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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1951-03-01 · 3 (Marzo, 1951) · p. Seite 10

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIII (1951)
Issue
3 (Marzo, 1951)
Date
1951-03-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 BOLETIN INFORMATIVO Es rauscht im deutschen BlaetterwaM GROSS-BERLINER OPFER DES Es gibt in der neuen deutschen Bundesrepublik eine Unmenge illustrierter Zeitschriften, weit mehr, als jemals vor dem Kriege. In allen diesen Z eitschriften erscheinen seit Jahr und Tag Artikelserien, in denen Persoenlichkeiten vergangenen Glanzes die Hauptrolle spielen. Da gibt es die bereits im Pariser Figaro erschienenen Erinnerungen von Otto Skorzeny, der im Aufträge Hitlers Mussolini befreite, Horthy fest— und sich selbst 1945 nach Argentinien absetzte, Erinnerungen von Hitlers Chauffeur und Himmlers Masseur, Errinerungen von Generaelen und Gefreiten, eine Serie “Emmi Sonnemann’’ benamst, die Goerings Erscheinung aus dem Blickwinkel der Frau beleuchtet, die 1. Washington. — En una alocución dirigida a la Conferencia Nacional del Reren Kayemeth, el Vicepresidente de la Unión, Alben Barkley se pronuncia a favor de la continuación de la ayuda estadounidense a Israel. 5, Bermudas. — Llega a Bermudas el bu que israelí “Meir Dizengoff, que había sufrido un incendio I en alta mar a causa de una explosión. 7. Jerusalén.-La Knes. set otorga al Gobier. no un voto de confianza por su política exterior, votando 56 diputados a favor y 29 en contra, registrándose 6 abstenciones. 18. Tel Aviv.— El Partido .eje del Gobierno, Mapai, se pronuncia en contra de la par. ticipaciiín en un nuevo Gobierno de coalición y a favor de nuevas elecciones. 20. Tel Avlv.— El Presidente Weizmann desarrolla activas gestiones para evitar nuevas elecciones a la Knesset. 23. Jerusalén.— El tercer aniversario de la Independencia d e Israel será celebrado con una semana de festividades, que comenzará el 9 de Mayo y que cónsul- I tará un extenso pro. grama (cultural, de especial atracción para los turistas. 28. Jerusalén. — La fecha de inauguración del 23.o Congreso Sionista Mundial ha sido fijada, definitivamente, nara el día 11 de Julio del presente año. Lebensgeschichte Corinne Luchaires, mit pikanten Details geschmueckt, kurz wer nur irgendwie etwas mit der Naziherrlichkeit zu tun hatte und nicht gerade am Schreiben verhindert (Sitzen ist KEIN Hinderungsgrund und wer sitzt denn heute ueberhaupt noch?), benutzt die Gelegenheit sich reinzuwaschen, die anderen anzuschwaerzen und dabei den Belag fuer das taegliche Broetchen zu verdienen. Es besteht kein Zweifel, dass das Publikum diese Artikel verlangt, denn Wochenschrift-Redakteure reagieren sehr empfindlich auf die Auflageziffer. Die Artikel selbst sind sehr objektiv, fast zu objektiv, wenn man bedenkt, wie kurz die Katastrophe erst hinter uns liegt. Selten, dass mal jemand irgendetwas ueber “hintergangene Volksgenossen” oder so sagt. Viel cefter, dass die menschlichen Seiten der einen oder anderen Person herausgearbeitet und die sicherlich von jedem einmal zu irgendeiner Zeit vorgenommenen guten Tat mit Richtstrahler grell angeleuchtet werden. So sehen wir Emmi