angehoerigen von kommunistischen und links-radikalen Organisationen aus. Er liess es auch auf einen Konflikt mit dem Ostblock ankommen und wies den bulgarischen Botschafter und einen sowjetischen Diplomaten mit der Behauptung aus, dass beide sich an dem Aufstandsversuch gegen ihn beteiligt haetten. Als die russische Presse gegen die Unterdrueckung von Kommunisten im Sudan protestierte, reagierten Numeiri und seine Mitarbeiter: „Die Sowjetregierung hat nach der Rettung Numeiris aus den Haenden der Verschwoerer es nicht fuer notwendig gehalten, ihm ein Glueckwunschtelegr a m m zu schicken, waehrend Moskau dem reaktionaeren Potentaten Koenig Hassan von Marokko sofort gratuliert hatte, als dieser Offiziersrebellen verhaftete und ohne Gerichtsverfahren ausrottete“. Inzwischen hat Ministerpraesid ent Kossygin auch Marokko besucht, d.h. die Sowjetunion macht ihre Haltung zum Koenig von Marokko nicht von seiner innerpolitischen Stellung abhaengig. Weil es frueher eine starke kommunistische Bewegung im Sudan gegeben hatte, hatte der libysche Praesident Gadafi gegen die Aufnahme Libyens in die arabische Foederation protestiert. Sie war bis zur Loesung der „inneren Probleme“ zurueckge stellt worden, die jetzt erfolgt ist. Der Chef des Sudan, Numeiri, der bisher als militaerischer Diktator regiert hatte, hat sich kuerzlich in einer Wahl als Praesident bestaetigen lassen, bei der er 96% der Stimmen erhielt. Im Rahmen der Wahlpropaganda richtete er erneut heftige Angriffe gegen die einheimischen Kommunisten und versicherte, sein Land werde sich nunmehr der arabischen Foederation anschliessen. Gadafi hatte dem Kollegen im Sudan bei der Niederschlagung des linken Aufstandes aktive Hilfe geleistet, indem er eine aus Englang nach dem Sudan unterwegs befindliche Rebellengruppe in ihrem Flugzeug abgefangen und an Numeiri ausgeliefert hatte. Der sudanesische Staatschef hat jetzt seine Regierung umgebildet und einen frueheren Mitarbeiter Abdel Bakr Awadalla zum Vize-Praesidenten ernannt. Der ganze Staat ist jetzt auf die panislamisch antikommunistische Linie eingeschworen und steht Libyen sehr nahe. Durch den Beitritt Numeiris zur arabischen Foederation wird Gadafi weiter an Einfluss im arabischen Raume gewinnen. Zugleich werden dadurch die Sorgen des aegyptischen Praesidenten vergroe s s e r t. Dieser kann auf seine arabischen Partner aus leicht erklaerlichen Gruenden nicht verzichten. Andererseits ist es ihm schwer, mit Bundesgenossen gegenueber Moskau aufzutreten, die dauernd antikommunistische Propaganda betreiben. Sadat wird nach seinem Moskau-Besuch noch mehr Muehe als frueher haben, um einen Ausgleich zwischen den widerstreitenden Tendenzen (politische Loesung, Haltung zu Moskau und Panislam) zu finden. Es ist durchaus moeglich, dass eines Tages Sadat vor die Frage arabische Foederation oder Moskau gestellt werden wird. N S-Kennzeichen Beschlagnahmt Bei der 4. Deutschen Waffenbörse auf dem Stuttgarter Killesberg hat die Polizei zahlreiche Kennzeichen ehemaliger nationalsozialistischer ISMQJSCHE FLUGZEUGE mit Israelischen Motoren In Kürze werden in Israel hergestellte Flugzeuge mit israelischen Motoren fliegen. Dies wird ein Fouga Magister Jet-Trainer sein, der mit einem Marboret-6 Motor, hergestellt in der Beth Schemesch Aero-Engine Factory Ltd., betrieben wird. Eigentümer dieses Unternehmens sind der französische Industrielle Joseph