Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIX (1957)
- Issue
- 9 (Septiembre, 1957)
- Date
- 1957-09-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 BOLETIN INFORMATIVO Septiembre 1957 RUECKKEHR Z U M JUDENTUM (ZU DEN HOHEN FEIERTAGEN) Vor uns liegen wiederum Tage der Ruhe, der Reinheit und des Friedens. Wir treten in sie ein wie in ein Haus der Geborgenheit waehrend eines Unwetters, und es scheint, als ob unsere juedischen Menschen mehr als je einer solchen Flucht aus einer rauhen Wirklichkeit beduerften, aus einem Alltag, der ihnen so selten die Moeglichkeit der inneren Sammlung gewaehrt. Und es ist doch Sinn und Bedeutung der “Jomim Noraim”, der “ehrfurchtgebietenden Tage”, in ihrem Lichte die Probleme unseres Lebens erneut zu ueber - pruefen. Zunaechst sollte der Jude unserer Tage in tiefer Dankbarkeit und innerer Bewegung nach Israel blicken, wo im vergangenen Jahre das Werk der aeusseren Verteidigung bei gleichzeitigem inneren Aufbau mit allen Kraeften fortgesetzt worden ist. Waehrend Monat fuer Monat zehntausende von Einwanderern aus den verschiedensten Weltteilen unter unsaeglichen Anstrengungen so weit wie moeglich aufgenommen und eingeordnet werden konnten, besuchten hervorragende nichtjuedische Persoenlichkeiten den jungen juedischen Staat, um sich von den Der grosse Berditschewer Rabbi Levi Jizchak war bekannt als Fürsprecher und Verteidiger seines Volkes vor dem Vater im Himmel. Der Rabbi stand vor dem Beterpult seiner Schul und die Gemeinde folgte ihm mit heiliger Inbrunst. Plötzlich blieb er mitten in der Liturgie: “L’el orech din” bei dem Vers: “Der seine Knechte kauft am Tage des Gerichtes” stehen. Eine ehrfurchtsvolle Stille entstand in der Schul. Man hörte nur ein verhaltenes Schluchzen aus der Frauenabteilung. Denn in dieser Liturgie wiederholt sich im Kehrreim das Wort Din — Gericht, und der Ueberlieferung nach tagt in dieser Stunde das himmlische Gericht, das des Menschen Schicksal für das kommende Jahr bestimmt- Fortschritten seiner Entwicklung zu ueberzeugen, und die Worte der Anerkennung aus ihrem Munde erinnern an ein Gebet der heiligen Tage von Rosch Haschanah und Jom Kippur, das einen ganz neuen Inhalt zu erhalten scheint: “Gib Ewiger, Ehre Deinem Volke, Ruhm den Dich Fuerchtenden, Hoffnung Denen, die Dich suchen, das freie Wort Denen, die auf Dich harren, Freude Deinem Lande und Wonne Deiner Stadt, und lass’ die Macht Deines Dieners David aufkeimen und das Licht Deines Gesalbten, des Sohnes Isaias, aufleuchten, bald, in unseren Tagen”. Gewiss sind die Tage des Maschiach, des Messias, noch fern, und das Licht der Erkenntnis des Guten und Wahren ist noch nicht aufgegangen; doch juedische Ehre und juedische Freude sind abermals Begriffe geworden, die uns etwas bedeuten. Das Wort der Repraesentanten des juedischen Volkes in der Welt und der Regierung von Medinat Wem sollte da nicht bange sein? Der Rabbi aber, den Kopf auf das Vorbeterpult gelehnt, schien eingeschlaten zu sein. Diese unheimliche Stille dauerte nur einige Minuten. Der Rabbi erhob sich dann und setzte mit grosser Ekstase die Gebete fort. SpÜter erzaehlte er seinen Chassidim folgende wunderliche Geschichte: Schon lange habe ihn der Vers “Der seine Knechte kauft am Tage des Gerichts” beschäftigt. Er wusste keine Deutung für diesen Ausspruch. Jetzt war ihm aber alles klar geworden. Diesmal gingen ihm die Gebete nicht so geläufig vom Munde wie sonst. Daraus entnahm er, dass im Himmel eine schwere Anklage gegen die Juden erho- Von CURT WILK Jisrael, von Gleichberechtigten im Rate der Nationen, ist ein Gewinn aus den Tagen der beispiellosen Bemuehungen, die fuer den Wiederaufbau der juedischen Existenz unternommen wurden. Noch stehen