Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- X (1948)
- Issue
- Edicion Especial (Junio de 1948)
- Date
- 1948-06-01
- Page
- Seite 3 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 3 GLUECKWUENSCHE AUS ALLER WELT VEREINIGTE STAATEN Die juedischen Gemeinden Nord-Amerikas haben juengst eine grosse Freude erlebt. Rabbiner Dr. LEO BAECK hat seine Anwesenheit hier dazu benutzt, um in vielen Gemeinden des Landes zu sprechen. Er hat dabei jede Gelegenheit wahrgenommen, in den Gemeinden und Organisationen der aus Deutschland seit dem Jahre 1933 eingewanderten Juden, Vortraege zu halten. In seinen Darlegungen hat er dabei einen besonderen Wert auf die Erkenntnis gelegt, dass der Einwanderer nur dann einen Beitrag zur tag, dass sie sich in diesem Auftrag im neuen Lande bewaehren moege. CONGREGATION “HABONIM” New York -0- Liebe Freunde! Zu Ihrem zehnjaehrigen Gruendungsjubilaeum, das Sie im Laufe dieses Monats begehen, uebermitteln wir Ihnen unsere herzlichsten Wuensche. Wie in unserer Federation, haben sich auch in Ihrer Organisation Juden zusammengeschlos- EN GL AND Sehr geehrte Freunde, Wir sprechen Ihnen zu dem zehnjaehrigen Gruendungs-Jubilaeum Ihrer Gemeinde unsere herzlichsten Glueckwuensche aus. Die Zusammenarbeit mit Ihnen war uns immer eine besondere Freude. Viele Probleme lasten noch auf den Juden, die Europa unter dem Druck der Hitler-Verfolgung verlassen mussten. Nur eine gemeinsame Anstrengung wird uns befaehigen, diese Probleme im Interesse der Menschen zu loesen, fuer die wir die Verantwortung tragen. Ihre Organisation war stets bereit, sich ln diese ¡ FESTPROGRAMM ANLAESSLICH DER 10 - JAHRESFEIER DER S. C. I. B’NE JISROEL Sonnabend, IO. «Juli, 9 Uhr vorm.: FESTGOTTESDIENST Sonnabend, IO. «Juli, 21 Uhr abends: BEGRUESSUNGSABEND fuer die aus Mitteleuropa stammenden, ab 1. August 1947 in Chile eingewanderten Juden; im Gemeindehaus, Monjitas 690. im Gemeindehaus, Sonntag, 11. «Juli, 11 Uhr vorm.: COCKTAIL zu Ehren der fuehrenden Persoenlichkeiten der hiesigen Kollektivitaet; Monjitas 690. Sonntag, IS. «Juli, 11 Uhr vorm.: FEIERSTUNDE fuer Mitglieder und Freunde der S. C. I. auf dem Grundstueck der B’ne Jisroel, Portugal 810l824, mit Fuehrung durch den Neubau. NAEHERE EINZELHEITEN UEBER DIESE VERANSTALTUNGEN AUF SEITE 4L Kultur seines neuen Heimatlandes leisten kann, wenn er bei aller verstaendlichen Aneignung des Neuen, seine Treue zu den ihm historisch gewordenen Kulturguetern nicht aufgibt. Der deutsche Jude hat ein grosses geistiges Erbe in die Auswanderung mitgenommen. Im Lebensraum seiner frueheren Gemeinden hat im Emanzipations-Zeitalter die erste fruchtbare Auseinandersetzung des juedischen Geistes-Gutes mit den Kultur-Werten der westlichen Welt stattgefunden. In diesem Kampf sind Charaktaere gepraegt worden, die einen wertvollen Typ juedischen Gemeinschaftslebens dar stellen. Der Jude aus Deutschland hat die Aufgabe sich ueberall ln den Dienst einer ernsthaften Synthese seines juedischen Wesens und seirJer nichtjuedischen Umwelt zu stellen. Er darf es sich nirgends leicht machen. In der Treue zum Geistes- Kampf, der fuer seine Vaeter so charakteristisch war, bewaehrt er sich als Nachkomme der “Chasside Aschkenas”, als Enkel der “rechtschaffenen Juden aus Deutschland”. Wir wuenschen der “Sociedad Cultural Israelita “B’nö Jisroel” zu ihrem 10 jaehrigen Stiftungssen, die seit 1933 als Opfer der Hitlerverfolgung aus den zentraleuropaeischen Laendern ausgewandert sind, mit dem Ziel, unsere gemeinsamen Rechte und Interessen zu vertreten und die Werte zu wahren, die wir als Erben einer bedeutsamen Vergangenheit uebernommen haben. Wir beglueckwuenschen Sie zu Ihren Leistungen und Erfolgen und danken Ihnen gleichzeitig fuer das Interesse, mit dem Sie bisher unsere Arbeit verfolgt und an ihr teilgenommen haben. Es ist unser aufrichtiger Wunsch, dass Ihr Wirken auch fernerhin von diesem Geiste getragen sein moege, zum Wohle und Nutzen der Gruppe, die Sie vertreten, sowie von uns Allen, die wir der gleichen Sache dienen. Mit den besten Wuenschen und Gruessen, AMERICAN FEDERATION OF JEWS FROM CENTRAL EUROPE, INC. New York gemeinsame und gemeinschaftliche Arbeit einzuordnen. Sie tun damit nicht nur Ihren eigenen Mitgliedern sondern auch uns allen einen grossen Dienst. Es ist ein Zeichen der Kraft des zentraleuropaeischen Judentums, dass seine Menschen, trotz allem Leiden, dass sie durchleben mussten, in den Laendern ihrer neuen Heimat den Willen zur neuen juedischen Arbeit nicht verloren haben. Wir tragen damit das Erbe, das eine jahrhundertelange Entwicklung in uns gepflanzt hat, in die Welt hinaus und wir sorgen danut dafuer, dass die grossen Werte, die im Judentum Europas sich gebildet haben, der Judenheit der Welt erhalten bleiben. Moege Ihre Gemeinde, in enger Zusammenarbeit mit allen gleichstrebenden Organisationen, die Moeglichkeit haben, ihr Bestes zu leisten zur Durchfuehrung ihrer grossen und segenbringenden Aufgaben. Mit verbindlichen Gruessen, ASSOCIATION OF JEWISH REFUGEES IN GREAT BRITAIN London