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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1971-09-01 · 9 (Septiembre, 1971) · p. Seite 20

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIII (1971)
Issue
9 (Septiembre, 1971)
Date
1971-09-01
Page
Seite 20 (sequence 22)
Language
German
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20 BOLETIN INFORMATIVO SEPTIEMBRE 1971 UMSCHAU SPANIEN Christlich-juedische Vergangenheit feiert Wiedergeburt Spanien ist ein Land der extremen Gegensaetze, wie es nicht nur die grellfarbenen Gemaelde eines Picasso oder die wegen ihrer knallharten Dramatik wenig gespielten Stuecke eines Ramón Valleinclán offenbaren. Waehrend sich Faschisten und Antisemiten ungehindert entfal ten koennen, waechst auf der anderen Seite auch die Planze der christlich - juedischen Freundschaft und die Bereitschaft zur Rueckbesinnung auf eine gemeinsame Kultur von Juden, Christen und Moslems, die bis 1492 dem Lande eine hohe geistige Bluete bescherte. In Hervas, dessen Judenviertel besser erhalten ist als die beruehmte “Judería” von Toledo, wurde jetzt von Bürgermeister Caspar López-Gil eine der Hauptstrassen umbenannt in “Strasse der Juedisch - Christlichen Freundschaft”. Den Anlass lieferte ein Versoehnungsmahl, das die Stadt an der einstigen “Silberstrasse” der alten Roemer im Norden der westspanischen Provinz Cáceres zu Ehren der “Gesellschaft fuer Juedisch- Christliche Freundschaft” veranstaltet hatte. Diese Gesellschaft, angefuehrt von Madrider Rabbiner Benito (Baruch) Garzón und dem Generalvikar der Erzdioezese Madrid-Alcalá, Vicente Serrano, hatte die juedischen Kulturdenkmaeler und die Synagoge von Hervas besichtigt, die vom spanischen Staat als nationale Gedenkstaetten in Obhut genommen werden. In Hervas befindet sich ein noch intaktes Juden viertel aus dem Mittelalter, und die Erinnerung an die einstigen juedischen Bewohner ist geblieben. Es gibt dort eine “Strasse des Rabbiners” und eine “Synagogenstrasse”, und vor 1492, dem Jahr der Judenaustreibung, war die Stadt vorwiegend von Juden besiedelt, wie das Sprichwort sagt: “En Hervas, judíos lo más” ■— In Hervas leben meistens Juden. In Spanien sind die geschichtlichen Zeugnisse des friedlichen Nebeneinanders der drei grossen monotheistischen Religionen noch so lebendig wie in Jerusalem. Sie ueberdauerten die Austreibung der Mauren und Juden und die politischen Wirren der Jahrhundertwende. WELCHE WAGEN KAUFEN DIE ISRAELIS? Der populaerste und meistgekaufte Wagen in Israel ist immer noch der franzoesische Peugeot, gefolgt von VW, Fiat und Ford. Im Jahre 1970 sind 15.188 Personenwagen und Taxis importiert worden, wovon 2280 PW und 649 Taxis Peugeot waren. VW kam auf 2051, Fiat auf 1429 und Ford auf 1345. Ferner wurden 819 NSU, 813 Opel, 623 Volvo Mercedes (meist Taxis), 583 Renault und 549 Simca gekauft. Die uebrigen rund 3500 importierten Personenwagen verteilten sich auf 63 verschiedene andere Marken. Peugeot war die einzige Firma, die ihren Verkauf in Israel steigern ten fuehren koennte, verboten konnte. und strafbar; dies hindert scheinbar die Delinquenten in ITALIEN ihren Handlungen nicht. Medaille der Gerechten an fuenf Italiener Die Medaille der Gerechten von Jad Waschern in Jerusalem ist durch den israelischen Botschafter in Rom, Amiel Najar, an fuenf Italiener verliehen worden, die waehrend der faschistischen und nationalsozialistischen Verfolgungszeit an der Rettung von Juden mitbeteiligt waren. Unter den Ausgezeichneten befinden sich der Priester Dante Sala, Arturo Jemolo, ein Professor fuer kanonisches Recht, und der ehemalige Polizeichef von Rom, Angelo De Fiore. Die Laudationes wurden durch Senator Piero Caleffi, den Presidenten der Gesellschaft Italien-Israel, verlesen. Skulptur