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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1957-05-01 · 5 (Mayo, 1957) · p. Seite 8

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIX (1957)
Issue
5 (Mayo, 1957)
Date
1957-05-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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% bMéIí#'iflgahiM WM M^fe -asy Der Rechenschaftsbericht des Praesidenten (Fortsetzung von Seite 7) wird. Bedauerlich auch aus dem Gesichtspunkte heraus, dass die Betraege, soweit sie gesammelt werden, kaum erhoeht wurden, also nicht den realen Wert eines Mittagbrotes darstellen, den wir erbitten. Glauben Sie mir, meine Damen und Herren, es ist ein Stueck juedischer Erziehungsarbeit, wenn Sie Ihre Kinder anhalten, einmal im Monat dieses kleine Opfer zu bringen. Und nun meine Damen und Herren ein Wort zur MAG BIT - HAG AN AH Wenn ich eingangs meiner Ausführungen darauf hingewiesen habe, dass das juedische Volk in der Welt der einzige zuverlaessige Bundesgenosse des Staates Israel ist, so glaube ich, dass sich die Eigenschaft als Bundesgenosse besonders dadurch beweisen muss, dass Jeder bereit ist, den Staat nicht nur moralisch zu stuetzen, sondern ihm auch wirtschaftliche Hilfe zu leisten. Nicht theoretische Sympathiebekundungen sind es, die dem Staate dienen, nicht Diskussionen ueber die Massnahmen, die die Regierung trifft, sondern nur und ausschliesslich, soweit es uns Juden in der Gola betrifft — unsere materielle Hilfe, auf die er in der jetzt so schweren, durch den Krieg hervorgerufenen wirtschaftlichen Situation angewiesen ist. Den militaerischen Sieg haben unsere tapferen Brueder und Schwestern in Israel selbst errungen. Den wirtschaftlichen Sieg zu erringen, ist Aufgabe aller Juden in der Welt. Jeder von uns, der guten Willens war, hat im Oktober vorigen Jahres den Ruf der Stunde verstanden und ist spontan herbeigeeilt, um seine Zeichnungen zur Magbit— Haganah zu vollziehen. Stolz waren wir darauf, dass innerhalb weniger Wochen der groesste Teil unserer Freunde seine juedische Pflicht erfuellt und gut erfuellt hat. Wir durften davon ausgehen, dass in diesem Jahre die Zeichnungslisten in der kuerzest moeglichen Zeit wuerden abgeschlossen werden koennen, aber leider war es nicht so. Die Freude ueber den Sieg verrauschte, fuer die wirtschaftlichen Folgen eines gewonnenen Krieges wollten Viele das notwendige Verstaendnis nicht aufbringen. Sie wollten nicht wissen, dass Israel fuer zehntausende aegyptische, nordafrikanische und osteuropaeische Juden die Tore oeffnen muss, sie wollten nicht wissen, dass die Kosten des Krieges, auf dessen siegreichen Ausgang sie stolz sind, nicht von unseren Bruedern in Israel allein getragen werden koennen, sie wollten nicht wissen, dass der Staat Israel zur Weiterfuehrung seines friedlichen Wiederaufbauwerkes mit der Hilfe aller Juden in der Welt rechnen muss. Die Einstellung der Mitglieder der Gemeinde zur Magbit ist das Spiegelbild deren juedischen Bewusstseins. Wie gern haetten wir festgestellt, dass dieses Spiegelbild ein vollendet klares und fleckenloses sei. Aber! Es sind immer wieder etwa 200 unserer Mitglieder, die sich trotz aller hoeflichen und energischen Bitten, trotz aller Besuche durch Mitarbeiter der Kommission nicht bewegen lassen, ihre Pflicht zu erfuellen bezw. so zu erfuellen, wie man sie von ihnen bei ihrer wirtschaftlichen Situation erwarten kann. Es sind immer wieder dieselben, die bis zuletzt warten und sich nicht scheuen, es zu bekunden, dass sie absichtlich warten, um dann “billiger wegzukommen”. Fuer ein derartiges Verhalten gibt es kein genuegend scharfes Wort der Verurteilung und es handelt sich bei den noch Fehlenden zum groessten Teil um Menschen, bei denen es nicht die geringste Rolle spielt, ob sie ihren vorjaehrigen Beitrag verdoppeln oder verdreifachen. Das, was ihnen fehlt, sind nicht die Mittel zur Zeichnung, sondern der Wille. Wer auch immer in Zukunft diesen Bericht erstatten moege, wer