Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXXII (1970)
- Issue
- 1 (Enero, 1970)
- Date
- 1970-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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18 BOLETIN INFORMATIVO ENERO 1970 W. I. Z. 0. Unsere letzte Taetijkeit im Jahre 1969 galt ausser der laufenden Arbeit unserem grossen Abschiedsnachmittag. Trotz der hohen Dezember-Temperaturen herrschte unter den sehr zahlreich erschienenen Chaweroth eine animierte Stimmung und dies dank dem mit viel Bemuehung von unserer Vizepraesidentin, Frau Dorit Langsam, vorbereiteten Programm. Es gelang ihr, den bekannten Saenger Mariano de la Maza fuer uns zu gewinnen, der von unserem oftbewaehrten Helfer, dem Pianisten David Goldstein, begleitet wurde. Die an groessere Raeumlichkeiten gewoehnte Stimme des Saengers sprengte geradezu die Waende und die Zuhoererinnen nahmen die von ihm vorgetragenen Opernarien mit aufrichtiger Freude entgegen. Kitty Schwarz trug ein recht schweres, aus dem Hebraeischen ins Spanische uebersetztes Gedicht des israelischen Dichters Schlonski, ferner zwei humoristische Nummern mit viel Talent vor. Die Conference fuehrte sie mit ihrem uns vertrauten Charme, indem sie die einzelnen Programmnummern mit lustigen Einfaellen und Anekdoten verband. Als letzte Darbietung in unserem Programm kam die Wuerdigung des Chanukkah-Festes, das gerade an diesem Tage zu Ende ging. Frau Margot Schocken, die Leiterin der Gruppe “Hanna Meisel”, hatte die gute Idee gehabt, das Lichterzuenden zu einem alle Gruppen verbindenden Akt zu gestalten. Nach einleitenden Worten liess sie die Leiterin unserer aeltesten Gruppe, “Henrietta Szold”, die erste Kerze entzuenden. An dieser ersten Kerze entzuendeten dann die Leiterinnen aller anderen Gruppen, von den aelteren zu den juengeren und juengsten Gruppen herab, ihre Lichter, und steckten sie in die grosse, auf dem Podium befindliche Menorah. Als alle Kerzen brannten, sangen alle Anwesenden ein Chanukkahlied. So endete der Nachmittag in einer weihevollen Stimmung, die alle Chaweroth verband. Es waere noch zu berichten, dass der Saal besonders schoen geschmueckt war, dass die Gattin des israelischen Botschafters uns mit ihrer Anwesenheit erfreute, dass wir eine allseits zufriedenstellende Tombola hatten, dass in einer Ecke des Saales eine Ausstellung uns zur Verfuegung gestellter besonders origineller Menoroth zu sehen war und der Wizo-Shop, wie schon so oft, einen ausgezeichneten Erfolg zu verzeichnen hatte. Allen Beteiligten sei fuer den Erfolg des Nachmittags unser herzlicher Dank ausgesprochen! Die Gruppe Ahawah feierte trotz des allgemeinen Abschiedsnachmittages auch noch individuell das Ende des Arbeitsjahres. Chaweroth, dieser Gruppe und viele Gaeste waren in dem gastfreundlichen Haus von Frau Henny Heumann eingeladen. Auch diesmal befand sich die Gattin des Israel- Botschafters unter den Gaesten. Das Programm stand durchwegs im Zeichen der Jugend. Nancy Grauer tanzte und der Fortschritt seit ihrem letzten Auftreten bei uns war deutlich zu spueren. Ferner sangen und spielten die 4 Kinder des Ehepaares Emanuel und Hannerose Keller und es ist schwer zu sagen, welches Kind oder welches Lied am besten war, denn sie waren alle herzerfreuend gut. Die Gruppe Golda Meir feierte im Gemeindehaus das Chanukkahfest. Herr Zwi Barak, ein Lehrer vom Colegio Hebreo, sprach den Segensspruch ueber die angezuendeten Lichter. Es folgte eine lebhafte Debatte ueber juedische Fragen. Einige der anderen Gruppen wollen noch im Januar Zusammenkommen und endgueltig Abschied feiern. Es sei hier mitgeteilt, dass wir ab 1. Januar 1970 unseren Minimal-Mitgliedsbeitrag auf E<? 