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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1971-07-01 · 7 (Julio, 1971) · p. Seite 19

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIII (1971)
Issue
7 (Julio, 1971)
Date
1971-07-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
Language
German
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JULIO 1971 BOLETIN INFORMATIVO 19 ARABISCHE EINHEIT - WIEDER EIN TRAUM von unserem Korrespondenten in Israel J. E. Palmon Wenige Tage vor dem 5. Juni, dem Jahrestage des Beginns des Krieges von 1967 verbot die Regierung des Koenigs Hussein das weitere Erscheinen der Tageszeitung “Ad-difaa” (Widerstand), die sich schon im alten Palaestina unter der britischen Mandatsherrschaft als nationalistisch •—kaempferisches Organ einen Namen gemacht hatte. “Addifaa” hatte sich bei der jordanischen Regierung durch Veroeffentlichung nicht naeher bezeichneter Nachrichten missliebig gemacht, und sofort folgte das Verbot. An die Stelle von “Ad difaa” wurde ein Blatt gesetzt, das loyal die Weisungen der Regierung zu befolgen hatte. Zur gleichen Zeit konnte die im besetzten Ostjerusalem erscheinende unabhaengige ara bische Zeitung “Al Kuds” ungehindert weiter herauskommen und an den Massnahmen der Regierung Israels Kritik ueben. Die Vorgaenge in Jordanien und in der uebrigen arabischen Welt veranlassten jedoch den Redakteur der Zeitung zu dem bitteren Kommentar, dass die Hoffnungen auf arabische Einheit und Aktionsgemeinschaft sich wiederum als Traum erwiesen haetten. Tatsaechlich ist die arabische Welt weiter von Einheit denn je entfernt. Der Hilfsvertrag zwischen der Sowjetunion und Aegypten, der den Nilstaat fuer 15 Jahre an Moskau bindet und der die Regierung des Praesidenten Sadat von politischen und militaerischen Konsultationen mit Moskau abhaengig macht, hat zugleich zu einer neuen Spaltung im arabischen Lager ge faehrt. Fuer einen konservativen Herrscher wie den Koenig Feisal von Saudi Arabien ist Aegypten zu einem Vasallen des kommunistischen Russ land geworden. Wenn auch Koenig Feisal als “Siegelbewahrer des Islam” in den heiligen Staetten gegen Israel kaempfen will, so ist ihm eine Bindung an die “gottlose” USSR sehr unsympathisch. Die Russen ihrerseits deuteten auch an, dass sie die ara bische Welt in progressive und reaktionaere Staaten teilen. Unmittelbar nach Abschluss ASSAD (Syrien) . dss Hilfsvertrages zwischen der USSR und Kairo veroeffentlichten zwei gewoehnlich gut informierte libanesische Zeitungen die Meldung, dass Russland aehnliche Abkommen mit dem Irak, Syrien, Sudan und Suedjemen abschliessen woll. Die Tendenzen der sowjetischen Politik wurden klar: die revolutionaeren Regime im arabischen Lager sollen politisch und mit Waffen unterstuetzt werden, ausserdem will die USSR sich durch die Verbindung mit Suedje men den Zugang zu dem so wichtigen Hafen von Aden am Eingang zum Roten Meere sichern. LIBYEN STEHT ABSEITS Auffaellig an den erwaehnten Nachrichten war, dass in ihnen der Name von Libyen fehlte, das zusammen mit Syrien und Aegypten erst vor kurzer Zelt die neue arabische Konfoederation gebildet hatte. Nicht nur der Umstand, dass Libyen selbst viel Geld besitzt, trug zur Ausschaltung Libyens aus der russischen Beistandsliste bei. Moskau steht ausserdem dem Praesidenten von Libyen Gadafi mit deutlichem Misstrauen gegenueber. Gadafi hinderte z.B. den Sudan am Beitritt zur arabischen Konfoederat i o n, weil dort Kommunisten an der Regierung beteiligt sind, und Gadafi verlangte Ausschluss der Kommunisten. Erst dann koenne man ueber Anschluss des Sudan reden. Der Praesident Libyens, der sprunghaft und unsicher ist (boese Zungen behaupten, dass er sich schon in psychiatrischer Behandlung befunden haette), hat in einem Interview jede Bindung an den internationalen Kommunismus weit