Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXXIII (1971)
- Issue
- 11 (Noviembre, 1971)
- Date
- 1971-11-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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NOVIEMBRE 1971 BOLETIN INFORMATIVO 17 DIE ZWEITE PHASE IN USA: Wirtschaft, Aussen-und Innenpolitik VON KURT GRDSSMANN. Die überraschende Pressekonferenz Praesident Nixons, in der er mitteilte, dass er nach dem Besuch Pekings mit einem relativ kleinen Staff im Mai naechsten Jahres Moskau besuchen wird, kann nicht darüber hinwegtaeuschen, dass gegenwaertig die schwierigen wirtschaftlichen Probleme der USA im Zentrum des Interesses stehen. Im Gegenteil: die Besuche Pekings und Moskaus beweisen nur, dass das wirtschaftliche Potential der Vereinigten Staaten sich ausserordentlich reduziert hat, zumal die angesprochenen “Alliierten” sich nicht bereit gefunden haben, den Vorschlaegen der USA zu folgen, welche unserm Lende die seit 1893 bis vor einigen Monaten eingehaltene positive Handelsbilanz zurückgegeben haetten. Als der Praesident am 7. Oktober, in einer relativ pessimistischen Rede die Fortsetzung der dirigierten Wirtschaft, v/enn auch auf freiwilliger Basis, nach dem 13. November ankündigte, lag die Ueberraschung nur darin, dass die verkündeten Kontrollen und geschaffenen Instanzen als eine “sehr milde Form” der Ueberwachung gegen die Inflation und Arbeitslosigkeit charakterisiert werden mussten. Ohne Teilnahme der Gewerkschaften in der Kommision für Löhne würde jedoch der ganze Nixon Plan einen Schlag ins Wasser bedeutet haben. Die Regierung hat sich die Kooperation der Gewerkschaften erkauft, nachdem sie ihnen versicherte, sie würde von jedweder Intervention in dieser also souveraenen Kommission absehen. Von den “Kontrollmassnahmen” ist jeder Teil der Wirtschaft ergriffen ausser unvera r b e i teten landwirtschaftlichen Produkten. Hier will man sich mit einem Appell en die Landwirtschaft helfen, die ohnehin teilweise von der Regierung subventioniert wird. Nach dem 13. November ist die Adjustierung der Gehaelter, wenn die Kommission zustimmt, möglich. Auch Mietssteigerungen werden mit Genehmigung der geschaffenen Preiskommission erlaubt werden. Keine Beschraenkung wird für die Profite erlassen werden, es sei denn es handelt sich um sogenannte “windfall profits”. Aber hier muss die Preiskommission ihr Urteil abgeben. Was die Gewerkschatten anlangt, so wird das kollektive Aushandeln der Arbeitskontrakte möglich sein, aber Gehaltssteigerungen werden nur erlaubt, wenn diese vor dem 15. August bewilligt worden sind. Angestellte können nicht rückwirkend für die ersten 90 Tage, da die erste Verordnung in Kraft war, Nachzahlungen erhalten. Die Regierung erwartet die freiwillige Erfüllung ihrer Verordnung, aber wird, wenn notwendig, gewisse Geldstrafen für deren Verletzung festsetzen. Der Praesident wird den Kongress bitten, das Dirigierungsgesstz bis zum 30. April 1973 zu verlaengern. Das Bestreben der Nixon Regierung, keinen neuen gigentischen Kontrollapparat zu schaffen, sondern auf die Einsicht der Bürger zu bauen, muss naturgemaess zu wesentlichen Abschwaechungen dessen, was Nixon will, führen. In den verschiedenen Ausschüssen, die gebildet werden, sind die Gewerkschaften, die Unternehmer und die Regierung immer in gleicher Anzahl vertreten. Der Druck auf die Preiskommission oder die Lohnkommission wird je nach der Situation der betreffenden Industrie fühlbar werden. Beschwerden der einzelnen Kaeufer, die sich übervorteilt fühlen, werden von der lokalen Steuerbehörde nachkontrolliert, aber in New York sind nur 20 Prozent der .eingereichten Beschwerden einer Nachprüfung unterzogen worden. Was aber schlimmer ist und wo eine Nachprüfung kaum möglich erscheint, sind die horrenden Preise, die von dem Konsumer verlangt werden. Wenn z.B. jemand eine Jalousie braucht, muss