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Literarisches und homiletisches Beiblatt · 1838-03-24 · 8 (24.3.1838) · p. Seite 31

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Journal
Literarisches und homiletisches Beiblatt
Volume
I (1838)
Issue
8 (24.3.1838)
Date
1838-03-24
Page
Seite 31 (sequence 3)
Language
German
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31 die Dankbarkeit, die sein Heimatsgebiet Barcelona für ihn noch bewahrte. „Der große und berühmte Weise, Aben Ezra" sagt Penini „übertrifft alle ihmvorangegangenenGelehrten in der Erkenntniß der Wahrheit, und unsere Vorfahren erzählten uns die Freude, welche die Großen und Frommen dieses Landes empfanden, wenn sie ihm begegneten, als er unter ihnen war. Er erleuchtete zuerst unsere Augen in dieser Gegend." Die Geschichtschreiber kommen alle überein, daß er 75 alt wurde, und beweisen es aus den Worten Ab rahams, die er mit einigen Abänderungen im Augenblick seines Todes aussprach: „Abraham war 75Jahre alt, als er die Widerwärtigkeit des Erdlebens zurückließ." Ueber sein wirkliches Todesjahr stimmen sie weniger überein; die ungereimteste unter allen Meinungen ist, dasselbe 1148 zu setzen, da er nach diesem noch viele Werke, wie aus vielen Nachschriften zu sehen ist, geschrieben hat. Aus diesem Grunde hat auch dasJesodOlam, welchem Simon folgt das Todesjahr 1165 zu setzen, nicht recht, da er zwei Jahre spater, 1167, noch zwei Werke in herausgab. Nach einer Anmerkung des Verfassers im Yatikan’fcfyen Codex 39, ist er Montag im ersten Adar 4927 (Febr. 1167) gestorben, aber diese Anmerkung steht in offenem Widerspruche mit der Nachschrift unseres Aben Ezra in einem Codex, wo er sagt: daß er den Eommentar des Peutateuch's im Monat Ab (Juli) dieses Jahres beendigt habe, so daß man sich wundern muß, daß Assemann, der'sie Beide im ersten Bande seines Katalogs S. 29 anführt, ihren Widerspruch nicht bemerkt hat. Jm Juchasin laßt man ihn im folgenden Jahre, oder 1168 sterben; Gans im Aemach David 1174, andere 1194, eine Zeit, welche Zacuto für die wahrscheinlichste halt, und durch einen Yatikan'schm Codex bestätigt wird. Wolf läßt ihn noch 1169 leben, aber den Beweis, den er dafür aus der von 1159 datirten Schrift Jgeret Ha-Sabat anführt, zeigt, daß er ein Jahr mit dem andern verwechselt hat. Um diesen Punkt zu entscheiden, und mit einigen Grund das wahre Todes-Jahr A b e n E z r a 's zu bestimmen, haben wir schon oben die Bemerkung gemacht, daß die Epigraphen' seiner Werke uns bis zum Jahre 1167 führen, die wirkliche Zeit ist also spater als dieses Jahr. Zu dieser Bemerkung füge ich noch hinzu, daß Aben Ezra in seinem 1145 zu Mantua verfaßten Za hot vorangeschickten Versen, sich als einen Greis, einen fern von seinem Neste herumirrenden Vogel, nennt. Von den verschiedenen Zeiten also, die man bestimmen wollte, 'st die wahrscheinlichste, welche ihn in jenem Jahre ein hohes Alter haben laßt; nun ist eine solche Zeit, die 1168, nach welcher er 1145 bereits 52 alt gewesen wäre. (Fortsetzung folgt.) Sprachkunde. Für st's 0oneoräuntiu6. 8eet. II. und III. Wir haben versprochen, von dem Fortgange dieses großen, jedem Bibelforscher unentbehrlichen Werkes, von Zeit zu Zeit Kunde zu geben. Da so eben die vierte Sektion fertig geworden, so stehen wir nicht an, indem wir bei der Ankündigung diesercketztern über die lexikalischen Erklärungen, die Fürst seiner Concordanz zufugt, weitläufig sprechen wollen, einstweilen folgende Anzeige auö Wien, die. uns eingesandt worden, zu geben. Die Redakt. Wenn je ein Werk sich die verdiente Würdigung im Gebiete der hebräischen Literatur erworben, so ist es die allbekannte Concordanz des berühmten Buxtorf; obgleich