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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1957-06-01 · 6 (Junio, 1957) · p. Seite 8

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIX (1957)
Issue
6 (Junio, 1957)
Date
1957-06-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 BOLETIN INFORMATIVO Junio 1957 BERICHT UEBER DIE ORDENTLICHE GENERALVERSAMMLUNG (Fortsetzung von Seite 3) 14. Kurt Isaac IR TTArmann Daraufhin verliess das Praesidium den Vorstandstisch und der von der Versammlung gewaehlte Wahlvorstand bestehend aus den Herren Willy Rosenbusch, Dr. Alfonso Budwig und Dr. Wilhelm Steinberg eroeffnete nunmehr den Wahlakt. Herr Rosenbusch stellte zunaechst fest dass eine einzige Wahlliste eingegangen sei, die sich bereits in den Haenden der Mitglieder befindet. Er teilt weiterhin mit, dass diese Wahlliste von dem Vorsitzenden des Ehrengerichts I. Instanz Herrn Dr. Wilhelm Steinberg und von Herrn Prof. Dr. Simon in Vertretung des erkrankten Vorsitzenden II. Instanz Herrn Dr. Bry und Herrn Dr. Landau als Mitglied des Praesidiums in ihrer Eigenschaft als Wahlpruefungsausschuss gepruefft und in Uebereinstimmung mit den Vorschriften der Wahlordnung befunden hat. Darauf erklaert Herr Rosenbusch die Wahl fuer eroeffnet. Die Abgaben der Stimmen in Form der offiziellen Stimmzettel erfolgte an 10 alphabethisch eingeteilten Tischen. An jedem dieser Tische ueberwachten zwei Gemeindemitglieder an Hand der Mitgliederliste der Gemeinde die Abgabe der Stimmen, und nahmen nach Beendigung der Wahl die Auszaehlung der Stimmen vor. Die einzelnen Zaehllisten wurden dem Wahlvorstand uebergeben, der nunmehr vermittels einer Hauptzaehlliste das Gesamtergebnis feststellte. Daraufhin gab Herr Rosenbusch bekannt, dass in der Reihenfolge, der fuer sie abgegebenen Stimmen, folgende Herren gewaehlt seien: REPRAESENTANTEN: 1. Dr. Siegfried Landau 2. Heimann Abramczyk 3. Adolf Ebstein 4. Alfred Feldmann 5. León Rosenthal 6. Martin Michel 7. Dr. Hans Reich 8. Dr. Boris Levy 9- Alejandro Landé 10. Dr. Fernando Friedmann 11. Helmuth Heinemann 12. Siegfried Hollaender 13. Dr. Germán Lehmann 16. Kurt Hof mann 17. Dr. Benno Kiwi 18. Rodolfo Nossen 19. Rodolfo Pincus 20. Walter Schueftan 21. Dr. Max Sklarz 22. Ismar Schueftan ERSATZREPRAESENTANTEN: 23. Federico Leiser 24. Bernardo Katz 25- Juan Will 26. Kurt Loebel 27. Ricardo Rothschild 28. Alfred Berliner 29. Gerhard Blank 30. José Kahn Nach Durchfuehrung des abgeschlossenen Wahlaktes dankt Herr Rosenbusch den Beisitzern des Wahlvorstandes und den Herren die als Funktionaere an den Wahltischen mitgearbeitet hatten fuer ihre Mitarbeit, die glatte Durchfuehrung der Wahl und schloss die Versammlung. GESPRAECHE UM DEN SINAI... Fortsetzung von Seite 5) sondern auch, weil die Fels- Zacken wie Dorngesträuch wirken und das Gestein die Eigenschaft habe, stets in Form von Dornsträuchern zu zersplittern, wenn man es vom Berge losbricht. (Einer der anwesenden Rabbiner rät mir im Privatgespräch, doch die Probe aufs Exempel zu machen und das Gestein des traditionellen Sinai, des Mount Catherina, daraufhin zu untersuchen). Die Stellung der Halacha, des Religionsgesetzes gegenüber dem Berge Sinai ist unterschiedlich, wie Dr. Cahane, der Leiter des Religionsministeriums, in einem wahrhaft umfassenden Referat darlegt. Es gibt Dezisoren, die der Ansicht sind, dass die Heiligkeit von dem Berge gewichen sei, nachdem die Schechina wieder entschwunden war, aber die Agada gibt dem tieferen Volksempfinden Ausdruck, wenn sie erzählt, dass jeden Tag eine Bath-Kol, eine göttliche Stimme, vom Berge Horeb, der ja mit Sinai identisch ist, ausgehe. (Ein anwesender Reisender behauptet in diesen Tagen, tatsächlich ein merkwürdiges Summen über dem Gipfel des Sinai vernommen zu haben). Vier : Berge werden in der messianischen Endzeit den Riesenbau des Tempels tragen: Sinai, Tabor, Karmel und Zion. Ein