Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXXIII (1971)
- Issue
- 3 (Marzo, 1971)
- Date
- 1971-03-01
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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14 BOLETIN INFORMATIVO MARZO 1971 IN USA: UEBERWACHUNG DES ZAHLUNGSVERKEHRS MEHR ALS HUNDERT MIT DEM AUSLAND . KRIEGE SEIT 1945 EINE STRASSE BEENDET DEN TERROR IM "FATACH-LAND" Das Gesetz über die Anmeldüng von Auslandskonten bei Banken im Ausland und über Geldsendungen nach dem Ausland und Geldempfang aus dem Ausland ist in Kraft getreten, kann aber noch nicht gehandhabt werden, weil die Durchführungsverordnung, mit deren Ausarbeitung das Schatzamt betraut ist, noch nicht veroeffentlieht ist. Die Verordnung wird veroeffentlicht werden, sobald das Schatzamt die Formen erhaelt, die ausgefüllt werden müssen. Von dieser Verordnung erwartet man die Antwort u.a. auf Fragen wie: 1. ) Welche Auslandskonten unterliegen der Anmeldung? 2. ) Steuerpflichtige Personen und Banken sind verpflichtet, die Geldtransaktionen den Steuerbehoerden anzumelden, wenn die Geldsumme $ 5,000 oder mehr umfasst. Besteht die Anmeldepflicht nur, wenn eine Übertragung volle $5,000 umfasst, oder sind die Banken auch verpflichtet, Geldüberweisungen anzumelden, wenn die Summe mehrerer Einzelüberweisungen zusammen $5,000 ausmacht? 3.) Umfasst die Anmeldepflicht auch Bargerld oder Schecks in Auslandswaehrung, die hier in den USA gehalten werden? In einem Brief an uns schreibt ein Freund unseres Blattes, dass es nicht richtig sei, den Dollar als “nicht frei” zu bezeichnen, wie wir es getan haben. Richtig sei, dass der Dollar “überwacht” sei, denn der Dollar sei weiterhin konvertibel und keinerlei Devisen - Erlaubnis sei notwendig, Dollars zu kaufen oder ins Ausland zu überweisen . ("AUFBAU", New York). NOTIZEN DES KEREN KAYEMETH EHRUNG FUER DEN EHEMALIGEN DAENISCHEN MINISTERPRAESIDENTEN Der ehemalige Ministerpraesident von Daenemark, Herr Viggo Kampmann, wurde anlaesslich seines 60ten Geburtstages durch die Pflanzung eines Haines in seinem Namen geehrt. Die Idee der Waldehrung, die der Keren Kayemeth jetzt verwir k 1 i c h t, stammt von Ministerpraesident Golda Meir als Zeichen der Anerkennung fuer die Freundschaft des daenischen Staatsmannes zu Israel. Die Einweihungsfeier fand in den Jerusalem Bergen statt. GEDENKPARK FUER SUEZOPFER Ein Erholungszentrum und Spielplatz im Jerusalem Wald wurde kuerzlich im Andenken an den 25-jaehrigen Major Adam Weiler eingeweiht, dessen Vater Berater des Vorsitzenden des Keren Kayemeth ist. Gemeinsam mit der Familie und den Freunden, nahmen an der Feier der Jerusalemer Buergermeister Teddy Kollek, der fruehere Kommandant des Panzerkorps General Israel Tal und der Vorsitzende des KKL-Direktoriums Jakob Tsur teil. BAUMPFLANZUNG IM SUEDLICHEN SINAI Vor kurzem wurden im suedlichen Sinai, Sharm-el- Sheikh und Abu Rudeis, Baumsetzlinge vom Keren Kayemeth ausgepflanzt, nachdem hydrologische Versuche ergaben, dass dort genuegend Wasser vorhanden ist, um die Setzlinge zu ernaehren. Die Setzlinge sind in einer Baumschule des Fonds aufgezogen worden, und zwar unter besonderen Bedingungen, um sie an das Wuestenklima zu gewoehnen. ARABISCHE STAATEN KAUFEN SETZLINGE VON ISRAEL Hunderte von Setzlingen aus den Baumschulen des Keren Kayemeth schmuecken die Gaerten arabischen Staaten und die Palaeste arabischer Koenigtuemer, — so berichten arabischen Haendler aus Samaria und Judaea, die die jungen Baeumchen ueber die Bruecken des Jordans transportiert und sie verkauft haben. Die besten Kunden sind Kuweit, Saudi-Arabien und Jordanien, die die israelischen Setzlinge vorziehen, weil sie Krankheiten gegenueber widerstandsfaehig sind. Die Haendler machen auch in den arabischen Laendern gute Geschaefte mit Holz, das sie vom Keren Kayemeth erworben habön. SPANISCHE PRESSE VEROEFFENTLICHTE PROTEST AN K0SSYGIN Die amtliche spanische Nachrichtenagentur EFE-Cifra veröffentlichte kürzlich den Protest des Vorsitzenden der israelischen Kultusgemeinde Madrid, Max Mazin, gegen die Diskriminierung der Juden in der Sowjetunion. Der Text wurde von der spanischen Presse aufgegriffen, und seine Veröffentlichung durch eine amtliche Agentur kommt nach Ansicht politischer