Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1948-06-01 · Edicion Especial (Junio de 1948) · p. Seite 28

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
X (1948)
Issue
Edicion Especial (Junio de 1948)
Date
1948-06-01
Page
Seite 28 (sequence 30)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/8553624-8553682-9191083--0048-8553712
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

28 BOLETIN INFORMATIVO VOM PLAN ZUR VERWIRKLICHUNG Von Leo Herrmann (Jerusalem) Das 60 jaehrige Jubilaeum des Architekten und Siedlungsplaners Richard Kaufmann hat seinen Freunden den Gedanken nahegelegt, in einer Ausstellung, deren Durchfuehrung das Bezalel - Museum uebernommen hat, eine zusammenfassende Umschau ueber seine Werke — vor allem seine Bauten und Piaene in Erez-Israel — zu geben. Aus dieser Absicht der Ehrung eines Mannes-, dessen konstruktive und kv.enstlerische Leistung sich in ihrer Originalitaet in dieser Ausstellung dem Blick des Betrachters ersohliesst, hat sich in organischer Folge der Anteil des Keren Hajesod an der Ausstellung ergeben. Ohne den Keren Hajesod waere das Werk des Siedlungsplaners Richard Kaufmann in Erez-Israel nicht entstan. den. Der Beginn des Keren Hajesod — im Jahre 1920 — war der Beginn der Arbeit Richard Kaufmanns an der Planung und Gruendung der... landwirtschaftlichen Siedlungen, die nach Kaufmanns Plaenen gebaut worden sind und heute das Antlitz von Erez-Israel bedecken. Worin liegt die Bindung von Richard Kaufmanns werk an dpn Keren Hajesod? Die Antwort ist einfach. Erst mit der Gruendung des Keren Hajesod kam — unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg — in die Siedlungsarbeit der zionistischen Organisation die Moeglichkeit realer Planung. Vor dem ersten Weltkrieg hatte sich die zionistische Bewegung aus dem Stadium der Diskussion und der politischen und ideologischen Propaganda kaum losgeloest. Die Schaffung der Anglo-Palestine Company als . eines Tochterinstituts des Jewish Colonial Trust, hatte, so bedeutsam sie war, fuer die zionistische Siedlungsarbeit natuerlich keinen groesseren praktischen Wert, als eben die ¿vt.1:. LEO HERRMANN r G eneral-Sekretaer des Keren Hajessod. Gruendung einer Bankstelle fuer jemand haben kann, der weder ein wesentliches Bankkonto noch einen erheblichen Bankkredit besitzt. Der Beginn der Taetigkeit des Juedischen Nationalfonds und seine Zusammenarbeit mit der Palestine Land Development Company hatte unmittelbar vor dem Weltkrieg zu den ersten kolonisatorischen Versuchen gefuehrt, von denen die Siedlungen Merchavia, Kinereth, Dagania ihren Anfang nahmen. Aber aus alledem war jene verantwortliche Stelle, die die Zionistische Organisation in Erez-Israel fuer praktische Arbeit geschaffen hatte — das Palaestina- Amt in Jaffa — Tel-Aviv, das in Dr. Arthur Ruppin einen grossen schoepferischen Leiter gefunden hatte, nur mit einer Fuelle von grossen Forderungen, unrealisierbaren Vorschlaegen und weisen Erkenntnissen ueber die Fruchtlosigkeit der bisherigen Kleinarbeit hervorgegangen. Dr. Arthur Ruppin hatte, auf Einladung der zionistischen Leitung, dem Engeren Aktionskomitee unter der Praesidentschaft von Prof. Otto Warburg. schon im Laufe des ersten Weltkrieges Piaene fuer kuenftige ] andwirtschaftliche Siedlungstaetigkeit der zionistischen Organisation entworfen. Aber nach der Balfour- Deklaration, nach der Besetzung Palaestinas durch Lord Allenby’s Armee, nach dem Sieg der Alliierten, war die Zionistische Organisation von der Ueberzeugung erfuellt, dass von einer grossen Siedlungstaetigkeit im Zusammenhang mit grosser Immigration nicht nur verlangend gesprochen werden duerfe, dass die Zionistische Organisation auch nicht ihren Beginn und ihre Ausfuehrung von der Hilfe von aussen abhaengig machen duerfe — ob es sich nun um internationale Anleihen oder direkte britische Unterstuetzung handle, sondern dass das juedische Volk selbst das notwendige zentrale Institut schaffen