Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXXII (1970)
- Issue
- 3 (Marzo, 1970)
- Date
- 1970-03-01
- Page
- Seite 19 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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MARZO 1970 BOLETIN INFORMATIVO 19 Deu tschsprachi¿er Teil des gen sind in der Tat erschütessen von entscheidender Beternd. Auch wir in Chile solldeutung sind. Erst ein einten diese Gefahr nicht unterdrucksvoller und geharnischschitzen. Allein der ständig ter Protest der überwältigensich vergrössernde Autoverden Mehrheit der 5 1/2 Millokehr erhöht die Gefahr. KEINE AUSSENPOLITI- SCHEN ERKLAERUNGEN Im Gegensatz zur Botschaft unseres Präsidenten zum 21. Mai hat aber Nixon sich im wesentlichen in seinem Benen amerikanischer Juden veranlasste Nixon, der Vertretung der amerikanischen Judenheit zu versichern, dass sich an den freundschaftlichen Beziehungen der USA zu Israel nichts geaendert haette. INFORMATIVO EIN JAHR NIXON-REGIERUNG von Dr. Hermann Lehmann rieht auf die Innenpolitik Nur wenn Nixon die Flugzeubeschraenkt, aber seine Stelge liefert, die Israel dringend lungnahme zur Aussenpolitik braucht, kann er diese für später angekündigt. Die Freundschaft beweisen. Man Situation in Vietnam wurde kann sich des Verdachts nicht nur gestreift. Die systematische erwehren, dass er Schaukel- Zurückziehung amerikanischer politik betreibt. Es ist zu hof- Truppen soll weitergehen mit t'en, dass die vorbildliche dem Ziel, dass Nord —und Haltung des amerikanischen Südvietnam die Dinge unter Volkes Nixon davon uebersich aüsmachen sollen und zeugt, dass er Israel nicht im eine Basis für eine Beendigung Stich lassen kann. Sein zwei- Der jährliche Aufenthalt in ten der Fall. Presse, Rundfunk stagniert. Die Gewinne den Vereinigten Staaten von und Fernsehen unterrichten schrumpfen. An der Börse als des Kampfes geschaffen wird, tes Regierungsjahr wird zei- Nord-Amerika im Januar ist das amerikanische Publikum Stimmungsbarometer spiegelt Das liegt im weiten Felde, gen, ob er sich bewaehrt und besonders aufschlussreich, über jede noch so unwichtige die Unsicherheit wider. Die Das amerikanische Volk ist Aussichten hat, wiederge- Nach der Erholungspause Einzelheit des täglichen Gefahr verstärkter Arbeitsaber weniger denn je geneigt, waehlt zu werden, anlässlich der Feiertage zum Lebens des Präsidenten. Er losigkeit trifft erfahrungseinen Kampf zu finanzieren Ergt kürzlich hat Nixon jn Schluss des Jahres bringt das kann auch nicht den kleinsten gemäss zuerst den farbigen und seine Söhne für eine Saejner besonders ausführlichen Schritt tun, ohne dass ein Arbeiter mit der nicht che zu opfern, die ihm so fern Botschaft an den amerikanisensationslüsterner Reporter abzusehenden Gefährdung des liegt, zumal dringliche und schen Kongress die Aussenpodiesen Schritt würdigt. Besozialen Friedens und der kostspielige Aufgaben i m utik der gtaaten behandelt neue Jahr mit einem ungewöhnlich kalten Winter im Nord-Osten des Kontinents eine starke Belebung auf allen kanntlich hat der recht um- Erzeugung rassischer Konflik- Lande zu erfüllen sind. In ungewöhnlich geschickt Gebieten. Allerdings ist nicht strittene Vizepräsident Spiro te.Nixon sieht diese Gefahren, der Januarbotschaft fehlte abgefasste Erklärung lässt die selten das Kalenderjahr nicht Agnew diese Art der hemr glaubt aber, seine Medizin so jeder Hinweis auf die unkla- Hand seines aus Deutschland gleichzeitig Bilanzjahr. Trotzmungslosen Berichterstattung zu dosieren, dass die Heilwirren und zum Teil gespannten stammenden Beraters Kissindem regt der Jahresschluss zur angegriffen. Der Vizepräsident kung eintritt, ohne dass sich Beziehungen zu Lateinameribesinnlichen Betrachtung über hat auch im übrigen versucht, stärkere