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Literarisches und homiletisches Beiblatt · 1838-05-26 · 14 (26.5.1838) · p. Seite 54

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Journal
Literarisches und homiletisches Beiblatt
Volume
I (1838)
Issue
14 (26.5.1838)
Date
1838-05-26
Page
Seite 54 (sequence 2)
Language
German
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chen aber Arum Colocasia bedeutet, dessen Wurzel eine Knolle 1 ist und Las Häufig in der Levante sowol wild wachst, (riDV<|jn FpVn Schebiith 7), als cultivirt wird. Die Pflanze gehört' zur 7ten Ordnung der 21. Klasse und zur Familie der Aronpflanzen, Aroideae. Aus der großen Wur.- zelknolle kommen die schildförmigen, eirunden, ausgeschweiften Blätter hervor, Aus den Blattstielen treiben weiße, trichterförmige Blumen, in deren Mitte ein auf dem Fruchtknoten befestigter Kolben sich befindet. Die Wurzel enthält, wie unsere Kartoffel, viel Mehl und wird gekocht gegessen, auch zum Viehfutter gebraucht (Schabbath Mischn. 18, I). Peah 6, 10 -kann das Aron nicht als nrD'i) (auf dem Felde Vergessenes und darum den Armen gehörig) betrachtet werden, weil (die Wurzel) es unter der Erde verdeckt wächst. Es pflanzt sich durch Ableger der Knollen von selbst fort (Terum. 9, 6). lieber seine Aufbewahrung in der Erde, die den Armen gehörigen Blätter, das Aüsgraben mit Spateln s. Schebiith 5, 2—4. , - Y. Umbelliferae, Doldengewächse. (CI. Y, 2). 1) Kümmel PQ? gr. xv^uvov, cuininum cyinimim L. Der Kümmel der Alten ist nicht unser Kümmel, carum carvi, der bei den Griechen xuQog hieß, sondern der sogenannte Kreuzkümmel, dessen Stengel 7 — 8 Zoll hoch werden, dessen Schirme 4—5 Strahlen -enthalten und mit kleinen weißen oder purpurfarbenen Blürhen besetzt sind. Er ist in Egypten und der Levante (Plin. 19, 47) zu Hause, wird auch kn Italien und Malta gezogen nnd seine Samen sind langer, schärfer und aromatischer als die hes gemeinen Kümmels. Die Alten brauchten ihn zum Würzen der Speisen und zum Arzneigebrauch (Hippocr. de diaet. in acut. 407 u. a. O.) unter dem Namen äthiopisches Kuminum, auch die Mischnah (Schabb. 19, 2) erwähnt feiner, als Wundmittel bei der Beschneidung. Mit den trocknen Stengeln wurde der Ofen, worin Brod gebacken werden sollte, geheizt, um diesem einen angenehmen Geruch zu geben (Terum. 10, 4). Daher wurde er häufig in Palästina gebaut. Jes. 28, 25: „Ist es nicht an dem, wenn er (der Ackersmann) die Fläche geebnet, streuet er Schwarzkümmel, wirft Kümmel" u. ' s. w. vgl. Mtt. 23, 23: „Weh Euch scheinheiligen Pharisäern, weil ihr Münze, Dill und Kümmel zehntel." was Demai 2, 1 vorgeschrieben ist. Im Alterthum nannte man einen argen Geizhals xv- (.avonQiorrjg Kümmelspalter, weil er die Körner des Gewürzes theilt. 2) Hier erwähnen wir, auch gleich des Schwarzkümmels niEj*\ (.it\uv$iov'xi<xtfC)‘ LXX, Yulg. und Rabbinen (z. B. Raschl, Aruch) Nigella melanthium, obgleich er nicht zu den Doldengewächsen, sondern (CI. XIII, 5) zu den Hel» leboruspflanzen gehört. Er wird Jes. 28, 25. 27. neben Kümmel erwähnt, und wird in Syrien und Griechenland, wo er auch wild vockommt, cultivirt. Der Talmud erwähnt seiner Okezim c. ult. Tibul. ,jom 1, 5. Berach f. 39, 1. In der Gemara wir er auch rYpip und Pesach 35, 1. genannt. Auch bei uns wird der Sam/ der Nigella sativa ins Brod gebacken statt des Kümmels. Einige halten HSfp für Dill. 3) Dill, talm. rO’vl) gr. avqd’ov, Anethum graveolens. Diese im Orient heimische, auch im südl. Europa zwischen den Getreideäckern wild wachsende und sich in unfern Gärten so leicht aussamende Schirmpflanze mit ihren würzigen, gestreiften Körnern wurde ebenfalls fleißig gebaut. Der Same wurde als Gewürz gebraucht (Pli». 19, 61) so wie als Arzneimittel (Hipp., de diaet. 2. 359). Die Talmudisten erklären ihn der Peah (Peah 3, 2) so wie Samen, Kraut und Saamenflügel des Zehnt pflichtig (Llaaser. 4,5) vgl. Mtt. 23, 23. 4) Koriander, Coriandruw sativum, xoqiov, xoqlav• vov. So übersetzten die Meisten das 12 Exod. 16, 31. Num. 11, 7. womit das Manna verglichen wird (LXX oneqf.ia xoqiov,. Ehald. Ni"1} vgl. Gemar. Jom. 75,1.— Jonath. u. Jeruschalm: 12V12, was dasselbe ist und im Talmud gewöhnlich für Eoriander gebraucht wird). Sprengel, Gesch. d. Botanik 1. 13. Der Gloffator bei Dioscor. führt als afrikanischen Namen der Pflanze yorf an. Der Koriander wächst in Egypten sehr häufig, auch in Südenropa wild unter dem Getreide. Der runde 2— 3 Fuß hohe Stengel hat doldenartige, gestrahlte weiße Blumen, aus welchen runde, gelbliche, hohle und aromatische nur durch Trocknen angenehme Samenkörner entstehen. Die ganze Pflanze hat einen ekelhaften Geruch. Die untersten gefiederten Blätter haben eirunde, eingeschnitten gezähnte Blätter, die obersten sind doppelt gefiedert. Man gebrauchte die Samen zum Gewürz, mit Zucker überzogen zum Nachtisch (Hippocr. dd diaet. 2. 359), wo er NTIIpSn genannt wird. Er wurde häufig gebaut und die Talmudisten unterscheiden wol den cultivirten von dem wilden (Ehilaim 1, 2). Schebiith 9, 1 wird auch ein Bergkoriander erwähnt, der zehntenfrei war. Vgl. Pesacli. fol. 39, 1. YI. Allgemein eingeführt war auch der Anbau des Flachses (Limnn usitatissiinum (CI. Y, 5), zu der natürlichen Familie der Caryophylleae Juss. gehörig. Es ist bekannt, wie sehr diese Pflanze in Egypten cultivirt wurde (Exod. 9, 31; Jes. 19, 9; Plin. 19, 2, besonders im Delta und in der Umgegend von Pelusium, Pdaeär. 2, 6. 12.). Noch heut zu Tage wird dort Flachs im Ueber-

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