12.— erhoehen. Die Chaweroth, die bis jetzt ihren Monatsbeitrag ueber der Minimalhoehe gehalten haben, bitten wir sehr, ihre Quote ebenfalls entsprechend zu erhoehen. Nun wollen wir uns von Ihnen allen verabschieden, von unseren Chaweroth und Freunden Und Ihnen allen die erholsamen, wohlverdienten schoenen Ferien wuenschen, die Sie nach einem langen Arbeitsjahr brauchen. Wo immer Sie aber sein moegen, Mitarbeiterinnen und Freunde, vergessen Sie nicht, dass Israel niemals in seinem Kampf ruhen darf und dass es immer unserer Hilfe bedarf. Unsere Hilfe in den Ferien heisst: Dia del Veraneo! Schalomi CISIOCO-ALTERSHEIM Die allgemeine Teuerung veranlasst uns, eine Erhoehung der bisherigen Beitraege vorzunehmen, die von dem Direktorium in der Sitzung vom 16. Dezember 1969 gemaess Art. 24 c der Satzungen einstimmig beschlossen wurde. Die monatlichen Mindestbeitraege sind danach ab 1. Januar 1970 die folgenden: Cisroco .. Altersheim E° 20.— E° 15.— zusammen E° 35.— Ein vom Keren Kajemet Leisrael versuchsweise angelegter Staudamm nahe Ku~ neitra auf dem Golanplateau hat sich als voller Erfolg erwiesen. Vor dem Einsetzen der letzten Regenzeit hatte der KKL, zusammen mit dem Landwirtschaftsministerium, zwei derartige künstliche Seen ausgebaut, um die winterlichen Flutwasser für Berieselung der Felder im kommenden Sommer zu speichern. Waehrend einer der beiden Seen bisher nicht die an ihn gestellten Erwartungen erfüllte, können dem anderen taeglich 700 bis 1000 m3 Wasser entnommen und auf die Felder des Kibuz Merom Golan geleitet werden. Im letzten Winter enthielt der See ein Höchstmass von 250.000 sm3 Wasser. Man. hofft, diese Menge im naechsten Jahr zu verdoppeln und dem nahen Kibuz die Be- GARDINEN i werden von Europaeisehem J Fachmann besten* ausgefuehrt [ Schlenderschienen nach deutschem System, sowie alle^ | anderen Schienen. Anfertigung von Moebeln und ] Polst ermoebeln nach Ent-( I wuerfen oder Katalogen in < feiner Ausfuehrung, sowie' Reparaturen von Moebeln. Hermann Kluger Santiago Av. Matta 87 a Telefon 397385 Wir bitten diejenigen Mitglieder, die bisher einen groesseren als den Mindestbeitrag gezahlt haben, und auch alle weiteren Freunde, die dazu in der Lage sind, uns mit erhoehten Beitraegen die Durchfuehrung unserer vielen sozialen Aufgaben zu erleichtern. CISROCO Comité Israeliia de Socorros Das Comité des Allersheims DAÜNHDECKEN STEPPDECKEN mit Woll- und Polycronfuellung extra leicht Max WetZÄtain tfc Sohn At. M. Montt 265« Fono 43379 Neubeziehen und Umarbeitungen Modernste importiert« Bezugsstoffe o. Inletts Parkas Acolchadas de Nylon Schlafsaecke Komm« einmal Im Monat nach Viña u. nehme Auftraege entgegen. KURZ BERICHTET ISRAEL waesserrung von 400 bis 500 Dunam seiner Böden zu ermöglichen. Der 8. Weltkongress der Israel Medical Association wird im Jahre 1970 in Jerusalem tagen. Die Eröffnungszeremonie findet am 18. Mai im Auditorium des Binjane Hauma statt. Laut offiziellem Programm werden am Weltkongress folgende Hauptthemen behandelt: “Der jüdische Beitrag zur Medizin in allen Zeiten”, “Die Errungenschaften der Medizin in Israel und die aerztlichen Dienstleistungen waehrend der israelischarabischen Kriege in den Jahren 1948, 1956 und 1967”. Eine auserlesene Gruppe von Aerzten und Wissenschaftern aus israelischen und internationalen wissenschaftlichen Spitzenkreisen wird in Vortraegen verschiedene Forschungsgebiete umfas s e n. Der Oberste Militàerarzt der israelichen Armee wird die sich aus den Kriegen ergebenden medizinischen