Beobachter einer offiziellen Sympathiekundgebung zugunsten der sowjetischen Juden durch Madrid gleich. Da Spanien seine Beziehungen zum Kreml intensiviert, kann es verstaendlicherweise keine amtliche Aeusserung zu diesem Komplex abgeben. Das schliesst aber nicht aus, dass man in Madrid an zustaendiger Stelle den sowjetischen Juden das menschliche Mitgefühl nicht versagt. Mazin richtete ein Telegramm an den sowjetischen Regierungschef Kossygin, in dem er gegen die “von der Sowjetregierung mit offensicht lichem Einschüchterungseffekt begünstigte antisemitische Kampagne” sowie gegen die “kulturelle, ethnische und religiöse Diskriminierung der sowjetischen Juden” protestiert. Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges 1945 hat es mehr als hundert Kriege und kriegerische Verwicklungen gegeben. Nach dem Abschluss des Atomteststoppabkommens im Jahre 1963 ist die Zahl der. Kernwaffenversuche unter der Erdoberflaeche und in der Atmosphaere zusammengerechnet von durchschnittlich 40 auf 46 im Jahr gestiegen. Die Rüstungsausgaben verd reifachten sich von 1949 bis 1963 und werden sich bei anhaltendem Wachstum bis 1980 noch einmal verdoppeln. Und falls sich das Tempo des Wettrüstens nicht vermindert, werden die jaehrliehen Rüstungsausgaben im naechsten Jahrhundert dem Wert der Weltproduktion im Jahre 1968 gleichen. Diese Zahlen gehen aus einem Artikel des britischen Friedensnobelpreistrae g e r s Philip Noel-Baker hervor, den das New Yorker UNESCO- Büro veröffentlichte. Noel- Baker analysierte in seinem Artikel das jüngste Jahrbuch des Stockholmer Friedensforschungsinstituts. Dabei wies er darauf hin, dass die Rüstungsausgaben in der Welt um 40 Prozent höher als die für Bildung und dreimal so hoch wie die gesamten Ausgaben für die öffentliche Gesundheit laegen. Als alarmierend bezeichnete es der Friedensnobelpreistrraeger. dass das Wettrüsten jetzt auch auf die Laender der dritten Welt übergegriffen habe. OBERRABBINER FEDER GESTORBEN Die tschechoslowakische Judenheit wurde von einem schweren und unersetzlichen Verlust betroffen. Am 18. November verschied in Brünn Oberrabbiner Prof. Dr. Richard Feder, der im August dieses Jahres seinen 95. Geburtstag gefeiert hatte. Die Beisetzung fand unter grosser Beteiligung am 22. November auf dem jüdischen Friedhof in Brünn statt. KEINE MIKROPHONE IN SYNAGOGEN Das Buero des Oberrabbiners von England hat folgende Erklaerung abgegeben: Nach gruendlicher Ueberlegung und nach Beratungen mit dem Beth Din hat der Oberrabbiner beschlossen, den Gebrauch von Mikrophonen am Schabbat und in den Feiertagsgottesdiensten in den Synaeoeen unter seiner Verantwortlichkeit nicht zuerlauben. Selbst wenn alle halachischen Einwendungen technisch durch Installation von Tran sistoren ueberwunden werden koennten — eine Annahme, welche einige rabbinische Sachverstaendige bezweif ein — ist man sich durchweg darueber einig, dass keine Methode der Lautverstaerkung fuer die Uebertragung von Gebeten und Thoraverlesungen zulaessig ist. Bei dieser Entscheidung handelte der Oberrabbiner im Einvernehmen mit dem einmuetilen Rat fuehrender halachischer Autoritaeten, mit denen er die Angelegenheit persoenlich beraten hat, einschliesslich Oberrabbiner Unterman, Militaeroberrabbiner Goren und Dajan Abramski aus Israel, ebenso wie mit Rabbi Soloveitchik aus den USA. Eine 26 km lange Strasse ueber die westlichen Haenge hinauf zum Hermonberg ist dieser Tage fertiggestellt worden —- die zweite Strasse, die seit dem Sechstagekrieg auf Israels hoechstem Berg vom Keren Kayemeth gebaut wurde, beide auf Ansuchen der militaerischen Behoerden. Die Strasse beginnt nicht weit vom Kibbutz Dan und zieht sich bis zu einer Hoehe von 1.500 Meter die libanesische Grenze entlang, durch ein Gebiet, das einst als “Fatachland” bekannt war und von dem arabische Terroristen die Stadt Kirjath Schmona, Metulla und andere Siedlungen in der Nachbarschaft angriffen. Sie muendet in die Strasse, die der Fonds vor zwei Jahren auf der oestlichen Seite des Hermonberges angelegt hat. Nach der Meinung eines hohen Offiziers, der die Mitglieder des Direktoriums des KKL kuerzlich auf einer Inspektionstour begleitet hat, hat die Strasse eine wesentliche Rolle in der Ausmerzung der Terrorakte