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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1949-11-01 · 11 (Noviembre, 1949) · p. Seite 8

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XI (1949)
Issue
11 (Noviembre, 1949)
Date
1949-11-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 BOLETIN INFORMATIVO ISRAEL - UMSCHAU PIÍllllP«IiÍPP^ fmmÊSMSMÊm ÉliMÉI sssíssséí ÄwÄSl 5&v-?r38& (f0*... .**.*.. : mmm SPORT IN ISRAEL Der Fischfang: ein bedeutsamer Wirtschaftszweig ISRAELS Es ist bekannt, dass in den Radio- Programmen der Stationen Kol Jisrael und Kol Jeruschalajim der gesprochene Teil einen weit groesseren Raum einnimmt als der musikalische Teil. Obwohl es richtig ist, dass der Wunsch besteht, das gegenwaertige Verhaeltnis zu veraendern, ist doch dieser Wunsch in Jisrael nicht allgemein vorhanden, und es gibt bestimmte Kreise —insbesondere unter den Hoerern in der Gola— die gerade von dem jetzt bestehenden Verhaeltnis zwischen dem musikalischen und dem erzaehlenden Teil befriedigt sind. Trotzdem machen die verantwortlichen Stellen alle Anstregungen, um in steigendem Masse dem musikalischen .Teil einen groesseren Raum zu gewaehren. Seit einiger Zeit ist zwischen den beiden Radio-Stationen Kol Jeruschalajim und Kol Jisrael eine enge Verbindung hergestellt worden. Hierdurch wird mehr und mehr eine Vereinheitlichung der Programme und in Zukunft sogar eine vollstaen. dige Verschmelzung ermoeglicht. Mehr als alle anderen Sendungen unserer Stationen wird die Zusammenarbeit zwischen Militaer und zivilen Sendungen immer staerker. Ausser den Sendungen Englisch, Arabisch, Jiddisch und Tuerkisch (im Kol Jeruschalajim auch Franzoesisch) wurden jetzt auch Sendungen in Persisch eingefuehrt. In Kuer. ze wird man vielleicht noch in einer anderen asiatischen Sprache senden. Ebenso werden die Sendungen in der “Sondersendung fuer den Oleh” ausser in Jiddisch auch in Spanioliscb und vielleicht Bulgarisch erfolgen. Einer der Programmpunkte der Radio-Sendeleitung ist die Verstaerkung der Sendungen in fremden Sprachen. Zurzeit sind die Moeglichkeiten allerdings beschraenkt, und zwar mit Ruecksicht auf die geringe RADIO Staerke des Senders. Mit dem Eintreffen eines starken Senders werden die Sendungen im fremden'Sprachen erweitert werden. Bezueglich der fuer das Ausland bestimmten Sendungen besteht eine enge Fuehlungnahme zwischen der Sendeleitung und dem Innenministerium, ein Umstand, der auf die Behandlung dieser Frage entscheidend einwirkt. Die Erweiterung der Sendungen in Englisch und Russisch, die von verschiedenen Seiten angeregt wurde, gehoert in den gleichen Fragenkomplex. Die Sendeleitung erhaelt von der Hoererschaft tagtaeglich Zuschriften, mit Anregungen, Vorschlaegen, Kritik und Wuenschen bezueglich der Programme und ihrer Durchfuehrung. Diesen Briefen wird durch die Sendeleitung besondere Aufmerksamkeit geschenkt, und alle Vorschlaege werden gruendlichst ge. prueft. Ausser der offiziellen Radio-Kommission wurde eine besondere Kommission zur Erforschung der Meinung der Hoererschaft gewaehlt, deren Mitglieder Dr. Avniel, M. Brachmann und A. Rernba sind . Diese Kommission nimmt gern von seiten der Hoererschaft Bemerkungen, Wuensche und Vorschlaege entgegen. Es werden alle Vorbereitungen zur Herausgabe einer Radio-Zeitschrift getroffen. Neben beiden Radiostationen bestehen Radio-Beiraete. Diese Beiraete sind aus allen Kreisen der Oeffentlichkeit auf breiter Basis zusammengesetzt. Die Mitglieder werden durch die Regierung ernannt. Der Beirat bei Kol Jisrael besteht aus vierzig Mitgliedern und tritt regelmaessig zusammen, unter der staendigen Beteiligung des Regierungsvertreters, der fuer den Sendedienst verantwortlich ist. Unterkommissionen wurylen In Israel hat der Sport eine andere Bedeutung als in den meisten anderen Laendern, sei es nun der Berufssport oder der Sport der Amateure. In den Tagen der Mandatszeit diente der Sport dazu, die koerperliche Ertuechtigung und das seelische Gleichmass, zugleich aber auch die Kameradschaftlichkeit zu foerdern. Nebenbei versuchte man, auf dem Weg des Sportes ein Band mehr zu den uebrigen Juden der Erde zu knuepfen. Man darf mit aller Sicherheit sagen, dass die sportliche Schulung in ihrem grossen Umfang sehr j viel zu den Erfolgen *der Juden I waehrend des arabischen