Sonnemann seitenlang Liebesgabenpakete packen, Goering als mehrenden Vater, Speer als aufrechten Kaemnfer gegen Hitlers Willkuer. Die Kinder, sie hoe. ren es gerne. Irgendwie faellt einem beim Lesen die alte Geschichte vom Rabbi und d°m Ehebrecher ein: “Molsche, Du sollst Dich zerknirschen und nicht beruhmen”. Erich Kordt, 8 Jahre lang rechte Hand Ribbentrops, jetzt Leiter der Diplomatenschule der Bundesrepublik, hat gleich ein Buch geschrieben: “Nicht aus den Akten”. Wir entnehmen daraus, dass Kordt eigentlich e i n Widerstands. kaemDfer war, allerdings der ultrageheimen Abteilung und schwer beweisbar. Daher wohl auch der Titel “nicht aus den Akten”. Die Verleihung eines SS-Ranges musste er leider ueber sich ergehen lassen, um sich nicht, unbeliebt zu machen. Man wurde da nicht gefragt, denn auch Emmi MASSANFERTIGUNG feiner Damenkleldung. Auch Umarbeitungen. MARGARITA GRUENBAUM Pedro de Oña 031, Dep. C. (Vlc. Mackenna Hoebe 960) WEGEN UMZUG ZU I VERKAUFEN I Wohnungs-u. Kuechenmoebel i Zweiflanim-Gasherd Gasofen Staubsauger i Plumeaux u. Kissen Daunendecke ¡ Leinen-Bettueberzuege I Tlschwaesche . Vorhaenge j Zuschr. an H. B. I Clasificador 567. r Perlenketten I lwerd-n aufgezogen oder mo-« fdernlslert auf GnrM neue'terj r amerikanischer Modelle. Jede 1 (Art unechter Schmuck w rd re-" ■ pariert, vergoldet oder v-r^ii-i obert. Gewissenhafte Ausfueh-fl | rung wird garantiert. | 1 ERNA SALINGER | iPuente 558 — Dep. D. I Fono: 83069 | Sonnemann hat, wie wir aus dem Munde ihres Anwalts und Biographen erfahren, das Goldene Parteiabzeichen vom Fuehrer persoenlich zum Geburtstag erhalten. Nicht sehr taktvoll, fuer meinen Begriff, eine Dame zum Geburtstag. offiziell als “alte Kaempferin” I zu dekorieren, aber eines der i wenigen Geburtstagsgeschenke, das eine kluge Frau nicht Umtauschen geht. Diese Art' Erinnerungen nennt man in | Deutschland einen Persil- \ schein und das Kordtsche' Buch nannte eine Wochenschrift sogar einen Mammut-1 Persilschein. Ernst Freiherr i von Weizsaecker, ex.Diplomat, hat die unfreiwillige Müsse seiner Haft nicht ungenutzt | verstreichen lassen und wari tet mit einem Buch “Erinne.! rungen” auf. Ein Satz verdient besondere Erwaehnung: “Wollte ich meine Erfahrungen mit den amerikanischen Anklagebehoerden darstellen, kaeme ich in den Verdacht der Subjektivitaet. Ein Lob kann ich mir aber nicht versagen: DAS PHYSISCHE RI¬ SIKO WAR BEI IHNEN GE¬ RINGER ALS BEI HITLER”. Dieses Lob werden nun auch die in Landsberg endgueltig abgehaengten 6 SS-Fuehrer unterstreichen koernen. deren wohlverdienter Strick auf dem Altar der neu zu errichtenden Waffenbrüderschaft geoofert wurde. Ex-Staatsse. kretaer Otto Meissner, be. ruehmt fuer seine Treueide unter Wilhelm. Ebert, Hinderiburg und Hitler, hat eben. fa'ls die Feder zur Hand genommen. Rein Buch duerfte wertvolle Hinweise auf die Straoazierfaeldgkeit eines preussischen Bea.mtene i d e s enthalten. Zu diesem Buch hat auch Herr von Panen Stellung genommen in einem Briefe an die Wochenschrift “Der Soieerel”. Unter anderem sagt er: “Aber ich selbst unterliege. wie Sie vielleicht wissen, noch dem Sch reibeverbot der Bayrischen Entnazifizierungskammer, sodass ich eine zusamm enhaengende S t e 1 - lungnahme zu den