wir am Beginne eines dornigen Weges: Wir suchen nach einer Neugestaltung unseres religioesgeistigen Lebens. Doch finden wir auch Zweifler in unseren eigenen Reihen, Menschen, die trotz allem, was wir erlebten, weder an eine juedische Zukunft in Israel noch an eine solche unserer Diaspora zu glauben vermoegen. Das wiedererwachende juedische Leben in zahlreichen juedischen Zentren hat bei vielen Juden keine Resonanz ausgeloest, und mancher unter ihnen entzieht sich noch heute den Verpflichtungen gegenueber dem grossen Werke juedischer Solidariatet mit Israel sowie kultu rellen und humanitaeren Aufgaben, die von den religioesen und philantropischen Organisationen vollbracht werden. Ein getäehrlicher Abgrund tut sich zuweilen auf zwischen uns und ben sei. Es drohte ihnen — Gott behüte — ein sehr schweres Jahr. Ihre Sünden vor dem Schöpfer waren gross und der Guttaten waren nicht viele, die sie aufzuweisen hatten. Vor Gram darüber habe er den Kopf auf das Pult gelehnt und sei dabei eingeschlafen. Seine Seele sei indessen in den Himmel geflogen und dort hätte sie gesehen, wie der An kläger immerfort grosse Pakken mit Sünden auf die Wagschale des Gerichtes gelegt hätte. Ein besonders grosses Bündel mit Sünden habe gleich die rechte Wagschale mit den Gut taten in die Höhe schnellen lassen. Seine Seele sei verzweifelt darüber gewesen. Als sich aber der Ankläger umgedreht haette, um neues Anklagematerial zu holen, hätte seine Seelen den grössten Packen Sünden von der Wagschale genommen und ihn blitzschnell in die Höhe geworfen, wo er verbrann te. Das war aber nicht unbemerkt geblieben; deshalb entstand im Himmel eine grosse Aufregung. Wer hatte es gewagt, im Himmel einen Diebstahl zu begehen? Aber der Verdacht sei bald auf ihn, Rabbi Levi Jizchak, gefallen. Der Ankläger hatte zornig die Bestrafung verlangt. Nach den Vorschriften der Thora soll ein Dieb verkauft werden, wenn er nicht bezahlen kann. Aber bezahlen — Rabbi Levi Jizchak besitzt nichts, womit er bezahlen konnte. Da erscholl die Stimme des Ausrufers: “Wer kauft den Dieb?” Da rief Gott: “Ich kaufe ihn!” Das ist die Erklärung des Verses: “Der seine Knechte kauft am Tage des Gerichts”. (Nacherzählt von Chemje Mastbaum). Denen, die heute noch abseits stehen, sich weiterhin von der juedischen Gesamtheit distanzieren. Unsere Feste werden von diesen Juden nicht anerkannt, so, wie auch unser Alltag von dem ihrigen verschieden ist. Es ist der letzte und tiefste Sinn der heiligsten Tage des Jahres, die vor uns liegen, unsere Stimme zu erheben, “Kol Jaakob”, die Stimme Jakobs, die zu allen Zeiten die Stimme der Wahrheit, des Friedens und der Menschlichkeit gewesen ist. Niemals zuvor haben die Besten der nicht juedischen Umwelt solch ein tiefes Interesse an juedischem Geistesgut gezeigt wie in unseren Tagen; das juedische Buch findet unter nicht juedischen Menschen staerke Beachtung als frueher, und nur in unseren eigenen Reihen gibt es Brueder und Schwestern, die keinen Zugang suchen zu den Quellen des Judeseins. Sie stehen auch den schoenen Gedanken fern, welche die Gebete \ on Rosch haschanah und Jom Kippur erfuellen. hi ach juedischer Auffassung beginnt Jahr fuer Jahr am Neujahrstage aufs Neue die Gottesherrschaft ueber die ganze Welt. Der Mensch soll sich zu Gott erheben und sich damit ueber den Schicksalswan- ^el der Zeit. Sehr treffend hat Leo Baeck einmal diesem Gedanken mit den schoenen Worten Ausdruck gegeben: “Wie durch Rosch haschanah an die Stelle des Verhaengnisses das sittliche Gericht, die Entscheidung des Menschen gesetzt wird, so durch den Jom Kippur an die Stelle der Unabwendbarkeit die Umkehr des Menschen. Umkehr, diese immer wieder moegliche, fuehrt die Versoehnung