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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1971-08-01 · 8 (Agosto, 1971) · p. Seite 14

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIII (1971)
Issue
8 (Agosto, 1971)
Date
1971-08-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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14 BOLETIN INFORMATIVO AGOSTO 1971 UEBER DIE JUDEN AUSTRALIENS UND NEUSEELANDS Obwohl rein zahlenmaessig die juedischen Gemeinschaften Australiens und Neuseelands nicht bedeutend sind (Australien: 70.000 Juden 0,6% der Bevoelkerung; Neuseeland: 3.000 0,15%), fand der britische Oberrabiner Dr. Jakobovits bei seinem vierwoechentlichen offiziellen Besuche, den er vor kurzem den Antipoden abstattete, dort ein bluehendes, aeusserst reges juedisches Leben vor. Dies konnte er mit grosser Genugtuung in einer Londoner Versammlung berichten, Besonderes Lob spendete er dabei dem juedischen Schul- und Unterrichtssystem in den groesseren Staedten wie Melbourne, Sydney, Wellington und Auckland. In Melbourne zum Beispiel bestehe die groesste juedische Tagesschule der Welt, naemlich das Mount Scopus College mit 2.000 Schuelern, die taeglich in ueber 40 der Schule selbst gehoerenden Bussen zum Unterricht abgeholt und nachmittags wieder nach Hause gefahren werden. Dazu gebe es noch fuenf andere Schulen, die insgesamt die Haelfte aller Kinder der Gemeindemitglieder erfassten. Seinem einstuendigen Vortrag, der einen umfassenden Ueberblick gab, waren viele andere Einzelheiten zu entnehmen; nur die hervorstechendsten koennen hier aufgefuehrt werden. Zutiefst beeindruckt war Dr. Jakobovits, wie er sagte, von dem Gefuehl der Isolierung, unter dem die Australier und Neuseelaender allgemein, und die dortigen Juden noch viel mehr, litten. Was die Struktur des juedischen Gemeindewes e n s betrifft, so konnte er feststellen, dass es sich weitgehend nach dem britischen Vorbild richtete; auffallend sei auch die intensive Loyalitaet zur britischen Krone. Ein Grossleil der Gemeinden unterstellte sich einem Oberrabbinat, bzw. die Sefardim dem Londoner Chacham. Die isolierteste aller juedischen Gemeinden befindet sich in Perth (Westaustralien), 2.500 km von der naechsten Gemeinde (in Adelaide) entfernt! Das ausgepraegte Unterrichtssystem, zusammen mit den eifrig gefoerderten und gut unterstuetzten juedischen Jugendverbaenden, wirke sich, so unterstrich der Oberrabbiner, sehr positiv aus: Nachdem sich die aeltere Generation, oft durch Nachlaessigkeit, den Werten der juedischen Tradition entfremdet habe, sei bislang ein Schwund der juedischen Identitaet in den Antipoden zu befuerchten gewesen. Jedoch sei neuerlich zu konstatieren, dass die Jugend, “zurueckkehre”; sie zeige ein reges Interesse — theoretisch wie auch praktisch — im Judentum, in der Religion und in einem demgemaessen Lebenswandel. Die Jugend habe ein gutes juedisches Wissen und sei bemueht, es in die Praxis umzusetzen; und wo beispielsweise viele Elternhaeuser laengst nicht mehr koscher gefuehrt worden seien, sorgten haeufig die Kinder fuer die Wiedereinfuehrung von Kaschruth. Eindrucksvoll, bei Alt und Jung, sei auch die aktive Verpflichtung dem ZWEI GEDENKBEECHEIt (De la pág. 13) Wiederum ist es Gold gelungen, aus einer Fuelle von Einzelarbeiten ein organisches Ganzes herzustellen. Der Text richtet sich nicht an den Fachhistoriker, sondern an den empfindsamen juedischen Leser, der an den Geschicken der darrestellten Gemeinden nicht ohne Ruehrung