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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1957-12-01 · 12 (Diciembre, 1957) · p. Seite 12

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIX (1957)
Issue
12 (Diciembre, 1957)
Date
1957-12-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 BOLETIN INFORMATIVO Diciembre, 1957 L V Praesident Jitzchak Ben Zwi wiedergewaehlt fililí |MÉg| fcggöi Mm mm muí WÊS «1 mim HÜH lili lilii mmm ä®:@» mm <&*&*&>* ./¿•X-S.V In einer feierlichen Sitzung der Knesset wurde Praesident Jitzchak Ben Zwi einstimmig auf eine neue Periode von 5 Jahren als Praesi“ dent Israels wiedergewaehlt. Hier sehen wir den beliebten Praesi* denten beim Pflanzen eines Setzlings im Jerusalem-Wald des KKL. In 15 Jahren: BEVOELKERUNG VON 3,3 MILLIONEN (YH).— Ueber Probleme der Siedlungsplanung des Landes berichteten auf einer Pressekonferenz im Innenministerium die Leiter der Planungsabteilung. Es sind Pläne ausgearbeitet, die eine Erweiterung der Bevölkerung auf 2,4 Millionen Juden und 250.000 Araber und solche, die für 3 Millionen Juden und 300.000 Araber gedacht sind, führte N. Britzkus aus. Es soll dabei Sorge getragen werden, dass der Anteil des in den drei Hauptstädten wohnenden Bevölkerungsteils etwas zurückgeht. Dagegen soll der Norden und der Süden entsprechend mehr Bevölkerung zugewiesen bekommen. So sollen bei dieser Planung, deren Durchführung vom Tempo der Immigration abhängt im Galil und Norden statt der gegenwärtigen 180.000 Seelen, 420.000 leben, im Süden statt 55.000 etwa 140.000 und im Negev statt 50.000 etwa 260.000. Der Leiter der Abteilung zum Schutze landwirtschaftlicher Böden, E. Karin, sprach eingehend über die mit dieser Frage zusammenhängenden Probleme. Israel ist schon heute das Land mit der kleinsten landwirtschaftlichen Bodenfläche pro Kopf der Bevölkerung und es muss daher alles getan werden, um land wirtschaftlich benutzbare Böden vor anderweitiger Benützung zu sichern. Es stehen uns insgesamt nur etwa 5 Millionen Dunam landwirtschaftlich ausnutzbaren Bodens zur Verfügung, von denen 2% Millionen bewässerungsfähig sind, wenn das nötige Wasser hierfür zur Verfügung steht. Es sind jetzt 90.000 landwirtschaftliche Einheiten vorgesehen, die einer Bevölkerung von 400.000 jüdischen und 120.000 arabischen Landwirten und landwirtschaftlich Tätigen Brot geben. Damit werden 13%% der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeiten gegenüber bisher 15%. LETZTE ETAPPE DER LIQUIDIERUNG VON MAABAROT HAT BEGONNEN Die Atomforschung in Israel Der bekannte amerikanische Wirtschaftsfachmann Keyserling, der seinerzeit Vorsitzender der wirtschaftlichen Beirates von Praesident Truman war, veroeffenttichte eine Broschüre, die der israelischen Forschung gewidmet ist. in der Broschuere wird aufgefuehrt, dass Israel seine Forschungen zur Entwicklung der Atomenergie fuer friedliche Zwecke, besonders fuer die Industrie und die Bergwerk-Ausbeutung, ununterbrochen fortsetzt, obwohl man sich der Tatsache bewusst ist, dass eine rentable Verwendung der Atomenergie wahrscheinlich erst in 15 bis 20 Jahren moeglich sein wird. In der Broschuere, die für d. Entwicklungsanleihe veröffentlicht wurde, wird erklaert, dass Israel hofft billige Atomenergie u.a. fuer die Verarbeitung der Mangan - Erze einsetzen zu koennen. Weitere industrielle Projekte, besonders auf dem Gebiet der chemischen Industrien, sollen durch einen eventuellen Einsatz d. Atom energie in Israel ermöglicht werden. (CANFIT). Arbeitsminister Namir berichtete in der Sitzung der Arbeitskommission der Knesset über den Plan zur Liquidierung der Baracken Maabarot, die bereits in Januar 1953 durch die Ueberfuehrung der ersten Bewohner in feste Schikunim begonnen hat. In den letzten viereinhalb Jahren wurden 40-42.000 Familien in feste Behausungen ueberfuehrt und es gibt heute fast keine Zelt-oder Blechbaracken in Maabarot. Die letzten Blechbaracken werden gegenwaertig liquidiert und ihre Bewohner innerhalb des Jahres in Schikunim überfuehrt. In den übriggebliebenen Holzbaracken verblieben noch 18.000 Familien. Der Minister berichtete dann einzeln über den neuen Schikunplan und betonte, dass man sich bemueht die Schikunbedingungen und deren Finanzierung den Bedingungen der neuen Olim anzupassen. Deshalb werden die geplanten 20.000 Einheiten in mehrere Kategorien eingeteilt. 