herbei; der Mensch wird versoehnt, er hat durch den grossen Sabbat die Zeit besiegt”. Wir Juden, die wir Juden sein wollen, bejahen mit ganzem Herzen diese “Flucht aus dem Alltag” in die reine Sphaere der erhabenen Feste. Wir benoetigen diese Tage der Selbstbesinnung, der Umkehr und der Rueckkehr. Die heiligen, friedlichen, melodieerfuellten Tage sollen dazu beitragen, unser juedisches Bewusstsein zu vertiefen. Treten wir mit solchen Empfindungen in die Festesreihe des Tischri, dann wird sich, mit Gottes Hilfe, erfuellen, was vor einigen Jahren ein grosser nichtjuedischer Freund unseres Volkes und Israels ,am juedischen Jahresbeginne der Weltjudenheit zurief: “Der Ewige moege ausbreiten die Huette Seines Friedens ueber Sein Volk Israel, ueber das Land Israel und ueber Jerusalem, die ewige, heilige Stadt, die goldene Residenz des juedischen Geistes”. K. K. Mensaje de Rosh Hashana del Rabino en Jefe de Israel ¡Hermanos y correligionarios; donde quiera que estéis, el Señor es con vosotros! Para el Año Nuevo llegue a vosotros mi sincera bendición y augurios de vida, prosperidad y paz. Este año que comienza ahora para bien nuestro, es el Decenario de nuestra Mediná, y le salimos al encuentro con sentimientos de agradecimiento al Todopoderoso. Damos gracias al buen Dios por la merced otorgada a los'sobrevivientes de nuestro pueblo en la fundación del Estado de Israel y comienzo de la repatriación de los exilados en él; por el heroísmo con que coronó las tropas de Israel en la liberación y defensa de nuestra patria, y por la gloria que nos otorgó, a nosotros, habitantes de Israel, y a vosotros, queridos hermanos de la Diáspora, en la glorificación de Israel en la tierra de los Patriarcas y en el mundo entero. Que la Divina Providencia alumbre también en el futuro nuestros actos. El Keren Kayemet Leisraef, que tantos méritos se adjudicó en el pasado, cumpliendo el mandamiento básico de la redención de la tierra de Israel, trabaja hoy por hacer florecer sus desiertos, por despedregar sus montes, acondicionar el suelo para la absorción de los inmigrantes y sus asimilación en la Tierra Santa. ¡Queridos hermanos! Apoyad al Keren Kayemet Leisrael en el cumplimiento de sus importantes funciones y recaiga sobre vosotros la bendición de Aquél que eligió a Sión. ITZJAK AIZIK HALEVI HERZOG. Rabino en Jefe de Israel. DER SEINE KNECHTE KAUFT EINE CHASSIDISCHE GESCHICHTE von Ch. D. ARMON (Kestenbaum), Tel Aviv ISAIE, LE PROPHETE EL PROFETA ISAIAS: Oratorio Sinfónico para Coro Mixto y Orquesta. Acaba de aparecer un notable disco Long Play del sello Philips, con la obra de ALEXANDRE TANSMAN, ejecutada por la Orquesta Filarmónica y Coros de la Radio de Hilversum, Holanda, dirigida por Paul van Kempen y cantada en su parte solista por el tenor Cornelis Kalkman. El texto del autor se basa en diferentes capítulos (o versos) del libro del profeta Isaías, que forman parte del Antiguo Testamento. En este mensaje se ajusta estrictamente a la versión original, haciendo abstracción absoluta de toda inferencia simbólica posterior relacionada con las escrituras de Isaías y su interpretación. Alejandro Tansman, nacido en 1897, en Lodz, Polonia, reside actualmente en Francia, y fué en París donde compuso este “Cántico de redención y de paz, de perdón y felicidad, inspirado en el Libro del Profeta Isaías”. La Premier Mundial, realizada en esta misma ciudad en 1952, por la Orquesta Nacional y los coros de la Radiodifusión Francesa, bajo la dirección del autor y seguida por numerosas representaciones en los principales centros artísticos europeos y de Norteamérica, han calificado a esta obra como una de las más notables y significativas del carácter religioso de nuestra época.