weiterer Midrasch will so. gar den Berg Moria und den Berg Sinai als zusammengehörig erkennen. So tiefsinnig und schön derartige Legenden sind, so bieten sie doch keinerlei geographische Anhaltspunkte, ja ganz im Gegenteil, sie machen eine topographische Identifizierung geradezu unmöglich. Mangels einer beglaubigten jüdischen Tradition haben aber auch Benjamin Mitudela und Jakob Sapir in ihren Reisebeschreibungen den 2,500 Meter hohen Djebl Musa als Sinai gelten lassen. Vor 40 Jahren bereits organisierte Raw Mainion die ersten Wallfahrten auf den Sinai Die Frage, ob der Sinai zu Erez JIsrael zu rechnen ist, wird verschieden aufgefasst. Jefauda Halevi betont in seinem Kusari, dass Sinai ein Teil des Heiligen Landes sei, hierbei wohl toeeitoftasst vom Koran 0) Dieser betont nämlich, dass der Sinai "Eascbam", das heisst in Palästina Siege, Die moslemische Tradition neigt allerdings mehr dazu, den Serbal im Süden der Halbinsel Sinai für den Berg Gottes zu halten. Daneben gibt es aber auch noch die Tradition, den Hilal, den “Reinen Berg” im Norden der Halbinsel, also näher an der Oase Kadesch-Barnea mit Sinai zu identifizieren. Raschi in seinen Bemerkungen zu Psalm 68,18 will den Sinai sogarin das Gebirge von Bascharf verlegen. (Ps. 68, 23). So werden wir es wohl verstehen, dass der Direktor der Altertums-Abteilung des Kulturministeriums Dr. Schmuei Jeivin, glattwegs erklärte, dass aus diesem Sinai-Labyrinth kein Ausweg zu finden sei. Optimistischer war der Bibelforscher Elizur, der auf Flavius Josephus hinweisend bemerkte, dass dieser in seinen Altertümern den Sinai als besonders hohen Berg beschreibt (ganz im Gegensatz zum Midrasch, der ihn für einen niederen hält). Da Djebl Musa wirklich der höchste Berg in diesem Massiv ist, trifft die Beschreibung des Josephus am ehesten auf diesen traditionellen Sinai zu. Als wahrer Advokat des Sinai trat Dr. Naor auf, der die These verfocht, dass die Thora selbst genügend Anhaltspunkte biete, um den Sinai zu identifizieren, wobei dieser mit Horeb und dem “Berge Gottes” durchaus gleichzusetzen sei. Der Sinai ist ein heiliger Berg, nicht weil dort die Gesetzgebund stattfand sondern die Gesetzgebung fand dort statt, weil er ein heiliger Berg war. Mit Stellen aus Exodus und Deuteronomium, aber auch aus dem Richterbuch und dem Propheten Ezechiel versuchte er nachzuweisen, dass aller Wahrscheinlichkeit nach der Sinai auf jenem Massiv zu suchen sei, dem der Mount Catherina angehört, aber auch die Berge Subera und Schomer. Zu der nun ungelösten Frage des Gesteins, das eben dort nicht vulkanischer Natur ist, trug der junge Raw Tikotzinsky ein interessantes Detail bei. Er wies darauf hin, dass der Sinai — wie die- Mechiltha betont — aus Kalkstein besteht. Warum wurde dieses Gespräch geführt? Gewiss, zunächst ging es im rein akademischen Sinne um die Klärung des Problems. Aber darüber DIE FEIERLICHKEITEN AUS ANLASS DES 9. JAHRESTAGS VON MEDINAT ISRAEL Die Feierlichkeiten mit denen der juedische Jischuv Chiles den 9. Yom Haatzmaut beging, wurden von Fest-Gottesdiensten in den Synagogen Santiagos eroeffnet, wobei besonders der gut besuchte Jugendgottesdienst unserer Gemeinde hervorzuheben ist. Die Gruppe “Henriette Szold” veranstaltete am Vorabend des Unabhaengigkeitstages einen Kocktail-Danzante in den Raeumen der B’ne Jisroel, der sich — wie alle Veranstaltungen dieser Gruppe — durch seine gute Organisation auszeichnete. Am Morgen des Yom Haatzmaut selbst legte — wie alle Jahre — der Geschaeftstraeger Medinat Israels, Herr Samuel Goren, einen Kranz am O’Higgins-Denkmal nieder, als Ausdruck der Verbundenheit unseres jungen Staates mit Chile. Daraufhin fand ein Empfang im Hause des Herrn Goren fuer die israelischen Buerger und die Vorsteher der hiesigen Organisationen statt an dem die B’ne Jisroel durch ihren Praesidenten Herrn Siegfried Landau, sowie die Herren Feldmann und Friedmann und Herrn