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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1970-05-01 · 5 (Mayo, 1970) · p. Seite 28

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXII (1970)
Issue
5 (Mayo, 1970)
Date
1970-05-01
Page
Seite 28 (sequence 28)
Language
German
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28 BOLETIN INFORMATIVO MAYO 1970 Die Leistungen der B’ne Jisroel (Foríseizvny von Seite 27) wollen. Unsere junge Generation hat ohne ihre Schuld nicht so viel gelernt wie die aeltere. Der Gottesdienst in der traditionellen Form wie die aeltere Generation ihn aus Europa kennt, gibt den jun gen Menschen daher nichts und kann ihnen auch nichts geben, weil sie ihn eben nicht verstehen. In diesem Zusammenhang moechte ich hier erwaehnen, dass an dem Morgengottesdienst am Schabbat, an dem etwa 70 Herren und Damen teilnehmen, welche Zahl sich bei Barmizwoth auf 120 - 150 erhoeht, keine Aenderungen vorgenommen werden. Es ist aber vielleicht noetig, dass unsere Herren Rabbiner einen Plan vorlegen, um diese Gottesdienste ein wenig abzukuerzen. Wir versprechen uns nichts von einer eventuellen Modernisierung des Schabbat-Morgengottesdienstes durch einen erhoehten Gebrauch der Landesprache. Und zwar, weil diejenigen Kreise unserer juengeren Mitglieder ,die gern an den modernen Freitag- Abend-Gottesdienten teilnehmen, aus den verschiedensten Gruenden einen aehnlichen Gottesdienst am Schabbat Morgen nicht besuchen wuerden, wie wir durch persoenliche Rueckfragen festgestellt haben, wir dagegen sicherlich eine grosse Anzahl dieser etwa 70 staendigen Gottesdienstbesucher verlieren wuerden, was umso bedauerlicher waere, weil wir mit diesen 70 Damen und Herren die gleiche Anzahl von Gottesdienstteilnehmern haben wie alle anderen Synagogen von Santiago zusammen. KULTUR¬ VERANSTALTUNGEN Im abgelaufenen Geschaeftsjahre veranstalteten wir drei sehr interessante Vortragsabende. Bei dem ersten sprach der Botschafter Dov Satath, bei dem zweiten der bekannte Redakteur José Maria Navasal und bei dem letzten der Padre Tomás Langdon. Auch fuer das kommende Geschaeftsjahr sind eine Reihe von interessanten Kulturveranstaltungen vorgesehen. Leider fehlt es unserer Kultur-Kommission an Mitarbeitern. Ich persoenlich glaube, dass innerhalb der Kultur-Kommission ein weites Arbeitsfeld, insbesondere fuer Damen waere, die unsere Kultur-Kommission mit wertvollen Ratschlaegen unterstuetzen koennten. Bei dieser Gelegenheit moechte ich darauf hinweisen, dass auch in UNSERE MITGLIEDER anderen Kommisionen eine Mitarbeit unserer Damen dringend erwuenscht ist. Ich denke dabei an die Kommission der Segunda Generación, die Haus- und Schul Kommission. KULTUS Eine der wichtigsten Kommissionen unserer Gemeinde ist unsere Kultus-Kommission, die mit Hingabe und Liebe sich bemueht, ihre Aufgaben zu erfuellen und deren Mitgliedern ich an dieser Stelle herzlichts danken moechte. Die Kultus - Kommission beschaeftig sich nicht nur, wie manche irrtuemlich glauben, mit der Vorbereitung der Hohen Feiertage und mit der Durchfuehrung unserer Gottesdienste an den heiligsten Tagen unsere juedischen Lebens, sondern jeder andere Feiertag, jeder Schabbat sind Probleme, deren Loesung allein in ihren Haenden liegt. Wir veranstalteten an den Hohen Feiertagen wie immer zwei Gottesdienste, einen in unserer Synagoge und einen im Teatro Oriente. Bei dem Gottesdienst im Teatro Oriente wirkte ein von Schuelern des Vaad Hajinuj gebildeter Kinderchor mit, den Herr Schlomo Eiimelej leitete. Als Vorbeter an den Hohen Feiertagen waren die Herren Leo Horenczyk und Walter Bluhm wiederum taetig, die das Ihrige dazu beitrugen, dass unsere Gottesdienste schoen und wuerdig verliefen. Im Rahmen eines zweiten Freitag-Abend-Gattesdienstes fanden im abgelaufenen Geschaeftsjahre 4 Batmizwoth statt