er heute etwa 53 DM bezahlen; aber das Geschaeft ist nicht verpf 1 ichtet nachzuweisen, wie der Preis vor dem 15. August war. Es gibt keine Kontrollen für Reparaturen, Lieferung von Gegenstaenden, die installiert werden müssen, sodass der Konsumer nach wie vor überfordert wird und keine Möglichkeit hat, den eingefrorenen Preis zu erfahren. Es gibt zwei Siiberstreifen am wirtschaftlichen Horizont, die sich beide im Monat September zeigten: die Arbeitslosigkeit ist um 325.000 zurückgegangen (8%) und das erste Mal sind die Preise um 0.4% gefallen. Es ist gewiss viel zu früh, darüber Hosiannah zu schreien, aber seit Jahren sind dies positive Erscheinungen, die Bedeutung haben können. Die Dollarkrise bleibt ungelöst, da die USA sich weigern, den Dollar zu entwerten; aber in Washington ist man sich WERNER SCHNITZLER S. CONTADOR COLEGIADO N? 4000 Contabilidad - Leyes Sociales - Leyes Tributarias RIO JACHAL 1454 — TEL. 371755 Dr. CLAUDIO LEHMANN Innere Medizin Rheumatologie »preehslunde von Montag bis Freitag von II bis >0 Uhr, Providencia 591, Of. 22 - Fono 237748 nach vorheriger Anmeldung. Bonen Rivera 2354 Telephon: 43111 klar, dass man den Dollardie Demokraten 44% der ausfluss bremsen muss. Viet- Waehler, waehrend die restlinam kostet heute nicht mehr chen 31% Unabhaengige sind. 30 Mrd. Dollar pro Jahr, son- In jedem Falle aber dürfte in dern “nur” 21 Mrd. Die Vereinem Rennen von drei Kaneinigten Staaten haben vielen didaten —Nixon, ein Demo- Laendem, darunter auch der krat und George Wallace— Bundesrepublik und Israel, der erstere 40% die Demokrawirtschaftliche und militaeriten ebenfalls etwa 40% erhalsche Hilfe gegeben, für die ten, waehrend die restlichen die beachtliche Summe von 20% an Wallace und Kandidainsgesamt 143 Mrd. Dollar ten von diversen Splitterparausgegeben wurde. Dazu komteien gehen. Bisher hat Nixon men die Milliarden für den es nicht vermocht, über die Unterhalt der Truppen in den 43%, mit denen er 1968 geverschiedenen Aussenposten, waehlt wurde, hinauszukomder unkontrollierte Ausfluss men. Das ist ein wichtiger von Dollarinvestitutionen, von Faktor, wenn man bedenkt, denen keine zurückgeflossen dass er objektiv einiges getan sind, plus der normale Ueberhat, den Vietnamkrieg zu reweisungsverkehr von sögeduzieren und der Stimmung nannten Spekulantendollars, der Bevölkerung bezüglich die Flucht in eine festere der Minderheiten in jeder Waehrung, sei es die deutsche Weise entgegenzukommen. Mark oder der Schweizer ., ' „ Franken. Die Entwertung des Als Nixon am Fernseh- Dollars ob in Europa oder schirm erschien (ich hatte ihn Japan, is die Folge - und laengere Zeit nicht gesehen), diese prekaere wirtschaftliche vi(ar er nicht nur “aelter ge- Situation zwingt den Praesiworden, sondern tiefe Sorgendenten, den Versuch einer falten sind in sein Gesicht Detente scwohl mit den Chieingegraben. Er ist der Praenesen wie mit den Russen zu sident eines der grössten, machen. maechtigsten Laender der westlichen Welt, aber ein Nach den USA-Intelllgenzeinsamer Mann, den die Aufberichten haben die Russen gaben und Probleme niederihr Raketenpotential ausserordrücken. Die Opposition in dentlich verstaerkt. Die USA, seiner eigenen Partei ist verwirtschaftlich geschw a e c h t. 3tUmmt. Der Abgeordnete Glos- und überengagiert in vielen key, welcher in den Vorwah- Laendern, bevorzugt heute, ien gegen Nixon antreten mit den Russen zu einem Abwollte, ist nicht in der Lage kommen über eine Abrüsgewesen, wesentliche Wahltungskontrolle zu kommen - gelder aufzutreiben. Die wirk- und in dieser Richtung kann üche Gefahr für Nixon kommt der Moskau-Besuch Nixons vom demokratischen Lager, durchaus von Bedeutung sein, welches bisher zwei erklaerte In Wirklichkeit folgt der praesidentschafts kandidaten Praesident der Politik, für die _ George McGovern von Bundeskanzler Willy Brandt South Dacota und