von sich gewiesen. In einem Gespraech mit dem bekannten Orient-Korrespondenten der Pariser Zeitung “Le Monde” Eric Rouleau versuchte er seine gesamte Politik — vom Antiimperialismus bis zur Feindschaft gegen Juden und Israel — aus dem Koran zu erklaeren und bekannte sich als begeisterten Panislamisten. Dieses Interview hatte in Moskau denkbar schlechtesten Eindruck gemacht, und die Russen halten nichts von dem Buendnispartner Gadafi. In Aegypten selbst hatten der fruehere Vizepraesident Ali Sabri und seine Mitarbeiter den Konfoederationsvertrag mit Libyen und Syrien heftig kritisiert, weil dieses Abkommen dem unsicheren Gadafi eine unberechtigte NUMERY (Sudan) Machtstellung eingerae u m t haette. Sadat musste gegenueber der Opposition nachgeben und wichtige Punkte im Konfoederationsvertrag aendern. Aber Sadat vergass den Oppositionellen ihr scharfes Auftreten gegen ihn nicht. Putschabsichten wurden ihnen vorgeworfen, und sie wurden kurzerhand abgesetzt und zum Teil ins Gefaengnis geschickt. Die Russen sahen sich in Aegypten zwei Moeglichkeiten gegenueber: Sadat wuerde versuchen, sich mehr an Amerika anzunaehern, um es zum Druck zuf Israel im Sinne eines totalen Rueckzuges zu veranlassen. Der aegyptische Praesident wurde ausserdem enger mit Libyen Zusammenarbeiten, weil dieser Staat ueber grosse Oel-Einnahmen verfuegt und dem in dauernden Finanznoeten befindli c h e n Nilstaat helfen kann. Podgorny, Aussenminister Gromyko und ihre Mitarbeiter gaben mit ihrem Besuch und dem anschliessenden Hilfsvertrag auf beide “Gefahren” die entsrechende Antwort: sie sicherten offiziell Kairo fuer 15 Jahre Waffen-und Finanz — hilfe zu, sie bekannten sich zu den politischen Zielen Aegyptens, sie sicherten sich das Recht des Einspruches (vornehm Konsultation genannt), und damit waren sowohl amerikanische Traeume als auch libysche Hoffnungen beendet. Bis zum ersten September soll die geplante arabische Konfoederation unter Beteiligung Libyens gegruendet und mit ihren Instanzen konstitutiert werden. Erfahrene Orient- Kenner geben ihr nach dem Vertrage Moskau-Kairo, der die gesamte politische Struktur im Nahen Osten veraendert hat, keine grosse Chance mehr. DAS ENDE DER PALAESTINENSER . In allen seinen Erklaerungen, in denen Sadat seinen Friedenswillen betonte, unterstrich er, dass er in zwei Fragen unbeugsam bleiben muesse: 1. Israel muesse saemtlichs besetzten Gebiete (auch Golan und Ostjerusalem) raeumen und sich auf die Linien vom 4. Juni 1967 zurueckziehen. 2. Die “Rechte der Palaestinenser” müssten gewahrt und gesichert werden”. Waehrend Sadat Wiederholt von diesen Palaestinensem sprach, wurden sie mit Fuessen getreten und mit Waffengewalt niedergeschlagen, jedoch nicht von der “Besat- GADATI (Libyen) » . : zungsmacht” Israel, sondern von den Jordaniern. In den ganzen letzten Wochen waren erneute schwere Kaempfe zwischen jordanischen Truppen und den Resten der arabischen Untergrundverbaende im Gange. Seit dem Bürgerkriege im Jahre 1970 hatten die Regierung von Amman und die Terrorgruppen unter dem Einfluss der interarabischen Vermittlungskommission immer neue “Verstaendigungsabkom m e n” abgeschlossen, von denen jedes schlechter fuer die Untergrundverbaende war als das voraus gegangene Zuerst hatten sich die Mitglieder der Guerillagruppen aus Amman zurueckziehen muessen, dann durften sie nicht mehr im Grenzgebiet am Jordan operieren, und schliesslich wurden sie nach dem Norden Jordaniens in eine Art Ghetto verwiesen. Auch die Existenz dieses Ghettos behagt der Regierung des Koenig Hussein nicht, und in der letzten Zeit operierten jordanische Truppen gegen die letzten Basen der Untergrundgruppen in Jerrasch und Ajiun im Norden Jordaniens, wobei beide Seiten sich die Schuld fuer den erneuten Ausbruch der Kaempfe zuschoben. SPANNUNG AEGYPTEN — JORDANIEN Die allgemeine