Rabbiner Loewenstein vertreten wurden. An dem Empfang im Club de la Unión nahmen saemtliche Mitglieder des diplomatischen Korps sowie zahlreiche chilenische Autoritaeten Anteil und stellte dieser Empfang zu Ehren Medinats Israel ein gesselschaftliches Ereignis ersten Ranges dar. Eine “Velada de Gala” vereinigte am Abend im Teatro Satch weite Kreise des santiagoer Judentums, und war diese Veranstaltung, die von Herrn Peter Stein, Kultur - Direktor der Federación Sionista, organisiert war, eine wuerdiger Abschluss des Unabhaengigkeitstages. Das chilenisch-israelische Institut veranstaltete ebenfalls eine literarisch - musikalische Zusammenkunft in dem Salón de Honor der Universidad de Chile, die sich durch ihr hohes kulturelles Niveau auszeichnete. hinaus hatte man das Empfinden, dass die wenigen Tage, die uns in Sinai beschieden waren, zu Massenwallfahrten und Ausflügen in jene Wueste benutzt werden sollten, in welcher die Wiege der Nation stand. Einmütig lehnte man den Gedanken ab, in theatralischer Weise den Dekalog aufs Neue von den Höhen des Sinai herab zu verkünden (diese Idee wurde tatsächlich vorgebracht). Hingegen war man auch auf rabbinischer Seite gerne bereit, schlichte Lesungen entsprechender Texte im Rahmen solcher Ausflüge oder Wallfahrten für angemessen zu erklären. Die tiefe Liebe aller Teilnehmer zu Vergangenheit Gegenwart und Zukunft unseres Volkes sprach aus den Sinai-Beratungen von Jerusalem, die nicht im Lichte der Tagespolitik, sondern im Widerschein jener ewigen Leuchte geführt wurden, die vom Berge der Offenbarung erstrahlt..., auch wenn wir ihn auf der Landkarte nicht mit letzter Sicherheit lokalisieren können. ~ (Juedische Wochenschau). Wir verausgabten im vorigen Monat fuer Bar Unterstützungen, Barzahlungen, Arzt, - Arznei - und Krankenhauskosten, Schul - und Berufsausbildungsbeihilfen, sowie fuer die Unterhaltung unseres Altersheims, ausschliesslich der laufenden Buerounkosten $ 1.649.778 Santiago, 15. April 1957. CISROCO ComitS Israelita de Socorros, Wir verausgabten im vorigen Monat fuer Kinderfuersorge und Betreuung alter und kranker Frauen und Maedchen, ausschliesslich der laufenden Buerounkosten $ 136.945 Santiago, 15. April 1957. Liga de Damas Israelitas KURZE NOTIZEN VON HIER UND DORT Zur Proklamierung der Bonds-Aktion fuer Israel, weilte Oberst Aron Zeev der israelischen Armee einige Tage in Santiago. Oberst Zeev, der von hohen militaerischen Persoenlichkeiten Chiles empfangen wurde, wandte sich an den juedischen Jischuwin einer Kundgebung im Circulo Israelita, in der er ueber den Sinai-Feldzug berichtete und besonders die Einheit der Juden in der Galut mit Israel hervorhob. In den Bergen auf dem Wege nach Jerusalem wurden unter Anwesenheit des Ministers von Chile in Israel, Excmo. Sr. Eduardo Cristi und anderen suedamerikanischen Diplomaten die ersten Baeume des Waldes auf den Namen des Generals Bernardo O’Higgins gepflanzt. In Kassel verschied — wie uns Herr Enrique Gotthilf mitteilt — Frau Sara Nussbaum, die einzige Frau in der Geschichte dieser Stadt, der die hohe Auszeichnung des Ehrenbuergerrechts in Anerkennung ihrer Sozialarbeit und ihrer grossen Verdienste um das allgemeine Wohl der Kasseler Bevoelkerung verliehen wurde. Baron James de Rothschild, ein begeisteter Anhaenger der zionistischen Idee und des Aufbaus Israels, Sohn des Baron Edmond de Rothschild, starb Anfang Mai im Alter von 79 Jahren in London. Baron Rothschild, Praesident der juedischen Kolonisationsgesellschaft “Pica” in Nachfolge seines Vaters, war — trotz fast voelliger Laehmung und Blindheit— bis zu seinen letzten Tagen an dem Geschehen in Israel interessiert und sein Tod stellt einen grossen Verlust fuer das ganze juedische Volk dar. "Caridad”. ANZEIGENSCHLUSS am 22. Vergiss nicht Dein Kind in unsere Religionsschule anzumelden! Noch ist es Zeit

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