voruebergehen kann. Fuer jede Gemeinde hat Gold, der selbst zahlreiche wohlfundierte Beitraege beigesteuert hat, kundige Mitarbeiter gefunden und darueber hinaus auch viele Foerderer, die das Erscheinen dieses Bandes erleichtert haben. Angefangen mit Baden bei Wien, wo Juden erst 1806 genannt werden, da sie vorher in Tribuswinkeln wohnen mussten, fuehrt das Werk in alphabetis eher Reihenfolge durch eine Grosszahl juedischer Gemeinden mit ihrem typologisch aehnlichen und individuell doch unaehnlichen Geschick. Ueber das an der Schweizer Grenze liegende Hohenems berichtet der Rezensent, sich dabei auf die unvergaenglichen Arbeiten von Rabbiner Taenzer stuetzend. Es folgen Hollabrunn, Innsbruck, Klagenfurt, Komeuburg, Krems, Leoben, Linz, um aus der langen Reihe einige Namen herauszugreifen. Der Geschichte der Juden in Wien hat Gold bereits vor Jahren einen eigenen Gedenkband gewidmet. Von grossem Wert sind auch die Anhaenge ueber oesterreichische Juden im Rechtswesen, in der Medizin, in der Literatur und heute noch in der Welt. Ergreifend wirken die schlichten Illustrationen, welche die ehrwuerdigen Synagogen zeigen, die im Nazibrand zerstoert worden sind. Friedhoefe sieht man von alter Weihe, Rabbiner, die ihre Gemeinde gefoerdert haben, Gemeindefuehrer, die sich fuer die Erhaltung juedischen Lebens eingesetzt haben. Die Bilder von der “Umsiedlungs- Aktion” 1938—1945 erwecken heute noch Grauen, und so mischt sich beim Lesen des herrlichen Bandes Erhebung mit Schmerz. Da wir auf weitere Einzelheiten nicht eingehen koennen, schliessen wir mit einem globalen Dank und wuenschen dem Gedenkbuch die ihm gebuehrende Verbreitung. BERLIN Gegenwart im Rueckblick. Festgabe fuer die Juedische Gemeinde zu Berlin 25 Jahre nach dem Neubeginn. Herausgegeben von Herbert A. Slrauss und Kurt R. Grossmann. Lothar-Stiehm-Verlag, Heidelberg, 1970. Auf den Spuren der frueheren Gemeinde entstand nach dem Krieg von neuem die Juedische Gemeinde zu Berlin, die sich bemuehte, den Geist der einstigen Grossgemeinde in ihrer Taetigkeit einzufangen. Nach muehsamem Aufbau konnte sie zu neuer Entfaltung gelangen, und da war es ein schoener und erhebender Gedanke, 25 Jahre nach dem schweren Neubeginn an den Glanz zu erinnern, der von der einstigen Gemeinde ausgegangen ist. Jeder, der mit ihr in Verbindung treten durfte, war von der kraftvollen Organisation, der nie das Menschliche gefehlt hat, tief beeindruckt. In diesem Zusammenhang darf ich wohl darauf hinweisen, dass ich erstmals an den Herbstfeiertagen 1931 in Berlin zu predigen hatte und vielfache Kontakte unterhielt bis zu der schweren Erschuetterung des Jahres 1938. Uns allen sind vor allem die herrlichen Gottesdienste unvergesslich. Nicht ein historisches Buch sollte vorgelegt werden, sondern eine Festschrift, die von einstigen Berlinern, zu denen neben fuenf New Yorkern auch Dr. Ernst Ludwig Ehrlich (Basel) gehoert, sorgfaeltig zusammengestellt worden ist und durchwegs beachtliche Beitraege enthaelt. Waller Breslauer, einstiger Verwaltungsdirektor, ueberbringt einen “Glueckwunsch aus dem Kreis der “alten” Juedische Gemeinde”, und die Einfuehrung von Kurt R. Grossmann stellt anhand historischer Ausfuehrungen den Uebergang von der Vergangenheit zur Gegenwart dar. Alle Beitraege aufzuzaehlen, w a e r e schwierig; sie einzeln zu bewerten, noch schwieriger. Wir finden historische Beitraege und sehr wertvolle persoenliche Erinnerungen. Herbert A. Strauss berichtet ueber “Die preussische Buerokratie und die