Nebenerscheinungen ka. Ausserdem wurde der zeigen. Sein zweites Regie- Konflikt im Nahen Osten nicht rungsjahr wird ergeben, ob er erwaehnt, obwohl Staatse- Erfolg hat. kretaer Rogers im Dezember das Jahresergebnis an. Wenn sich in den letzten Monaten dazu der Beginn eines neuen hochzuspielen. Seine unge- Jahrzehnts kommt, so ist die schminkte, manchmal derbe Gelegenheit zu verlockend, um Sprache scheint einem Teil des nicht Vergleiche anzustellen, amerikanischen Publikums zu ger erkennen. Die langerwarteten Aeusserunegn über die Beziehungen zwischen Amerika und Israel sind positiv. ---= - . T c . ___Die Freundschaft zwischen Sein Ziel ist aber nicht nur vorigen Jahres Aeusserungen beiden Ländern wird betont. —--- ---- die Bekämpfung der Inflation. X®jiaL!^en , 5^e, das Vergangene zu beurteilen gefallen. Dagegen ist es recht sondern die Bekämpfung eines Jüdische Otlentiichkeit i _i i_ a_. -i __ n.* i. i (Trnccf«ar Rpfinrpnis Prti die mit und die Aussichten für die zweifelhaft, ob er wirklich, Zukunft abzutasten. Ausserwie er behauptet, das Sprachdem ist nunmehr der Präsident ein Jahr im Amt und hat im Januar seinen ersten Rechenschafsbericht zu geben. Hierbei tut man aber gut, die staatsrechtlichen Verhältnisse in Chile nicht ohne weiteres auf die Stellung des Präsidenr o h r der “schweigsamen Mehrheit” des amerikanischen Volkes ist. Nixon dagegen zeichnet sich durch eine ungewöhnlich gut gewählte, wohl abgewogene und überlegte aus. anderen Gefahrenherdes, der die USA bedroht. Die Verpestung von Luft und Wasser durch Abfälle aller Art. In eindringlicher Form hat Nixon in seiner Januarbotschaft auf diese Gefahr hingewiesen und zum Feldzug gegen einen Nixon teilt den Standpunkt gDrteganfeeS°rjfhi Ä hantlu’n^ mil^t%bern hatten die vier Grossmächte f^wdss^dassf d^Teinkeinen Fortschritt erzielt. Die Er wSlsf1’ dafs Aussichten für einen friedjpge Bollwerk gegen die geliehen Ausgleich sind geringer faehrlichen Vorstosse Russdenn je. Die Hoffnung auf ^)ncJs int Nahen Osten ist. eine vernünftigere Haltung Es _ besteht Aussicht, dass die Frankreichs nach dem Abgang dringend benötigten Phantom- Sprechweise aus. Offenbar Feind aufgerufen, der eine be^ Gaulles" h ät eet rosen °Die Flugzeuge geliefert werden, lasst er seinen Vizepräsidenten akute Bedrohung der Gesund- Grossmächte verfolgen ihre Der Praesident traegt dem meenronhon wroo or oolnCT j_TM ~ \ . .... . . wn i . _?i_• _i_ ten in USA anzuwenden, das aussprechen, was er selbst heit des Volkes darstellt. Die machtDolitischen Interessen Willen des amerikanischen A 11 _ . .V.. . Eli ■ . 1- _ U T v\l/iL+ nn rtrt« wi/1 nVi t/i TP -V* inl /S OV /*1 . _ J T- 1 J _i 1* _ . ' . . ■ Allerdings gilt in beiden Ländern das Präsidenzialprinzip. Der Präsident kann nicht vom Parlament abgesetzt werden. Er braucht kein Vertrauensvotum. Aber seine Regierungszeit ist in den Staaten nur vier Jahre. Dafür kann er einmal darzustellen, die die grossen wiedergewählt werden. Nach Präsidenten der Vereinigten einem Jahr Regierungszeit hat Staaten ausgezeichnet hat, nicht sagen möchte. Er ist der Gutachten der Sachverständiaalglatte, mit allen Wassern gewaschene Politiker. Er versteht es, die Dinge dem Volke mundgerecht zu machen. Ob es ihm aber gelingt, die dynamische Persönlichkeit wobei wie immer die Oelinter- Volkes Rechnung. Nixon also schon ein Viertel seiner Amtszeit hinter sich. Er ist Präsident der republikanischen Partei, muss aber mit einem Parlament mit starker Mehrheit der demokratischen muss bezweifelt werden. INFLATION UND SOZIALE UNRUHE Es ist ihm im ersten Jahre seiner Regierungszeit nicht Partei regieren. In Chile wie gelungen, die Inflation zu in den Staaten kann ein feindstoppen. Wiederun drängt sich liches Parlament dem Präsider