zum Andenken an die Schreckenszeit In einer Giesserei in Pietrasanta in der Toscana ist ein gigantisches Kunstwerk von ueber acht Metern Hoehe in der Form von bronzenen Schriftrollen — ein Werk des beruehmten Bildhauers Nathan Rapoport — Vertretern die israelischen Behoerden vor der Einschiffung nach Israel uebergeben worden. Das Memorial soll seinen Platz auf den Hoehen des Maertyrerwaldes in Jerusalem finden, wo es Ende Juni in einer oeffentliehen Zeremonie eingeweiht wurde. JUGOSLAWIEN Kein offizieller Antisemitismus — volle Gleichberechtigung Des oefteren wird betont, dass — trotz der offiziellen antiisraelisc h e n Einstellung Jugoslawiens im nahoestlichen Konflikt — in Jugoslawien selber kaum einer Spur von Antisemitismus festzustel len sei, weder in der Oeffentlichkeit noch in der Staatsverwaltung. Diese Beobachtung kann in der Tat als richtig bestaetigt werden. Die juedische Gemeinschaft, gleich anderen Volksgemeinschaften, geniesst die vollen bürgerlichen Rechte und entwickelt ungestoert ihre nationalen, kulturellen und religioesen Aktivitaeten. Juden nehmen am oeff entliehen Leben teil und sind nicht selten in hohen Positionen in der Wissenschaft, in der Wirtschaft und auf den uebrigen Gebieten des oeffentlichen Lebens zu finden. Die jugoslawische Demokratie, die sich, unter anderem, insbesondere in der Pressefreiheit widerspiegelt, wird von Teilen der Pressen oft missbraucht, und so sind — besonders in der letzten Zeit — nicht selten auch antisemitische Aufsaetze zu lesen, auf die es gelegentlich auch positive Reaktionen gibt. Hierdurch wird die schoene Tatsache, dass in Jugoslawien kein “offener” Antisem i t i s m u s sichtbar ist, einigermassen ueberschattet. Wohl ist nach dei Staatsverfassung jede Taetigkeit, die zu nationalen, rassischen, religioesen und anderen aehnlichen Unduldsamkei- IRAK Oberrabbiner Sasson Kadoorie gestorben Im hohen Alter von 91 Jahren ist in Bagdad der irakische Oberrabbiner Sasson Kadoorie gestorben, der waehrend rund 40 Jahren das geistliche Oberhaupt der Juden im Irak gewesen war. In dieser Zeit verminderte sich die einst prosperierende juedische Gemeinde dieses Landes auf nur noch 3.000 Personen, nachdem Zehntausende von Juden nach Israel ausgewandert waren. In den vergangenen Jahren hatte Kadoorie mehrmals Reden gehalten, in denen er den Zionismus kritisierte und entgegen den bitteren Tatsachen die Behauptung aufstellte, die Juden im Irak wuerden nicht schlecht behandelt. Nach den unmenschlichen Exekutionen von Juden soll er erklaert haben, Verbrecher duerften nicht geschont werden, falls sie schuldig seien. Man legte seine widersprüchliche Haltung dahin aus, dass die Behoerden ihn dazu gezwungen haetten, um ihn als Aushaengeschild zu benuetzen. Grund zur Skepsis war allein schon die Verbreitung der Aeusserungen Kadoories durch die Informationsmedien der irakischen Regierung. Die amtliche Mitteilung von seinem Ableben beschrieb ihn als treuen irakischen Buerger, dessen Loyalitaet seinem Vaterland gegenueber nie geschwankt habe. Der Verstorbene hinterliess drei Soehne und zwei Toechter im Alter zwischen 40 und 60 Jahren. Noch drei irakische Juden im Gefaengnis Der groesste Teil der im April verhafteten etwa 120 Juden ist bis heute freigelassen worden. Auch die beiden Brueder Meir und Sasson Abda, die im Jahre 1967, bald nach dem Sechstagekrieg, eingekerkert wurden, sind wieder in Freiheit. Doch drei Juden bleiben noch in Haft. Zweifel bestehen, ob Shoua Soffer, ein 70 jaehriger Kaufmann, der im Mai letzten Jahres verhaftet wurde, noch am Leben ist. Die beiden anderen sind Szra Joury, 35 jaehrig, der seit beinahe zwei Jahren im Gefaegnis ist, und Kram Baher, der vor ueber einem Jahr in Haft genommen wurde. Man