Probleme behandeln. Eine Ausstellung über medizinische Belange von jüdisch-historischem Interesse sowie Besuche im Ausbildungszentrum für Militaeraerzte und noch viele andere Veranstaltungen ergaenzen das reichhaltige Programm. Von den 125.000 ha der Seit dem Sechstagekrieg in israelischer Hand befindlichen Golanhöhen lassen sich durch geeignete Massnahmen etwa 20.000 ha anbaufaehig machen, gab die KKL-Bodenentwicklungsbehörde anlaesslich einer Tour von Knessetmitgliedern in den Golan bekannt. Von dieser Flaeche hat der KKL bisher 2500 ha urbargemacht und sie den zehn neuen Siedlungen zur Verfügung gestellt, die waehrend der letzten zwei Jahre im Golan gegründet wurden. U. S. A. In Philadelphia wird versuchsweise mit der Verwirklichung eines Projektes begonnen, mit dem die Exporte aus Israel wesentlich gefördert werden sollen. In der Hauptstadt von Pennsylvanien leben 330.000 Juden, die eine Gruppe mit einem starken Gemeinschaftsgefühl bilden, deren Loyalitaet für Israel notorisch ist. Es soll erwirkt werden, dass alle jüdischen Familien regelmaessig eine bestimmte Quantitaet israelischer Waren kaufen. Sollte der Versuch gelingen, wird daran gedacht, den Aktionsradius des Projektes allmaehlich in die Vereinigten Staaten und darüber hinaus in andere Laender auszudehnen, so dass letzten Endes alle in der freien Welt lebenden Juden, deren Ge samtzahl auf acht Millionen geschaetzt wird, erfasst wer den. Es besteht auch das Vorhaben, demnaechst in der Schweiz ein aehnliches Versuchsprojekt in die Wege zu leiten. Im Laufe des Sommers 1969 besuchten auf Grund der von den israelischen Behörden erteilten Sonderbewilligungen mehr als 22.000 Araber aus zwölf Laendern die besetzten Gebiete. Letztes Jahr gab es zur selben Zeit nur 16.000 arabische Besucher. Die diesjaehrigen kamen meist aus Jordanien und Kuweit, einige aber auch aus Ägypten, Syrien, aus dem Irak, Libanon und Saudi- Arabien. Viele nützten die Gelegenheit, um das Land selbst zu besichtigen. Keinerlei Zwischenfaelle wurden im Zusammenhang mit diesen Besuchen gemeldet. K □ N G □ Im Laufe des vergangenen Jahres ist die Zahl der im (früher belgischen) Kongo lebenden Juden von ungefaehr 300 auf etwa 700 gestiegen Sie wohnen zum Grossteil in Kinshasa (dem ehemaligen Leopoldville) und in Lubumbashi (früher Elisabethville). Gleichzeitig mit dem Zuzug vieler Juden aus anderen Laendern sind aber andere nach Südafrika — hauptsaechlich nach Kapstadt, gezogen sowie auch nach Belgien, Frankreich und nach Israel. In Lubumbashi ist die Synagoge jeden Freitagabend und an Feiertagen geöffnet. Ein zusaetzlicher Gottesdienst wird am Jahrestag der Befreiung Israels abgehalten Da die Beziehungen zu den christlichen Kirchen ausgezeichnet sind, wohnen an diesem Tage verschiedene kirchliche wie auch Vertreter der Regierung, des diplomatischen Korps, der lokalen Behörden und der Verwaltung dem feierlichen Gottesdienst bei und nehmen an dem anschliessend in der geraeumigen Weizmann-Halle der Synagoge veranstalteten Empfang teil. Unlaengst besuchte die Synagoge der paepstliche Nuntius, Mgr. Bruno Torpigliani, der Doyen des diplomatischen Korps, und wurde vom Rabbiner von Lubumbashi, Moise Levy, empfangen. AEGYPTEN Gegen Devisen will Ägypten von Januar an einen Teil seines grossen Schatzes an Altertümern aus seiner 5.000 jaehrigen Geschichte veraeussern. Zum Verkauf kommen hunderte von Stücken, von denen gleichwertige bereits in den ägyptischen Museen vorhanden sind. Einzelstücke oder Altertümer von besonderem archaeologischen und künstlerischen Wert sollen nicht zu den “Devisenbringern” gehören.