Vergleich mit Chile auf. denten das Leben schwer ma- Der Unterschied besteht nur chen. Wir kennen das Tauziedarin, dass eine Erhöhung der hen, eine parlamentarische Lebenshaltungskosten u m Mehrheit für einen Gesetzesmehr als 6% jaehrlich als Vorschlag zu erzielen. Hier völlig unerträglich angesehen wie dort kann der Präsident wird. Und in der Tat hat diese ein “Veto” gegen ihm nicht Steigerung bereits zu all den genehme Gesetze einlegen, Folgen geführt, unter denen kann dann aber mit qualifiwir seit Jahren leiden. Der zierter Mehrheit überstimmt Gehalts— und Lohnempfänger, werden. Ich konnte miterleder Rentner, sie alle spüren, ben, wie Nixon mit Erfolg ein “Veto” gegen ein populäres Gesetz dadurch durchbrachte, dass er in einer geschickten und durch Radio und Fernsehen verbreiteten Ansprache Teile der Parlamentarier dadass ihr Einkommen sich erheblich vermindert hat. Sie sind unzufrieden. Die Arbeitskonflikte häufen sich. Streiks sind an der Tagesordnung. Nixon gibt seinem demokratischen Amtsvorgänger die von überzeugte, dass das Ge- Schuld an dieser Situation setz nicht genügend finan- und behauptet, dass seine ziert war und inflations- Massnahmen erst allmählich förderlich wirkte. Wenn dann Früchte tragen können. Es dazukommt, dass im Jahre sind zum grossen Teile die- 1970 in den Staaten der Konselben Massnahmen, die wir gress ganz und der Senat auch in Chile kennen. Neben zu einem Drittel neu gewählt einem ausgeglichenen Staatswerden, so werden naturgehaushalt gelangt eine drastimäss ganz besondere Anforsehe Krediteinschränkung zur derungen an die politischen Durchführung, die die Zinsen Fähigkeiten des Präsidenten für Leihkapital zu unbekanngestellt. Wenn schon in Chile ten Höhen geführt hat. Damit sich das Leben des Präsidensoll eine zu grosse Ausweiten in der Oeffentlichkeit tung der Wirtschaft vermieden abspielt, so ist das in weit werden. Die Folgen sind begrösserem Masse in den Staareits spürbar. Die Produktion EINLADUNG ZUR ORDENTLICHEN GENERALVERSAMMLUNG Hiermit lade ich die Mitglieder der Sociedad Cultural Israelita “B’ne Jisroel” gemaess Art. 21-24 der Satzungen zur ORDENTLICHEN GENERALVERSAMMLUNG fuer Sonntag den 26. April 1970, 9 Uhr vormittags in das Gemeindehaus. Avda. Portugal 810, ergebenst ein. Falls zu der vorstehend festgesetzten Zeit nicht midestens 20% der Mitglieder anwesend sein sollten, wird die Generalversammlung eine Stunde spaeter, also um 10 Uhr vorm., abgehalten und zwar mit der Zahl der alsdann anwesenden Mitglieder. (Art. 24 de Satzungen). Zutritt zu der Generalversammlung haben nur Mitglieder und deren im Fragebogen aufgefuehrte Familienmitglieder (letztere ohne Stimmrecht). TAGESORDNUNG 1) Verlesung und Annahme des Protokolls der letzten Generalversammlung. 2) Rechenschaftsbericht des Praesidenlen (Siehe Fussnoie). 3) Kassenbericht des Schatzmeisters. 4) Aniraege und Verschiedenes. Der Finanzbericht liegt vom 16. April ab im Gemeindesekretariat zu Einsicht fuer die Mitglieder auf. Antraege bitte ich, bis spaetestens 16. April schriftlich (Casilla 2487 oder Sekretariat) einzureichen. Ferner bitte ich, Fragen ueber Einzelheiten der Geschaeftsfuehrung, die in ]der Generalversammlung gestellt werden sollen, bis spaetestens 16. April dem Gemeindesekretariat zur Kenntnis zu bringen, damit rechtzeitig vorher aus den Akten die erforderlichen Unterlagen entnommen und die Auskuenfte in der Versammlung ohne Verzoegerung erteilt werden koennen. Santiago, den 1. Maerz 1970. (Der Geschaeftsbericht des Praesidenten wird in deutscher Sprache verlesen. Eine spanische Versión erscheint in der Mai-Ausgabe des “Bo- HANS REICH Ietín Informativo”. Ebenfalls stehen bei der Ge- Praesident neral-Versammlung spanische Abchriften des Berichtes zur Verfuegung).