muesse welches bisher gefehlt hatte. So wurde von der Zionistischen Jahreskonferenz in London im Jahre 1920 der Keren Hajesod geschaffen, mit seinem vollen Titel EREZ IS¬ RAEL (PALESTINE) FOUNDATION FUND LIMITED genannt. Dr. Berthold Feiwel. ein Mann der Vision, der mit Theodor Herzl gearbeitet hatte und mit Chaim Weizmann in Freundschaft und Ideengemeinschaft verbunden war, uebernahm als geschaeftsfuehrender Direktor die Leitung des Keren Hajesod. In dem umfassenden Programm, das sich der Keren Hajesod gestellt hatte und fuer dessen Durchfuehrung die Mitarbeit des ganzen juedischen Volkes gesucht wurde, waren Immigration und landwirtschaftliche Siedlung die Hauptpunkte. Die Schaffung von induvstriellen .Schluesselpbsdtionen (wie die Palestine Electrical Corporation, die Palestine Potash Company, die General Mortgage Bank for Palestine, die Erhaltung des neuen hebraeischen Schulwesens und des sozialen und hygienischen Werk,..,* gehoerten auch in dieses Sofortprogramm. Aber Immigration und landwirtschaftliche Siedlung mussten am Anfang stehen. Den zionistisch gesinnten Tellpn der Judenh°it den Weg nach Erez-Israel zu oeffnen. sie 1ns Land zu fuehren und hier zur Siedlung auf dem eigenen Boden zu bringen — das war die Aufgabe, der die unbestrittene Priorltaet gehoerte. Um sie' durchzufuehren, wurde ein Plan aufgestellt. Er wurde von Kongress zu Kongress revidier! und weitergefuehrt. Er hatte ein Ziel, das Juedische Nationale Heim ln Erez-Israel. D'esem Plan diente das Budget, der Takzlv. Dieses zionistische Budget ist nicht ein rein finanzieller Begriff. Mit rationalistischer Erlaeuterung allein ist der zionistische Budgetbegriff nicht gut auszuschoepfen. Reine Nationaloekonomen begreifen schwer, wie dieses zionistische Budget arbeiten kormte. Es mag daran erinnert werden, dass der erste Schatzmeister der Zionistischen Exekutive in Jenp Ml.l. ' . s -s< í "_ mmmm N A II A L A L .— Das Runddorf in der Ebene Jesreel. Eine von Richard Kaufmann geplante Keren Hajessod-Siedlung. fjusalem, Dr. S. A. Van Vriesland, ein Mann von tiefem Verstaendnis fuer die Antithesen des juedischen Lebens, zu sagen pflegte, dass der produktive Aufbau unseres Werkes im Lande, dem das Budget des Keren Hajesod zu dienen hat, durch das Defizit ermoeglicht wurde. Richtig daran war, dass die fuer die Aufgabe leider sehr unzureichenden Mittel des Keren Hajesod, mit denen allein auch kleine Piaene nicht durchgefuehrt werden konnten, fuer las Arbeitsbudget eines grossen Planes vervielfacht wurden, und zwar bis zu der Grenze, zu der sich die Hoffnungen des Keren-Hajesod- Direktoriums auf kuenftige erhoehte Einnahmen bevorschussen Hessen. Aus den verfuegbaren festen Einnahmen und den errechneten Vorschuessen auf geschaetzte kuenftige Einnahmen des Keren Hajesod wur de ein “reales” Budget errechnet, in dessen Rahmen Planung auf Sich , — die Planfrist fuer eine landwirtschaftliche Siedlung wurde theoretisch auf sieben Jahre festgesetzt — moeglich war. In dieser Planung fand die Taetigkeit Richard Kaufmanns ihren Platz. In Erez-Israel entstand jetzt auf dem neuerworbenen Boden des Juedischen Nationalfonds im Emek Jezreel, — eine neue juedische Arbeiter-Siedlung aus dem Nichts. Richard Kaufmann hatte das Glueck sie siedlungstechnisch planen zu duerfen. Ihm war die Aufgabe gestellt, sie zweckdienlich zu gestalten und ihrem sozialen und gesellschaftlichen Leben die bestdienstliche Form zu bereiten. Er hatte die Linien der Bodengestaltung dben so zu studieren und zu erfassen, wie die Richtung des Windes und den Lauf des Wassers, wo solches vorhanden war, und die Entfernung zu unterirdischen Quellen — und auf der anderen Seite das Beduerfnis der Siedlungsgruppe nach Gemeinschaftsgebaeuden — den Esssaal, der gleichzeitig das Versammlungslokal der ganzen Siedlung war, den Kinder- und Babyhaeusern, dem Lese- und Kulturhaus wie den Wirtschaftsgebaeuden und den provisorischen oder definitiven Behausungen der