damaligen politischen Ereignissen auf einen soaeteren Zeitpunkt verschieben muss”. E'n Hoch der Bayrischen | Spruchkammer. Die kennt ihren Panenheimer und weiss, wie man Leute strafen kann. Hoffen wir. dass das Schr°i. beverbot bis zum seligen Ableben des sohoenen Franz bestehen bleibt, sonst er1 * * * 5 * 7 * 1 eben wir dass Paoan der eigentliche Vater des deutschen Widerstandes war und Hitler nur in den Sattel verhalf. um der deutschen Widerstandsbewegung erst einen Sinn zu geben. Aber leider haben Entnazifizierungskammerentschei de (ein herrliches Wort, da sieht man doch, wie arm die snanische Snrache ist —Gatt seis gedankt) nicht die Widerstandskraft preussischer Husarenrittmeister. Auch Meissners Sohn, Dr. Hans Otto Meissner bringt seine Erinnerungen unter d“m sinnigen Titel: “Wie schnell schlaegt Deutschlands Herz”. Fuer die noch Memoi. rentraechtigen. die zur Zeit unter Schreibverbot oder chronischer Ideenverstonfung leiden, moechte ich einige gratis Anregungen geben: "Wie schnell vergisst die We't”. “Viermal Beamteneid”, “Die Krunu von Bablen Halhach Raga” fGeschichte einer Familie). “Ich war nur ein Mit-Laeufer” (vom deutschen Schachverband empfohlen). ARO NATIONALSOZIALISMUS Endlich, und zwar entgegen anderen irrtümlichen Veroeffentlichungen, erst am 8. Februar 1951 Ist im Verordnungsblatt fuer Berlin das “Gesetz ueber die Entschae. digung der Opfer des Nationalsozialismus vom 10. Januar 1951” veroeffentlicht worden. Der Zeitraum zwischen dem Erlass des Gesetzes und seiner Verkuendung war deshalb so lang, weil die hierfuer zu. staendlge “Alliierte Komman. dantura Berlin” dasvon der Stadtverordneten ver s a m mlung und dem Magistrat Ber. lin beschlossene Gesetz erst zu genehmigen hatte, ehe es rechtswirksam wurde. Diese Genehmigung ist erst am 31. Januar 1951 erfolgt. In dem Genehmigungsbescheid tadelt die genannte Kommandantu. ra, dass das Gesetz nicht die gewuenschte Tragweite habe und bittet den Magistrat, einige Unzulaenglichkeiten zu pruefen und durch kuenftige Aenderungen auszugleichen. Als solche Unzulaenglichkeiten bezeichnet die Kommandantura: a) Nicht genuegende Berueck. sichtigung von verschleppten Personen; b) Die zu niedrigen Hoechstbetraege fuer die Wiedergutmachung von Vermoe. gensschaeden; c) D i e Nichtberuecksichtigung der juedischen Nachfolgeorganisationen als Anspruchsberechtigte; d) D i e Nichtberueckslchtigung der Opfer der nach dem 24. Juli 1944 erfolgten Unterdrueckungsmassnahmen. Von Dr. ERICH LION Im uebrigen ist das Gesetz demjenigen (zum grossen Teil woertlich) nachgebildet, welches als sogenanntes Entschaedigungsgesetz fuer die Laender der Nordamerikanischen Zone Westdeutschlands am 10. August 1949 ergangen , ist und zum grossen Teil auch 1 dem “Landesgesetz ueber die | Entschaedlgung der Opfer des Nationalsozialismus” vom 22. I Mal 1950 fuer Rheinland/ i Pfalz. In einer Reihe vou Bestimmungen ist das Berliner Ge- I setz praeziser als die beiden | erwaehnten Gesetze, nennt z. B. in manchen Faellen be. 'stimmte Entschaedigungs- | summen in DM-West. Es behandelt im Gegensatz zu der I Anordnung der Alliierten I Kommandantur Berlin v. 10. 