auch immer der Leiter einer zukuenftigen Magbit sei, ich bitte ihn instaendigst, bei der schweren Arbeit nicht zu ermueden, gegenueber denjenigen, die boesen Willens sind, nicht weich zu werden. Nur so werden wir vor unserem eigenen Gewissen bestehen koennen, indem wir die Magbit zu einem Ergebnis fuehren, das der wirtschaftlichen Moeglichkeit unserer Mitglieder entspricht. Nur so werden wir das stolze Bewusstsein haben, dem Staate Israel bei seiner hoffentlich friedlichen Wiederaufbauarbeit nach unseren Kraeften geholfen zu haben. So — und nur so — werden wir uns mit Recht den einzigen wahren, zuverlaessigen Bundesgenossen des Staates Israel nennen koennen. Den noch saeumigen Mitgliedern rufen wir zu; erfuellen Sie Ihre Pflicht sofort, erfuellen Sie sie so, wie man sie von Ihnen erwartet, als eine ernste Selbstbesteuerung in ernster Zeit. Und an Sie, die Sie bereits gezeichnet haben, meine verehrten Damen und Herren, gestatten Sie mir eine Bitte zu richten: Lassen Sie sich wegen der Zahlung nicht mahnen, denken Sie daran, wie dringend die gezeichneten Betraege benoetigt werden, um wirksame schnelle Hilfe zu leisten. Es muss eine Ehrenangelegenheit eines Jeden von uns sein, seine Magbit-Verpflichtungen vor allen anderen zu erfuellen. VERWALTUNGS - BERICHT Bevor ich zu einigen routinemaessigen Mitteilungen komme, moechte ich Ihnen noch eine erfreuliche Nachricht bringen. Wir hatten nicht unbegruendete Sorgen wegen der hohen Steuern, die wir fuer unser Grundstueck, das zunaechst auf ca. 40 Millionen und im Beschwerdewege auf 25 Millionen geschaetzt wurde, wuerden zahlen muessen. Es ist uns nun gelungen, durch sachdienliche Eingaben bei der zustaendigen Steuerbehoerde zu erreichen, dass unser Grundstueck mit Wirkung ab Januar dieses Jahres steuerfrei erklaert worden ist. Ebenso hat uns die Dirección General de Impuestos Internos die Stempelfreiheit fuer Rechnungen, Quittungen usw. zuerkannt. Es ist dies ein Erfolg, den wir in erster Linie einem unserer Kollegen des Repraesentanten-Kollegiums zu danken haben, der sich in aufopfernder Weise fuer die Genehmigung unseres Gesuches eingesetzt hat. Ich spreche ihm im Namen der gesamten Gemeinde unseren warm empfundenen Dank fuer seine Taetigkeit aus. Unsere Gemeinde zaehlte am 1. April ds. Js. unter Beruecksichtigung der 46 Neu-Aufnahmen 1464 Mitglieder-Familien Die Zahl der Geburten betrug 41, also 11 mehr als im Vorjahre, die Zahl der Sterbefaelle belief sich auf 60, also leider auf 18 mehr als im vorigen Geschaeftsjahr. Es fanden 33 Trauungen und 26 Barmizwoht-Feiern in unserem Mitgliederkreis statt. Das Direktorium hielt 39 Sitzungen ab. De Repraesentanz kam zu 8 Beratungen zusammen, abgesehen von zahlreichen Sitzungen der einzelnen Kommissionen. Bei Schluss meines Berichtes spreche ich allen unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern, besonders meinen Kollegen im Direktorium und der Repraesentanz meinen besonderen Dank fuer Ihre so rege, tatkraeftige Mitarbeit bei der Fuehrung der Gemeindegeschaefte aus. Dieser Dank gilt besonders dafuer, dass mich meine Kollegen waehrend meiner Erkrankung im vorigen Jahre so pflichteifrig und interessevoll vertreten haben, sodass keinerlei Unterbrechung in der Gemeindearbeit eingetreten ist. Mein Dank gilt in gleicher Weise allen Beamten unserer Gemeinde, den Herren Rabbinern und Lehrern, den Herren des Kultus, den Herren und Damen der Verwaltung, die waehrend des ganzen Jahres ihre vollen Kraefte und Kenntnisse zur Verfuegung stellten, um die umfangreiche, taeglich wachsende Gemeindearbeit zu bewaeltigen. Wir haben gewiss nicht zu viel Verwaltungspersonal, daher sind die Ansprueche, die gestellt werden keine geringen. Dass die Arbeit nicht nur erledigt, sondern liebevoll erledigt, mit Interesse erledigt wurde, dafuer danke ich besonders. Meine verehrten Damen und Herren: Ich glaube, Ihnen in grossen Zuegen einen Uueberblick ueber die Taetigkeit unserer Gemeinde im verflossenen Geschaeftsjahre gegeben zu haben. Ein