Siedler. Er musste den Bedürfnissen der Kvutzah, des Kibbutz und des Moshaw Ovdim nachgeben. Er musste allen diesen Bedürfnissen dienen. Er wurde der Diener der Kollektivwirtschaft und des Kollektivlebens wie der Kooperativen Siedlung und spaeter der Mischform der beiden. Er, der gezeigt hatte, dass er ein komfortables Einzel Wohnhaus fuer den kultivierten Mittelstand schoen zu bauen' verstand, wusste sparsam und zweckdienlich fuer den Chaluz zu bauen,, fuer den das juedische Volk durch1 den Keren Hajesod die Mittel bei-) zusteuern hatte. Diese Aufgabe hat' Richard Kaufmann beispielhaft undbeispielgebend erfuellt. i In dieser Ausstellung wird gezeigt] wie Planung und Ausfuehrung ne-f beneinander stehen. Wir zeigen na-: tuerlich nur das aeussere Bild - erst den Plan und dann die Totalansicht, wie sie sich aus dem Flugzeit bietet. In dieser Ausstellung wird! nicht erlaeutert, wie sich das Leben der Gruppe im Einzelnen ge-» staltet. Wir sehen aus dem Flugzeug nicht die Schwierigkeiten de; Weges, der zurueclcgelegt werden muss, vom ersten Tage der Ansied' lung an, wir erfahren nichts von den Schmerzen der Geburt, der Kinderkrankheiten und leichter und schweren Unfaellen; wir hoe-j ren nichts von den herzbrechender Tragoedien, die fast keiner Siedluii;' und fast keiner Familie erspart bleiben. Aus der Hoehe ist der kleine abseits gelegene Friedhof nicht photographiert, auf dem die erster! Opfer der Besiedlung des Landes, die Opfer von Ueberfaellen und Angriffen und die ersten fruehverstorbenen Kinder der Siedlung zu Grabe gebracht worden sind. Und wie hoeren auch nichts von Festfreude! und ränderen igluecklidben Aailaesser Hier sind nur optische Bilder fl sehen, und kein akustischer Rekord begleitet sie. Hier hoeren wir nicht das hebraeische Lied, das entstanden ist, noch den Gesang der Voe gel, die erst durch die juedischi Siedlung wieder mit dem alten Br den und seinen neu aufgeschossenen Baeumen verbunden wordei sind. Wie T,ied und Gesang, so ißt de Geist der Siedlung optisch nicB, festzuhalten. Aber was ins Auge springt, » das Verhaeltnis zwischen Plan uw Wirklichkeit, soweit die aeusseü Form in Erscheinung tritt. Der Keren Hajesod hat mit & chard Kaufmanns Hilfe diese F<F men zu schaffen versucht. Es waetj nicht moeglich gewesen, waere nie» Zionismus im juedischen Volk, uw waere nicht der Geist eines schoeF ferischen Pioniertums in dem Siet lerelement, mit dem wir in eine Zeit von etwa 25 Jahren ein W® aufgerichtet haben, das kein ui sicherer Versuch mehr, sondet schon ein geglueckter Anfang >st det, sind wi auf die 'letz fehlte. Gans Nachricht, c um unsere Obwohl es s> in aller Eile anderen Mo einzufinden den Schlaf gemeinen Ei fahrten auc! viele verschl nach und n paeckkontrol vermieden w englischen E auf langen . rum wird da durchsehen. “Touristen” den beim Fi tionen fuer nochmals all vielen Mensc nahm, und r die Autobuss zu fahren. U laeufig zurui Meck war k fentlich nicb So fuhren schlossen zuj null, nicht ei wir schiiessli aus der Bew juedische Sei fahren sollte: Schon von seine moderr besonders di< sogar, der Sc sen Eindrucl Fahne und e juedische P Passagiere, : ihre grosse i steigen des I Passkontrolle ob die lieben wir sie alle ' Das Schiff zeichnet. Alle Satzung, die auf die Pass; Anschriften kanntmachur in hebraeiscl nicht gerade fuer so viele nahmen das naemlich eim cy zweimal rr foerdern und Jungens in I den gesohloss Erde Schläfer ten in zwe auch die Wa was bedeutet Ziel seiner la sind schliessl Puenktlich den Hafen v noch geregne raus und ’ sicht auf die draengelten konnte dabei schiedenen T mensetzt. Ers langen Baert fm ganz jun? ■mhlrasiert,- > 0hren, die 1 aussahen, ric Bart und ein der Kaftan, i den Anzug tr Damen und Brieftasche t An' S?.derm sch: dr tte oder v: Quote derer f rauskon War J Laffa-h durc Lager]-.h-e ri gemffi verle genheit und e ten?en der sPuer( Sfl-K fh°n lange sere - Be

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.