gespielt. Er erzaehlte auch, dass die libanesischen Bauern, die die Grenzdoerfer aus Angst vor den Terroristen verlassen hatten, zurueckzukommen beginnen und lobte den Mut der Maenner, die die Strasse gebaut haben, meist unter Feuer. Vier von ihnen wurden verwundet. Alle Arbeiter waren Freiwillige. Simcha Soloveitschick, der KKL Direktor fuer Landerschliessung im Norden des Landes, der das Projekt geleitet hat, berichtete von den besonderen Umstaenden, unter denen diese Strasse gebaut wurde. “Wenn wir zu einem Punkt gelangten, wo das Feuer stark wurde und uns daran hinderte, weiter vorzustossen, da bahnten wir einen provisorischen Pfad, um die Stelle zu umgehen. Dadurch wurde auch die entsprechende militaerische Saeuberungs-Aktion moeglich und daraufhin konnten wir mit dem Bau der Strasse fortfahren”. Er betonte auch die Wichtigkeit des Zeitelements. Die Arbeit war Ende Mai begonnen worden und musste vor den Winterregen fertig sein, da sie sonst auf einige Monate unterbrochen worden waere. Ungefaehr 160 Arb e i t e r einschliesslich 80 Drusen aus den Doerfern der Golanhoehen, 24 Traktoren, 25 Kompressoren und 70 Tonnen Sprengstoff wurden fuer den Bau benoetigt. Herr Soloveitschick fuegte hinzu, dass nunmehr die Moeglichkeit der Gruendung neuer Siedlungen laengs dieser Strasse erwogen wird. Das Gelaende ist jetzt fuer den Ski-Sport freigegeben. EIN BAECK-LEBENSBILD Populaer für Südamerika Von der lateinamerikanischen Sektion des Jüdischen Weltkongresses ist unser Mitarbeiter Curt Wilk, Buenos Aires, angeregt worden, für deren Biblioteca Popular eine leichtverstaendliche Ausarbeitung über Leo Baeck, seine Persönlichkeit, sein Werk und seine Wirkung anzufertigen. Indem er diesen Vorschlag dankbar auf griff, hat Wilk zünáechst eine deutsche Fassung des Textes geschrieben, die, in beschraenkter Auflage vervielfaeltigt, vorliegt. Dieser Fassung wird spaeter die spanische Version folgen; denn auf diese kommt es in Südamerika in erster Linie an. Aus der grossen Fülle des ihm zur Verfügung stehenden Baeck-Materials hat Wilk zur Charakterisierung des Mannes und seines Werkes eine gute Auswahl getroffen. Die Arbeit zerfaellt in zwei Teile, für den Kr°is der Leser einer volkstümlich gedachten Uebersicht ganz richtig angelegt. Da ist einmal der bekannte, auch in kurzer Skizzierung immer wieder lesenswerte Werdegang Dr. Baecks, beginnend in Lissa (in Posen) und endigend mit London und Cincinnati. Die Etappen dieses Lebensweges zeigen gleichzeitig die zunehmenden Anforderungen an das Amt, die Verantwortung und die geistige Produktion an und erinnern auch an die zahlreichen Begegnungen mit Repraesentanten des nichtjüdischen und des jüdischen Bereichs. Die schweren Jahre in Theresienstadt, die Baeck glücklicherweise überstand, sind verhaeltnismaessig stark herausgearbeitet. Zum anderen gibt Curt Wilk einen kursorischen Abriss von Baecks geistigem Vermaechtnis, aus dem reichlich zitiert wird. Wo es aber darum geht, den grossen Nonkonformisten, der über Parteien und Auseinandersetzungen stand, jüdisch-weltanschaulich zu definieren oder gar jüdisch-organisatorisch einzuordnen, neigt Wilk leicht dazu, Baecks Haltung oder Stellung einerseits übertrieben darzustellen (Zionismus), andererseits abzuschwaechen (Liberalismus). Zu solchen auch nur andeutungsweisen Feststellungen und Schlüssen bedarf es intimer Kenntnis von Person und Tatsachen. Auf keinen Fall aber sollte man, auch nicht für den südamerikanischen Konsum, den Eindruck erwecken wollen, als sei Dr. Baeck eine Art Kryptozionist oder ein verhinderter Konservativer gewesen; beides trifft nicht zu. Die Ausarbeitung schliesst mit einem Hinweis auf das nach Baeck benannte geschichtswissenschaf t li c h e Institut. ISRAELS SICHERHEITSVORKEHRUNGEN MACHEN SCHULE Im Auftrag von Praesident Nixon verbrachte der amerikanische General D. Davis mehrere Tage in Israel, um die Massnahmen der israelisehen Luftfahrtsgesellschaft El-Al zur Sicherung vor Luftterrorismus zu studieren. Bei seiner Abreise erklaerte er, dass er den amerikanischen Behoerden die Übernahme der israelischen Vorkehrungen empfehlen werde. Israel hat bereits an Daenemark ein Spezialgeraet zum Schutz von Zivilflugzeugen gegen Explosivkoerper im Gepaeck verkauft.