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Literarisches und homiletisches Beiblatt · 1838-04-28 · 11 (28.4.1838) · p. Seite 44

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Journal
Literarisches und homiletisches Beiblatt
Volume
I (1838)
Issue
11 (28.4.1838)
Date
1838-04-28
Page
Seite 44 (sequence 4)
Language
German
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Asclreri keine- Ahnung vom Schar hatten, daß man bei seinem ersten Erscheinen allgemein den Mose di Leon als Fälscher und Pseudog-raph desselben ansah, wie schon Juchasin (ed.sConstanrinopel, 1566) es erzählt, Laß in ihm Gebetformen verkommen (z. B. JWpJ; Yl WVS) 1£3), die erst 800 Jahre nach Simon Ben Jochai, dem angeblichen Autor, abgefaßr sind, und die ganze Abhandlung ist mit vieler Gelehrsamkeit und Klarheit durchgeführt. Diese gelehrte Abhandlung aus dem Leiem Chemed hat gegenwärtig der Professor Lholuck zu seiner „Commentatio de vi, quam graeca philosophia in tlieologiam tum Muhammedanorum tum Judaeorum exercuerit; Particula II (Hamburg, 1837. 4.)“ benutzt, worin die meisten dahinschlagenden Arbeiten der modernen jüdischen Gelehrten.benutzt ist. — 26. lieber die Synonymik der hebräischen Partikeln von Luzzatto. — 27- 29. Skizzen über die modernen Studien der Juden in Polen, verbunden mit einer Dissertation über Jonatan Eubeschütz, theils als Apologie gegen die Beschuldigung des SabbatäiSmus, theils neue Begründung der Beschuldigungen.'— 30. Kritik Luzzatto's über das Werk von'Mose Pinner, genannt “HD 74?- (Berlin, 1832), worin daS Verfehlte in Form und Sprache, die grammatischen und lexicalischcn Sünden und die Unfähigkeit des Verfassers mir bitterem Spotte gegeißelt wird. — 31 - 33. Ueber einige logische Sätze als Berichtigung zum von Herrn Strelisker vertheidigt gegen lehn da leitteles, und. des letztem Antwortschreiben. — 34. Ausführliche Kritik über das obengenannte Werk Pinner'ö von v. Jacob Goldenthal aus Brody, worin im Gegensätze zu Lnzzatto's Recension vorzüglich aus die fehlerhafte Handhabung deS Stoffes und die Mißverstandiffe in den Realien Rücksicht genommen wird. Dieser Herr Goldenthal lebt gegenwärtige in. Leipzig, und-ist so eben mit der Herausgabe des pTiJ einer Uebersehung Algasali’ö von Ben-Chisdai, nach drei Handschriften aus der hiesigen Raths- . bibliothek r.-vidirr, beschäftigt. vr. Julius Fürst. Literarische Notizen. Eine wahre Freude machte uns in diesen Tagen eine neue Edition des Kuzari, von JsaacMetzj bei Raf und MagnuS in Hamburg Sie macht dem Herausgeber, den Verlegern wie dem Drucker alle Ehre. Dem Erstercn wegen der Eorrectheir, dem Anderen wegen der schonen Ausstattung, die dem Auge wohllhut, Letzterem wegen der köstlichen Typen. Die Varianten der venetiknifchen Ausgabe von 1594 sind hinzugcfügr worden, so daß der kritische Apparat'dadurch vollständig ist. Als Einleitung sind die Briefe des R. Ehisdai b. Isaak an den König Alchasar und des Königs an den Rabbi vorgesetzt. *) Im An;eiger steht irrthümlich 183 6 für 1 838. Anm. d. Red. Dre Gallcrie berühmter Israeliten wird jetzt wieder fortgesetzt, und zwar unter Redaction von Berlhold Auerbach. Das 5. Heft ist erschienen. Von dem Dr. L. Herzfeld, Assistenten des Hcrzogl.Vraunschwekg. Landrabbiners, erscheint binnen Kurzem eine neue deutsche Uebersetzung und Erklärung von Kohelet. Wir' können im Voraus recht sehr darauf aufmerksam machen, da dieselbe für das Verständniß dieses ergiebigen, aber auch höchst schwierigen Buches vieles Neue und Brauchbare bringen wird. Ter rühmlichst bekannte Herr R. I. Fürftenthal zu Breslau har in einem ausgezeichnet schön geschriebenem Trauergedichte (nim den Tod des R. Akiba Eger besungen. Vor Kurzem legte uns bei seiner Durchreise durch Magdeburg ein Herr Salomon Brick aus Lemberg mebre hebräisch geschriebene Aufsätze, Beschreibungen, eine Abhandlung über riSN u. s. w., vor, die der Empfehlung zum Drucke sehr ^würdig waren, was wir ihm hiermit diinglich bezeugen wollen.' Wir wünschen ihm baldigst Gelegenheit zur Veröffentlichung. Raschi'S Commentar zum zw eiten "Buche MosiS in der Uebersetzung von Herrn DukeS ist in Wien bereits zu haben. Das dritte Buch wird in diesen Tagen die Presse verlassen. t In Wien ist, hebräisch und deutsch', die Ankündigung deS ältesten, noch nie gedruckten hebräischen und chaldäischen Wörterbuch es-des spanischenRabbinen piiv conav von Juda JeitteleS erschienen. Dasselbe enthält alle in den 24 Büchern der heil. Schrift vorkommenden Stgmmwörter mir ihren Bedeutungen. ES zeichnet sich eben so durch sein hohes Alterrhum, als durch seinen großen Schatz grammatikalischer und besonders syntaktischer Bemerkungen, so wie exegetischer Angaben aus. Außerdem sind die aramäischen Stammwörter der Bibel dem gleichlautenden hebrälschenGrunbworre beigegeben, und wird besonders der Commentar Raschi, der jenes Lenkon oft citirt und noch öfter benutzt, hierdurch vielfach erläutert. Der Herausgeber hat die Bibel-, Targum- und Mischnastellen genau angegeben, die Raschistellen worilich angeführt, die deurlche Uebersetzung der hebr. Wortbedeutung hinzugefügt, die betreffenden Stellen ,gegen Raschi, Raschbam, R'dak, Rabe u. s. w. vertheidigt, und viele etymologische Erläuterungen von Werth hinzugefügt. — Die Pränumeration von 4 Gulden ist bis zum Oktober 1838 offen, später tritt ein höherer Preis ein. Der dritte-Theil des Lerem Chemed ist erschienen und enthält sehr viel Interessantes. .Koppenhagener Blatter sprechen mit dem größten Enthusiasmus von den Leistungen eines jungen Violinisten, Herrn Heinrich W o lff, aus Frankfurt am Main, jüd. Religion. Sie berichten, daß er eine Begeisterung deS Publikums erregt, „wie noch kaum einem ausgezeichneten Künstler bisher dort zu Theil geworden ist." , " Redackeur: Dr. L. Philippsou. - Verlag von Baumgartners Buchhandlung. — Druck von I. B. Hirschfels.

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