111.49., welches sich nur auf ¡die sogenannten “Feststellbaren Vermoegensgegenstaende’' 1 bezieht, die Entschaedigungs- | pflicht ln folgenden Materien: 1. Schaden an Leben, Koerper, Gesundheit und Frei, heit, 2. Schaden an Vermoegen, 3. Schaden im wirtschaftlichen Fortkommen. Politisch interessant ist der Schlussatz des § 55: “Dieses Gesetz gilt nicht in dem Gebiet von Berlin, in dem der Magistrat an der Ausuebung seiner Rechte und Pflichten gehindert ist”. Das Gesetz ist am Tag nach seiner Verkuendung In Kraft getreten, also am 9. Februar 1951. Die Anmeldungen sind bis zum Ablauf eines Jahres nach diesem Tage foermlich vorzunehmen. Aufruf der Juedischen Gemeinde zu Berlin Wir richten am unsere ehemaligen im Ausland lebenden Mitglieder den dringenden Appell, durch Spenden unseren Kampf um die Sicherung unserer Mitglieder zu unterstuetzen. Eine lebensfaehige Juedlsche Gemeinde wurde wieder geschaffen, Jedoch haben wir gegenueber unseren dem Naziterror entronnenen Mitgliedern haupteaechlich soziale und karitative Verpflichtungen zu erfuellen, da sich die Mehrzahl unserer Mitglieder aus Alten und Kranken zusammensetzt, denen es nicht mehr moeg- Uch Ist, eine wirtschaftliche Existenz zu gruenden. Die Aufrechterhaltung unserer Altersheime, Ho- 1 sp’taeler ur.d Krankenanstalten sowie die Versorgung und Pfl-ge Ihrer Insassen gehoeren ebenfalls zu unseren vordringlichsten Aufgaben. Die Tatsache, dass in Berlin ein Restitutionsgesetz erlassen wurde, ist ebenfalls auf den unermuedlichen Kam-of der Vertreter der Juedischen Gemeinde um eine gerechte Wiedergutmachung zurueckzufuehren. Eine endgueltige Loesung der uns gestellten Aufgaben und noch auf uns wartenden Probleme ohne Hilfe ist stark erschwert, wenn nicht unsere frueheren Mitglieder uns helfend zur Seite stehen. Es ergeht daher der Ruf an unsere Brueder und Schwestern, durch Soendenbeitraege d'e Juedlsehe Gemeinde zu unterstuetzen! Glaubensgenossen, die lm Zuge Ihrer Restltut'ons— oder Entscha»dlgungsverfahren ln Berlin Sn“rrkonteu b-sltz-n, richten Antrag auf Freigabe von Sperrbetraeo-on bis zur Ho»be von DM 300— fuer d'e Unterstuetzun" der Juedischen Gemeinde zu Berlin an die Berliner Zentralbank, Abteilung Aussenhandel und Devisenbewirtschaftung, Berlin- •Charlottenburg 2, Leibnlzstr. 7-8. Glaubensbrueder und —Schwestern, denkt an Eure alte Juedlsche Gemeinde zu Berlin und helft! Der Vorstand der Juedischen Gemeinde zu Berlin Achtung I Elgentuemer von Haus— und Grundbesitz ln Berlin! Glaubensgenossen, die ln Berlin Eigentum an Haus— und Grundbesitz haben, oder lm Zuge ihrer Restitutionsverfahren der Rückerstattung Ihres Grundbesitzes entgegensehen, bitten wir dringend, bei der Vergebung von Verwaltungen unsere Mitglieder zrn beruecksichtlgen. Auf vielfache, aus dem In- und Auslande an uns herangetragenen Wuensche haben wir die ln Berlin lebenden zugelassenen juedischen Hausverwalter registriert. Interessenten wenden eich an das Buero fuer Wiedergutmachungfragen bei der Juedischen Gemeinde zu Berlin, Berlin N. 85., Iranische Strasse 2. weiches auf Wunsch ein« Liste der hier registrierten Hausverwalter uebersendet. Der Vorstand der Juedischen Gemeinde zu Berlin Dr. Hugo Ehrlich, Heinz Galinskl. Julius Meyer, Dr. Erich Simon. Bernhard Wöllstein.

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