Shidlowsky, dem die Turbomeca Fabrik in den Pyrenaeen gehört, und die israelische Regierung. Die Motorenfabrik in Beth Schemesch wurde nach dem französischen Embargo auf Flugzeuge und Ersatzteile nach Israel nach Ende des Sechstagekrieges gegründet. Heute werden in dem Unternehmen 400 Arbeiter beschaeftigt. Um den Anforderungen zu genügen, werden weitere 200 Facharbeiter, Techniker und Ingenieure benötigt. Zusaetzlich zu den Marboret-2- und Marboret-6- Motoren hat das Unternehmen eine Jet-Turbine für Industriezwecke entwickelt. Diese ist eine Gasturbine, die besonders für den zivilen Markt hergestellt wird. Die Turbine kann 900 Kw versorgen und im ersten Stadium für ein elektrisches Generatorenwerk in Zeiten des Notstandes, bei Unterbrechung der Elektrizitaetsversorgung oder in isolierten Plaetzen benutzt werden. Vorlaeufig ist die Turbine noch nicht für einen staendigen Gebrauch ökonomisch rationell. Die Beth Schemesch Aeromotoren haben das Problem der fehlenden Arbeitskraefte noch nicht bewaeltigen können. Die Ausrüstung für das Werk ist ausserordentlich kostspielig. Die Maschinenanlage hat infolge starker Beanspruchung nur eine kurze Lebensdauer und eine begrenzte Rentabilitaet. Die Konkurrenten der Firma sind die Giganten der Flugzeugmotorenindustrie in Frankreich, England und Amerika. Israel hat einen neuen Zweig der Industrie entwickelt, trotz seiner verhaeltnismaessig kleinen Bevoelkerung, und ohne eine langjaehrige industrielle Tradition zu besitzen. Das Unternehmen in Beth Schemesch laesst Arbeitergruppen in Frankreich ausbilden, um das Produktionsniveau des farnzösischen Mutterunternehmens zu erreichen. Das Jahr 1970 war eine “running in”-Periode für die neue Fabrik, die 1971 die “Kinderkrankheiten” zu überwinden hofft, um eine Rentabilitaet zu erreichen. Bisher wurden nur Ersatzteile für Flugzeuge verwendet, in absehbarer Zeit werden auch die von Beth Schemesch hergestellten Motoren in die israelischen Flugzeuge installiert werden. Organisationen beschlagnahmt, die waehrend der Messe ausgestellt und gehandelt worden waren. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft teilte mit, man habe die NS-Kennzeichen aufgrund einer richterlichen Anordnung sichergestellt, weil die Verwendung und Verbreitung von Kennzeichen verbotener Organisationen strafbar sei. Die Ermittlungen gegen die Verantwortlichen seien noch im Gange. HITLERMUENZEN IN DEUTSCHLAND Ein 29 jaehriger Italiener hat nach Angaben der Polizei die Hitlermünzen eingeschmuggelt, die in den letzten Tagen in Oberbayern aufgetaucht sind. Wie vor kurzem bekannt gegeben wurde, hat die Landpolizei bei dem Italiener und einem Grossabnehmer rund 300 Münzen sichergestellt. Die Medaillen, die die beiden bei Herstellungskosten von 50 Pfennig zu einem Preis bis zu 20 Mark pro Stück verkauften, zeigen auf der Vorderseite ein Portraet des “Führers” mit der Aufschrift “Adolf Hitler 1889 bis 1945”. Auf der Rückseite befindet sich neben dem Reichchsadler mit Hakenkreuz die Inschrift “Ein Volk — ein Reich — ein Führer”. Stefan Laskowitz Joyero Ahumada 254 - Local 10 Fono 69464 ELISA stets grösste Auswahl in Uniformen San Antonio 65 Fono 381900 FIAMBRERIA 0S0RN0 WOLFGANG SCHIROKAUEB Avenida Yrarrirara' 1900 Telefon: 417472 Marcos Wisch S. Irene Weissmann de Wisch KINESIOLOGOS Rehabilitación en general. Consulta: Las Achiras 2960 Pocuro - Amapolas Fonos: 253336 - 289879