antijuedisehen Unruhen von 1934”, in einen Zeitraum von hundert Jahren spaeter fuehrt Ernest Hamburgers Studie ueber “Juedische Parlamentarier in Berlin 1848 bis 1933”; er war 1933 der letzte juedische Abgeordnete im preussischen Landtag. Adler- Rudel schreibt ueber Fuersorgeprobleme, Max Birnbaum ueber Bevoelkerungsstruktur, Michael Munk ueber die Austrittsgemeinde Adass Jisroel, Hanns Reissner ueber die Gebrueder Veit, Elisabeth Feist- Hirsch gibt Erinnerungen an das Reichenheimsche Waisenhaus. Wir finden noch weitere wertvolle Erinnerungsbeitraege, vor allem von Rabbinern, die bis zum Schluss in Berlin amtierten wie MaxNussbaum und Joachim Prinz. George Salzberger, der in der heutigen Juedischen Gemeinde zu den Feiertagen predigt, stellt reizvolle Eindruecke aus der Vorkriegszeit zusammen. Warum die Beitraege von Wolfgang Hamburger, Steven Schwarzschild, Manfred Swarsensky, Nussbaum und Prinz in englischer Sprache wiedergegeben werden, kann ich nicht feststellen. Sie alle haben als Rabbiner in Berlin gewirkt. Es ist eine “Festschrift von den ueberlebenden Juden draussen fuer die Berliner Juden drinnen”, und dadurch erklaert es sich, dass die Indices im Anhang und die Bildlegenden in englisch abgefasst sind. Der Vorzueglichkeit des Inhalts kann diese methodische Massnahme keinen Abbruch tun. Das Buch erfuellt jeden mit Wehmut fuer die untergegangene und mit Achtung fuer die heutige Juedische Gemeinde zu Berlin. Lothar Rothschild (Israelitisches Wochenblatt, Zuerich) Synagoge in Sydney (Australien). Aus der Kunstsammlung der Jüd. Gemeinde Bsrlin. Staate Israel gegenueber — ein Spiegelbid der israelfreundlichen Politik beider Laender Australien und Neuseeland. Der Oberrabbiner war auch Gast bei mehreren Regierungsempfaengen, und die offiziellen Stellen hatten sich der Muehe unterzogen, zu diesen Gelegenheiten ein koscheres Essen zu geben. Herkunftsmaessig konstituierten sich die australischen Juden wie folgt: Perth: viele Palaestinenser (im ersten Weltkrieg eingewandert); Adelaide: 40 Prozent aegyptische Juden; Melbourne: meist Osteuropäer (nach dem zweiten Weltkrieg gekommen); Sydney, Auckland und Wellington: britische Juden. ( Die NS-Fluechtlinge erwaehnte er nicht). Begleitet von seiner Gattin war Dr. Jakobovits auf seiner Tour ueber vier Kontinente und vier Ozeane geflogen, hatte 28 Mal ein Flugzeug betreten und 60 Mal oeffentlich gesprochen. Er hatte sich unterwegs auch ganz kurz in Honkong aufgehalten. Dort lebten, wie er erzaehlte, 300 juedische Familien; und es war seine Ansicht dass Honkong nach Jerusalem die interessanteste und erregendste Stadt der Welt sei. Alles in allem habe er auch jetzt wieder bestaetigt gefunden, dass das Haus Israel ein einmaliges und ein geeintes Haus sei; er sei bis ans aeutfserste Ende der Diaspora und in die einsamsten Gemeinden gekommen, und auch dort sei das Judentum nicht nur nicht dem Untergang geweiht, sondern es verjuenge und erneuere sich wie ehedem. William Stern, London Juedische Wochenzeitung Duesseldorf Max Wetzstein & Sohn Ar. M. Montt UH Fono 4817# Neubesieh en und Umarbeitungen Modernste Importierte Beingssioffe a. InleHi Parkas Acolchadas de Nylon Schlafsaecko Komme einmal im Monat nach Viña u. nehme Auftraege entgegen. ELISA Jiete groeaate Auewahl ln UNIFORMEN fuer Damen und Herren eowle elegante Damen-Untcrwaeaehe Son Anteale (S (zwischen Alameda und Meneda) rene Ultte Stefan Laskowitz Joyero Ahumada 254 - Local 10 Fono 69464

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