2000 Wohnungen werden im Rahmen des Bausparschikuns unter guenstigen Kreditbedingungen errichtet. Weitere 12.000 Olimschikunim werden in drei verschiedenen Groessen gebaut: 36 qm, 46 qm und 84 qm. 4000 Einheiten werden in Form eines Zubaus zu bestehenden Zrifonim von 44 qm erbaut. Der Plan sieht auch einen Fonds von 6 Mill. IL voraus denen minderbemittelten die Baranzahlung erleichtert werden soll. Der Gesamtplan erfordert 115 Mill. IL, davon 95 Mill. IL aus Staatsmitteln und Sochnutmittein und der Rest aus Mitteln der Maabara-Bewohner innerhalb von drei Jahren. Der Bau von 2000 Einheiten beginnt sofort. Im Rahmen der Bausparaktion wurden bisher 33,5 Mill. IL von d. Sparern erlegt. 1000 Kandidaten (keine neuen Olim) haben ihre Wohn ungen bereits übernommen, weitere 1700 Wohnungen sind in landwirtschaftlichen Siedlungen errichtet worden und 4000 befinden sich im Bau. (JEDIOTH HAYOM). Kurznachrichten aus der Wirtschaft EXPORT UM 25 PROZ. GESTIEGEN Der Export stieg in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres um 25 Proz. im Verhältnis zu derselben Periode des Vorjahres, geht aus einer Aufstellung der statistischen Abteilung der Regierung hervor. In den ersten acht Monaten des Jahres 1957 betrug der israelische Export ca, 178 Millionen IL, gegenüber 10 Millionen IL im August vergangenen Jahres. EXPORT VON MARMOR Eine grosse Nachfrage nach israelischem Marmor bestehe in Europa und eine Gruppe von belgischen Juden hat jetzt eine Vermarktungsgesellschaft für diesen Marmor gebildet. Es liegen jetzt Aufträge für 250.000 Dollar vor, doch konnten diese nur teilweise angenommen werden, weil keine Liefergarantien gegeben werden konnten. Die Exportmöglichkeiten des israelischen Marmors sind gegenwärtig nur durch die hiesige Produktion und die Verschiffungsmöglichkeiten beschränkt. Bekanntlich gibt es grössere Marmor-Vorkommen im Lande, besonders in der Gegend von Elat, deren Abbau seit mehreren Jahren im Gange ist. INLAENDISCHES ROHMATERIAL FUER PAPIERERZEUGUNG Die in Australien mit hiesigem Eukalyptusholz vorgenom menen Versuche Papier zu erzeugen, haben sehr befriedigende Resultate ergeben. Ausserdem zeigt es sich, dass auch hiesige Maisblätter hierfür verwendet werden können. Die Papierfabrik in Chedera wird sich nach Fertigstellung der neuen Anlagen zur Erzeugung von Zellulosemasse dieser Rohmaterialien bedienen können. Das Landwirtschaftsministerium wird auf Grund dieser Feststellungen 20.000 Dunam Sandböden mit Eukalyptusbäumen bepflanzen. ERFOLGREICHER REISANBAU IN ISRAEL Das Landwirtschaftsministerium teilt mit, dass die im Hule-Gebiet gemachten Versuche mit dem Anbau von Reis vorzügliche Ergebnisse hatten. Da mit Hilfe von Berieselung an Stelle der in dem meisten Reisländem üblichen Art der Ueberschwemmung d. Reisfelder sehr gute Ernten erzielt wurden, wird im nächsten Jahr eine Fläche von 6000 Dunam im Hule-Gebiet mit Reis bebaut werden. Man hofft, dass Israel in wenigen Jahren in Bezug auf die, Reisproduktion autark werde. ARGENTINISCHE JUDEN WOLLEN TEXTIL-FABRIKEN IN ISRAEL BAUEN Ein Abkommen über die Erichtung einer neuen Textilfabrik im Lande, die 15.000 Spindeln und 200 Webstühle haben soll, wurde von Handels- und Industrieminister Pinchas Sapir und einer Gruppe jüdisch-argentinischer Kapitalisten unterzeichnet. Während seiner Anwesenheit in Südamerika, Unterzeichnete Pinchas Sapir bekanntlich auch neue Handelsabkommen mit Argentinien und Uruguay. Der Handels- und Industrieminister besuchte auch in Rio de Janeiro den jüdischen Kapitalisten M. Menasche, der Anfang 1958 mit dem Bau einer neuen Zuckerraffinerie im Negev beginnen will. M. Menasche wird Anfang Januar 1958 selber nach Israel kommen, um den Bau dieses Werkes einzuleiten. Bei seinen Verhandlungen in Argentinien hat Pinchas Sapir unter den argentinischen Juden auch eine grosse Bereitwilligkeit zur Alija nach Israel festgestellt und viele freie Berufler wären bereit sich in Israel niederzulassen . (CANFIT).

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