Frank sich durchaus das Copyright Harris von Ohio — hat. Aber erworben hat. Brandt besuchder Mann, der die grössten te Breschnev in der Krim, die Aussichten hat, gegen Nixon Franzosen umwerben die Rusdas Rennen zu machen, ist sen... und nun folgt der Prae- und bleibt: Senator Edmund sident des maechtigsten west- Muskie aus Maine, der sich liehen Staates: Nixon. (Es ist bisher nicht erklaert hat, aber nur zu hoffen und zu wunbereits wie ein Praesidentschen, dass das Interesse kleischaftskandidat agiert. Nixon ner Laender, wie z.B. Israel, ajs amtierender Praesident hat bei der Umarmung von Onkel viele Trümpfe in der Hand, San mit dem russischen Bae- und er beginnt, sie langsam ren nicht geopfert wird—). auszuspielen: der Besuch Pe- Inzwischen wird hier nicht kings und nun der Besuch übersehen, dass in den Moskaus. Alles deutet auf einaechsten 13 Monaten die ne Liquidierung des Krieges Entscheidung über die Perin Vietnam hin. Nixon hat sönlichkeit fallen wird, die bisher dem “wiedergewaehldas Land vom Weissen Haus ten Thieu nicht gratuliert. Weiaus für weitere vier Jahre tere Trümpfe sind noch nicht führen wird. Wenn wir der ausgespielt, aber wenn die reinen Statistik glauben sol- Wirtschaftskrise halbwege gelen, dann haben gegenwaertig löst wird, kann das Land noch die Republikaner nur 25%, Überraschungen erleben. 13 f»al*M de EUROPA con un bátalo 4* l* cla«e »in je cargo para trana» oxprasos o ra»arva da asíanlo» coa 4«r»dM da 1 14 3 masas DIRIJASE A SU AGENTE DE VIAJES o a la oficina de emisión en Santiago BANDERA 75 OF. 111 Caa. 3938 FONO 85700 25. TODESTAG VON RABBINER DR. S. WEISSE Kuerzlich waren es 25 Jahre seit dem in London erfolgten Ableben des Rabbiners Dr. Samson Weisse, der der aelteren Generation der Berliner Juden aus der Vorkriegszeit noch lebhaft in Erinnerung sein wird. Dr. Weisse war der Seniorrabbiner der Berliner Juedischen Gemeinde. Geboren in Ungarn als der Sohn eines Gelehrten, widmete er seine rabbinische Taetigkeit den juedischen Gemeinden in Deutschland. Zuerst amtierte er in Dessau und im Jahre 1903 erhielt er eine Berufung nach Berlin. Alle die ihn kannten, waren tief beeindruckt von seinem kraftvollen Eintreten fuer die Werte des Judentums. Er setzte seine Arbeit bis zum Jahre 1939 fort, obwohl er bc reits ein hohes Alter erreicht hatte; er fuehlte, dass er seiner Gemeinde zu dienen hat, solange die Vorsehung ihn dazu befaehigen wuerde. Er vertrat die Juedische Gemeinde oftmals in oeffentlichen Funktionen, unter anderem als Hauptredner bei der Einweihung des neuei juedischen Krankenhauses waehrend des 1. Weltkrieges. Dr. Weisse war Rabbiner der Neuen Synagoge (Oranienburger-Strasse) und am Tempel in der Luetzowstrasse, wo er auch die Religionsschule leitete. Spaeter predigte er auch im Tempel Fasanenstrasse. Er war einer der Hauptbegruender der besonderen Jugendgottesdienste. Zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter fand er in England Zuflucht, kurz bevor der 2. Weltkrieg ausbrach. Im Jahre 1943 verlor er seine geliebte Gattin. Bei der Beerdigung hielt er selbst eine ergreifende Gedenkr e d e. Er wurde fast 90 Jahre alt und ist auf dem Friedhof der United Synagogue in Willesden bestattet worden. Der Name des Rabbiners Dr. Samson Weisse ist untrennbar verbunden mit der Geschichte der Berliner Juedischen Gemeinde. K. STEIN (AJR Information, London) RUDI JELCN Fein« Goldschmiede Arbeiten Moderne Aenderungen Uhren Reparaturen Staendige Auswahl ren Schmueksaehen Barmiiwahgeachenko Edif. Tza. de Armas Local 138, (entrepiso) Eingang MONJITAS 178 Teléfono 3S4S8I VINA DEL MAR HELENE MISCII 1 PONIENTE 239 TEL. 882146 - CASILLA 829 Abierto todo el año. Cada pieza con baño exclusivo. Piezas 2 ó 3 camas E° 60.— De 1 cama E° 73.— a partir del 1? Enero 1972 piezas 2 ó 3 camas E° 77.— de 1 cama E° 90.— incl. desayuno e imp. Almuerzo - Comida - Once