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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1951-11-01 · 11 (Noviembre, 1951) · p. Seite 22

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIII (1951)
Issue
11 (Noviembre, 1951)
Date
1951-11-01
Page
Seite 22 (sequence 22)
Language
German
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32 BOLETIN INFORMATIVO Noviembre, 1951 STATT KARTEN Armando Davidovits G. Elena Tauber de Davidovits geben hiermit als Grosseitem die Geburt Ihres Enkelkindes VIVIAN am Sabbath Chaul Hamoed 20 Okt. 1951 bekannt. Exequiel FernAndez 221. STATT KARTEN Allen Verwandten, Freunden und Bekannten sagen wir hiermit auch im Namen unseres Sohnes JOEL unseren herzlichsten Dank fuer die vielen Aufmerksamkeiten anlaesslich seiner Barmltzwoh. HUGO ROSENBERG und Frau ILSE geb. JOSEPH Stgo. Oktober 1951, Oblspo Orrego 545 STATT KARTEN Sally Wolff P. — Adolfo Landsberger M. geben hierdurch Ihre Verlobung bekannt. Empfang 11. Növember 1951 Av. El Bosque 1366 (Frente Plaza 4 de Jullo) HILDE BUKI — MAX HAUSMANN VERLOBTE Empfang: PLAZA ALMAGRO 1181, Dep. E (por SAN DIEGO 400) 11. November, 11-13 MARGOT PELS — MANFRED SAWICKI VERLOBTE Empfang Sonntag 16, Dezember 1951. (11-1) Eduardo de la Barra 1308 (Esqulna Manuel Montt 1954) STATT KARTEN Zu der am Sonntag den 18. November um 6 Uhr ln der Synagoge Av. Portugal 810 stattflndenden Trauung unserer Kinder GISELA und MANFRED laden wir hlemlt alle unsere Freunde und Bekannte herzllchst ein. Siegfried Grnen und FANNY KLEIN J>an Elly geh. Grossmann geh. JACOBSÖHN Rosas 1441, Dep. 6, Stgo. JACOBO JAIMOVICH und Frau MARIA geb. LERNER Dr. ERNST SCHLESINGER und Fran TESY geb. GEISMAR beehren sich die airt 25. November 1951 um 17 Uhr. Im Machen David (Santa Isabel 96) stattfindende Trauung Ihrer Kinder SOPHY UND LOUIS an zu zeigen. Av. Gral. Bustamante 208, Depto. G. Irarräzaval 2840-B _Santiago Santiago Herzlichsten Dank allen Heben Freunden und Bekannten fuer die vielen Wuensche und Aufmerksamkeiten anlaesslich meto es 70. Geburtstages. Serrano 536 ALFRED BRANDENSTEIN Fuer die grosse Teilnahme amlaesslich des Hinscheidens unseres geliebten Sohnes, Bruders, Onkels und Schwagers SIEGBERT ARENDT danken wir allen Freunden und Bekannten aufs herzlichste. Inv, Armada 2425, Smtiago DAVID ARENDT und Familie. Fuer die liebevollen Beweise tlefemnfundener Teilnahme anlaesslich des Hinscheldeas unserer geliebten Mutter und Grossmutter PAULA CHEMKE geb. Vogel danken wir auf diesem Wege herzllchst. CARLOS A. CHEMKE u. Frau TRUDE geb. SIMON Santiago Oktober 1951 Casilla 3995 r, statt KARTEN! ,-ue.r. “le ''nf anlaesslich des Hinscheidens unserer geliebten Mutter und Schwiegermutter MARGARETE LEVY erwiesene Teilnahme sprechen wir allen Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank aus. Dr. BORIS LEVY und Frau HILDE Santiago, Oktober 1951. Reb' VaD Ments 1 ut* mir anlaesslich des Ablebens meines teuren Gatten ADOLF SALZMANN erwiesene liebevolle Anteilnahme, sage Ich hiermit allen 1. Freunden und Bekannten meinen herzlichsten Dank Residencial Seminarlo 980. Dep. 4 FLORA SALZMANN geh. - Brtnltzer. Mitarbeiten aus dem Leserkreis Wenn auch nicht ganz erfolglos, so doch keineswegs zufriedenstellend, ist das Resultat unseres unentwegten Appells an unsere Leser, an der Gestaltung des “B. I.” mitzuarbeiten. Wir sind an allem interessiert: an