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Literarisches und homiletisches Beiblatt · 1838-04-28 · 11 (28.4.1838) · p. Seite 42

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Journal
Literarisches und homiletisches Beiblatt
Volume
I (1838)
Issue
11 (28.4.1838)
Date
1838-04-28
Page
Seite 42 (sequence 2)
Language
German
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22) Ein Commentar zu einem arabischen Werk über das Astrolabium. Handschriftlich in der Oppenheimer Bibliothek; der Katalog bemerkt, daß er in 36 Sektionen oder Artikel getheilt sei. — 23) Keli ha'i- Nechoschet, handschriftlich in der immer Bibliothek. Der ^Catalog schreibt es dem Aben ' Ezra zu, und sagt, daß er darin über die Grade der Sonne, des Mondes und der Planeten handelt, es scheint ebenfalls ein Thekl beS'Reschit Chokma zu sein. — 24) Gebrauch der astronomischen Tafeln des Alma-' tan, übersetzt von unserm Autor. Mein Codex 212 dieses Werks ist von den Bibliographen nicht gekannt, oder in so fern nur, daß Picus Mirandola ein Buch von unserm Autor über diese Tafeln anführt, welches das Unsrig'e zu sein scheint. Die demselben vorangeschickte Vorrede enthalt neue und wichtige Nachrichten über Astronomie, so wie auch die Jahreszahl 1160. Er nennt darin noch sein Buch über den Lauf der Planeten, welches ohne Zweifel in dem großen Werke Resehit Chokma enthalten ist. —■ 25) Sefer Goralot,. d. h. Buch über Loose, handelt über die Kunst aus den Gestirnen über zukünftige Dinge zu urtheilen. Es ist handschriftlich in unserer Bibliothek und in der oppenheimerschen. — 26) Gedicht über das Schachspiel.^Unter den Namen Aben Ezra's hat cs Hyde mit einer lateinischen Uebersetzung in Oxfort 1694 herausgegeben, auch ist es besonders mit andern jüdischen Schriften in der genannten Stadt,1702 abgedruckt worden. — 27) Verschiedene, synogogale Gedichte und Hymnen, so wie verschiedene Gebetformulare in den spanischen Machasorim; sie befinden sich handschriftlich und gedruckt, und unter unfern Handschriften befinden sich mehre unedirte. 28) Gedichte verschiedenen Inhalts und ,r'n verschiedenen Metren, theiis edirt, theils unedirt. Sie befinden sich in allen seinen Werken zerstreut, welchen er Verse vor und .nach zu setzen pflegte. Nicht wenig andere findet man besonders in handschriftlichen Exemplaren. So sieht man z. B. ein Hochzeitgedicht in einem mediceischen Codex, der in Biscionis Catalog S. 326 mitgetheilt wird; und ein anderes gegen einen Geizigen, welches in demselben Codex und in dem meinigen 1278 steht. Sabatak schreibt, man weiß nicht mit welchem Grunde, unserem Autor zu das R etrniäot, ein moralisches Buch, welches in Reshit Chokma angeführt wird, und Wolf nimmt (im III. Band fol. 51 seiner hebräischen Bibliothek) an, daß das Werk Ozar- Chokma unter Aben Ezra's Namen in der Oppenheimer-Bibliothek sei; obgleich der Catalog nichts davon erwähnt. Ferner berichtet,er, daß in der vatikanischen Bibliothek eine Logik von ihm aufbewahrt sei, von welchen beide Cataloge aber nicht sprechen, daher ich nicht zweifle, daß Bartolocxi, von welchem er, und vor ihm Sabatai diese Bemerkung genommen hatte, sich darin geirrt, wie sie in manchen andern Artikeln gethan haben. Am Schlüsse des Darke-Noam des Mose CH abibi in der vatikanischen Ausgabe 1546, finden sich gedruckt, so wie handschriftlich in unserer Cabinetbibliothek, das Werkchen laohbulot des Aben Ezra, die von ihm, als er mit 15 seiner Schüler zur See reiste, gebraucht wurden, als wegen der dringenden Gefahr eines Schiffbruches ein Theil der Reisenden ins Meer geworfen werden, und das Loos darüber entscheiden sollte. Da schlug er vor: daß immer nur den neunten Mann das Loos treffen möge, und vertheilte die Seknigen auf eine solche Weise, daß das Loos immer einen Fremden traf, und hierin wird der von ihm gebrauchte Kunstgriff beschrieben, welcher beinahe ganz mit dem übereinstimmt, was uns unsre Bücher bekanntlich über .diesen Fall erzählen. Meine Handschrift bemerkt, daß es aus den Denkwürdigkeiten unseres Autors copirt worden. (S. uns. Katalog Codox 66). Literatur. non tns nso zweiter Theil, mit Beiträgen von Girondi, Reggio, Luzzatto, della Volta, Josef Perl, Jeitteles, Rapoport, Letteris, Bloch, Blumenfeld, Ahron Chorin u. A. Wien, 1836. 8. S. 201 (mit kleiner rabbinischer Schrift). . Noch reicher und intensiv - wissenschaftlicher, als der erste Jahrgang dieser gelehrten Correspondenzen, ist der zweite; das Nichtige und Gehaltlose verschwindet und verdorrt allmälig auf den zauberfarbigen Fluren jüdisch-literarischen Lebens, oder es überwuchert wenigstens nicht mehr, wie in trüben frühem Zeiten, die erblüheten Pflanzen des Guten. Dieselbe begeisterte und strebende Schaar von Gelehrten und Lernenden hat auch für diesen Jahrgang schöne, frische Beiträge geliefert, dasselbe Kämpfen und Ringen, dasselb.e Harren nach einem Lenz des Morgens zeigt sich auch hier, und viele neue Namen schlossen sich noch der alten Schaar an, zum ersten Male sich in die labyrintischen Tiefen der Forschung versenkend. Die Kulturformen des jüdischen Volkes können wissenschaftlich-selbstständig aufgefaßt werden, obgleich der Neophyte in jeder Culturform nur die Abfärbung deö Wohnlandes erblickt; ein solches Jahrbuch ist aber ein Caleidoskop derCultur, aus dem der Geschichtsfreund die bunten mannigfaltigen Bil-

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