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Literarisches und homiletisches Beiblatt · 1838-04-28 · 11 (28.4.1838) · p. Seite 43

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Journal
Literarisches und homiletisches Beiblatt
Volume
I (1838)
Issue
11 (28.4.1838)
Date
1838-04-28
Page
Seite 43 (sequence 3)
Language
German
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43 der erschaut. Wer sein Auge auf den Lüstern, öden Grund des sechszehnten Jahrhunderts, in Bezug auf jüdische Literatur, gerichtet, der wird gewiß die aufleuchtende, sich entfaltende Blüthenfülle, die lebenswarmen, von dem glühenden und sanften Strahl der Aufklärung beschienenen Gestalten, mit erfreucten Gefühlen begrüßen. Eine ausführliche Angabe des Inhalts wird gewiß auch bei diesem Jahrgange dem Leser genehm sein, welche hiermit der Leser nach der Reihenordnung der'Mittheilungen erhalte: 1. Monographie des hochgefeierten Ibrahim Maiinuni, Sohn des großen NULL Maimuni, oder MaimonideS, über die Hagada, oder Auffassung der talmudischen Sagen, vom Verfasser arabisch miedergeschrieben, benannt TINET'OvN 3ND3, spater ins Hebräische übertragen; unsere theilte der mehrmals gerühmte Bloch, nach dem Originale in der oppcnheimer'schen Bibliothek angefcrtigt, mit. Der genannte Bloch besitzt auch die hebräische Uebersctzung eines Briefes des MaimonideS an den Sultan Salaheddin,. dessen Leibarzt er war, und wir dürfen dessen Abdruck im nächsten Jahrgänge erwarten. — 2. Eine sehr bedeutende Monographie, betitelt 37N2*7 n*J33/ von einem Anonymos, mitgetheilt von dem Begründer und Director der israelitischen Schule zu Tarnopol an den Herausgeber, die Quellen der Sagen über *730 TND *'3*7 und die frommen Spenden zu dessen Andenken betreffend. — 3. Abhandlung von Isaooo Reggio über die mysteriöse talmudische Formel riPT'ip und über die Zauberlehre der.Alten, mit reichhaltigen und interessanten Auszügen aus einem noch ungedruckten Werke Reet laar ha-Lebanon des Abraham Jageli. — 4-5. Schreiben des gclehx- :fen Mordecheo Samuele Girondi, Rabbiners zu Padua, in dem eine Ausführliche durch viele Actenstücke ausgezeichnete Biographie des Dichters Mose Vita Luzzatto’ö geboten wird. Der gelehrte Girondi arbeitet bereits seit vielen Jahren in Padua an einem biographischen Werke ,^42^ 7773 47H überschnellen welches eine Lebensbildcrgallerie der jüdischen Gelehrten Italiens, mithin ein unentbehrliches Archiv für jüdische Geschichte und Literatur zu werden verspricht. Dieses zu erwartende Werk Gn-ondi’ö kann das ebenfalls noch zu erwartende Werk Rapoport's 0Ei "'tpJN (Ahnensaal) supplircn, da das letztere sich vorzüglich nur auf die Biographien der talmudischen und geonäischen Gelehrten beziehen wird. Die mitgetheilte Biographie Luzzatto's hat jüngst der bekannte Leteris in Wien geschmackvoll aber unvollständig in der Ausgabe des Migdal - Oz (Leipzig, 1837.) compilirt, aber v. Delitzsch in seinen trefflichen, reichhaltigen Prologomenen zu demselben Werke hat eS verstanden, dieselbe zu verarbeiten und zu vermehren. Bei Gelegenheit dieser Lebensbeschreibung werden interessante Mittheilungcn gegeben über Luzratto's Lehrer 18 ai a R as 8 a n 0, Verfasser des Werkes L a cli m e Toda; über den damaligen hebräischen Dichter Isaeco, Vita Gantarini, Verfasser von vier rühmlich bekannten Werken, ncmlich des historischen Romans pI3'^7 3!32, dessen Stoff üne elegische Episode aus einer Verfolgungsbegebenheit zu Padua den 20. Aug. 1684. (gedruckt: Amsterdam, 1684. 4. S. 166), ferner des schönen poetischen Werkes ^p, 33J, in 18 Gliederungen (Amsterdam, 1710. 