Kritik und Anerkennung, an neuen Ideen und laengst vergessenen, an Prosa und Poesie, an Themen, die in unseren Rahmen passen und solchen, die ihn soreneren, an Erlebtem und Erdachtem, an Originalen und an Ausschnitten. Pie Hauptsache ist, dass recht viele Leser persoenlichen An- "Juedische und antiü f teil an der Ausgestaltung dieses Blattes nehmen, das nun' einmal fuer viele Gemeindemitglieder wenn nicht die einzige oder die wichtigste, so doch eine der wenigen oder eine der wichtigsten Bruekken zur S. C. I. schlaegt. Zu diesem Zweck haben wir hier an der Ecke oben einen wunderschoenen Briefkasten aufgesteilt. Gehn Sie nicht an ihm vorbei! Auch Sie haben uns allen etwas zu sagenl Hineh lo Jonum Welo Jischon Schemer Jisroel juedische Kalender" Bei der grossen Bedeutung der Kalender moechte ich die Aufmerksamkeit auf eine Angelegenheit lenken, die fuer das Ansehen des Judentums, i insbesonders hinsichtlich der Schabbath-Idee, bedeutsamer ist, als es auf den ersten Blick scheint. Bekanntlich ist die Zahlung im Judentum die, dass der 1. Tag der Woche der Sonntag, der 7. Tag der Sabbath ist. In der Nazizeit stell, te man in Deutschland Kalender her mit dem Montag als ersten Tag der Woche und rtem Sonntag als siebenten Tag, sodass der Sonnabend der 8. Tag war. Hierbei wurde hervorgehoben, dass dies geschehe, “um von der jue. dischen Zaehlung abzuwel. chen und den Einfluss des Judentums zu vermindern”. Mehr und mehr —unerheblich aus welchen Gruenden— werden auch hier Kalender hersesteilt, die diese antiiue. dische Zaehlung haben. Auch juedische Firmen ver. teilen, offenbar aus Unachtsamkeit. Kalender mit dieser Zaehlung... Da wir Juden ein Interesse daran haben, dass unsere Zaehlung bestehen, bleibt, emnf'ehlt es sich, bei der Anschaffung von Kalendern auf die Art der Zaehlung zu achten. Soweit, Firmen ver. nflichtet sind, fuer 1952 Kalender mit der antüuedischen Zaehlung abmnehmen. mag es. damit niemand Schaden erleidet, hierbei sein Bewenden haben. Zum müdesten kann aber fuer 1953 entsnreebende Vorsorge getrof- , fen werden. | . M. L. , (Name und Adresse der Re. | daktion bekannt: in der An. 1 lasre eine Kalenrterb’att mit “antijuedischer” Zaehlung als Werbematerial einer juedlschen Firma). LEO FRAENKEL AUTORISIERTER VERSICHERUNGS-AGENT Merced 54, 5.o Pi., Dep. Y. Fono 62565 (Siehe nicht schlummert und nicht schlaeft der Hueter. ISRAELS) (Psalm 121,4) Als der Schreiber dieser Zeilen am 8- Maerz 1933 von den Nazis zum ersten Male festgenommen und, zum Schrecken seiner Bekannten, mit einer Eskorte von drei SS-Leuten, einem rechts, einem links und einem hinten, durch die Hauptstrassen seiner Vaterstadt nach dem “Braunen Haus” gefuehrt wurde, kamen ihm die obigen Psalmworte in den Sinn. In hebraeischen und in deutschen Buchstaben geschrieben, und unter Glas, erschienen sie einige Tage spaeter an der Wand seines Arbeitszimmers und haben ihn auch dann, ueber den Atlantik und den Pazifik, bis in dieses gastliche und sonnendurchflutete Land Chile begleitet. Diese Psalmworte moegen dem folgenden, anspruchslosen Bericht als Einleitung dienen. Es ist noch in Aller Erinnerung, dass durch eine Verordnung von Ende 1938 alle Juden in Deutschland ihren Besitz an Gold, Silber und Edelsteinen abliefern mussten. Ich konnte es damals nicht ueber mich gewinnen, eine Besamim-Buechse una zwei Seder-Becher, die alter Familienbesitz