sie nur eine einfache Bearbeitung früherer Concordanzen, und ohne große Anstrengung ausgeführt war. Unter allen Gelehrten, welche der hebräischen Literatur Zeit und Kräfte, je gewidmet, unter deren Hand das Bibelstudium seiner realen wissenschaftlichen Entfaltung entgegen reiste, hat keiner so verdienstlich gearbeitet als Buxtorf, und seine Anspruchs daher auf die Anerkennung der Mit- und Nachwelt begründet. Zwei Jahrhunderte hat seine Concordanz den Bibelforscher begleitet; es hat sich zwar gezeigt, daß Tausende von Stellen fehlen, daß die Anordnungen nach unfern lexikalischen Prinzipien sehr oft falsch sind, und hundert andere Sachen, die jeder Gelehrte weiß; aber das reale Bedürfniß ist sich gleich geblieben, ohne Concordanz kann kein Bibelforscher arbeiten, und daS'war auch das erste Bedürfnis, das Herr Fürst befriedigte. Die neue Fürst'sche Concordanz ist aber anch durch die bedeutendsten Verbesserungen und Zusätze beinah gänzlich aufs vortheilhafteste umgestaltet worden, und für welche wir dem rühmlichst bekannten Gelehrten und Sprachforscher, Hrn.. vr. Fürst, so wie dem um die Beförderung der hebräischen Literatur sehr verdienten Unternehmer, Herrn Carl Tauchnitz, im Namen aller Freunde biblischen Studiums öffentlich unfern herzlichsten Dank abstatten. Denn nächftdem, daß diese großartige Ausgabe, an topischer Schönheit und Eleganz, in jeder Hinsicht, alles bisher im Bereiche dieser Literatur erschienene weit übertrifft, so ist dieselbe noch mit doppelten Vorzügen, sowolin wissenschaftlicher als in pekuniärer Hinsicht ausgestattet. Die frühere Concordanz konnte, bei all ihrem hohfn Werthe und ihrer unwiderlegbaren Gemeinnützigkeit, ihre Ansprüche aust anerkennendeWürdigung nie weiter, als dahin, als unentbehrliches H i lfs- und Nachschlagbuch für Jedermann zu fungiren, erstrecken und geltend machen. Früher mußte alles, was Etymologie, Philologie und, sprachliche Forschung betraf, der wißbegierige Sucher, nachdem er die Stelle aufgefunden, aus eigenen oder fremden Quellen mühsam herbeiholen und schöpfen. Diesem bedeutenden Mangel sehen wir Nun dankbar durch die erprobte Hand deö ausgezeichneten Sprachmeisters, Herrn Fürst, aufs entsprechendste abgeholfen. Es wird nicht nur jeder vom ersten Begründer dieser Schöpfung herrührende Mangel ergänzt, sondern dem Werke, durch alle in der bekannten Ankündigung angegebene, aus 16 Punkten^ bestehende Verbesierungen, der Stempel der Gediegenheit aufgedrückt, indem hauptsächlich jedem Radikale, in allen mit Af- und Suffixen begleiteten und sich vorfindenden Flexionen eine gründliche Erklärung in rabbinischer und lateinischer Sprache beigefügt ist, wobei die Meinungsdifferenzen aller bedeutenden ältern und neuern Sprachforforscher mit kunstgeübter Gewandheit berücksichtigt werden, und der Besitzer der 'Cosicordanz kann hiermit nun füglich eines jeden andern Lexikons entbehren. Was den Werth dieser Noten betrifft, so hat der Verfasser Proben zur Genüge an den Tag gelegt, die seine Meisterschaft in diesem Gebiete bekunden, als daß deren wisienschastliche Qualität, nicht durch allgemeine Anerkennung gewürdigt werden sollte; doch behalten-wir es uns vor, den Fortgang dieser schönen Erscheinung im Auge zu behalten und, so Gott will, von Zeit zu Zeit einer fragmentarischen kritischen Controls zu unterziehen. Um den Lesern dieser Blätter von der Fülle der hier in diesem Riesenwerke niedergelcgten Gelehrsamkeit wenigstens Einen der vielfach-n Gegenstände in Etymologik, Sprachvergleichung, Archäologie und Exegetik, Grammatik anschaulich zu machen, wählen wir die etym. Forschungen der Verbalstämme des ersten Buch-

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