altes roemisches Sprichwort sagt: “ut desint vires tarnen est laudanda voluntas”. Wir haben uns bemueht, wir haben bestimmt den guten Willen gehabt, fuer den Wiederaufbau, fuer die Vergroesse rung, fuer das Prestige und fuer die Zukunft unserer Gemeinde zu arbeiten. Wir haben versucht, Erfolge auf religioesem, nationalem, kulturellem und erzieherischem Gebiete zu erzielen. Ob wir die genuegenden Faehigkeiten, ob wir die genuegenden Kenntnisse dazu hatten, diese Frage zu beantworten, steht mir nicht zu. AUSBLICK INS KOMMENDE JAHR Meine Damen und Herren: Wir stehen vor der Neuwahl zur Repraesentanz. Wir haben bewusst in den letzten Monaten in unserer Presse aufgefordert, Wahllisten einzureichen. Wir haben darauf hingewiesen, dass nach unserer Ansicht nicht immer dieselben Maenner jahrein jahraus die Gemeindearbeit leisten koennen. Die Arbeitskraft laesst nach. Eine Gemeinde muss an ihre Zukunft denken. Dazu gehoert, dass neue, juengere Menschen sich bereit finden, die gewiss nicht leichte, verantwortungsvolle Taetigkeit einer Gemeindefuehrung auf sich zu nehmen. Es war trotz unserer Bitten nicht moeglich zu erreichen, dass mehrere Wahlvorschlaege eingereicht wurden. Wenigstens ist es einer Kommission gelungen, einige neue Freunde dazu zu gewinne, sich als Kandidaten zur Wahl zu stellen. Wir danken ihnen fuer ihre Bereitwilligkeit und erhoffen von ihnen nach erfolgter Wahl, einen neuen Impuls fuer unsere S. C. I. An Sie, meine verehrten Damen und Herren, richte ich die Bitte: Helfen Sie den neu zu waehlenden Gemeinde- Koerperschaften durch Ihr Interesse. Nicht nur einmal im Jahre bei der General-Versammlung sollten sich unsere Freunde mit den Gemeinde - Problemen beschaeftigen, sondern waehrend des ganzen Geschaeftsjahres. Beteiligen Sie sich an unseren religioesen Akten, nehmen Sie regen Anteil an unserer Kulturarbeit, helfen Sie uns bei der so wichtigen Arbeit fuer den Staat Israel, helfen Sie uns Jeder auf dem Gebiete, auf dem er glaubt, besonders erfolgreich mitarbeiten zu koennen. Ein aktives juedisches Leben moege im neuen Geschaeftsjahr unter der neuen von Ihnen zu waehlenden Gemeindekoerperschaft in diesem Hause pulsieren. Unsere Gemeinde moege mit Ihrer Hilfe sich wie bisher weiter entwikkeln, in Verbindung mit den Schwestergemeinden dieses Kontinents zu einer gluecklichen Loesung unserer gemeinsamen Probleme kommen und immer daran denken, dass wir unsere eigene Aufbauarbeit leisten muessen, und dass wir als juedische Gemeinde der Diaspora das Hinterland des Staates Israel, sein zuverlaessigster Allierter bleiben wollen. In diesem Sine wollen wir gemeinsam als bewusst juedische Menschen fuer unsere Gemeinde, unser Volk und unseren Staat weiter arbeiten. AUS DER GENERALVERSAMMLUNG: Die ordentliche Generalversammlung vom 28. Abrll, hat folgende Beschluesse gefasst: 1. a) Der Mitgliedsbeitrag wir ab 1. April 1957, auf $ 1000. monatlich erhoeht. b) Um Zahlung der Erhoehung werden auch diejenigen Mitglieder gebeten, die bisher freiwillig einen hoeheren Beitrag als den jetzigen Mindestbeitrag bezahlt haben. c) Begruendete Antraege auf Ermaessigung oder Erlass der Beitragserhoehungen sollen wohlwollende Beruecksichtigung finden. Ergebnis der in der Generalversammlung vom 28. April 1957 stattgefundenen Wahlen zur Repraesentanten- Versammlung REPRAESENTANTEN: 1. Dr. Siegfried Landau 2. Heimann Abramczyk , 3. Adolf Ebstein 4. Alfred Feldmann 5. León Rosenthal 6. Martin Michel 7. Dr. Hans Reich 8. Dr. Boris Levy 9. Alejandro Lande 10. Dr. Fernando Friedmann 11. Helmuth Heinemann 12. Siegfried Hollaender 13. Dr. Germán Lehmann 14. Kurt Isaac 15. Hermann Barón 16. Kurt Hofmann 17. Dr. Beno Kiwi 18. Rodolfo Nossen 19. Rodolfo Pincus 20. Walter Schueftan 21. Dr. Max Sklarz 22. Ismar Schueftan ERSATZREPRAESENTANTEN: 23. Federico Leiser 24. Bernardo Katz 25. Juan Will 26. Kurt Loebel 27. Ricardo Rothschild 28. Alfred Berliner 20. Gerhard Blank 30. José Kahn

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