Krieges beigetragen hat. Die sportlichen Anstrengungen der Juden haben waehrend der Mandatszeit, ganz im Gegensatz zu anderen Laendern, kaum irgendeine Hilfe seitens der britischen Regierung erfahren. Die Unruhen der Jahre 1929, 1936-1939 und der zweite Weltkrieg haben weiter dazu beigetragen, die Anstrengungen sportbege i s t e r t e r Amateure zu hindern. Trotzdem kann man sagen, dass langsam die Sportbewegung Fortschritte machte, und heute, mit der Errichtung des juedischen Staates, sind die Voraussetzungen gegeben, die zur Erwartung berechtigen, dass der Sport den ihm gebuehrenden Platz im Leben des Landes finden und zum allgemeinen Fortschritt beitragen wird. Zwei grosse Organisationen haben das Hauptverdienst an den Fortschritten, tlie bisher erzielt wurden: die Weltbewegung des Makkabi und die Bewegung Haooel der Histadruth. Diese beiden Organisationen haben bis vor kurzer Zeit — ausser auf dem Gebiet des Fussballs — leider nebeneinander gearbeitet. Beide haben im ganzen Lande Klubs errichtet, bis in die kleinsten Kolonien hinein. fuer folgende Abteilungen geschaffen: Nachrichtendienst und politische Aufklaerung; die obenerwaehnte Kommission fuer die Publikums- Reaktion; eine musikalische Kommission; eine Kommission fuer aktuelle religioese Fragen und religioese Quellen; eine Kommission fuer Volkserziehung; eine Kommission fuer Literatur und Kunst; eine Kommission fuer Volksgesundheit; eine Kommission fuer Jugend-Programme. Diese Unterkommissionen treten zu bestimmten Zeiten zusammen. Die Ergebnisse ihrer Beratungen werden der ofiziellen Haupt - Kommission vorgelegt und bilden die Grundlage fuer die Programmgestaltung. (“Das Neue Israel”, Zuerich) Von KEITH BEECHER Seit dem bescheidenen Anfang vor etwa fuenfzig Jahren, als die am Sport interessierten Chaluzim aus Europa Gruppen .bildeten, die zur Gruendung des ersten “Makkabi” in Jaffa fuehrten. wobei im wesentlichen nur Fussball gespielt wurde, haben sich die Klubs ueber das ganze Land ausgedehnt, und heute wird in ihnen jede Sportart getrieben. Unter den Pionierstaedten der Sportklubs ist Haifa zu nennen, das noch heute auf dem Gebiet des Boxens und des Schwimmens fuehrend ist. fM ... - : bæïâ Spaeter uebernahm Tel-Aviv eine fuehrende Rolle, die es auch heute noch spielt. Auch in den Zeiten der britischen Mandatsregierung blieb Tel-Aviv das Zentrum des juedischen Sports, und keine Woche verging ohne ein Sportfest fuer Jugendliche oder Erwachsene. Auch die anderen grossen Staedte und die Vororte, so Petach Tikwah, Rechowoth und Na. thanja und die Kibbuzim nahmen an grossen Sportfesten teil. Einzelne Sportarten, wie Tennis, Segeln und Rudern wurden nicht nur von den grossen Klubs, sondern auch von besonderen Vereinigungen ausgeuebt, die sich auf eine dieser Sportarten spezialisierten. In den dreissiger Jahren erklaerte der Makkabi, dass es besser sei, fuer den Sport der Jugend eine eigene Bewegung zu schaffen, und so entstand der Makkabi Hazair. Die Organisationen dieser Bewegung beschraenkten sich nicht nur auf Sport, sie trieben auch Erziehungsarbeit, was in den vergangenen Jahren die Vorbereitung auf das Leben im Kibbuz bedeutete. Die ersten nach diesem System erzogenen Jugendlichen warten augenblicklich darauf, im Norden des Landes Boden fuer die Kolonisierung angewiesen zu bekommen. Das groesste, in letzter Zeit durchgefuehrte Ereignis auf dem Gebiet des Sportes war der Kongress des Makkabi-Weltverbandes vom 26. Dezember bis zum 2. Januar. Der Verlust vieler juedischer Sportler und Sportlehrer in Osteuropa, die Wanderung nach Amerika und die Verlagerung des juedischen Sportlebens von Europa nach Israel geboten eine Reorganisierung der Bewegung. Im Verlauf dieser Tagung wurde die III. Makkabiade beschlossen, die abermals wie in den Jahren 1932 und 1936 in Tel-Aviv durchgefuehrt werden soll, wobei in Rechnung gezogen wurde, dass dieses grosse Sportfest seine besondere Bedeutung fuer die Athleten haben wird, die im Jahre 1952 zu den Olympischen Spielen nach Helsinki geschickt werden wollen. Der Hapoel und andere Organisationen, besonders die Sportgruppen im Heer, wurden aufgefordert, an der Ausbildung der Olympia- Mannschaft des juengsten Staates der Erde mitzuwirken. (“Das Neue Israel”, Zuerich)

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