und zwar unter Leitung des Herrn Rabbiners Loewenstein. Diese Batmizwoth sind im Laufe der Jahre eine staendige Einrichtung unserer Gemeinde geworden, die naechste wird am 14.7. stattfinden, sodass wir nun auch in dem nunmehr beginnenden Geschaeftsjahre wieder eine Anzahl junger Maedchen als Toechter der Pfilcht begruessen koennen. DAS GEMEINDE-BLATT Wie jedes Jahr, muss ein besonderes Kapitel des Geschaeftsberichts der Gemeinde, unserem Stolz, unserem Gemeindeblatt gewidmet werden. Es leistet nicht nur die wichtigste Kulturarbeit unserer Gemeinde, es ist auch das engste Bindeglied zwischen der Gemeinde und ihren Mitgliedern. Auch im vergangenen Jahre haben wir, wie Sie aus dem Bericht unseres Schatzmeisters ersehen werden gebeien, im Falle der Bar-Mizva ihrer Soehne die entsprechende Anmeldung zuerst bei den Herren Rabbinern vorzunehmen werden, keine Kosten gescheut, um die Arbei unserer Presse - Kommission zu erleichtern. Das Gemeindeblatt ist nicht nur, neben den Gehaeltern unser groesster Ausgabeposten, es ist auch unser bedeutendster Verlustposten. Wir muessen trotzdem unser Gemeindeblatt in der bisherigen Form weiterfuehren, um nicht den wichtigsten Aktivteil unserer Kulturarbeit zu verlieren. Herr Dr. Rosenfeld ist nach wie vor Direktor unseres Gemeindeblattes, der nicht nur die technische Leitung hat, sondern auch ausserordentlich gute Chroniken und sonstige Artikel schreibt. Unser Chefredakteur Hans Kaufmann hatte auch im vorigen Jahre die Oberleitung unseres Blattes und fand, wie immer, mit seinem hervorragenden Monatspiegel den groessten Anklang bei unseren Lesern. Unsere eigenen auslaendischen Korrespondenten sind wie im vergangenen Jahre die Herren Curt Wilk, Dr. Herbert Freeden, Kurt Grossmann und I. Palmon, deren sehr interessanten Artikel Sie in jeder Nummer finden. Die Kinder-Beilage unseres Gemeindeblattes hat auch im vergangenen Jahre einen besonders erfreulichen Aufschwung, genommen. Ueber- 70 Kinder arbeiten an der Kinder-Beilage, die von unserer ruehrigen Redakteurin, Frau Ellen Kaufmann, geleitet wird; der groesste Teil der Kinder ist im Rahmen einer besonders schoenen Purimfeier mit Preisen bedacht worden. Meinen saemtlichen Mitarbeitern der Presse - Kommission, dem Direktor und den beiden Redakteuren gebuehrt unser herzlichster Dank fuer ihre Arbeit, die sie mit grosser Liebe zur Sache getan haben, eine Arbeit, die nicht nur in den Kreisen unserer Mitglieder, sondern auch im Ausland ihre wohlverdiente Anerkennung findet. Aber, wie jedes Jahr, muss ich auch heute einen Appell an unsere Mitglieder richten, die Gemeinde darin zu unterstuetzen, dass das hohe Niveau unseres Gemeindeblattes fortgesetzt werden kann. Das koennte sehr einfach dadurch geschehen, dass viele unserer Freunde, die in den hiesigen Tageszeitungen und den anderen juedischen Zeitungen inserieren, auch in unserem Gemeindeblatt Anzeigen aufgeben und dadurch dazu beitragen wuerden, dass das ungeheure Defizit erheblich gesenkt werden kann. KEREN KAYEMET Es versteht sich von selbst, dass auch im vergangenen Jahre ein erheblicher Teil unserer Arbeit den juedischen Fonds Keren Hajessod und Keren Kayemet Lejisroel gewidmet war. Was den K.K.L. anbetrifft, so stehen wir, wie schon seit vielen Jahren, an zweiter Stelle hinter der Gross - Wizo in weitem Abstand von allen anderen Institutionen des Jischuws. Bei dieser Gelegenheit gestatten Sie mir noch einmal zu wiederholen, was ich bereits in meinem Geschaeftsbericht vor genau einem Jahre ausgefuehrt hatte. Wir koennten noch viel groessere Ergebnisse fuer den K.K.L. erzielen, wenn nicht bei den zahlreichen Brith-Milas, Barmizwoth und Hochzeiten die Veranstalter von sich aus eine Abloesungsspende an Stelle einer Sammlung unter den Teilnehmern gemacht haetten. Das ist, meine Freunde, nicht der Sinn der Sammlung fuer den K.K.L. Jeder Einzelne der an einem derartigen Fest teilnimmt, soll sich persoenlich, wenn auch mit einer noch so kleinen Spende, an der Sammlung beteiligen. Lassen Sie daher, meine Freunde, bei vorkommenden Festen das K.K.L.