Spaltung in der arabischen Welt kam auch bei dieser Auseinandersetzung zum Ausdruck. Die Kairoer Zeitung “Al Ahram”, die als Regierungsprachrohr zu betrachten ist, forderte “harte arabische Strafmassnahmen” gegen Jordanien. Praesident Sadat aeusserte sich zwar nicht so deutlich, liess jedoch die Ueberreichung des Beglaubigungsschrei bens des neuen jordanischen Botschafters vertagen, um einem Gespraech mit diesem “feindlichen” Diplomaten auszuweichen. Haetten sich solche Dinge frueher ereignet, so waere Koenig Hussein “zu Kreuze gekrochen” und hatte sich um Verstaendigung mit Kairo bemueht. Dieses Mal handelte er jedoch, gestuetzt auf Zusagen des amerikanischen Aussenministers Rogers anlaesslich dessen Besuch in Amman ganz anders. Er liess im jordanischen Rundfunk einen Brief an den Ministerpraesidenten Wasfi el Tal verlesen, in dem er “hartes und erbarmungsloses Vorgehen” gegen die Untergrundverbaende verlangte. Der Koenig beschuldigte die Verbaende ausserdem, dass sie die Macht in Jordanien ergreifen und an die Stelle der haschemitischen Dynastie einen palaestinensischen Staat setzen wollten. Das Schlimmste in seinen Augen war, dass sie im Grunde genommen “im Dienste des Feindes Israel standen, denn israelische Agenten haetten sich in die Reihen der Untergrundsgruppen eingeschlichen und haetten sie voellig unzuverlaessig werden lassen”. Ministerpraesident Wasfi el Tal, ein geschworener Gegner der Untergrundgruppen und der Hauptvertreter des harten Kurses in Ostjordanien, zoegerte nicht mit seiner Antwort. Ebenfalls im jordanischen Rundfunk wurde seine Reaktion auf den Brief des Koenigs verlessen, in der er versicherte, er werde gemaess dem koeniglichen Wunsch mit aller Energie gegen “Spalter und Verraeter” Vorgehen. Sowohl die Regierung Jordaniens als auch die Untergrundsverbaende wandten sicr an die Einwohner der besetzten Zonen und versuchten, ihnen ihren Standpunkt darzulegen. Wasfi el Tal richtete einen Brief an einige Fuehrer im besetzten Gebiet, in dem er sich bemuehte, seine Handlungsweise zu rechtfertigen. Die Fuehrer der Untergrundgruppen appellierten an die Einwohner des besetzten Westufergebietes: “In Jordanien ist die Abschlachtung der Palaestinenser im Gange. Es handelt sich um Euere Kinder und Verwandten. Helft, lehnt Euch auf!” Aus dem besetzten Gebiet kam jedoch keinerlei Antwort, weil die Einwohner dieser Zone nicht mehr an die Zukunft der Untergrundverbaende glauben. Nach dem Misserfolg im Buergerkrieg vom Herbst 1970 sind die Untergrundverbaende bei ihnen “abgeschrieben”. Ein Teil der Einwohner arbeitet heute mehr mit den israelischen Behoerden zusammen, die mehr Freiheit und Rechte als die Jordanier gewaehren. Andere vermuten hinter den Vorgaengen oestlich des Jordans ein Dreiecksgescha e f t Amerika- Jordanien-Israel und fuerch- *en, dass sie eines Tages wieder Untertanen des Koenig Hussein seien werden. Um sich nicht der zu erwartenden Rache J ordaniens auszusetzen, bleiben sie passiv und schweigen. Bei den Untergrundsverbaenden selbst herrscht nunmehr Mutlosigkeit und Verzweiflung. Ein Teil der Fuehrer hat sich von Fatah abgespalten, was der jordanische Rundfunk triumphierend bekannt gab. Gegenueber Anfang 1970 sind die Untergrundverbaende jedenfalls nur noch ein Schatten ihrer selbst und das erste Opfer der tiefen Spaltung in der arabischen Welt. Sie sind schon als Verlierer im noch andauernden Nahostkonflikt zu bezeichnen. ELISA stets grossste Auswahl ln UNIFORMEN fuer Damen und Herren eowie elegante Damen-Unterwaesche San Antenie 65 (zwischen Alameda und Meneda) Fono 13190$ Modas “Amette” Blusas — Faldas — Balas Abrigos Merced 743, Fono 391056 Oficina de Contabilidades Wertter Schnitzler Contabilidades - Leyes Sociales - Leyes Tributarias Río Jachal 1454 Fono 371755

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