vermutet, dass sie im beruechtigten “Ribah Palace” eingesperrt sind, wo Gegner des Baath-Regimes festgehalten werden. SOWJETUNION Juedische Mueiler ersuchen um Ausreisegenehmigung fuer ihre Kinder In Moskau zirkulierte ein von 12 juedischen Muettern unterzeichne t e r Aufruf, in dem diese das Recht ihrer Kinder fordern, nach^ Israel auszuwandern. Der Brief, der dortigen westlichen Korrespondenten zugekommen ist, richtet sich an Parteichef Breschnew, Premier Kossygin und Staatspraesident Podgorny. Die Muetter schreiben in ihrem Appell: “Unsere Kinder haben nicht die Moeglichkeit, die Sprache und Geschichte ihres Volkes zu lernen und sich mit dessen Kultur vertraut zu machen. Unsere Kinder sind von ihrem Mutterland abgeschlossen, und wir fuerchten um ihre Zukunft”. Die Muetter haben sich entschlossen, die Kinder im Alter von einem bis zu 19 Jahren auch dann nach Israel fahren zu lassen, wenn sie selbst keine Ausreisebewilligung erhalten. Ein "Danaer-Geschenk" Als der sowjetrussische Vizeaussenmin i s t e r Zarapkin kuerzlich in Kopenhagen weilte, wurde er von einem kleinen Maedchen begruesst, das ihm einen Blumenstrauss und ein Buch ueberreichte. Es war dies ein ganz besonderes Geschenk, denn beim Buch handelte es sich um eine Hagada und in den Blumen verbarg sich ein Appel zugunsten der Menschenrechte der Juden in Russland. Der Appel begann mit den Worten: “Genosse, weisst Du, dass die Sowjetunion ihre juedischen Buerger diskriminiert?” Zarapkin bedankte sich laechelnd fuer die Gaben — allerdings bevor er vom Inhalt hatte Kenntnis nehmen koennen. Die gut gelungene Aktion war das Werk des daenischen Aktionskomitees fuer die Juden in Russland. TSCHECHOSLOWAKEI Boehmen hat keinen Rabbiner Auf eine Umfrage des “Council of Jews from Czechoslovakia” in Grossbritannien bei den juedischen Gemeinden der CSSR ueber deren Taetigkeit hat Ing. Frantisek Fuchs, der Vorsitzende des Rates der Juedischen Gemeinden in der Tschechischen Sozialistischen Republik, eine kurze Uebersicht ueber die gegenwaertige Situation gegeben. Daraus geht hervor, dass Gottesdienste in allen bestehenden Gemeinden am Schabbat und den Hohen Feiertagen abgehalten werden. Seit dem Tode von Oberrabbiner Dr. Richard Feder gibt es jedoch keinen Rabbiner fuer Boehmen; ein Kandidat fuer das Der verstorbene Oberrabbiner Dr. Feder. Amt in Prag studiert gegenwaertig am Leo Baeck College in London. Er wird dieses Jahr seine Studien beenden. Ing. Fuchs weist auch darauf hin, dass Hunderte von juedischen Friedhoefen an Orten, von wo alle Juden durch die Nazis vertrieben worden waren, vernachlaessigt seien und niemand, fuer die Pflege sorge. Die juedische Gemeinde in Bruenn gab auf die Umfrage hin bekannt, dass dort regelmaessig Gottesdienste durchgefuehrt werden. Vorsteher der Gemeinde ist Rudolf Mandler, die Funktion des Kantors uebt Alexander Neufeld aus. — In der Slowakei sind noch an 23 Orten juedische Gemeinden vorhanden, von denen Bratislava und drei andere Ortschaften einen taeglichen Gottesdienst kennen. Ein Rabbiner, Isidor Katz, amtet in Galanta, waehrend an vier weiteren Orten Religionsbeamte, darunter Schochtim, taetig sind. RUDI JELEIU Feine Goldschmiede Arbeiten Moderne Aenderungen Uhren Reparaturen Staendige Auswahl von Schmucksachen Barmizwahgeechenke Edil. 'Pza. de Armas Local 138, (entrepiso) Eingang MONJITAS 17t Teléfono 384865 MACHSORIM (Libros de Rezos) para Rosh Hashana y Yom Kipur, Edición del Consejo Mundial de Sinagogas, en castellano están a disposición de nuestros socios en la Secretaría. SCI B’ne Jisroel Ein glueckliches Leschono Tauwoh wuenscht Maletería Santa Lucía Ltda. Sucesión Otto Kraus G. Alameda 299 frente Portugal Fono 30956

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