-Buch bei den Anwesenden herumgehen. WIRKSAME ZUSAMMENN ARBEIT Unsere Beziehungen zu den anderen Kollektivitaeten des hiesigen Jischuw sind ausgezeichnet. Jeder, der etwas Einblick in die hiesigen Verhaeltnisse hat, weiss, dass unsere Gemeinde in der ganzen Kollektivitaet sich des groessten Ansehens erfreut. Unser Rat und unsere Mitarbeit werden immer gern gesucht und niemals versagt. In allen Organisationen arbeiten Mitglieder von uns mit, wie z.B. Federación Sionista, Vaad Hajinuj, etc. In der Dach - Organisation unseres Jischuws, dem Comité Representativo, sind wir durch den Praesidenten und den General-Sekretaer der Gemeinde vertreten, die dort Aemter des Vize-Praesidenten und eines Direktors bekleiden. Ganz besonders gute Beziehungen unterhalten wir zur Kehila Asrkenazi, der Besitzerin des Friedhofs in Conchalí. Wie jedes Jahr, moechte ich auch heute unserem Freunde, dem Vize-Praesidenten der Kehila Ashkenazi, Herrn Daniel Rachmuth aufs Herzlichste fuer die verstaendnisvolle Weise danken, mit der er uns bei den Verhandlungen, die wir leider so haeufig fuer unsere Freunde in fuer sie so schweren Stunden fuehren mussten, geholfen hat. Ich bin ueberzeugt, dass auch im kommenden Geschaeftsjahre, wenn sich hierzu leider die Notwendigkeit ergeben sollte, unser Freund Rachmuth und seine Mitarbeiter mit uns in der gleichen freundschaftlichen Weise Zusammenarbeiten werden wie bisher. Unsere Beziehungen zu der A.T.I. sind ganz besonders herzliche und gute. Ausser dem Praesidenten der A.T.I. gehoeren eine Anzahl ihrer Mitglieder unserem Repraesentanten-Kollegium an und arbeiten sowohl in diesem wie auch in den einzelnen Kommissionen mit groesstem Interesse mit und tragen durch ihr Verstaendnis fuer die Probleme unserer Ge meinde zur weiteren Vertiefung unserer herzlichen Beziehungen bei. In unserem Hause kommen staendig die dem Wizo-Centro Henriette Szold angeschlossenen Gruppen zusammen, denen wir unsere Raeume nach wie vor gern zu kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen zur Verlegung stellen. Unsere Gemeinde gehoert der Centra, dem Consejo Mundial de Sinagogas und dem Leo Baeck-Institut als Mitglied an. Wir unterhalten enge Kontakte mit diesen so wichtigen Organisationen und bemuehen uns, mit ihnen in jeder Weise zusammen zu arbeiten. Vor allem trifft dies auf die Centra zu, die vor etwa 14 Jahren zunaechst als eine Vereinigung der in Lateinamerika ansaessigen Gemeinden mitteleuropaeischen Ursprungs gegruendet wurde, deren Wirkungskreis sich aber im Laufe der Jahre erheblich erweitert hat. Die Hauptaufgabe der Centra ist die Erfassung unserer Jugend. Der Centra verdanken wir, dass wir endlich, wie ich schon vorher angefuehrt habe, von der Sochnuth einen Jugendfuehrer erhalten haben, der sich um unsere Jugend kuemmert. SOZIALE FUERSORGE: CISROCO Wie alljaehrlich moechte ich auch heute ein besonderes Wort der Dankbarkeit dem Wohlfahrtsamt unserer Gemeinde, dem Cisroco, widmen. Cisroco ist, wie schon seit Jahren, der Mittelpunkt der humanitaeren Bestrebungen des gesamten Jischuws. Ein grosser Teil der Schuetzlinge des Cisroco gehoert anderen Kollektivitaeten an, weil es eben im ganzen Santiaginer Jischuw tatsaechlich keine Organisation gibt, die dem Cisroco auch nur in irgendeiner Weise gleichartig wäre. Cisroco unterhaelt eine grosse Anzahl von Familien, zahlt aussenrordentlich grosse (Fortsetzung Seite 29) Ab 23. Mai findet im Anschluss an den Gottesdienst am Shabbat - Vormittag ein Oneg Shabbat in deutscher Sprache mit Kiddusch in althergebrachter Form statt.

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