waren, abzuliefern. Und so kam der Augenblick der Auswanderung heran. Was tun? Da dachte icn an einen guten Bekannten, streng glaeubigen Katholiken und fanatischen An. tinazi. Ich suchte ihn auf und bat ihn. die drei Kultgegen. staende in Verwahr zu nehmen; erlaeuterte ihm den Sin-n. de’' Be.0!5^im- Buechsbei Hawdolo (Scheidungszere. monle zwischen Sabathausgang und Anfang der Arbeit». wrch°) und den des einen Sederbechers, mit dem dei Segen ueber1 den Wofn gebrochen werde, und der den Vorschriften entsprechend am Sederabend viermal zu leeren sei. Der andere Sederbecher habe ueber mehr als zweihundert Jahren als “EL- JENOWE”. Becher (Becher des Eliiahu Hanowi, des Prupreten Elijahu), in unserer Fa- Fuer die uns anlaesslich des Ablehens unserer innigstgellebten Mutter, Schwiegermutter, und Grcssmutter SOPHIE ROSENTHAL in so grossem Masse erwiesrme liebevolle Anteilnahme danken wir allen Freunden und Bekannten auf diesem Wege aufs herzlichste. LEON u. ILSE ROSENTHAL MANFRED n. KAETE ROSENTHAL RÜTH ROSENTHAL GRABSTEINE ln saemtlichen Steinarten zu billigsten Preisen TH. REIS José Miguel de la Barra 412, 5.o piso. Dep. A. esq. Merced. Tel. 33200 I milie gedient- D. h. man habe ihn gefuellt mit Wein vor den Platz gestellt, den man an den Sederabenden (1. und 2. Abend des Osterfestes) fuer den Propheten 1 Elijahu frei halte; eine symbolische Handlung, die darstellen soll, dass man den Propheten zu diesem Feste der Befreiung zu erwarten stets bereit sei. Mein Bekannter erklaerte sich zur Aufbewahrung bereit und nahm die Besamim- Buechse und die beiden Sederbecher entgegen. Es kam die Auswanderung, der Krieg und es folgten immer grauenerregendere Be. richte aus Deutschland und dem uebrigen Europa. Menr und mehr wurden die ueper die ganze Welt zerstreuten Juden in Trauer und ohn. maechtige Wut versetzt. Docn schliesslich brach der Nationalsozialismus zusammen und .die Welt hat begonnen, lang, sam —leider nur zu langsam— die Truemmer seelischer und materieller Art hinwegzuraeumen. Einer der ersten Lichtblicke war fuer mich die Nachricht, dass ein mir befreundeter Anwalt sei. ne Praxis wieder aufnanm Ich schrieb ihm und bat ihn Del dieser Gelegenheit, ausfin. dig zu machen, ob mein Bekannter sich retten konnte, und ob die ihm s. Zt. ueber. gebenen Gegenstaende noen ernaiten seien. Nach fast 3>4 Jahren bekam ich die Mitteilung ueber das, was er unternommen hatte, unter gleichzeitiger Uebersenaung eines Schreibens meines Bekannten. Er schrieb, dass er sich unendlich freue, dass wir lebten, gesund seien und uass es uns gut gehe. Das ihm anvertraute. Gut sei unverletzt nich in seinem Besitz. Er erinnerte dann daran dass ich seiner Zeit, bei Uebergabe der drei Kultgegenstaende, ihm ge. wuenscht haette, dass ihm dieselben Glueck und Segen bringen moegen. Und dies sei auch tatsaechlich der Fall eewesen. Denn durch die Gnade Gottes seien seine Frau, sein Kind und er wohlauf und sein Hab und Gut ge. rettet worden. Und darum: Siehe nicht schlummert und nicht schlaeft der Hueter Israels ... und seiner Freunde. G. Vortragsreihe "Juedische Denker" Da unser G. L. Berichterstatter, verreist ist, koennen wir den Bericht ueber den Vortrag des Herrn Rabb. M. Lubliner “Moses Maimonides und Jebuda Halevy” erst in der naechsten Nummer unseres Gemeindeblattes veroeffentlichen.

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