4. S. 144), und der weniger bedeutenden Werken ^2 und 3*7 3p_y» er,Mid) über den Dichter Mose Zakuto, über den gelehrten Leone Finzi und über andere ausgezeichnete Karaktere jener Zeit. — 6. Poetische Epistel von dem hebräischen Dichter Meir Letteris, gerichtet ein den Gelehrten in Brody.Nachm a n Krochmal. — 7. Erläuterungen Luzzatto's über einige dunkle und mißverstandene Stellen im ^3^2 3701 von Ihn*Ezra (Prag, 1833, von Salman Gutstern heraüSgegeben und commcntirt). — 8. Kritik über das etwas hart geschriebene aber sehr gelehrte, hebräische Aesthetik betreffende Werk, rnp^ri 3333112 überschrieben, von Jehuda Wahr man (Ofen, 1833. 8. mit Quadratschrift); sie ist von Sim so n Bloch an den Verfasser, in der Form eines Sendschreibens. — 9. Streitschrift über die Ursachen des Verfalls der Sprache, über Sprachverderbung (]7;lj43. nnTTvlln" 4n 2^3), verbunden mit einer Skizze über die rabbinifche Schriftstellcrci, von einem Anonymos. — 10. Kritische Anzeigen der Werke PÄ35N (2 Th.) »on Reggio, Hjä, hebräischer Drama von Meir Letteris uud 3^Ei ^3.33, schönes Liederbuch desselben, fammtlich von D. S. in Aeünetzen. — 11. Selbstbiographie des bekannten freisinnigen Rabbinen in Arad, dem Herrn Ahr»n Eborin, verbunden mit einer Anzeige seiner sehr zahlreichen Schriften. — 12. Entwickelung einiger philosophischen Sätze, mitgetheilt von Pineies — 13. Biographie des jüdisch-italischen Dichters zu Mantua, genannt Sansone di Modena (geb. 1679, gest. 1727). W>iescr Dichter ist bekannt durch seinen lyrischen Divan, 3372 /7p überschrieben , in fünfzig Liederpforten abgetheilt, und zu Mantua 1725 gedruckt, durch seine innige Freundschaft mit , Mose Vita Luzzatto, in dessen Aesthetik und Rhetorik {7$ 4 2^3724 (Mantua, 1727) er ei?, schönes Gedenklied schrieb, durch seine große kunstgereihete Hymne j7'^i2Ei j7^2'^i, handschriftlich bei dem gelehrten Arzte in Mantua Samuele Vita della Volta, 'durch die zu Venedig 1712 gedruckte dreißigstrophige Elegie, 3^ betitelt, den Manen seines Lehrers Leonö Briele, Rabbinen zu Mantua, geweihet. — 14. Sendschreiben Luzzatto’^ an Blumenfeld in Brody, über die ausartende rationalistische Richtung in der Deutung der heiligen Schriften, über die Herabsetzung deS Pentateuchs in der Zeit, über die Wegläugnung der Echtheit so vieler profetischen Schriften, vorzüglich über das Alter des Ijob. — 15. Antwortschreiben an Luzzatto. — 16 - 17. Schreiben verschiedenen Inhalts, besonders die Fortsetzung von Bloch's Geographie' 24^ ^40^ betreffend. — 18. Exegetische Rhapsodien von Luzzatto. — 19. Schreiben von Samu'el Bik an den Rabbinen zu Metz über eine zu erzwingende Ehescheidung. — 20. Kurze Kritiken Reggio's über drei neuerschniencnc Werke ]332N 323, 4N3t£P3 71375133, 333271 320; dann eine Anzeige, daß er (Reggio) die große jüd. Geschichte lost's inS Italienische übertragen werde, zuletzt über eine vorzubcrcitcnde Ausgabe des 2373 "HS von Giuda di Modena. >— 2!. Betrachtung über das Verhältniß Babyloniens zu Palästina in der talmudischen Zeitepoche, von Lebusz Halysz an Rapoport gerichtet. — 22. Ein Fragment aus dem Leben Isaak Erter's, von ihm selbst erzählt, zur Charakteristik der Chasidäersekte in ihren Studien und in ihrem weltlichen Treiben. — 23. Correspondcnzbericht üücr das Collegium rabbinicum in Padna, vorzüglich über manche schöne Einrid)tung daselbst. — 24. Bericht Luzzatto's über verschiedene fromme Stiftungen jetziger Zeit in Italien. — 25. Monographie eines Anonymos über das Buck) So-, har, das Elementarbuch der Kabbala. In dieser Abhandlung wird die spate Abfassun gSzeit des Sohar nachgewicsen, unterstützt von den Gründen, daß die Mischna, der Talmud und die Gaonenzeit von ihm nicht» wußten, daß Salomo Isaaki (Raschi), Ihn Ezra, Musa Maimuni, Mose Naelimani,

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